DGK e.V. -
Gesundheitsinformationen zu:
Demenz, Alzheimer, alter,Pressearchiv Demenz wird oft nicht entdeckt, Sozialer Rückzug, Depression und Selbstmordgedanken könnenfrühe Anzeichen für eine Altersdemenz wie z. B. Alzheimer sein,Bericht von der 11. Internationalen Konferenz der International Psychogeriatric Association (IPA) in Chicago (August 2003)
skip_nav

Suche

 

Hauptnavigation


Auszeichnungen / Qualitätssiegel

DGK Gesundheit Internet 2008


  Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen
Wir befolgen den HONcode Standard.
Kontrollieren Sie dies hier.

 

 





bookmark at mister wongbookmark at del.icio.usbookmark at digg.combookmark at furl.netbookmark at linksilo.debookmark at reddit.combookmark at spurl.netbookmark at technorati.com


Service-Content


Textanfang / Content

Sie sind hier: Altern in Würde / Informationen für Journalisten / Pressearchiv / Sonderpressedienst 'Alzheimer-Demenz' April 2003
Sonderpressedienst 'Alzheimer-Demenz' April 2003

Altersdemenz - Hilfe durch frühe Diagnose und wirksame Therapien

Über eine Million Menschen in Deutschland leiden an Demenz, 60 Prozent davon an der Alzheimer-Krankheit. Zwei Drittel der Betroffenen werden zu Hause betreut, vorwiegend von Frauen, den Lebenspartnerinnen, den Töchtern, den Schwiegertöchtern. Die häusliche Pflege ist eine enorme psychische, physische wie auch finanzielle Belastung für die Angehörigen. Vor allem die dramatischen Veränderungen des Verhaltens und der Persönlichkeit des Demenzkranken führen häufig zu schweren familiären Konflikten. Doch medizinische Hilfe, mit der die Symptome wirksam gemildert und die Lebensqualität für beide Seiten, Erkranktem und Pflegendem, verbessert werden könnten, wird oft zu spät gesucht. Demenz ist immer noch mit einem Tabu behaftet, und auch viele Ärzte kennen sich mit Diagnose und Therapie nicht besonders gut aus. Experten fordern hier ein Umdenken. Mehr dazu erfahren Sie in den nachfolgenden Artikeln.


Alzheimer früher entdecken und behandeln (4.531 Zeichen)
Neuer Schnelltest gibt insbesondere Aufschluss über Demenz-bedingte Verhaltensstörungen

(dgk) Wenn alte Menschen zunehmend vergesslicher werden und sich öfter etwas seltsam und grantig verhalten, wurde das früher meist wenig beachtet und zum Beispiel als "normaler Altersstarrsinn" abgetan. Heute weiß man, dass hinter diesen Symptomen fast immer eine Demenzerkrankung steckt, bei der nachweislich wichtige Stoffwechselprozesse im Gehirn entgleisen. Die häufigste Form der Altersdemenz ist die Alzheimer-Krankheit - und sie wird zu einer der größten Herausforderungen für das Gesundheitssystem des beginnenden 21. Jahrhunderts, warnen Experten.

Mit der steigenden Zahl alter und sehr alter Menschen wächst auch der Anteil derjenigen, die von Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz betroffen sind. Bei den unter 70-Jährigen sind es noch zwischen 3 und 5 Prozent, deren Gedächtnis schwindet und deren Verhalten immer auffälliger von der Norm abweicht. Doch bei den 70- bis 80-Jährigen sind schon 10 Prozent erkrankt, und bei den über 80- Jährigen ist es fast jeder Dritte.

"Tatsächlich verdoppeln sich die Fälle neuer Demenzerkrankungen in Deutschland in einem Fünf-Jahres- Rhythmus", warnt Pasquale Calabrese, Psychiater an der Neurologischen Universitätsklinik Bochum. Verloren gingen dabei nicht nur die so genannten höheren Gehirnfunktionen wie Gedächtnis und allgemeines Denkvermögen, auch die sozialen Fähigkeiten und die gesamte Alltagstauglichkeit der Demenzkranken seien in Mitleidenschaft gezogen. Am schwerwiegendsten wirke sich ein Symptomenkomplex aus, für den es bisher nur im englischen Sprachraum einen Namen gäbe: BPSD (Behavioral and Psychological Symptoms of Dementia). BPSD bildet somit die zweite, noch unheimlichere Seite der Alzheimer-Demenz. In Deutschland spricht man allgemein von Wesensveränderungen oder Verhaltensstörungen im Alter.


