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Sie sind hier: Home / Gesundheitsthemen / Unfallprävention / Unfallarten / Ersticken / Von der Hand in den Mund - Erstickungsgefahr durch kleine Gegenstände
Von der Hand in den Mund
Erstickungsgefahr durch kleine Gegenstände

(sgl) Nüsse, Perlen, Münzen, Knöpfe, eben alle kleinen Gegenstände, stellen für Kleinkinder eine Erstickungsgefahr dar. Insbesondere im Greifalter, wenn Kinder sich für Dinge interessieren, die sie mit der Hand ergreifen und erproben können, besteht ein erhöhtes Risiko. Denn häufig gelangen diese Gegenstände, von den Eltern meistens unbemerkt, von der Hand in den Mund und werden mitunter verschluckt. Wenn sie in der Speiseröhre stecken bleiben, wird es gefährlich.

Erhöhte Gefahr besteht, wenn es sich bei den verschluckten Gegenständen um Knopfzellen handelt, also kleine Batterien wie sie in Uhren, Weckern oder Fotoapparaten zu finden sind. Im Juli 2002 konnte ein 14 Monate alter Junge durch eine komplizierte Operation in der Uniklinik Greifswald gerettet werden, bei dem eine Knopfzelle ein Loch in Speise- und Luftröhre gebrannt hatte. Durch die Flüssigkeit in der Speiseröhre entwickelte die Knopfzelle Wärme, die zur Säurebildung führte und damit die lebensbedrohliche Situation auslöste.

Zur Vermeidung von Erstickungsrisiken empfiehlt das Forum Unfallprävention im Deutschen Grünen Kreuz e. V., kleine Gegenstände für Kinder im Alter von drei Monaten bis drei Jahren unerreichbar zu verwahren. Dies sollte auch für kleine Spielgegenstände gelten wie Bausteinchen oder Figuren, die zum Teil in Kombination mit Schokoladeneiern im Handel erhältlich sind.

(sicher – gesund – lebendig (sgl), 4/2002)

 

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