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Unfallprävention: Wie lassen sich Vergiftungen vermeiden? - Vorbeugemaßnahmen

Medikamente sollten kindersicher aufbewahrt werden

Besondere Vorsicht ist bei Medikamenten geboten: Kinder können sich leicht vergiften, wenn sie an die Arzneien ungesichert herankommen.
Daher: Medikamente immer kindersicher verschließen! Foto: DGK

Vorsorge im Medikamentenschrank:

Erste-Hilfe-Medikamente: Nehmen Sie Aktivkohle und einen Entschäumer als Erste-Hilfe-Medikamente für den Vergiftungsfall in Ihre Haushaltsapotheke auf; außerdem sollte hier auch die Nummer der Giftnotrufzentrale zu finden sein. Lassen Sie sich von Ihrem Kinderarzt oder Apotheker beraten, welche Medikamente sinnvoll sind.

  • Medikamente (auch täglich mehrmals einzunehmende) gehören in ein verschließbares Hausapotheken-Schränkchen. Auch Putz-, Spül- und Waschmittel sollten für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.
  • Achten Sie bei Chemikalien auf kindersichere Verschlüsse. Füllen Sie diese niemals in Lebensmittelverpackungen um.
  • Bedenken Sie, dass alles, was Sie wegwerfen von Ihrem Kind im Abfalleimer oder Papierkorb gefunden werden kann.
  • Machen Sie auch Ihre Handtasche kindersicher: Wenn sie vom Kind durchwühlt wird, sollte es weder Parfüm noch Zigaretten oder Arzneimittel finden können.
  • Tabak: Zigarettenstummel und -packungen auf keinen Fall offen herumliegen lassen. Schon kleinste Tabakreste können beim Kind Vergiftungen hervorrufen.
  • Alkohol: Alkohol immer in verschließbaren oder für das Kind unerreichbaren Schränken aufbewahren. Schon geringe Mengen Alkohol sind für Kleinkinder sehr gefährlich.
  • Giftige Pflanzen: Verzichten Sie auf giftige Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon, z. B.: Arnika, Aronstab, Bilsenkraut, Christusdorn, Dieffenbachia, Eibe, Eisenhut, Fingerhut, Goldregen, Herbstzeitlose, Kakteen (mit giftigen Stacheln), Lupine, Maiglöckchen, Narzisse, Oleander, Rizinus, Mohn, Schierling, Stechapfel, Tollkirsche, Weihnachtsstern, Wiesen-Bärenklau, Zaunrübe, grüne und unreife Kartoffeln, grüne, unreife Tomaten, rohe grüne Bohnen.
  • Kosmetika wie Nagellack und -entferner, Parfüm, Haarfestiger, Körperspray, Hautpflegemittel werden häufig für Kinder leicht zugänglich aufbewahrt. Schon das Einatmen der Gase kann gefährlich werden.
  • Vorsicht bei Minibatterien: Sie können von Kindern verschluckt werden. Hochgiftige Chemikalien (z. B. Quecksilberoxyd) können freigesetzt werden.

- Vergiftungs-Schutzkarte des Deutschen Grünen Kreuzes (DGK):
(siehe auch Informationsmaterialien)
Sie gibt nützliche Tipps zur Vermeidung von Vergiftungsunfällen und nennt die Telefonnummern der Giftinformationszentren in Deutschland.
Die Vergiftungs-Schutzkarte kann kostenlos bestellt werden bei:

Deutsches Grünes Kreuz
Forum Unfallprävention
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Tel.: 0 64 21 / 29 30 .

(Versand erfolgt gegen Einsendung eines mit 1,45 Euro vorfrankierten DIN A5-Rückumschlags

 

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