Alzheimer: Neue Medikamente werden zu selten eingesetzt (2.709 Zeichen)

Experten beklagen mangelnde medizinische Versorgung Demenzkranker

(dgk) Die mehr als eine Million Menschen, die in Deutschland an Alzheimer oder einer anderen Demenzerkrankung leiden, seien medizinisch sträflich unterversorgt. 80 bis 90 Prozent der Patienten würden nicht ausreichend behandelt. Diese Aussage traf Rolf D. Hirsch, Leiter des Gerontopsychiatrischen Zentrums der Rheinischen Kliniken Bonn bei einer Informationsveranstaltung zum Thema Alzheimer-Demenz in Köln. "Bei Krebs und AIDS greift man nach jedem Strohhalm, egal was es kostet. Bei Demenz hingegen ist man leider viel kritischer", beklagte Hirsch. Dabei gebe es hier beachtenswerte Hoffnungsschimmer durch neue, wirksamere Medikamente.

Als ein sehr gutes Beispiel führte Hirsch die Fortschritte bei der Behandlung von Demenz-bedingten Verhaltensstörungen auf. Erhöhte Aggressivität mit plötzlichen Wutanfällen, krankhaftes Misstrauen und ständige Unruhe oder Umherwandern vor allem in der Nacht würden Angehörigen wie Pflegepersonal am meisten belasten und seien daher auch der Hauptgrund für eine frühzeitige Heimeinweisung.

Eindeutige Empfehlungen für die Therapie dieser Verhaltensauffälligkeiten hätten die beteiligten medizinischen Fachgesellschaften bereits im Sommer 2000 bekannt gegeben. Darin werde eine Behandlung mit modernen Atypika gefordert, vorzugsweise mit dem niedrig dosierten Wirkstoff Risperidon, da damit das entgleiste Verhalten gut in den Griff zu bekommen sei, und Risperidon darüber hinaus deutlich weniger Nebenwirkungen als die älteren Neuroleptika aufweise.

Um auch die geistige Leistungsfähigkeit und das Gedächtnis länger zu erhalten, raten die Experten zu Antidementiva aus der Gruppe der Acetylcholinesterasehemmer. Ergänzt werden müsse die medikamentöse Behandlung der Alzheimer-Demenz durch umfassende verhaltens- und psychotherapeutische Maßnahmen.

Leider würden diese hilfreichen Empfehlungen aber noch viel zu selten in der täglichen Praxis umgesetzt, sagte Hirsch. Weiterhin laste daher ein extrem hoher Leidensdruck auf den betroffenen Familien, da diese überwiegend die Pflege Demenzkranker übernähmen. Auch finanziell würden die pflegenden Angehörigen oft an die Grenzen der Zumutbarkeit stoßen.

Um eine menschenwürdigere Versorgung Demenzkranker zu erreichen, fordert Hirsch einen Schulterschluss von Ärzten, Pflegern, Therapeuten, Sozialarbeitern, Selbsthilfeorganisationen und Gesundheitsökonomen. Gemeinsam müsse man sich dafür stark machen, dass Demenz als Krankheit anerkannt und die notwendigen Medikamente und Therapien finanziert werden. Außerdem müsse man die Aus- und Weiterbildung der Ärzte verbessern sowie eine flächendeckende ambulante und stationäre Versorgung Demenzkranker etablieren. Nur so könne die Würde der Alzheimer-Patienten dauerhaft gewahrt werden.


Wenn alte Menschen schwierig werden (2.770 Zeichen)
Demenzkranke leiden oft an Verhaltensstörungen, die das familiäre Zusammenleben erheblich beeinträchtigen. Ergebnisse von zwei neuen Studien lassen Ärzte und Angehörige nun hoffen.

(dgk) Wer die Alzheimer-Krankheit nur als Problem des Gedächtnisses und des logischen Denkvermögens betrachtet, verkennt das tatsächliche Ausmaß von Demenzerkrankungen. Alzheimer hat eine zweite, dunkle und noch unbekanntere Seite: die dramatischen Persönlichkeits- und Wesenveränderungen, die sich mit dem Betroffenen vollziehen. Für die Angehörigen sind diese plötzlichen Verhaltensstörungen viel erschreckender als der Gedächtnisverlust. Denn durch das absonderliche Verhalten wird das tägliche Miteinander enorm belastet und zunehmend sogar unmöglich.

