Hauptnavigation
- 1: Gesundheitsthemen.
- 2: Projekte des DGK.
- 3: Altern in Würde.
- 3.1: Alzheimer - Demenz.
- 3.2: Ursachen.
- 3.3: Früherkennung.
- 3.4: Behandlung.
- 3.5: Informationsmaterial.
- 3.6: Informationen für Journalisten.
- 3.6.1: Willkommen im Pressebereich.
- 3.6.2: Aktuelle Meldungen.
- 3.6.3: Pressearchiv.
- 3.6.3.1: 100 Jahre Alzheimer - Infobus 'Alzheimer früh erkennen' besucht 45 Städte .
- 3.6.3.2: Alzheimer-Demenz – früh erkennen und sinnvoll behandeln.
- 3.6.3.3: EMNID-Umfrage: Persönlichkeitsveränderungen im Alter halten viele für normal.
- 3.6.3.4: Alzheimer: Angehörige kämpfen für die Verordnung von Medikamenten.
- 3.6.3.5: Expertenkommission fordert Umdenken im Umgang mit Alzheimer-Patienten.
- 3.6.3.6: Videowettbewerb für Jung und Alt.
- 3.6.3.7: Großer Zuspruch auf Infobus-Aktion 'Alzheimer früh erkennen'.
- 3.6.3.8: Demenz wird oft nicht entdeckt.
- 3.6.3.9: Bericht von der 5. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie.
- 3.6.3.10: Sonderpressedienst 'Alzheimer-Demenz' April 2003.
- 3.6.3.11: Pressekonferenz zum bundesweiten Aktionstag 'In Würde altern'.
- 3.6.3.12: Altersverwirrte Menschen werden zu spät behandelt.
- 3.6.3.13: Alzheimer - Die Diagnose trifft die Familie wie ein Schock.
- 3.6.3.14: Verhaltensauffälligkeiten im Rahmen einer Demenz - ein völlig unterschätztes Krankheitsbild.
- 3.6.3.15: Demenzbedingte Verhaltensauffälligkeiten medikamentös behandeln.
- 3.6.3.16: Wissenschaftlicher Beirat für die Initiative 'Altern in Würde' gegründet.
- 3.6.4: Bildarchiv Fotos.
- 3.6.5: Bildarchiv Grafiken.
- 3.7: Adressen und Links.
- 3.8: Aktuelles.
Auszeichnungen / Qualitätssiegel

![]()
Wir befolgen den HONcode Standard.
Kontrollieren Sie dies hier.

Service-Content
Textanfang / Content
Emnid-Umfrage offenbart, wie groß die Besorgnis beim Thema Alzheimer-Demenz in der Bevölkerung ist
(dgk) Was würden Sie tun, wenn ein Familienmitglied an Alzheimer-Demenz erkrankt wäre und Sie wüssten, dass es wirksame Medikamente gibt, die den Zustand verbessern könnten, der Arzt diese Arzneimittel aber eventuell aus Kostengründen nicht verordnen will? Diese Frage stellte das Meinungsforschungsinstitut TNS-Emnid in einer repräsentativen Umfrage zum Thema Alzheimer an 1.005 Personen.
Neun von zehn Befragten würden zunächst Kontakt zu ihrer Krankenkasse aufnehmen, um dort Druck auszuüben. 77 Prozent wollten hartnäckig auf die Verordnung durch den Arzt bestehen. Sollte dies nicht zum Erfolg führen, würden fast zwei Drittel (60 Prozent) den Arzt wechseln. Erstaunlich: In einer solchen Notsituation könnten sich 85 Prozent sogar vorstellen, die notwendigen Medikamente aus der eigenen Tasche zu bezahlen.
Diese vielleicht überraschende Antwort zeigt, wie groß in der Bevölkerung die Angst vor der Alzheimer-Demenz und zugleich der Wunsch ist, etwas gegen das Fortschreiten dieses erschreckenden Hirnleidens zu tun. Dass es Medikamente gibt, die die Symptome der Krankheit verbessern und ihren Verlauf verzögern können, war knapp der Hälfte der Befragten (48 Prozent) bekannt. Nur 7 Prozent glaubten, gegen Alzheimer würde gar nichts helfen.
Bei der Alzheimer-Demenz ist der Stoffwechsel im Gehirn gestört, Nervenzellen, die den Botenstoff Acetylcholin produzieren, sterben langsam ab. Moderne Antidementiva setzen deshalb an diesem Punkt an. Erläutern kann man dies gut am Beispiel des Wirkstoffs Galantamin. Galantamin wurde ursprünglich in Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) entdeckt. Erst später fand man heraus, dass diese Substanz den Acetylcholin-Stoffwechsel im Gehirn beeinflussen kann. Seitdem versucht man, den zunehmenden Mangel an Acetylcholin im Gehirn durch die Gabe dieses Wirkstoffs auszugleichen oder den noch vorhandenen Botenstoff besser auszunutzen. Die geistige Leistungsfähigkeit, so zeigen Studien, kann so länger aufrecht erhalten werden.
71 Prozent der befragten Personen setzen große Hoffnung in die medikamentöse Therapie der Alzheimer-Demenz, wenn sie denn vom Arzt verordnet werden würde. Ebenso viele würden ein Gedächtnistraining in Betracht ziehen, um das Fortschreiten der Alzheimer-Symptome einzudämmen. Dass eine Psychotherapie helfen könnte, nimmt dagegen nur die Hälfte der Befragten an. In die Wirksamkeit von Vitaminpräparaten, wie sie teilweise frei verkäuflich in Apotheken angeboten werden, setzen lediglich 28 Prozent ihr Vertrauen.
(2.148 Zeichen)
Die Grafik kann von Redaktionen kostenlos per E-Mail (JPG-Format) angefordert werden unter: roswitha.seim(à)kilian.de
Für Rückfragen oder weitergehende Informationen zum Thema Alzheimer-Demenz steht Ihnen Dr. Ingolf Dürr beim Deutschen Grünen Kreuz e. V. jederzeit gerne zur Verfügung: Telefon: 0 64 21 / 2 93 – 1 74; E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de.


