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Meldungen 2009
Weihnachtsmuffel wollen in den Süden
Auf Reise-Impfungen achten: Meningokokken-Impfung kann dazugehören
(Marburg, 07.12.2009) Herbst- und Winterwetter mit niedrigen Temperaturen, viel Regen und wenig Licht – für viele Menschen ist das ein Graus. Und wer nicht unbedingt die Heimeligkeit eines familiären Weihnachtsfestes braucht, hat vielleicht nur eines im Sinn: Ab in den Süden. In Deutschland vereisen Zehntausende Menschen über Weihnachten und Neujahr. Gern werden in dieser Zeit Fernreisen gebucht, die Sonne und Wärme garantieren.
Wie bei jeder Reise sollte man einige Wochen vor Reisebeginn mit dem Hausarzt über notwendige Reiseschutzimpfungen sprechen. Das ist übrigens auch ein guter Anlass, um generell Impflücken zu schließen. Zu den häufigen Reiseimpfungen gehören Hepatitis A und B, Polio, Typhus, ggf. Gelbfieber und bei manchen Destinationen auch Meningokokken. Die medikamentöse Malaria-Prophylaxe sollte man auch nicht vergessen, falls man in ein Malaria-Gebiet reist. (Ein guter Schutz ist zudem ein Moskitonetz und für die Abendstunden angemessene, den Körper komplett schützende Kleidung.)
Meningokoken sind weltweit verbreitet. Es gibt jedoch Regionen, in denen Meningokokken-Erkrankungen (Krankheitsbilder: Meningitis und Blutvergiftung) häufiger auftreten. Afrikanische Länder gehören dazu. In einigen von ihnen (vor allem südlich der Sahara) gibt es saisonal starke Häufungen der Meningokokken-Infektion. Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, der Kontakt muss also eng sein. Bei der Reise-Impfberatung wird daher oft unterschieden zwischen Pauschaltouristen (mit wenig Kontakt zu Einheimischen) und Rucksackurlaubern, die in der Regel mehr im Land herumkommen und auch engeren Kontakt zur Bevölkerung haben.
Gegen die in südlichen Ländern vorkommenden Meningokokken-Serogruppen A, C, W135 und Y gibt es wirksame Impfstoffe. In Deutschland ist die Impfung gegen Meningokokken C für Kinder und Jugendliche übrigens generell empfohlen.
Ideal ist es, die Reise-Impfungen sechs bis acht Wochen vor der Abreise machen zu lassen. Es gibt aber auch eine Art „Last-Minute-Schutz“ – wobei hier nicht der letzte Tag vor der Reise gemeint ist. Fragen Sie Ihren Arzt nach den empfohlenen Impfungen und Terminen. Eine Meningokokken-Impfung kann beispielsweise jetzt noch für den Weihnachtsurlaub gemacht werden. Gute zwei Wochen nach der Impfung ist der Impfschutz aufgebaut, aber: je früher geimpft wird, desto besser!
Eine Reise-Impfberatung gibt es auch im Internet. Unter www.ibera-online.de erhält man kostenlos allgemeine Impf-Tipps je nach Reiseziel. Gegen eine kleine Gebühr kann man dann auch die ausführliche Ibera-Reise-Impfberatung anfordern.
Quelle: www.dgk.de
Bei fast allen Schutzimpfungen entfällt Praxisgebühr
Viele Deutsche verzichten aus Sparsamkeit auf Gesundheitsvorsorge und Früherkennung
(Marburg, 11.11.2009) Erschreckend sind die Ergebnisse einer aktuellen Forsa-Umfrage zum Thema Praxisgebühr und Gesundheitsvorsorgeleistungen. Im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) interviewten die Meinungsforscher aus Berlin im September 1.000 deutschsprachige Menschen zwischen 20 und 70 Jahren. Gefragt wurde, weshalb die Bundesbürger die von den gesetzlichen Krankenversicherungen angebotenen Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen nicht wahrnehmen.
Die Antwort jedes zehnten Deutschen ist, dass er oder sie die pro Quartal fälligen zehn Euro Praxisgebühr nicht zahlen will. Die Umfrage ergab zudem, dass Männer stärker dazu neigen, die Praxisgebühr „einsparen zu wollen“.
Damit verzichten viele Menschen auf sinnvolle und von den Krankenversicherungen bezahlte Untersuchungen.
Auch auf Schutzimpfungen, die aufzufrischen sind oder aus saisonalen Gründen anstehen wie zum Beispiel die Grippe-Impfung, wird verzichtet. Impfungen gehören zu den besten Vorsorgeinsturmenten überhaupt. Was viele Menschen nicht wissen: Wer für eine Schutzimpfung in die Praxis geht, zahlt keine Praxisgebühr. (Ausnahme: Einige Impfungen für private Urlaubsreisen sind nicht praxisgebührenbefreit.)
Quellen: www.tk-online.de, www.aerzteblatt.de
Opportunistische Erreger: Wer schon krank ist, ist besonders gefährdet
(Marburg, 06.11.2009) Ein geschwächtes Immunsystem kann unter Umständen ein Angriffsziel sogenannter opportunistischer Erreger werden. Zu diesen Erregern gehören verschiedene Bakterien, Pilze und Viren. Sie „nutzen die Gelegenheit“ (lateinisch opportunitas) und vermehren sich in dem geschwächten Organismus.
