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Der Fibronektin-Test ist ein sicherer, zuverlässiger und nicht-invasiver Test (ähnlich einem Krebsabstrich), der die Anwesenheit von fetalem Fibronektin nachweist. Mit diesem einfachen Test kann der Arzt feststellen, ob der Körper der Schwangeren sich bereits auf die Geburt vorbereitet, selbst wenn sie noch keine anderen Symptome spürt. Das Testergebnis liegt nach 10 bzw. 23 Minuten vor und verschafft Klarheit.
Der Test ist bei Frauen in der 22. bis zur 35. Schwangerschaftswoche zugelassen. Der Arzt oder die Hebamme kann feststellen, ob er sinnvoll ist. Der Test hat keinerlei Nebenwirkungen auf Mutter oder Kind.
Fetales* Fibronektin ist ein Klebstoff, der vom Körper der Mutter produziert wird, um das Kind in der Gebärmutter zu halten. Er befindet sich zwischen den Gewebeschichten von Gebärmutter und Fruchtblase. Sobald sich der Körper einer Schwangeren auf die Geburt vorbereitet, löst sich der Klebstoff und gelangt in die Scheide. Dort ist er mit einem einfachen Abstrich – wie man ihn von gynäkologischen Untersuchungen her kennt – nachweisbar.
Der Test gibt von der 22. bis zur 32. Schwangerschaftswoche Auskunft über das Frühgeburtsrisiko. Zeigt sich im Abstrich ein erhöhter Gehalt des „Klebstoffs“ Fibronektin, so ist dies ein Zeichen dafür, dass die Schwangere ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt haben könnte.
In wissenschaftlichen Studien haben 80% aller Schwangeren mit einem oder mehreren Symptomen für eine frühzeitige Entbindung, wie z. B. vorzeitigen Wehen, einen negativen Fibronektin-Test (kein Fibronektin nachweisbar). Ein negativer Fibronektin-Test bedeutet für die Schwangere 99,2% Sicherheit das innerhalb der nächsten 14 Tage keine Geburt erfolgen wird.
Für die werdende Mutter bedeutet dies, dass sie nach einem negativen Fibronektin-Test Sicherheit hat, und ihr möglicherweise vorzeitige Krankenhausaufenthalte und dem Ungeborenen die Gabe von Arzneimitteln zur beschleunigten Lungenreife und zur Wehenhemmung erspart bleiben. Der Arzt gewinnt durch ein negatives Testergebnis Zeit und Sicherheit, um weitere Schritte in Ruhe mit der Schwangeren zu besprechen.
Ein positives Testergebnis bedeutet andererseits nicht zwangsläufig, dass das Kind zu früh geboren wird. Der Arzt kann gezielte Schritte zur weitere Behandlung unternehmen, um eine frühe Entbindung zu verzögern oder sogar zu verhindern.
(c) Hologic
*Fetus = Bezeichnung für das ungeborene Kind ab dem 3. Schwangerschaftsmonat