"Verhaltensstörungen sind ein typisches Merkmal aller Formen der Demenz und kommen bei allen Patienten in bestimmten Phasen der Erkrankung vor", erklärt dazu Alexander Kurz, Leiter des Alzheimer-Zentrums an der Psychiatrischen Klinik der Technischen Universität München. Am häufigsten träten gesteigerte Aggressivität, Misstrauen, Ruhelosigkeit und nächtliches Umherlaufen auf, weil der Schlaf-Wach- Rhythmus außer Kontrolle geraten ist.

Erstes Anzeichen könne schon sein, so Kurz weiter, wenn sich der Erkrankte immer mehr von allen sozialen Aktivitäten zurückzieht, das Interesse an Hobbys, der Tageszeitung oder den TV-Nachrichten verliert. Am dramatischsten zeigten sich die Verhaltensstörungen im fortgeschrittenen Stadium in Form von Sinnestäuschungen und Wahnvorstellungen. Ein ideales Medikament für die Behandlung der Verhaltensstörungen müsse zum einen rasch helfen, bei allen Verhaltensstörungen gleichermaßen wirksam und noch dazu gut verträglich sein, fordert der Psychiater.

Dem neuartigen Wirkstoff Risperidon, der zur Gruppe der so genannten Atypika gehört, schreibt der ausgewiesene Alzheimer-Experte diese Fähigkeiten zu. Kurz schließt dies aus dem Ergebnis von zwei großen Untersuchung an insgesamt 7.142 Demenz-Patienten, die er mit Risperidon behandelt hatte. "Der Erfolg der Risperidon- Therapie war schon nach zwei bis drei Wochen deutlich, 92 Prozent der Patienten sprachen auf das Medikament sehr gut an, die Verhaltensstörungen verringerten sich deutlich". Beeindruckend war auch das Urteil der an der Studie unmittelbar beteiligten Ärzte und Angehörigen: In beiden Gruppen bewerteten mehr als 95 Prozent die Therapie mit "gut" oder "sehr gut".

"Es ist ein Segen, dass wir jetzt so ein Medikament zur Verfügung haben", umschreibt Kurz die Hoffnungen, die er und seine Kollegen in die neue Therapie setzen. Eine Umstellung der Alzheimer-Patienten von den alten, nebenwirkungsreichen Medikamenten auf den neuen, hochwirksamen und gleichzeitig sehr gut verträglichen Wirkstoff lohne sich in jedem Fall. Denn damit sei nicht nur dem Patienten selbst geholfen, auch die Angehörigen und Pfleger würden entlastet, und die Ärzte hätten endlich auch ein Erfolgserlebnis bei der Behandlung der Alzheimer-Demenz.


Der Diagnose Alzheimer muss auch die Behandlung folgen (3.963 Zeichen)
Frühzeitige medikamentöse Therapie der Demenz-Krankheit entlastet die Familien

(dgk) "Stellen Sie sich vor, Sie gehen jetzt durch einen Supermarkt. Wie viele Produkte fallen Ihnen spontan ein, die Sie dort finden könnten?" Solche und ähnliche Fragen stellt Matthias Krüger immer dann, wenn ein älterer Mensch seine Praxis aufsucht, und der Verdacht geäußert wird, dass "mit seinem Kopf nicht mehr alles so richtig stimme". Oft seien es die Angehörigen, die am Lebenspartner, bei der Mutter oder dem Vater seltsame Veränderungen des Verhaltens zu beobachten glauben und deshalb einen Arzt hinzuziehen wollen. Krügers Aufgabe ist es dann, diesen Verdacht entweder auszuräumen oder zu bestätigen.

Matthias Krüger ist Allgemeinmediziner in Isernhagen bei Hannover und einer der wenigen Hausärzte in Deutschland, die sich mit Demenzerkrankungen wie zum Beispiel Alzheimer intensiv beschäftigen. Er kennt daher auch die Tests, mit denen man eine Demenz möglichst frühzeitig entdecken kann. "Beim Supermarkt-Test sollte man innerhalb einer Minute doch einige Dutzend unterschiedliche Produkte nennen können. Sind es deutlich weniger, kann das auf ein Problem mit dem Erinnerungsvermögen hindeuten".

Berichten Angehörige zudem darüber, dass der Betroffene es mehr und mehr an der Körperhygiene mangeln lasse, sich nur noch sporadisch wasche und auch die Unterwäsche nicht mehr wechseln wolle, ist das für Krüger ebenfalls ein wichtiges Verdachtsmoment. Ziemlich eindeutig ist der Fall dann, wenn sich das Wesen eines Menschen plötzlich radikal umkehre, wenn sich aggressives Verhalten mit unbegründeten Wutanfällen häufe, alles misstrauisch beäugt werde, der Betroffene die Nacht zum Tage mache und ständig ruhelos umherlaufe.