Auch bei Meningokokken-Erkrankungen geht man von diesen Mechanismus aus. Dabei muss die – meist nur vorübergehende – Schwächung des Immunsystems demjenigen gar nicht sehr bewusst sein, Stress oder auch harmlose Infekte können dahinterstecken. Übrigens tragen zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland Meningokokken-Erreger im Nasen-Rachen-Raum, ohne (sofort) daran zu erkranken. Ist ihr Immunsystem aber geschwächt, können die Bakterien unter Umständen bedrohlich werden. Auf jeden Fall aber können diese „Träger“ die Meningokokken auch an andere Menschen weitergeben; beim Übertragungsweg handelt es sich um eine „Tröpfcheninfektion“: Anhusten, Niesen oder Küssen kann zum Bakterien-Transfer führen.
Ablesbar sind diese Mechanismen an den Erkrankungszahlen im Jahresverlauf. Meningokokken-Infektionen treten gehäuft in den Quartalen 1 und 4 auf, also in der feuchtkalten Jahreszeit, in der Erkältungen und grippale Infekte besonders viele Menschen betreffen.
Zum Start der „nasskalten Jahreszeit“ ruft die Arbeitsgemeinschaft Meningokokken dazu auf, sich durch Impfungen zu schützen. Aber nicht nur an die Grippe-Impfung sollte dabei gedacht werden. Vor allem Jugendliche, die noch keinen Schutz vor Meningokokken der Gruppe C haben, sollten sich jetzt dagegen impfen lassen. Denn gerade in dieser Altersgruppe sind Meningokokken-Erkrankungen häufig. Die Impfung ist für alle Kinder und Jugendlichen bis zum 18. Geburtstag empfohlen und wird von den Kassen bezahlt.
Quelle: www.wikipedia.org
Impfschutz für Mekka-Pilger: Meningokokken- und Grippe-Impfungen verlangt
(Marburg, 30.10.2009) Am 18. November beginnt die diesjährige Hajj, die islamische Pilgerfahrt zu den heiligen Stätten in Mekka. Das saudi-arabische Gesundheitsministerium fordert von einreisenden Pilgern bestimmte Schutzimpfungen. Seit langem muss der Nachweis einer tetravalenten Impfung gegen Meningokokken (der Serogruppen A,C, W135,Y) erbracht werden. Für Einreisende aus Gelbfieber-Endemiegebieten galt und gilt, dass sie ein international gültiges Impfzertifikat gegen Gelbfieber vorweisen müssen. Neu ist, dass einreisende Pilger gegen die saisonale Grippe und auch gegen die „Schweinegrippe“ (Influenza AH1N1) geimpft sind. Die Impfungen müssen zwei Wochen vor dem Visumantrag durchgeführt worden sein. Weitere Informationen zur Hajj unter www.hajinformation.com
Quelle: Ärztezeitung, 27.10.2009
Pressekonferenz „Russisches Roulette: nur 1/3 ist geimpft. Nachholbedarf bei der Meningokokken-C-Impfung”
(Marburg, 29.10.2009) Im Rahmen der Pressekonferenz „Russisches Roulette: nur 1/3 ist geimpft. Nachholbedarf bei der Meningokokken-C-Impfung” informierten ausgewiesene Experten rund um das Thema Meningokokken. Prof. Sieghart Dittmann, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Arbeitsgemeinschaft Meningokokken unterstreicht in seinem Vortrag die Wirksamkeit der Meningokokken-Impfung: Seit Einführung des Konjugat-Impfstoffes der Serogruppe C für Kinder- und Jugendliche ist es gelungen, die Erkrankung in vielen westeuropäischen Ländern entscheidend zurückzudrängen. Dennoch sind bundesweit nur etwa 30 Prozent der Kinder- und Jugendlichen gegen Meningokokken-C geimpft.
Tatjana E. hat sich mit 16 Jahren mit Meningokokken der Serogruppe B infiziert. Sie beschreibt eindringlich, wie schnell sich diese Infektionen ausbreiten kann. „Es fing an mit Fieber und grippeähnlichen Symptomen bis hin zur Bewusstlosigkeit. Am nächsten Tag war der Körper voller schwarzer Flecken“. Diese schwarzen Flecken sind Zeichen für eine Blutvergiftung und dass sich die Bakterien bereits im ganzen Körper ausgebreitet hat. Prof. Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg spricht von der Sepsis (Blutvergiftung) als dem „Tsunami der Infektion“, deren Behandlung noch immer eine Herausforderung für die Mediziner darstelle.
Dr. Jan Leidel, STIKO-Mitglied und ehemaliger Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Köln, betont, dass Meningokokken-Infektionen immer sehr plötzliche und sehr bedrohliche Ereignisse sind. Daher ist es wichtig, Eltern und Erzieher in Gemeinschaftseinrichtungen darüber zu informieren, wie sich eine Meningokokken-Infektion ankündigt und welche Auswirkungen sie haben kann. Nur, wenn die Symptome rechtzeitig erkannt werden, kann frühzeitig reagiert werden. Zudem weißt er darauf hin, dass seit Juli dieses Jahres auch Personen, die in engem Kontakt mit den Erkrankten stehen, zusätzlcih zur Antibiotikaprophylaxe geimpft werden sollten geimpft werden sollten; bislang wurden sie nur vorbeugend mit Antibiotika behandelt.
Der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Dr. Wolfram Hartmann ruft dazu auf, die Impflücken in Deutschland zu schließen und setzt seinen Aufruf auch gleich in die Tat um: Er impft Tatjana E. gegen Meningokokken-C. Die junge Frau hatte bereits eine Meningokokken B-Infektion durchgemacht, dass heißt aber nicht, dass Sie auch gegen die Erreger der Serogruppe C geschützt ist.
