Hauptnavigation
- 1: Gesundheitsthemen.
- 2: Fachleute.
- 3: Presse.
- 4: Das DGK.
- 5: Veranstaltungen.
- 6: Gesundheitstests.
- 7: Telefon-Hotlines.
- 8: DGK-Shop.
- 9: Links.
- 10: A - Z.
Auszeichnungen / Qualitätssiegel

![]()
Wir befolgen den HONcode Standard.
Kontrollieren Sie dies hier.

Service-Content
Gesundheitslinks
www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online
www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)
www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz
www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)
www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)
www.erna-online.de
Ernährungs- und Allergieberatung
(Seite wird in Kürze umziehen)
www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut
Weitere Links finden Sie hier
Textanfang / Content
Europaweite Studie deckt dramatische Informationslücken auf
(Marburg, 13.05.2003) Der Grüne Star (medizinisch: Glaukom) ist in Europa die zweithäufigste Ursache für Erblindungen. Bei über einer Million Bundesbürger wird durch einen zu hohen Druck im Auge der Sehnerv zerstört und das Augenlicht schwindet langsam, aber sicher. Frühzeitig erkannt und richtig behandelt, kann die Erkrankung aber in den meisten Fällen erfolgreich aufgehalten werden.
Doch nicht immer führt die Behandlung zum gewünschten Erfolg. Warum das so ist, wurde nun erstmals in einer europaweiten Studie untersucht, bei der sowohl Patienten als auch Ärzte befragt wurden. Die wichtigsten Ergebnisse wurden von der Patientenvereinigung International Glaucoma Association (IGA) in London präsentiert. Ziel der Befragung war es, herauszufinden, welche Bedürfnisse die Betroffenen haben und wie die Therapie des Glaukoms entsprechend verbessert wer-den kann. Deutlich wurde dabei, dass sehr viele Patienten zu wenig über ihre Erkrankung wissen und deshalb Fehler bei der Einnahme ihrer Medikamente machen. Auch die Kommunikation zwischen Augenarzt und Patient könnte intensiver sein. Beide Gruppen, Patienten und Augenärzte, wünschten sich außerdem wirksame und vor allem einfacher zu handhabende Medikamente.
Die Standardbehandlung des Grünen Stars besteht aus drucksenkenden Augentropfen. Werden Sie regelmäßig angewendet, kann der Augeninnendruck langfristig auf einem unschädlichen Niveau gehalten werden. Fehler passieren aber immer wieder bei der ordnungsgemäßen Verwendung der Tropfen. Laut der europäischen Glaukom-Studie vergessen über ein Drittel der Patienten die Tropfen mehrmals im Monat. 87 Prozent der befragten Glaukom-Patienten müssen gleich mehrere verschiedene Augentropfen nacheinander nehmen. Eigentlich sollten die Tropfen in einem Abstand von mindestens zehn Minuten verabreicht werden. Wer es beim Tropfen aber zu eilig hat, der spült mit dem zweiten Tropfen die Wirkstoffe des ersten Tropfens wieder aus dem Auge heraus. Folge dieses "Wash-out-Effekts" ist dann eine mangelhafte Wirksamkeit der Therapie und schlimmstenfalls ein Fortschreiten des Glaukoms trotz eigentlich optimaler Behandlung.
Zwar behaupteten 94 Prozent der Augenärzte, sie würden ihren Glaukom-Patienten genau erklären, welche Einnahmevorschriften unbedingt einzuhalten sind. Doch zeigt die Studie weiter, dass diese Informatio-nen offenbar nicht immer ankommen: 40 Prozent der Patienten gaben an, sie hätten nichts darüber erfahren, welche Folgen ein Vergessen der Medikamente oder ein fehlerhaftes Tropfen haben können.
Mit der Therapietreue, im Fachjargon Patienten-Compliance genannt, steht und fällt der Behandlungserfolg beim Glaukom. Um die derzeit absolut unbefriedigende Situation zu verbessern, wünschen sich Patienten und Ärzte übereinstimmend Medikamente, bei denen verschiedene Wirkstoffe bereits in einer fixen Kombination vorliegen und die möglichst nur einmal am Tag getropft werden müssen. Die befragten Ärzte begrüßten daher sehr, dass es inzwischen erste Glaukom- Medikamente gibt, die diesen Wunschvorstellungen tatsächlich entsprechen. So wurden Anfang 2002 auch in Deutschland Augentropfen eingeführt, die nur einmal täglich getropft werden müssen und bei denen der weltweit am häufigsten verordnete Wirkstoff Latanoprost mit dem Betablocker Timolol kombiniert ist. Latanoprost alleine veringert den Augendruck zwar ebenfalls schon sehr wirkungsvoll, manche Patienten benötigen aber einen noch stärkere Drucksenkung. Für sie stelle das neue Kombinationspräparat einen deutlichen Fortschritt und eine erhebliche Erleichterung bei der täglichen Auseinandersetzung mit ihrer Augenerkrankung dar, erklärten Augenärzte und Vertreter des internationalen Glaukom-Patientenverbandes in London.