"Neben dem schwindenden Gedächtnis, sind solche Verhaltensstörungen ein typisches Symptom von Demenzerkrankungen", erklärt Krüger, "und für die Angehörigen ist es besonders schwer zu verstehen, wenn sich ein alter Mensch plötzlich so verändert, dass sich das weitere Zusammenleben in der Familie zunehmend schwieriger gestaltet. Die wollen dann wissen, warum das so ist".

85 Prozent der über 70-Jährigen besuchen mehr als sechs Mal im Quartal ihren Hausarzt. Der sei daher der erste Ansprechpartner, kenne außerdem seine Patienten am besten, so Krüger weiter, und könne auch am ehesten solche psychischen Veränderungen im Wesen und Verhalten bemerken. Vordringlichste Aufgabe des Hausarztes sei es deshalb, die richtige Diagnose zu stellen oder im Zweifel einen Facharzt hinzuzuziehen.

Beim Testen und der Diagnose allein dürfe es aber nicht bleiben, so Krüger weiter. Viele Hausärzte glaubten immer noch, sie könnten den Patienten nicht helfen, eine Behandlung sei aussichtslos. Krügers Erfahrungen sind anders. Das Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit und des Gedächtnisses könne heute mit modernen Antidementiva wie den Acetylcholinesterasehemmern deutlich verlangsamt werden. Und auch bei der Behandlung der Verhaltensstörungen gebe es mit dem Atypikum Risperidon sehr Erfolg versprechende Perspektiven. "Für viele Angehörige von Demenzkranken ist Risperidon eine Erlösung", schildert Krüger seine Erfahrungen. Der Wirkstoff verringere eindeutig das aggressive Verhalten und die Unruhe, der Schlaf-Wach-Rhythmus nor- malisiere sich und die Pflege des Demenz-Patienten werde so erheblich erleichtert.

Im Gegensatz zu den älteren Neuroleptika, werden die Patienten durch Risperidon auch nicht müde und antriebslos. Sie seien vielmehr tagsüber gut ansprechbar und durchaus in der Lage, alltägliche Tätigkeiten wie Anziehen oder Essen wieder selbst zu erledigen. Auch dies entlaste die Angehörigen deutlich.

Je früher eine Demenzerkrankung erkannt werde, umso erfolgreicher könnte die Behandlung sein, umso mehr gute Tage könne man dem Betroffenen und seiner Familie noch ermöglichen, meint Krüger. Er selbst engagiert sich deshalb zunehmend in der Fortbildung seiner Kollegen zum Thema Alzheimer-Demenz. Die weiter wachsende Zahl von Patienten erfordere dringend eine flächendeckende Versorgung durch gut ausgebildete Hausärzte.


Der Alzheimer-Demenz ist man nicht mehr hilflos ausgeliefert (3.274 Zeichen)
Moderne Therapiemöglichkeiten können den Leidensdruck mindern und wieder mehr Normalität in das Leben von Familien mit einem zu betreuenden Demenzkranken einkehren lassen

(dgk) Demenzerkrankungen wie zum Beispiel Alzheimer drohen zur größten Herausforderung für das Gesundheits- und Pflegesystem im 21. Jahrhundert zu werden. "Bereits heute haben wir in Deutschland mehr als eine Million Demenz- Patienten, aber nur etwa jeder Zehnte wird ausreichend medizinisch behandelt", beklagt Professor Rolf D. Hirsch, Leiter des Gerontopsychiatrischen Zentrums der Rheinischen Kliniken Bonn.

Das sei eine alarmierende Situation, die sich in Anbetracht der wachsenden Zahl alter und sehr alter Menschen noch deutlich verschärfen werde. Vollkommen unterschätzt würden vor allem die auffälligen Wesens- und Persönlichkeitsveränderungen, von denen fast alle Demenzkranken heimgesucht werden. Krankhaftes Misstrauen, plötzliche aggressive Anfälle, ständige Unruhe und ein gestörtes Schlafverhalten bildeten die zweite, noch unheimlichere Seite der Erkrankung und trieben insbesondere die pflegenden Angehörigen in die Verzweiflung. Um die Familien und Pflegekräfte zu entlasten, müssten hier die zur Verfügung stehenden modernen Medikamente breiter als bisher eingesetzt werden, fordert Hirsch.