Weitere Informationen zur Pressekonferenz finden Sie hier.
Meningitis Trust ist besorgt über zu erwartende Grippe-Welle
Meningokokken-C-Impfschutz prüfen und auf Symptome achten
(Marburg, 06.10.2009) Im Herbst verbreiten sich europaweit Erkältungen und Grippeerkrankungen. Unabhängig von der neuen Influenza („Schweinegrippe“ genannt) wird es – wie saisonal üblich – zu steigenden Erkrankungszahlen kommen.
Die englische Gesundheitsorganisation Meningitis Trust ruft die Bevölkerung dazu auf, auf Erkrankungszeichen zu achten, die zudem auf eine bakterielle Meningitis schließen lassen. In den Herbst- und Wintermonaten steigt die Zahl der Meningokokken-Erkrankungen in allen europäischen Ländern an. Erkältungen oder Influenza schwächen das Immunsystem, so dass bakterielle Erkrankungen folgen können. Die Symptome können sich ähneln, daher ist besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit geboten.
In England werden seit 1999 alle Kinder bis 18 Jahre gegen Meningokokken C geimpft. 2006 wurde die Empfehlung dann auf die 19 bis 25-Jährigen erweitert. Eine Schutzimpfung gegen Menigokokken C ist in Deutschland ebenfalls für alle Kinder und Jugendlichen empfohlen. Da es die Empfehlung jedoch erst seit 2006 gibt, sind viele ältere Kinder und Teenager noch ungeschützt. Hier sollten die Impflücken geschlossen werden.
Das Erkennen von Symptomen ist und bleibt jedoch wichtig. Gegen Meningokokken der Serogruppe B gibt es noch keine Impfung. Sie sind in Deutschland für etwa zwei Drittel der Meningokokken-Erkrankungen verantwortlich.
Der Meningitis Trust fügt seinem Appell unmissverständlich hinzu: „Hirnhautentzündung und Meningokokken-Sepsis können jeden zu jeder Zeit treffen und innerhalb von Stunden zum Tod führen.“
Quelle: www.meningitis-trust.org
Am 20. September ist Weltkindertag: Auch an Kindergesundheit denken!
(Marburg, 17.09.2009) Seit im Jahr 1989 das erste bundeszentrale Weltkindertagsfest stattfand, hat sich dieser Aktionstag etabliert und wird in Deutschland jedes Jahr am 20. September gefeiert. (In der Deutschen Demokratischen Republik [DDR] wurde der Internationale Kindertag seit 1950 am 1. Juni begangen.) In vielen deutschen Städten laden unterschiedliche Vereinigungen und Organisationen an diesem Tag zu besonderen Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein. Ziel des Aktionstages ist es, im Rahmen kindgerechter und unterhaltsamer Angebote Kinderrechte in Deutschland bekannt zu machen und zu helfen, dass diese auch umgesetzt werden. Die „Lebenswelten“ der Kinder und Jugendlichen sollen verbessert werden. Dazu gehört auch eine bestmögliche medizinische Versorgung und eine entsprechende Vorsorge.
Schutzimpfungen gehören zu den erfolgreichsten präventiven Maßnahmen der Medizin überhaupt. Die „verhinderten“ Krankheiten sind dadurch fast schon aus unserem Bewusstsein verschwunden. Dies hat zur Folge, dass manche es mit den Impfungen nicht so ernst nehmen. Impflücken entstehen, die für das Individuum schlimme Folgen haben können.
In Deutschland gibt es keine Impfpflicht, das war beispielsweise in der DDR anders. Die Entscheidung, eine Impfung machen zu lassen oder nicht, ist frei. Allerdings sollte man dabei dem Rat von Experten folgen. Dazu gehören zum Beispiel die Kinder- und Jugendärzte, Hausärzte und die Mediziner des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. In Berlin trifft sich zudem ein besonderes Gremium, die Ständige Impfkommission (STIKO). Sie empfiehlt für alle Altersgruppen Impfungen. Im Sommer 2006 kam die Empfehlung für die Meningokokken-C-Impfung in den so genannten Impfkalender und das aus gutem Grund. Besonders betroffen sind die unter 5-Jährigen und Teenager. Hier finden sich Erkrankungsgipfel. Die Anzahl der Erkrankungen pro Jahr ist zwar nicht hoch, aber es gibt viele (gesunde) Menschen, die den Erreger (das Meningokokken-Bakterium) weitergeben. Zudem kann es zu sehr schweren Verläufen mit Todesfolge kommen, oder aber zu schweren Folgewirkungen wie Hirnschädigungen, Amputationen etc.
Es wird geschätzt, dass in Deutschland nur etwa 30 Prozent der besonders gefährdeten Gruppen eine Meningokoken-C-Impfung haben. Die Bekanntheit dieser Schutzimpfung ist noch nicht groß genug. Hier sind Ärzte, Eltern und Lehrer gefragt. Der Schutz vor einen MenC-Infektion ist sehr wichtig.
Anlässlich des Weltkindertages ruft die Arbeitsgemeinschaft Meningokokken dazu auf, auch das Thema Kindergesundheit in den Blick zu nehmen. Alle Kinder und Jugendlichen sollten ihren Impfstatus (also das Impfbuch) prüfen lassen. Fehlende Impfungen – wie zum Beispiele den MenC-Impfung – sollten unverzüglich nachgeholt werden.
Weitere Informationen zum Weltkindertag finden Sie hier.
