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Weitere Informationen:
AG Zervixkarzinom:
Breite Aufklärung soll im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs helfen
Europäische Union fördert Aufklärungskampagne über Zervixkarzinom in Deutschland
Gesundheitslinks
www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz
forum-frauengesundheit.de
Informationen rund um die Gesundheitsvorsorge der Frau
www.rundum-zahngesund.de
Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e.V.
www.agi-influenza.de
Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI)
www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Masern und Varizellen (AGMV)
www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)
www.ag-beckenboden.de
Arbeitsgemeinschaft (AG) Beckenboden
www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)
www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online
www.erna-online.de
ERNA Ernährungsberatung online
www.phytoinfothek.de
PIT Phytoinfothek
www.kilian.de
Der Verlag im KILIAN
www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut
Weitere Links finden Sie hier
Textanfang / Content
Der Gebärmutterhals ist der Teil der Gebärmutter, der sich in die Vagina öffnet. Wenn Zellen des Gebärmutterhalses abnorm geworden sind und sich unkontrolliert vermehren, kann Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) entstehen. Bis sich aus diesen abnormen Zellen eventuell Gebärmutterhalskrebs entwickelt, dauert es oft viele Jahre, und im Frühstadium können die Zellveränderungen meist einfach und erfolgreich behandelt werden. Da allerdings im Frühstadium keine Beschwerden auftreten, ist die Früherkennungsuntersuchung die einzige Möglichkeit für eine sichere Diagnose und rechtzeitige Therapie. (siehe auch Kapitel Krebsvorsorge)
In Deutschland werden laut Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister und dem Robert Koch-Institut (RKI) jedes Jahr etwa 6.500 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) diagnostiziert. Im Jahre 2004 starben in Deutschland laut Statistischem Bundesamt 1.660 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, weltweit fallen dieser Krebserkrankung 250.000 Frauen pro Jahr zum Opfer.
Der Tumor wird in fast 100 Prozent der Fälle von Viren ausgelöst, die vorwiegend beim Geschlechtsverkehr übertragen werden: den Humanen Papillomviren (HPV). Das haben deutsche Ärzte am Heidelberger Krebsforschungszentrum bereits in den 1970er-Jahren herausgefunden. Viele sexuell aktive Frauen tragen das Virus in sich, was bei einigen zu gutartigen Veränderungen führt, die schnell wieder heilen – nur bei den wenigsten entsteht über lange Zeit eine krebsartige Veränderung.
Größte Zahl der HPV-Infektionen heilt aus - aber nicht alle!
Es gilt heute als wissenschaftlich gesichert, dass Infektionen mit den beiden gefährlichsten HPV-Typen (HPV 16 und 18) für zumindest 70 Prozent der Krebserkrankungen am Gebärmutterhals verantwortlich sind. Die meisten der weltweit jährlich über 470.000 Fälle (Quelle: WHO 2006) treten in Entwicklungsländern auf, wo die medizinische Versorgung schlechter ist als in Industrieländern.
Etwa 75 bis 90 Prozent aller Frauen (Quelle: Cervical Cancer Consortium Europe) machen im Verlauf ihres Lebens mit dem Virus "Bekanntschaft", doch weit über Prozent der Infektionen heilen im Lauf der Zeit wieder aus. Bei einer kleinen Minderheit der Infizierten schafft es das Virus aber, die Immunabwehr zu überwinden. Diese Frauen können - oft erst Jahrzehnte später - an Gebärmutterhalskrebs erkranken und daran sterben.
Klassifikation nach Papanicolaou
Pap-Einteilung | Abstrichbefund | Beurteilung und weiteres Vorgehen |
PAP I | normales Zellbild | normaler Befund; erneute Untersuchung nach 1 Jahr bei der Krebsfrüherkennungs-Unter- |
PAP II | meist entzündlich bedingte Veränderungen | unverdächtige Zellveränderungen (durch Bakterien oder andere Keime); ggf. Untersuchung nach 3 Monaten und eine Behandlung der Entzündung |
PAP III | schwere entzündliche oder degenerative Veränderungen | ggf. antibiotische oder hormonelle Behandlung, kurzfristige Kontrolle nach ca. 2 Wochen; bei anhaltendem Pap III unbedingt histologische Abklärung |
PAP III D | leichte bis mäßige untypische Zellveränderungen | meist hängt diese Veränderung mit dem weit verbreiteten HPV-Infekt zusammen; Kontrolle nach 3 Monaten, eine histologische Abklärung ist erst bei wiederholtem Auftreten erforderlich |
PAP IV a | schwere Zellveränderungen, ggf. eine Krebsvorstufe | histologische Abklärung zum Beispiel mittels Ausschabung |
PAP IV b | schwere Zellveränderungen / Carcinoma in situ (Frühstadium eines Karzinoms), Zellen eines invasiven Karzinoms können nicht ausgeschlossen werden | histologische Abklärung mittels Konisation (Entnahme einer kegelförmigen Gewebeprobe) oder Biopsie |
PAP V | Zellen eines vermutlich invasiven Karzinoms, Tumor ist eindeutig bösartig | erfordern die histologische Abklärung mittels Konisation oder Biopsie |
Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (adaptiert)
Weitere Informationen, zum Beispiel zur Therapie des Zervixkarzinoms, gibt es bei der Deutschen Krebsgesellschaft unter
www.krebsgesellschaft.de
Früherkennung rettet Leben:
Heilungschancen im Frühstadium bei nahezu 100 Prozent
Es ist wichtig zu wissen: Bei kaum einer anderen Krebsart hat die Früherkennung einen so hohen Stellenwert wie beim Zervixkarzinom: Die Heilungschancen liegen im Frühstadium bei fast 100 Prozent! Daher ist die Teilnahme an den jährlichen Früherkennungsuntersuchungen unerlässlich. (siehe auch Kapitel Krebsvorsorge)
Vorbeugen durch Impfen
Eine gute Ergänzung dazu ist die HPV_Impfung. Seit Herbst 2006 bzw. Herbst 2007 stehen in Deutschland zwei HPV-Impfstoffe zur Verfügung. Sie richten sich gegen die beiden HPV-Typen, die für mindestens 75 Prozent der Zervixkarzinome verantwortlich sind. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit März 2007 die generelle Impfung gegen HPV für alle Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Der Impfstoff ist ab neun (zehn) Jahren zugelassen; bisher liegen Daten zur Wirksamkeit für Kinder, Jugendliche und junge Frauen bis 26 Jahre vor. Frauen, die keine HPV-Impfung in dem von der STIKO empfohlenen Alter (12 bis 17 Jahre) bekommen haben, können ebenfalls von der Impfung profitieren. Im Einzelfall kann auch eine Impfung eines Mädchens unter zwölf Jahren sinnvoll sein. Aber die Krebsfrüherkennungs-Untersuchung kann deshalb nicht entfallen, denn nicht alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs können durch die Impfung verhindert werden. Also auch wer geimpft ist, muss die Untersuchung wahrnehmen.Die EU fördert derzeit eine Aufklärungskampagne über Zervixkarzinom in Deutschland: Unter dem Namen ZERVITA haben sich Experten und Vertreter von Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Krebsorganisationen zusammengefunden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Öffentlichkeit und Fachkreise objektiv und fundiert über Gebärmutterhalskrebs, Früherkennungs- und Vorbeugungsmaßnahmen zu informieren (www.zervita.de).


