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Textanfang / Content
Die so genannte Milieutherapie ist auf das Umfeld des Patienten - auf die dingliche Umwelt und die soziale Umgebung - ausgerichtet. Sie versucht, die Alltags- und Freizeitaktivitäten des Patienten zu fördern, ihn so weit wie möglich in das normale Familienleben einzubinden und eine einfühlsame und würdevolle Beziehung zwischen den pflegenden Personen und dem Kranken aufzubauen. Erleichtert werden kann dies durch eine überschaubare, stress- aber nicht reizfreie, sondern durchaus stimulierende Umgebung und einen konstant strukturierten Tagesablauf. Die häusliche Umgebung des Kranken sollte weitestgehend veränderungsfrei sein oder aber nur behutsam verändert werden. Sonst besteht die Gefahr, dass der Kranke zusätzlich verwirrt und verängstigt wird.
Zum "Milieu" gehört die Gestaltung der Räume, die gesamte "Akustik" und ein geregelter Tagesablauf. Der Wohnraum sollte in dezenten Farbtönen gestrichen und gut ausgeleuchtet sein; zu laute Geräusche können durch Teppichböden gedämpft werden; manchmal ist auch eine angenehme Hintergrundmusik sinnvoll; es sollte feste Essens-, Beschäftigungs- und Bettzeiten geben.