„Biker für Kinder mit Hirnhautentzündung“
Initiative Kelly initiiert „Dreiländereck-Fahrt“ am 19. September
(Marburg, 14.09.2009) Die Initiative Kelly aus Geilenkirchen (Kreis Heinsberg, Nordrhein-Westfalen) setzt sich für Kinder ein, die in Folge einer Hirnhautentzündung Unterstützung brauchen. Die Mitglieder der Initiative sind begeisterte Motorradfahrer und ihre Events zum Spendensammeln haben daher auch stets mit den „Bikes“ zu tun. Zum Welt-Meningitis-Tag am 25. April waren sie bereits aktiv geworden; nun folgt unter dem Motto „Biker für Kinder mit Hirnhautentzündung“ eine Motorradtour durch das Dreiländereck Deutschland, Niederlande und Belgien am 19. September. (Das Gesamt-Event dauert vom 18. bis 20. September und findet an den Bergland Hallen in Geilenkirchen/ Immendorf statt.)
Der Vorsitzende der Initiative,Michael Höll, erklärt das Motiv des Vereins so: „Wir sind bemüht, betroffenen Kindern Therapien zu ermöglichen, die keine Krankenkasse bezahlt.“
Nun hoffen die 17 Mitglieder der Initiative, dass sie mit ihrem Benefiz-Event möglichst viel Geld zusammen bekommen für die kleine Tamara, die 2006 im Alter von zweieinhalb Jahren an Meningokokken erkrankte. Sie hatte eine besonders schwere Verlaufsform, das so genannte Waterhouse-Friderichsen-Syndrom. Tamara verlor in Folge der Blutvergiftung beide Unterschenkel. Auch einige Fingerglieder mussten amputiert werden.
Bei gutem Wetter werden über 200 Kradfahrer erwartet. Ihre „Teilnahmegebühr“ und weitere Spenden sollen Tamara helfen.
Gegründet wurde die Biker-Initiative im Jahr 2006, nachdem im Freundeskreis ein Kind an Meningokokken C erkrankt war. Weitere Informationen unter www.initiative-kelly.de
Quelle: Aachener Zeitung, 08.09.2009
Aktueller Fernseh-Tipp: Thema Bakterielle Meningitis bei Volle Kanne am 26.08.2009 im ZDF
(Marburg; 26.08.2009) In der ZDF-Sendung „Volle Kanne“ wir das Thema bakterielle Meningitis aufgegriffen. Die Sendung läuft am Mittwoch, den 26. August ab 9.05 Uhr.
Weitere Informationen zur Sendung finden Sie hier.
Fit sein für den Schulanfang
(Marburg, 17.08.2009) Für viele Kinder beginnt in den nächsten Tagen und Wochen etwas ganz Neues und Spannendes: Sie kommen in die Schule. Ein neuer Tagesablauf muss gelernt, das Spielen dosiert werden - nachmittags stehen Hausaufgaben an. Das Erleben der zur Verfügung stehenden Zeit verändert sich. Viele neue Eindrücke, Freundschaften, Faszinierendes und Unbekanntes warten auf sie. Die meisten der etwa 800.000 Jungen und Mädchen freuen sich auf den neuen „Lebensabschnitt“, und ihnen muss die Schultüte den Anfang nicht erträglicher machen.
Für den Schulanfang braucht es Kraft und Energie. Es ist wichtig, mit allen Sinnen präsent zu sein und „rundum fit“ für den Schulstart. Sind Hör- und Sehkraft in Ordnung? Machen dem Kind vielleicht Allergien oder Unverträglichkeiten zu schaffen? All das kann unter Umständen das Zuhören, Lernen und die Freude am Miteinander in der Schule beeinträchtigen. Und wie sieht es mit den Schutzimpfungen aus?
Die Schuleingangsuntersuchung liegt ja schon eine ganze Zeit zurück. War alles in Ordnung? Fehlten wichtige Impfungen wie die Auffrischimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis (Keuchhusten), die mit fünf bis sechs Jahren empfohlen ist? Sind alle anderen Impfungen vollständig, z. B. die Impfungen gegen Masern-Mumps-Röteln, gegen Windpocken und Hepatitis B? Und wie steht es mit der Impfung gegen Meningokokken C, die seit 2006 für alle Kinder ab einem Jahr empfohlen ist?
So wie der Schulranzen vor dem ersten Tag gecheckt wird (Etui, Schulbücher, Wachsmalstifte, Hefte?) sollte auch der Gesundheitszustand des Kindes überprüft worden sein. Das macht am besten der Kinder- und Jugendarzt. Fehlende Impfungen wie z. B. die Meningokokken-C-Impfung können sofort nachgeholt werden.
Schutz vor Meningokokken C
Die MenC-Impfung ist besonders für Kinder und Jugendliche wichtig. Denn diese beiden Altersgruppen erkranken besonders häufig an bakterieller Meningitis (Hirnhautentzündung) oder Sepsis (Blutvergiftung). Und da Krankheitserreger in Gruppen allgemein gut zirkulieren, ist auch klar, warum die notwendigen Impfungen idealerweise vor Eintritt in so genannte Gemeinschaftseinrichtungen (Kindergärten und Schulen) erfolgen sollten.
Der Konjugt-Impfstoff gegen die Serogruppe C ist gut verträglich und generell für alle Kinder und Jugendlichen ab dem vollendeten 1. Lebensjahr bis zum 18. Geburtstag empfohlen. Wer die Men-C-Impfung noch nicht bekommen hat, sollte bei Kinder- und Jugendarzt nachfragen. Die Kosten für die Impfung werden in ganz Deutschland von den Krankenkassen übernommen.
