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Gedächtnis und Verhalten - die zwei Seiten der Altersdemenz
(dgk) Demenz ist ein Schicksal, dass immer mehr alte Menschen in Deutschland betrifft. Schon heute leiden mehr als eine Millionen Bundesbürger zum Beispiel unter Alzheimer, in zehn Jahren werden es annähernd zwei Millionen sein. Demenzerkrankungen stellen nicht nur eine medizinische Herausforderung dar, auf uns rollt auch ein gewaltiges gesellschaftliches Problem zu.
Wenn Gedächtnisstörungen Überhand nehmen, Erinnerungslücken größer werden, das soziale Verhalten und die Persönlichkeit sich in auffälliger Weise verändern, dann sind die Betroffenen zunehmend auf Pflege angewiesen. Diese Pflege ist sehr aufwendig und belastend, wird derzeit aber zum größten Teil von den Familienangehörigen geleistet. Doch viele überfordert diese Aufgabe auf Dauer.
Um unseren alten und hoch betagten Mitbürgern ein würdevolles Altern auch mit einer Alzheimer-Demenz zu gewährleisten, müssen wir heute die Weichen stellen. Das beginnt mit einer verbesserten Demenz-Früherkennung und einer optimalen medizinischen Versorgung mit wirksamen Medikamenten, die den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können. Was wir aber auch benötigen, sind mehr Einrichtungen, die auf die speziellen Bedürfnisse Demenzkranker zugeschnitten sind, und eine stärkere finanzielle Unterstützung der Angehörigen.
Um die Öffentlichkeit auf die vielfach prekäre Situation Demenzkranker und ihrer pflegenden Angehörigen aufmerksam zu machen, veranstalten die Initiative Altern in Würde, das Deutsche Grüne Kreuz e. V. und weitere Kooperationspartner am 28. Oktober 2003 den zweiten bundesweiten Aktionstag "In Würde altern".
Ermutigt durch den großen Erfolg des ersten Aktionstages im Jahr 2002 wollen wir auch dieses Mal wieder die Information und Aufklärung über die unterschiedlichen Ausprägungen von Demenzerkrankungen in den Mittelpunkt des Aktionstages stellen.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich aktiv zu beteiligen. Die Initiative Altern in Würde stellt kostenlos Informationsmaterialien wie Broschüren und Plakate zur Verfügung. Weitere Informationen zum Thema folgen.
Ansprechpartner:
Dr. Ingolf Dürr
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
c/o Initiative Altern in Würde
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Tel.: 0 64 21 / 293 - 174
Fax: 0 64 21 / 293 - 774
E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de
Ausführliche Presseinformationen zum Download:
pdf-Datei

