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Alzheimer früh erkennen – Infobus geht auf Tour
In Kooperation mit regionalen Gedächtnis-Ambulanzen startet der Alzheimer-Infobus pünktlich zum Weltalzheimertag am 21. September mit einer Herbst-Tournée durch mehr als 20 Städte.
(dgk) Mehr als 20 Städte im gesamten Bundesgebiet wird der Infobus „Alzheimer früh erkennen“ des Deutschen Grünen Kreuzes e. V. und der Initiative Altern in Würde ab dem 21. September, dem Weltalzheimertag, besuchen. Die Veranstalter kommen damit dem in der Bevölkerung weiter steigenden Bedürfnis nach mehr Information und Beratung zum Thema Alzheimer-Demenz nach. Aktiv unterstützt wird die Aktion deshalb auch von den regionalen Gedächtnis-Ambulanzen oder Gedächtnis-Sprechstunden, die sich ebenfalls bei der Früherkennung von Demenzerkrankungen stark engagieren. Den vollständigen Tourplan kann man im Internet unter www.altern-in-wuerde.de nachlesen.
Aufgrund der steigenden Lebenserwartung entwickelt sich die Alzheimer-Demenz zunehmend zu einer Volkskrankheit. Heute leiden bereits mehr als 700.000 Bundesbürger an dieser Erkrankung; in zwanzig Jahren wird sich diese Zahl fast verdoppelt haben, schätzen Experten. Aber auch viele jüngere Menschen werden indirekt durch einen erkrankten Angehörigen mit dieser schwierigen Situation konfrontiert werden. Wichtig ist, dass man weiß, an welchen Symptomen man die Alzheimer-Demenz früh erkennen kann. Denn die Krankheit kann inzwischen gut behandelt und der Verlauf verzögert werden.
Mit ihrer Infobus-Aktion wollen die Veranstalter auf die wachsende Zahl von Alzheimerkranken aufmerksam machen, über Früherkennungsmöglichkeiten informieren und Wissen vermitteln, welches für das Arztgespräch wichtig ist. Darüber hinaus soll um Verständnis für die Probleme der Betroffenen und ihrer Angehörigen geworben werden. Wer Fragen zur Alzheimer-Demenz hat, einen ersten Früherkennungstest durchführen möchte oder einen Demenzkranken in der Familie pflegt, sollte diese Chance zur Beratung nutzen.
Einen neuen und ungewöhnlichen Weg gehen die Veranstalter der Infobus-Tour, um in der Öffentlichkeit das Krankheitsbild bekannter zu machen und für mehr Verständnis für die Alzheimerkranken zu werben. Zu Alzheimer gehört mehr als nur die Vergesslichkeit. Angehörigen, Freunden und Bekannten fällt es oft schwer zu begreifen, was in dem Erkrankten vorgeht, warum er so verändert ist und seltsam handelt und reagiert. Missverständnisse, Ablehnung und Streit sind dann vorprogrammiert. Erfahrungsstationen, die am Infobus aufgebaut sind, sollen gesunden Menschen verdeutlichen, welche Symptome ein Alzheimerkranker entwickelt und wie er seine Umwelt erlebt. Ziel der Erfahrungsstationen ist also auch, das familiäre Miteinander von Kranken und Gesunden zu fördern.
Nähere Informationen zum Infobus Alzheimer-Demenz gibt es im Internet unter www.altern-in-wuerde.de sowie beim Organisationsbüro im Deutschen Grünen Kreuz, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg; Tel.: 0 64 21 / 293 - 150, Fax: 0 64 21 / 293- 750, E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de.
Hintergrund-Informationen
Alzheimer – früh erkennen, rasch behandeln, Lebensqualität erhalten
Warum ist die Früherkennung von Alzheimer so wichtig? Erste Anzeichen wie anhaltende und zunehmende Vergesslichkeit, Rückzug aus Freundes- oder Familienkreis, oder Feindseligkeit und aggressives Verhalten werden von Verwandten und Freunden oft erst spät wahrgenommen oder aber als typische Alterserscheinung betrachtet. Der Betroffene selbst nennt meist gute Gründe für die Veränderungen im Denken und Verhalten. Wenn ein Arzt die Diagnose Alzheimer-Demenz stellt, hat die Krankheit oft schon Jahre lang ihre Zerstörungsarbeit im Gehirn des betroffenen Menschen geleistet.