Übersicht: Impfschutz für Schulanfänger
Prüfen, ob das Kind folgendes Impfungen erhalten hat:
· zwei Mumps-Masern-Röteln-Impfungen
· die Grundimmunisierung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis (Keuchhusten) sowie die Auffrischimpfung mit 5 bis 6 Jahren
· eine Meningokokken-C-Impfung
· eine zweite Impfung gegen Varizellen (Windpocken)
· eine Grundimmunisierung gegen Hepatitis B
Alle Fragen rund um das Thema Schutzimpfungen können Sie sich in der Impfsprechstunde vom Deutschen Grünen Kreuz beantworten lassen. Jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr. Telefonnummer: 06421 293-188.
Frühchen brauchen besonders dringend umfassenden Impfschutz
Studienergebnis: Verträglichkeit ist gut
(Marburg, 05.08.2009) Die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) hat auf der Basis einer bundesweiten Erhebung der Universitätskinderklinik Würzburg (unter Leitung des Kinderarztes und Sozialmediziners Prof. Hans-Michael Straßburg) eine klare Einschätzung bezüglich möglicher Impfrisiken für Frühgeborene getroffen. Frühgeborene sind anfälliger für schwerewiegende Infektionskrankheiten als andere. Die noch immer verbreitete Vermutung, es gebe nach Impfungen von Frühgeborenen gravierende Nebenwirkungen, kann zurückgewiesen werden. In der oben genanten Studie wurden die Daten von 216 Frühchen, die alle eine Geburtsgewischt von unter 1.500 Gramm hatten, ausgewertet. Schwere Nebenwirkungen wurden lediglich bei 1,1 % aller Frühgeborenen festgestellt. Dazu gehörten beispielsweise Abfälle der Sauerstoffsättigung und Verlangsamung der Herzaktion. 20 % der Geimpften hatten nach Einschätzung der Eltern nach der Impfung leichte Lokalreaktionen, Fieber und Schlafstörungen.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit 1996, dass alle Frühgeborenen ab dem dritten Lebensmonat alle Impfungen entsprechend ihres Alters – so wie andere Kinder auch – erhalten sollen. Die Studie zeigt, dass diese Empfehlung auch umgesetzt wird. Fast alle Frühchen erhalten die empfohlenen Basisimpfungen. 97,5 % bekommen die Grundimmunisierung (mit Sechsfachimpfstoff), 95 % erhalten die MMR-Erstimpfung, 68 % werden gegen Windpocken, 68,8 % gegen Meningokokken geimpft.
Die Studienergebnisse (pdf einbauen) sind besonders wichtig, weil in Deutschland jährlich bis zu 50.000 Kinder zu früh geboren werden.
Fazit der Studienleiter : Auf Impfungen Frühgeborener sollte auf keinen Fall verzichtet werden. Die Erstimpfungen werden konsequent in fast 100 % durchgeführt. Von den Eltern wurden keine wesentlichen Nebenwirkungen mitgeteilt. Die Meningokokken-Impfung wird mit 70 % nur mäßig angenommen. Bei den Nachimpfungen sieht es auch nicht ganz so gut aus. Hier ist Handlungsbedarf, um die Risikogruppe der Frühgeborenen umfassend zu schützen.
Quelle: Prof. Hans-Michael Straßburg, Kinderärztliche Praxis, Nr. 4, S. 298, 2009 und www.impfungen-fruehgeborene.de
MenC-Impfraten noch immer unbefriedigend: Starke Unterschiede zwischen den Bundesländern
(Marburg, 03.08.2009) Die Meningokokken-C-Impfung ist in Deutschland noch nicht bekannt genug. Hierzulande sind zurzeit etwa 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen gegen den Erreger bakterieller Meningitis geimpft. Wie Prof. Fred Zepp (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin ) anlässlich einer Fortbildungsveranstaltung in Mainz im März dieses Jahres ausführte, zeige die seit 2006 empfohlene Impfung durchaus erste Erfolge. Um aber eine Herdimmunität zu erreichen, müssen über 80 Prozent der Zielgruppen geimpft sein. Bei den Vorschulkindern sind es bundesweit betrachtet etwa 33 Prozent, bei den jüngeren Schulkindern 22 Prozent und bei den älteren Schulkindern und Jugendlichen 10 bis 15 Prozent.
Zwischen den Bundesländern sind die Unterschiede hinsichtlich der Erkrankungs- und der Impfraten groß. Bayern bildet zurzeit das Schlusslicht bei der MenC-Impfung. Das ist besonders problematisch, weil in Bayern entgegen dem Bundestrend die Inzidenz der invasiven Meningokokken-Erkrankungen angestiegen ist. Johannes Elias vom Nationalen Referenzzentrum für Meningokokken in Würzburg stellte auf einer Veranstaltung der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen die Zahlen für 2008 vor: Die Inzidenz im Bundesdurchschnitt beträgt 0,55 pro 100.000 Einwohner; in Bayern stieg sie 2008 von 0,42 auf 0,63 pro 100.000 Einwohner an. Der Anteil der C-Erkrankungen lag in Bayer bei 30 Prozent; im Bundesdurchschnitt waren es 22 Prozent. Die Impfraten bei den beiden besonders betroffenen Gruppen (Kindern unter 5 Jahren und Jugendlichen) beträgt 30 Prozent. Baden-Württemberg kann dagegen mit 54 Prozent Geimpften aufwarten.
