DGK e.V. -Krankheitsbild und Impfung
Gesundheitsinformationen zu:
Röteln, Roeteln, MMR, Virusinfektion, Kinderkrankheiten, Röteln in der Schwangerschaft, Masern-Mumps-Röteln,
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Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

Weitere Links finden Sie hier

 

 


Textanfang / Content

Röteln

Die aktuelle Impfempfehlung

Die aktuelle Empfehlung der Ständigen Impfkommission sieht vor, dass in der Kindheit ungeimpfte Frauen im gebärfähigen Alter und Frauen, bei denen unbekannt ist, ob und wie sie geimpft wurden, zwei Röteln-Impfungen im Abstand von mindestens vier Wochen erhalten sollen. Einmal geimpfte Frauen sollten eine zweite Impfung mit Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff (MMR) bekommen.

 

Sind bei einer Frau zwei Impfungen dokumentiert, ist die Überprüfung des Titers durch eine Blutuntersuchung nicht mehr erforderlich.

 

Und natürlich ist die Impfung für alle Kinder ab 11 Lebensmonaten empfohlen. Eine zweite Impfung wird im Abstand von mindestens vier Wochen zur ersten Impfung verabreicht. Versäumte Impfungen können jederzeit nachgeholt werden.

Seit kurzem gibt es die Röteln-Impfung mit einem Einzelimpfstoff nicht mehr. Daher wird stets ein Kombinationsimpfstoff angewendet, der gleichzeitig auch gegen Masern und Mumps schützt (MMR-Impfstoff). Besteht bereits eine Immunität gegen eine der drei Komponenten, so kann dennoch mit diesem Impfstoff geimpft werden, denn mehr Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten: Die bereits vorhandenen Antikörper werden die Impfviren dann ganz schnell neutralisieren.

Das Krankheitsbild
 

Die Röteln, eine vor allem bei Kindern meist leicht verlaufende Virusinfektion, gehören zu den klassischen Kinderkrankheiten. Rötelnviren werden direkt von Mensch zu Mensch übertragen. Das Krankheitsbild zeigt sich nach einer Inkubationszeit von zwei bis drei Wochen ähnlich einer harmlosen Erkältung: mit leichtem Fieber, Schnupfen, Kopfschmerzen, in manchen Fällen Gelenkschmerzen mit Gelenkentzündungen, einem typischen Anschwellen der Lymphknoten an Hals und Nacken sowie einem Hautausschlag mit blassen rosaroten Flecken. Meist beginnt der Ausschlag im Gesicht und am Hals, breitet sich innerhalb von 24 Stunden über den gesamten Körper aus und verschwindet mit den übrigen Symptomen nach ungefähr drei Tagen. Nicht zu verwechseln sind Röteln mit den so genannten Ringelröteln, die meistens erst im Schulalter auftreten. Ringelröteln erkennt man am juckenden Ausschlag, der auf Nase und Wange beginnt und sich über Arme und Beine ausbreitet und vor allem bei Wärme deutlich wird.


Röteln in der Schwangerschaft
 

Gefürchtet sind Röteln während der Schwangerschaft, da die Gefahr besteht, dass die Infektion auf das Kind im Mutterleib übergeht. Geschieht dies in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft, ist das Risiko einer schweren Schädigung für das Ungeborene besonders groß. Die Folgen reichen von Fehlbildungen der Augen und Ohren, des Herzens bis zu Fehlbildungen des Gehirns. Über die Hälfte aller Röteln- Infektionen verläuft ohne Ausschlag oder gänzlich ohne Symptome, so dass Schwangere oft nicht wissen, wenn sie mit dem Rötelnvirus infiziert sind. Viele Frauen meinen auch, als Kind an den Röteln erkrankt gewesen und somit immun zu sein. Das ist oft ein Irrtum. Der Ausschlag infolge einer anderen Infektionskrankheit wird nicht selten für den Rötelnausschlag gehalten. So haben in Deutschland sechs Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter keinen Rötelnschutz. Gewissheit kann hier nur der Bluttest auf Antikörper gegen Rötelnviren bringen.

 


Die Impfung
 

Mit der generellen Impfung für Jungen und Mädchen soll verhindert werden, dass sich Schwangere überhaupt infizieren können.

