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Sturz- und Vergiftungsgefahren vermeiden
(sgl) Ausgestattet mit vielfältigen Reinigungsprodukten und Hilfsmitteln rücken Putzwillige gegen den Schmutz im Haushalt an. Dabei setzen sie sich selbst und andere drohenden Unfallgefahren aus, die leicht unterschätzt werden. Wer waghalsige Kletterexperimente unternimmt, um mit dem Putztuch in den letzten Winkel zu gelangen, geht ein erhöhtes Sturzrisiko ein. Durch die unachtsame Aufbewahrung von Haushaltschemikalien und Reinigungsmitteln bestehen insbesondere für Kinder Vergiftungsgefahren.
Wackelige Leitern und instabile Hilfskonstruktionen aus Stühlen, Hockern und Kisten machen aus dem normalen Hausputz ein gefährliches Wagnis. Zur Vermeidung von Sturzunfällen sollten ausschließlich stabile Stehleitern benutzt werden, die sich in einem technisch einwandfreien Zustand befinden. Ebenso ist auf rutschfestes Schuhwerk zu achten. Gemütliche Hausschuhe sind für den Hausputz nicht geeignet.
Insbesondere Eltern von kleinen Kindern sollten sich auch beim Frühjahrsputz ihrer Vorbildrolle bewusst sein. Riskante Kletterexperimente an Regalen, Schränken und Fenstern, aber auch nur für einen kurzen Moment abgestellte Leitern, könnten zur Nachahmung auffordern und Kinder in gefährliche Situationen bringen.
Die elterliche Aufmerksamkeit und Sorgfalt ist auch für den Umgang mit Reinigungsmitteln erforderlich. Vergiftungsrisiken gehen insbesondere von Spülmitteln, Allzweckreinigern, Entkalkern und Verdünnungsmitteln aus. Diese Reinigungsmittel sollten generell für Kinder unerreichbar aufbewahrt und niemals in andere Behältnisse umgefüllt werden. Durch kindsichere Verschlüsse, Sicherheitshinweise auf den Verpackungen und den Zusatz von Bitterstoffen (zum Beispiel Bitrex), die aufgrund ihres extrem bitteren Geschmacks die Aufnahme größerer Giftmengen verhindern können, leisten Hersteller von Reinigungsmitteln einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Vergiftungsunfällen.
Eine Schutzkarte mit Empfehlungen zur Vermeidung von Vergiftungsunfällen und den Telefonnummern der Giftinformationszentren kann unter dem Stichwort "Vergiftungs-Schutzkarte" gegen Einsendung eines mit 1,45 Euro frankierten und adressierten A5-Umschlags beim
Deutschen Grünen Kreuz
Forum Unfallprävention
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
angefordert werden.
(sicher – gesund – lebendig (sgl), 2/2003)