Experten appellieren an niedergelassene Ärzte, gegen Meningokokken C zu impfen, auf dass eine bundesweite Impfrate von über 80 Prozent und damit eine tragfähige Herdimmunität entsteht. Beispiel aus anderen europäischen Ländern wie Holland oder Belgien zeigen, dass die Erkrankungen ungeimpfter Säuglinge durch die hohe Durchimpfungsrate zurückgegangen sind.
Quellen: Kinderärztliche Praxis, Nr. 4, 2009 und Ärztezeitung, 31.07.2009
Meningokokken-Schutz für Schüler und Studenten im Ausland
(Marburg, 14.07.2009) Für Austauschschüler- und Studenten besteht schon seit vielen Jahren eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin, sich – sofern im Gastland eine Impfempfehlung besteht – gegen Meningokokken impfen zu lassen. (In Europa handelt es sich vor allem um die Impfung gegen Meningokokken der Serogruppe C.) Jugendliche sind besonders von Meningokokken-Infektionen betroffen. Dort, wo viele Menschen aufeinander treffen (zum Beispiel in Gemeinschaftseinrichtungen wie Wohnheimen), können Erreger leichter zirkulieren, d. h. die Ansteckungsgefahr ist höher.
Diese Indikationsimpfung war und ist sehr sinnvoll, und alle jungen Leute, die planen, für länger Zeit ins europäische oder außereuropäische Ausland zu gehen, um dort zu lernen oder zu studieren, sollten ihren Impfstatus prüfen und dann ggf. die Schutzimpfung gegen Meningokokken C (oder auch gegen andere Serogruppen wie A, Y und W135) durchführen lassen.
Entgegen zurzeit kursierenden Informationen gibt es in Kanada bezüglich der Austauschschüler- und Studenten keine Pflicht für die Meningokokken-Impfung. Die Kanadischen Botschaft in Berlin schließt nicht aus, dass einzelne Einrichtungen einen Nachweis fordern. Sie empfiehlt Schülern und Studierende gezielt bei einer speziellen Universität oder Schule nachzufragen, ob eine Impfnachweis erbracht werden muss. Die Adressen aller school boards findet man auf den Seiten der Bildungsministerien der einzelnen Provinzen und Territorien. Alle Bildungsministerien sind auf der Website des Department oder Ministry of Education / Ministère de l'Education gelistet.
In der Schweiz gibt es eine Empfehlung für die Meningokokken-C-Impfung für Schüler und Studenten, aber keine Impfpflicht. Das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit betont, dass ein Nachweis der MenC-Impfung an öffentlichen Schulen und Universitäten nicht notwendig ist, schließt aber nicht aus, dass es einzelne private Einrichtungen geben könne, bei denen dies verlangt wird.
Bei einem Studien- oder Schulaufenthalt in Kanada, den USA und Spanien sollte im Vorfeld bei der gewählten Einrichtung erfragt werden, ob ein Nachweis über die erfolgte Schutzimpfung gegen Meningokokken erbracht werden muss. Es gibt in diesen Ländern keine landesweiten, einheitlichen Vorgaben, und daher auch keine landeseinheitliche Regelung bezüglich der Meningokokken-Impfung.
Fazit: Den Anlass „Auslandsjahr“ sollten Schüler und Studenten jedoch auf jeden Fall aufgreifen, um den Meningokokken-Schutz zu überprüfen. Die MenC-Impfung ist insbesondere für diese Altersgruppe wichtig. Sinnvoll ist es im Vorfeld zu klären, ob die Einrichtung im Ausland darüber hinaus sogar einen Nachweis der Impfung verlangt. Dann kann die Meningokokken-Impfung nämlich zur „Zulassungsbedingung“ werden.
Große Impfaktion von „Ärzte ohne Grenzen“ in Niger und Nigeria
Bereits 7,5 Millionen gegen Meningokokken-Meningitis geimpft
(Marburg, 29.06.2009) Meningitis-Gürtel heißt ein Gebiet in Afrika südlich der Sahara, in dem es jedes Jahr erneut zu Meningokokken-Epidemien kommt. Anders als in Europa, wo in der Regel Einzelfälle mit zum Teil schweren Krankheitsverläufen auftreten, sind es in Afrika südlich der Sahara Zehntausende von Menschen, die erkranken, und Tausende, die in Folge der Erkrankung sterben.
In diesem Jahr war der Meningitis-Ausbruch in Westafrika nach Angaben der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ besonders schlimm. Die Hilfsorganisation hat in enger Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden der Länder Nigeria und Niger in den zurückliegenden vier Monaten insgesamt etwa 7,5 Millionen Menschen gegen Meningokokken geimpft. Zwischen 10 und 22 Teams nahmen die Impfungen vor. Geimpft wurden alle Menschen zwischen zwei und 30 Jahren. Täglich wurden von jedem Team etwa 2.200 bis 2.800 Menschen geimpft. Eine besondere Herausforderung stellte das Aufrechterhalten der Kühlkette für den Impfstoff dar. Dieser braucht für eine sachgemäße Lagerung Temperaturen von zwei bis acht Grad Celsius; die Tageshöchst-Temperaturen in dieser Region liegen oft bei weit über 40 Grad Celsius. Eine große Herausforderung für die Logistiker vor Ort.