Die Impfung im Kindesalter wird zusammen mit der Masern- und Mumps-Impfung verabreicht. Seit Juli 2006 ist auch eine Kombinationsimpfung möglich, die zusätzlich gegen Varizellen (Windpocken) schützt.
Darüber hinaus sollten Jungen und Mädchen zwischen 9 und 17 Jahren gegen Masern-Mumps-Röteln geimpft werden, wenn sie bis dahin die zweite Masern- Mumps-Röteln-Impfung nicht erhalten haben. Auf die alleinige Röteln-Impfung der Mädchen in der Pubertät kann daher verzichtet werden.

Röteln-Impfung für junge Frauen

Nicht nur eine, sondern zwei Impfungen gegen Röteln sollte ab sofort jede Frau haben, die schwanger werden könnte. Denn Röteln sind für das Ungeborene sehr gefährlich, vor allem wenn eine Frau in den ersten Schwangerschaftsmonaten daran erkrankt. Die aktuelle Empfehlung sieht vor, dass in der Kindheit ungeimpfte Frauen im gebärfähigen Alter und Frauen, bei denen unbekannt ist, ob und wie sie geimpft wurden, zwei Röteln-Impfungen im Abstand von mindestens vier Wochen erhalten sollen. Einmal geimpfte Frauen sollten eine zweite Impfung bekommen; fehlt auch der Mumps- oder Masern-Schutz, wird ein Kombinationsimpfstoff empfohlen. Sind zwei Impfungen dokumentiert, ist die Überprüfung des Titers durch eine Blutuntersuchung nicht mehr erforderlich.


Versäumte Impfungen sollten sobald als möglich nachgeholt werden; die Impfstoffe sind für alle Altersgruppen geeignet. Die MMR-Impfung ist auch dann problemlos möglich, wenn bereits eine Immunität gegen Masern, Mumps oder Röteln bestehen sollte.


Information in Stichworten
 

ERREGER:
Röteln-Virus

ÜBERTRAGUNGSWEGE:
von Mensch zu Mensch, direkt durch Tröpfcheninfektion, indirekt über frisch infizierte Gegenstände

INKUBATIONSZEIT
: zwei bis drei Wochen, meist 16 bis 18 Tage

KRANKHEITSBILD:
Fieber, Hautausschlag, im Kindesalter meist leicht; über die Hälfte der Erkrankungen verläuft ohne sichtbare Krankheitszeichen; bei Infektion von Schwangeren drohen Fehlgeburt und Missbildungen des Kindes

ANSTECKUNGSFÄHIGKEIT
: von sieben Tagen vor bis etwa acht Tage nach Auftreten des Hautausschlages

IMMUNITÄT
(nach Erkrankung): vermutlich lebenslang

IMPFUNG:
(zweckmäßig mit Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff (MMR) bzw. zusätzlich mit Varizellen (MMRV))
im vollendetem 11. bis 14. Lebensmonat: 1. Impfung
im vollendetem 15. bis 23. Lebensmonat: Wiederimpfung

Zwischen der ersten und zweiten Impfung muss ein Mindestabstand von vier Wochen eingehalten werden, bei Verwendung eines MMRV-Kombinationsimpfstoffes bevorzugt sechs Wochen. Spätestens am Ende des 2. Lebensjahres sollten beide Impfungen gegeben worden sein.

Impfung aller Jugendlichen, die noch nicht zwei Mal gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft sind;

Alle Frauen im gebärfähigen Alter sollten 2 Impfungen erhalten haben. Eine Überprüfung durch eine Blutuntersuchung erübrigt sich dann.

Ungeimpfte oder empfängliche Personen (bisher keine Rötelnerkrankung) sollten geimpft werden, wenn sie in Einrichtungen der Pädiatrie, der Geburtshilfe, Schwangerenbetreuung, in Gemeinschaftseinrichtungen für das Vorschulalter oder in Kinderheimen tätig sind.

Ungeimpfte oder nur einmal geimpfte Personen und Personen, bei denen der Immunstatus unklar ist, sollten nach Kontakt mit einem Rötelnkranken möglichst innerhalb von drei Tagen geimpft werden.


 

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