Am Infobus wird deshalb darüber aufgeklärt, welche Symptome und Verhaltensweisen auf eine beginnende Erkrankung hindeuten können, erste einfache Tests können durchgeführt werden, um den Anfangsverdacht zu erhärten oder zu widerlegen. Früh erkannt, kann die Zeit für eine wirksame Behandlung genutzt werden. Werden moderne Antidementiva, wie zum Beispiel der ursprünglich aus dem Schneeglöckchen gewonnene Wirkstoff Galantamin, rechtzeitig eingesetzt, können die geistigen Fähigkeiten und damit die Teilnahme am täglichen Leben für Monate bis Jahre noch gut erhalten werden. Die häufig durch die Demenz verursachten Verhaltensstörungen wie Aggressionen oder Wahnideen (die Patienten fühlen sich z. B. bestohlen, erkennen ihr Spiegelbild nicht mehr) und die damit verbundene Unruhe kann der Wirkstoff Risperidon wirkungsvoll mildern. Durch eine wirksame medikamentöse Therapie sowie begleitende nicht-medikamentöse Maßnahmen gewinnen die Betroffenen und ihre pflegenden Angehörigen deutlich mehr Lebensqualität. Auch Heimeinweisungen können vermieden werden. Experten beraten dazu am Infobus individuell und geben praktische Tipps zum Umgang mit Demenz-kranken.
Einer aktuellen Untersuchung zufolge kommen derzeit allerdings nur ca. 13 Prozent aller Alzheimer-Patienten in den Genuss einer angemessenen medikamentösen Therapie, wie sie in den Leitlinien der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft empfohlen wird. Mehr als 500.000 Alzheimer-Patienten bleiben demnach unterversorgt. Zum einen werden die frühen Anzeichen der Krankheit von Angehörigen und Ärzten häufig als normale Alterserscheinungen abgetan, zum anderen herrscht bei vielen Ärzten auch noch Unkenntnis über die modernen therapeutischen Möglichkeiten.
Tourplan
Stand: 31.08.2005
Tag / Datum |
| Stadt | Standort |
Mittwoch | 21.09.05 | Essen | Limbeckerstraße |
Donnerstag | 22.09.05 | Soest | Markt |
Freitag | 23.09.05 | Münster | Harsewinkelplatz |
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Montag | 26.09.05 | Hamburg-Altona | Paul Nevermann-Platz |
Dienstag | 27.09.05 | Neumünster | Großflecken/Nordseite |
Mittwoch | 28.09.05 | Uelzen | Herzogenplatz |
Donnerstag | 29.09.05 | Stendal | Marktplatz |
Freitag | 30.09.05 | Göttingen | Platz vor dem Alten Rathaus |
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Dienstag | 04.10.05 | Bayreuth | Ehrenhof (Schlossplatz) |
Mittwoch | 05.10.05 | Erlangen | Neuer Markt - vor C&A |
Donnerstag | 06.10.05 | Regensburg | Neupfarrplatz |
Freitag | 07.10.05 | München | Sendlinger Tor-Platz |
Samstag | 08.10.05 | Bad Tölz | IsarSANA-Gesundheitsfestival |
Sonntag | 09.10.05 | Bad Tölz | IsarSANA-Gesundheitsfestival |
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Montag | 10.10.05 | Konstanz | Untere Marktstätte |
Dienstag | 11.10.05 | Tübingen* | Holzmarkt |
Mittwoch | 12.10.05 | Stuttgart* | Büchsenstr./Ecke Kronprinzenstr. |
Donnerstag | 13.10.05 | Ansbach | Martin-Luther-Platz |
Freitag | 14.10.05 | Mannheim* | Marktplatz |
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Dienstag | 18.10.05 | Wiesbaden | Luisenplatz |
Mittwoch | 19.10.05 | Gießen | Löwengasse (Fußgängerzone) |
Donnerstag | 20.10.05 | Homburg | Am Rondell |
jeweils von 10.00 bis 16.00 Uhr
* in Kooperation mit der Alzheimer-Gesellschaft Baden-Württemberg e. V.