Quelle: www.aerzte-ohne-grenzen.de
Sachsen-Anhalt: Meningokokken-C-Nachholimpfung wird nun von Kassen bezahlt
(Marburg, 17.06.2009) Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) seit Sommer 2006 empfohlene Impfung von Kindern und Jugendlichen gegen Meningokokken der Serogruppe C wird nun flächendeckend in allen Bundesländern von den Primär- und Ersatzkassen übernommen. In Sachsen-Anhalt hatten die zuständigen Stellen etwas länger gebraucht. Nun (offiziell ab dem 1. Mai 2009) wird auch dort die MenC-Impfungen für Kinder und Jugendliche ab vollendetem 23. Lebensmonat bis zum 18. Geburtstag von den Krankenkassen bezahlt. Wie die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt am 26. Mai bekannt gab, kann die Impfung gegen Meningokokken C damit ab sofort nachgeholt werden.
Quelle: www.kvsa.de
Verzicht auf Meningokokken-Impfung für Mekka-Pilger?
Problematischer Aufruf des indonesischen Muslimrates
(Marburg, 09.06.2009) Um in der Zeit des Hadsch nach Saudi-Arabien einreisen zu können, muss man einen Nachweis über eine Meningokokken-Impfung vorweisen. Das Thema Einreisevoraussetzungen nach Saudi-Arabien ist für alle Muslime weltweit von großer Bedeutung, denn eine Pilger-Reise in die saudi-arabische Stadt Mekka gehört laut Koran zu den fünf Säulen des Islam. Mindestens einmal im Leben sollte ein Muslim/eine Muslima an der Pilgerfahrt teilgenommen haben. Über zwei Millionen Menschen nahmen 2006 an der Pilgerreise teil; über 1,5 Millionen von ihnen waren nicht saudische Staatsbürger.
Nun hat der indonesische Muslimrat die Behörden in Saudi-Arabien aufgefordert, die Impfpflicht für die Einreise aufzuheben. Die Begründung: Ein Enzym, das für die Herstellung des Impfstoffes genutzt wird, stamme von Schweinen. Letztere gelten im Islam als unrein. Der Hersteller des Impfstoffes habe darauf hingewiesen, dass nach Ende des Herstellungsprozesses dieses „Schweine-Enzym“ nicht mehr enthalten sei. Das habe die Mitglieder des indonesischen Gremiums jedoch nicht umstimmen können.
Quelle: Die Presse, Online-Ausgabe vom 8. Juni 2009
Meningokokken-Impfungen im afrikanischen Busch
Impfärztin Dr. Irmgard Harms unterwegs in Niger
(Marburg, 04.06.2009) Groß angelegte Impfkampagnen für den Meningokokken-C-Schutz gibt es in Deutschland (anders als beispielsweise in England und den Niederlanden) eher seltener. 2004 jedoch traten im Oberallgäu gehäuft MenC-Fälle (ET-15-Klone) auf. Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit empfahl die Impfung von Kindern und Jugendlichen in diesem Landkreis. Federführend war Dr. Irmgard Harms vom Gesundheitsamt in Sonthofen. Zusammen mit 20 Helfern konnten pro Tag 1.000 Kinder geimpft werden. 60 Prozent der gefährdeten Altersgruppen wurden in der mehrere Wochen dauernden Impfaktion gegen MenC geimpft.
Nun ist Dr. Irmgard Harms in Afrika – und auch dort betreut sie eine Meningitis-Impfkampagne. Die Hilfsorganisation Humedica aus Kaufbeuren hat im Februar in der Stadt Kollo (dieses Department liegt südöstlich der Hauptstadt Niamey) ein kleines Krankenhaus eröffnet. Dort arbeiten medizinische Teams aus Deutschland zusammen mit örtliche Helfern. In Niger herrscht derzeit eine Meningitis-Epidemie. Humedica hat nun den Startschuss für eine Impfkampagne gegeben: 150.000 Menschen sollen gegen Meningokokken geimpft werden.
Mitte Mai brach das Impfteam in den afrikanischen Busch auf. Begleitet wird Dr. Irmgard Harms von vier Krankenschwestern, einem Übersetzer, zwei Fahrern und der Koordinatorin Simone Winneg. 140 km entfernt in nordwestlicher Richtung von Kollo liegt die Ortschaft Larba. Geimpft wird - meist in den Schulen - der kleinen umliegenden Dörfer. Drei Tage lang war das Team aktiv: 2.900 Menschen in sieben verschiedenen Ortschaften wurden geimpft. Ein großer Erfolg für die Allgäuer Impfexpertin und das unter schwierigen klimatischen und „infrastrukturellen“ Bedingungen. Die Dankbarkeit der Menschen ist es vermutlich, die immer wieder neue Energiereserven hervorruft.
Das Projekt kann mit Spendengeldern unterstützt werden: Humedica e. V., Stichwort «Niger», Konto 47 47, BLZ 734 500 00, Sparkasse Kaufbeuren.
Quellen: Allgäuer Zeitung vom 29.05.2009 und www.humedica.org
Benefizgala für Meningokokken-Opfer im Kreis Offenbach
(Marburg, 20.04.2009) Jans Erkrankungsgeschichte gehört zu denen, die von Medizinern als „schwerer Verlauf“ einer Meningokokken-Infektion bezeichnet werden. Er ist 23 Jahre als, als er im September 2008 an Meningitis und Sepsis erkrankt. Beide Unterschenkel müssen ihm amputiert werden.
