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Grantig, misstrauisch, aggressiv: Verhaltensstörungen im Alter verstehen - und helfen
am Donnerstag, 24. Oktober 2002, in der Deutschen Börse (IHK),
Raum Fortuna, Börsenplatz 4, Frankfurt am Main
Keiner mag sich ständig haltlose Vorwürfe und Anschuldigungen des Partners oder der Oma anhören. Doch warum verändert sich die Persönlichkeit des Vaters oder der Mutter in so auffälliger und negativer Weise? Ist es denn normal, dass alte Menschen grantig, misstrauisch und feindselig werden?
Wer einen Angehörigen pflegt, der an Altersdemenz erkrankt ist, muss sich fast täglich mit solchen Fragen auseinandersetzen. Oft wird die Belastung übergroß, wenn der einstmals geliebte Mensch unvermittelt aggressiv wird oder gar Wahnvorstellungen entwickelt. Das familiäre Zusammenleben wird auf eine harte Probe gestellt.
Die Probleme der Demenzkranken und insbesondere ihrer pflegenden Angehörigen werden in der breiten Öffentlichkeit bisher eher verdrängt als wirklich wahrgenommen. Was vor allem fehlt, ist Einsicht und Verständnis für die verschiedenen Ausprägungen der Demenzkrankheit. Schnell verliert der Betroffene deshalb die Wertschätzung seiner Umgebung und damit auch seine Würde als Mensch.
Bereits heute leiden mehr als 1,2 Millionen Bundesbürger unter einer Demenzerkrankung, wie zum Beispiel Alzheimer. Diese Zahl wird nach Aussage von Experten in den nächsten zehn Jahren noch deutlich wachsen. Höchste Zeit also, das Thema Altersdemenz von seinem Stigma zu befreien. Nicht weniger hat sich die Initiative Altern in Würde zum Ziel gesetzt und ruft daher in diesem Jahr zum ersten Aktionstag "In Würde altern" am 29. Oktober auf.
Bei der Pressekonferenz in Frankfurt wollen wir interessante Informationen und Hintergründe zur prekären Situation der Demenzkranken und ihrer pflegenden Angehörigen vermitteln. Wie sieht es mit der Früherkennung aus? Lassen sich Verhaltensstörungen im Alter behandeln? Welche Hilfsmöglichkeiten gibt es für Angehörige? Dies sind nur einige der Fragen, die unsere Referenten beantworten werden.
Sollten Sie noch Fragen haben, rufen Sie bitte an.
Ansprechpartner sind
Dr. Ingolf Dürr
Silke Dümpelmann
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
c/o Initiative Altern in Würde
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Tel.: 0 64 21 / 293 - 174 oder -135
Fax: 0 64 21 / 229 - 10
E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de
oder silke.duempelmann(à)kilian.de

