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Weitere Informationene:
Osteoporose
Osteoporose:Test für Frauen
Osteoporose:Test für Männer
Grußwort der Ministerin für Gesundheit Ulla Schmidt
Handbuch der Impfpraxis
Einmalige Zusammenstellung aktueller Daten zu allen durch Impfung verhütbaren Krankheiten – von A wie Anthrax (Milzbrand) bis Z wie Zoster (Gürtelrose), ca. 700 Seiten. Vorträge einfach und schnell gestalten mit beiliegender CD-Rom.
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Textanfang / Content
Oliviero Toscani fotografierte Osteoporose-Patienten
Vier bis sechs Millionen Menschen leiden in Deutschland an Osteoporose. Vor allem Frauen sind auf Grund der Veränderung ihres Hormonhaushaltes in der Menopause und durch ihre höhere Lebenserwartung betroffen. Dennoch wissen junge Menschen viel zu wenig über die Krankheit und die Möglichkeiten der Vorbeugung. Zum Ausbruch kommt Knochenschwund meist erst im hohen Alter. Bei einem scheinbar harmlosen Sturz bricht der Knochen.
Früherkennung, Vorbeugung und adäquate Therapie der zerstörerischen Krankheit Osteoporose zu erreichen - das ist das Ziel eines weltweit bislang einmaligen Projektes, das das Deutsche Grüne Kreuz e.V. (DGK) zusammen mit Oliviero Toscani, dem ehemaligen Benetton Starfotografen, im September 1999 gestartet hat und dessen weltweiter Startschuss anlässlich des Weltosteoporosetages am Samstag, dem 20. Oktober 2001, in Rom gegeben wurde.
Hinweis:
Für seine fotografischen Visionen zum Thema Osteoporose wurde der frühere Benetton-Schocker mit dem Lifeaward des internationalen Kongresses "Aging and Society" ausgezeichnet. Die Aktaufnahmen zeigen an Knochenschwund Erkrankte aller Kontinente im Alter zwischen 25 und 92 Jahren. Die Ausstellung, die vom Deutschen Grünen Kreuz konzipiert und mit der International Osteoporosis Foundation (IOF) und der Alliance for Better Bone Health umgesetzt wurde, ist zuerst in Rom zu sehen, bevor sie auf Weltreise geht.
Bilder leidvoller Erfahrungen
Mit beunruhigend schönen Aktaufnahmen von Menschen, die an Osteoporose leiden, zeigt Oliviero Toscani die Stadien dieser chronischen Erkrankung. Frauen und Männer aller Erdteile im Alter von 25 bis 92 Jahren stellten sich dafür zur Verfügung. An fast allen Körpern sieht man deutliche Spuren der Knochenbrüche; diejenigen, deren Körper noch unverändert von Frakturen sind, hatten Glück, denn bei ihnen wurde Osteoporose rechtzeitig festgestellt und behandelt.
Gleichzeitig erzählen die Bilder von leidvollen Erfahrungen: Bei Ausbruch der Krankheit kann man Osteoporose weder sehen noch spüren. Erst nach und nach verkrüppeln schmerzhafte Brüche den Körper, oft langsam, manchmal ganz schnell - aber unaufhaltsam, wenn nichts dagegen getan wird.
Doch nicht um ihr Leid zu zeigen, haben sich kranke Menschen an diesem Projekt beteiligt, sondern um anderen den Leidensweg zu ersparen. Die Botschaft lautet: Osteoporose ist aufzuhalten. Wer um sein Risiko weiß, kann das schlimmste selbst verhindern. Wer an Osteoporose leidet, braucht einen Arzt, der die Krankheit so früh wie möglich erkennt und richtig behandelt.
Die Partner des Projektes
- Allen voran die International Osteoporosis Foundation (IOF), das größte Netzwerk wissenschaftlicher Gesellschaften und Patientenorganisationen;
- die "Alliance for better bone health", die das Projekt weltweit finanziell unterstützt;
- die Weltgesundheitsorganisation, die Osteoporose zu den Krankheiten zählt, deren Bekämpfung im kommenden Jahrhundert höchste Priorität hat;
- die vielen Wissenschaftler, die geduldig die komplizierten langsamen Abläufe des Knochenstoffwechsels erforschen;
- die Ärzte, die sich um Früherkennung bemühen und trotz widriger gesundheitspolitischer Umstände ihre Patienten behandeln;
- die Organisationen, Vereine und Gruppen, die Vorsorgemaßnahmen bekannt machen und Patienten konkrete Hilfen bieten;
- die Betroffenen selbst, die sich von der Ignoranz vieler Ärzte, Familienmitglieder und Freunde nicht unterkriegen lassen.
Das DGK dankt der IOF für die Partnerschaft auf internationaler Ebene. Und es dankt ganz besonders Oliviero Toscani, dass er die Idee zu diesem Projekt aufgegriffen hat und seine Kunst und seine Zeit honorarfrei zur Verfügung stellt, um mit eindringlichen Bildern der Krankheit endlich die dringend nötige Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Die Ausstellung wird voraussichtlich im Juni 2002 auch in Deutschland zu sehen sein. Die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat für Deutschland die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen. Auch ihr gilt der Dank des DGK. Zur Eröffnung der Ausstellung in Rom richtete die Ministerin ein Grußwort an die Teilnehmer.

