DGK e.V. -
Gesundheitsinformationen zu:
Altern in Würde, AIW, Demenz, Alzheimer, alt, aggressiv, misstrauisch, helfen, Patient, Erkrankung, Gesundheit, Altersdemenz, Angehörige, feindselig, Pflege, Demenzerkrankung, Medikamente, Therapie
skip_nav

Suche

 

Hauptnavigation


Auszeichnungen / Qualitätssiegel

DGK Gesundheit Internet 2008


  Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen
Wir befolgen den HONcode Standard.
Kontrollieren Sie dies hier.

 

 





bookmark at mister wongbookmark at del.icio.usbookmark at digg.combookmark at furl.netbookmark at linksilo.debookmark at reddit.combookmark at spurl.netbookmark at technorati.com


Service-Content

Anzeige


Textanfang / Content

Sie sind hier: Altern in Würde / Informationen für Journalisten / Pressearchiv / Alzheimer: Angehörige kämpfen für die Verordnung von Medikamenten
Alzheimer: Angehörige kämpfen für die Verordnung von Medikamenten

Emnid-Umfrage offenbart, wie groß die Besorgnis beim Thema Alzheimer-Demenz in der Bevölkerung ist

(dgk) Was würden Sie tun, wenn ein Familienmitglied an Alzheimer-Demenz erkrankt wäre und Sie wüssten, dass es wirksame Medikamente gibt, die den Zustand verbessern könnten, der Arzt diese Arzneimittel aber eventuell aus Kostengründen nicht verordnen will? Diese Frage stellte das Meinungsforschungsinstitut TNS-Emnid in einer repräsentativen Umfrage zum Thema Alzheimer an 1.005 Personen.

Neun von zehn Befragten würden zunächst Kontakt zu ihrer Krankenkasse aufnehmen, um dort Druck auszuüben. 77 Prozent wollten hartnäckig auf die Verordnung durch den Arzt bestehen. Sollte dies nicht zum Erfolg führen, würden fast zwei Drittel (60 Prozent) den Arzt wechseln. Erstaunlich: In einer solchen Notsituation könnten sich 85 Prozent sogar vorstellen, die notwendigen Medikamente aus der eigenen Tasche zu bezahlen.

Diese vielleicht überraschende Antwort zeigt, wie groß in der Bevölkerung die Angst vor der Alzheimer-Demenz und zugleich der Wunsch ist, etwas gegen das Fortschreiten dieses erschreckenden Hirnleidens zu tun. Dass es Medikamente gibt, die die Symptome der Krankheit verbessern und ihren Verlauf verzögern können, war knapp der Hälfte der Befragten (48 Prozent) bekannt. Nur 7 Prozent glaubten, gegen Alzheimer würde gar nichts helfen.

Bei der Alzheimer-Demenz ist der Stoffwechsel im Gehirn gestört, Nervenzellen, die den Botenstoff Acetylcholin produzieren, sterben langsam ab. Moderne Antidementiva setzen deshalb an diesem Punkt an. Erläutern kann man dies gut am Beispiel des Wirkstoffs Galantamin. Galantamin wurde ursprünglich in Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) entdeckt. Erst später fand man heraus, dass diese Substanz den Acetylcholin-Stoffwechsel im Gehirn beeinflussen kann. Seitdem versucht man, den zunehmenden Mangel an Acetylcholin im Gehirn durch die Gabe dieses Wirkstoffs auszugleichen oder den noch vorhandenen Botenstoff besser auszunutzen. Die geistige Leistungsfähigkeit, so zeigen Studien, kann so länger aufrecht erhalten werden.

71 Prozent der befragten Personen setzen große Hoffnung in die medikamentöse Therapie der Alzheimer-Demenz, wenn sie denn vom Arzt verordnet werden würde. Ebenso viele würden ein Gedächtnistraining in Betracht ziehen, um das Fortschreiten der Alzheimer-Symptome einzudämmen. Dass eine Psychotherapie helfen könnte, nimmt dagegen nur die Hälfte der Befragten an. In die Wirksamkeit von Vitaminpräparaten, wie sie teilweise frei verkäuflich in Apotheken angeboten werden, setzen lediglich 28 Prozent ihr Vertrauen.

(2.148 Zeichen)

Alzheimer - was tun, wenn die Medikamente nicht verordnet werden?

Die Grafik kann von Redaktionen kostenlos per E-Mail (JPG-Format) angefordert werden unter: roswitha.seim(à)kilian.de


Für Rückfragen oder weitergehende Informationen zum Thema Alzheimer-Demenz steht Ihnen Dr. Ingolf Dürr beim Deutschen Grünen Kreuz e. V. jederzeit gerne zur Verfügung: Telefon: 0 64 21 / 2 93 – 1 74; E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de.

 

Fusszeile / Impressum

...