Diese Ansicht teilt auch Professor Alexander Kurz, Leiter des Alzheimer-Zentrums an der Psychiatrischen Klinik der Technischen Universität München, zumal die neuen Medikamente aus der Gruppe der Atypika ihre Wirksamkeit wissenschaftlich eindeutig bewiesen hätten. Er selbst führte zwei Studien mit mehr als 7.000 Demenz- Patienten durch, die über sechs bis acht Wochen den Wirkstoff Risperidon erhielten. Die Ergebnisse seien äußerst ermutigend: Neun von zehn Patienten hätten mit einer mindestens 30-prozentigen Besserung der Verhaltensstörungen reagiert. Sie seien tagsüber gut ansprechbar, weniger aggressiv oder unruhig gewesen. Auch der Nachtschlaf habe sich normalisiert.

Vor allem die Angehörigen der Erkrankten hätten sich zu mehr als 90 Prozent hoch zufrieden mit dem Erfolg der Risperidon-Therapie gezeigt. "Es ist ein Segen, dass uns jetzt solche wirkungsvollen und gleichzeitig gut verträglichen Wirkstoffe zur Verfügung stehen", erklärte Kurz. Auch wenn sich mit diesen Atypika und modernen Antidementiva eine Alzheimer-Demenz letztlich noch nicht heilen lasse, stellten sie doch einen erheblichen Fortschritt dar.

Dafür, dass Informationen über erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten der Alzheimer-Demenz vermehrt auch in die Fortbildung der Hausärzte integriert werden, setzt sich Dr. Matthias Krüger, Allgemeinmediziner aus Isernhagen, ein. "Der Hausarzt ist meist der erste Ansprechpartner für die Erkrankten und deren Angehörige. Zu seinen Aufgaben gehört es deshalb, eine frühzeitige Diagnose zu stellen und durch eine angemessene Behandlung die Heimeinweisung des Betroffenen so lange wie möglich hinauszuzögern", erklärt Krüger. Seiner Erfahrung nach bringen neuartige medikamentöse Therapieansätze wie zum Beispiel Risperidon, gekoppelt mit psycho- und soziotherapeutischen Maßnahmen, für viele Angehörige oft eine regelrechte "Erlösung" aus ihrem Pflege- Dilemma. Ohnehin müssten sich die Hausärzte verstärkt um die Angehörigen kümmern, bei ihnen Belastungs- und Stresszeichen rechtzeitig erkennen und sie mit Beratungs- und Informationsangeboten unterstützen. Ziel müsse es sein, wieder mehr Normalität in das Leben der Familien einkehren zu lassen.


SERVICE-HINWEIS

Mehr Informationen zum Thema Demenz und Alzheimer finden Sie im Internet unter www.altern-in-wuerde.de

Das Deutsche Grüne Kreuz hat eine Reihe von umfangreichen Ratgeber-Broschüren zum Thema Verhaltensstörungen bei Demenz und Alzheimer herausgegeben. Diese können gegen Einsendung eines mit € 1,44 frankierten und mit der eigenen Anschrift versehenen DIN A5-Rückumschlags bei folgender Adresse bestellt werden:

Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Stichwort: Ratgeber Demenz
Postfach 1207
35002 Marburg


Fotos und Grafiken

Die hier gezeigten Fotos und Grafiken können Sie sich von uns per Mail als jpg- bzw. pdf-Datei senden lassen. Die Fotos finden Sie zudem unter www.altern-in-wuerde.de im Bereich Presse/Bildarchiv zum Downloaden. In Verbindung mit den Texten ist die Verwendung der Fotos und Grafiken kostenlos.

Anfragen an: Frau Roswitha Seim, Tel.: (06421) 293-150, E-Mail: roswitha.seim(à)kilian.de



Eine Demenzerkrankung kann das Familienleben erheblich belasten.
Eine Demenzerkrankung kann das Familienleben erheblich belasten.
Foto: Initiative Altern in Würde


Bei Demenz kann sich Verhalten und Stimmung abrupt ändern

Bei Demenz kann sich Verhalten und Stimmung abrupt ändern.
Fotos: Initiative Altern in Würde


Bei Demenz kann sich Verhalten und Stimmung abrupt ändern


Schnelltest - Verhaltensänderungen bei Demenz
Die zwei Seiten der Alzheimer-Demenz



V.i.S.d.P.

Herausgeber:
DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

Redaktion:

Dr. Ingolf Dürr (verantw.)

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:
Deutsches Grünes Kreuz
im Kilian
Redaktion dgk
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93 -174
Telefax: 0 64 21 / 2 93 -774

 

Fusszeile / Impressum

...