Nicht alle Kosten, die für die bestmögliche Behandlung und Unterstützung anfallen, werden heutzutage von den Krakenkassen übernommen. Das ist ein Problem für Betroffene und ihre Familien. Für die 16-jährige Anne aus Jügesheim (Rodgau, Kreis Offenbach), die von Jans Schicksal über ihren Freundeskreis hörte, gab das den Impuls, für Jan eine Benefizveranstaltung zu planen. Die 16-jährige Ballettschülerin konnte sehr schnell ihre Mittänzerinnen und ihre Lehrerin überzeugen. Weitere Vereine aus dem Sport- und Tanzbereich und einige Sänger und Musiker wurden gewonnen, bei der Gala mitzuwirken. So kam ein umfangreiches musikalisch-tänzerisches Programm zustande. Am vergangenen Freitag begeisterten die Akteure im Bürgerhaus Nieder-Roden die zahlreichen Besucher. Sponsoren und Freunde übernahmen die Bewirtung der Gäste.
Am Ende des Abends sprach Jan dann noch einmal selbst zum Publikum. Er bedankte sich bei seinen Freunden, den Organisatoren und den Helfern. Mit dem gespendeten Geld sollen die Anschaffung von Prothesen und der Umbau des Autos mitfinanziert werden.
Spendenkonto: Konto-Nummer 876, BLZ 505 613 15, VVB Maingau, Stichwort Jan Körner. (Spendenquittungen stellt bei Bedarf der Malteser Hilfsdienst aus.)
Quelle: Dieburger Anzeiger, 20.04.2009 (Offenbach Post)
World Meningitis Day
Am Samstag, den 25. April findet der erste World Meningitis Day (WMD) statt. Initiator ist die weltweit agierende Confederation of Meningitis Organisations (COMO). Die Arbeitsgemeinschaft Meningokokken beim Deutschen Grünen Kreuz unterstützt aus diesem Anlasse die Veranstaltung „Biker gegen Meningitis“ der Elterninitiative Kelly am 25.04. in Geilenkirchen (Kreis Heinsberg, Nordrhein-Westfalen).
Um 10.30 Uhr beginnt die Veranstaltung auf dem Beamtenparkplatz in Geilenkirchen. Nach einer Begrüßung durch Vertreter der Initiative wird eine Familie zu den Besuchern sprechen, deren Tochter an Meningokokken-Meningitis erkrankt ist.
Im Anschluss daran starten die „Biker“ ihren etwa 25 km langen Motorrad-Corso.
Wer nicht mitfahren möchte, kann die Zeit bei Kaffee und Kuchen auf dem Veranstaltungsplatz verbringen, bis die Motorradfreunde wieder zurück kommen.
Veranstaltung: „Biker gegen Meningitis“
Ort: Beamtenparkplatz in 52511 Geilenkirchen
Zeit: 10.30 bis etwa 18:00 Uhr
Programm:
Begrüßung: Initiative Kelly und Familie Theuring mit Tamara
Anschließend: Start des 25 km langen Motorrad-Corsos
Abschluss: Beamtenparkplatz
Angebot: Informationen zum Thema Meningokokken-Meningitis
Für Essen, Trinken und Beschäftigung für die Kleinen ist gesorgt.
Anmeldung für den Motorrad-Corso: vorstand(à)initiative-kelly.eu
Spendenaufruf:
Sie möchten die Arbeit der Initiative und Veranstaltungen wie „Biker gegen Meningitis“ unterstützen?
Spendenkonto Initiative Kelly
Konto-Nr.: 1401882954
KSK-Heinsberg /Gangelt
BLZ: 31251220
Vielen Dank!
Weitere Informationen unter www.initiative-kelly.eu
Meningitis-Epidemie in Nigeria: Über 900 Todesfälle seit Jahresbeginn
(Marburg, 30.03.2009) Seit Jahresbeginn sind laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Nigeria 960 Menschen an Meningitis gestorben. Wie die Nachrichtenagentur AP am 27. März berichtet sind mehr als 17.000 Menschen erkrankt. In diesem Ausmaß gab es bislang in Nigeria noch nie eine Meningitis-Epidemie, meldet die WHO. Meist sind nördlichere Länder stärker betroffen wie beispielsweise Niger oder Burkina Faso. Im Niger sind seit Januar etwa 4.500 Menschen erkrankt und 169 in Folge der Infektion gestorben. Nigeria wird im MDSC Meningitis Weekly Bulletin der WHO als das Epizentrum der diesjährigen Meningitis-Saison bezeichnet. Verglichen mit den zwei vorangehenden Jahren ist der Anstieg der Fallzahlen dramatisch.
Meningitis-Ausbruch bedroht Tausende im Sudan
Hilfsorganisationen aus der Region vertrieben
(Marburg, 11.03.2009) Vor einer Woche wurden insgesamt 13 Hilfsorganisationen, darunter „Ärzte ohne Grenzen“ aus der nordsudanesischen Region Darfur „ausgewiesen“. Wie der Nachrichten-Sender CNN am 10. März berichtet war „Ärzte ohne Grenzen“ bei den Vorbereitungen einer Impfkampagne für 100.000 Menschen in den südlichen und westlichen Teilen der Krisenregion Darfur. Offiziell hat das Gesundheitsministerium in Karthoum am 2. März den Meningitis-Ausbruch bekannt gegeben. Am 7. März hätte die Impfkampagne beginnen sollen. Nun sind in den überfüllten Flüchtlingscamps und Dörfern Darfurs Tausende ungeimpfte Menschen von einer Ansteckung bedroht.
Die Entscheidung der sudanesischen Regierung, allen Hilfsorganisation in Darfur die Arbeitserlaubnis zu entziehen, erfolgte, nachdem der Internationale Gerichthof in Den Haag einen Haftbefehlt für den Sudanesischen Präsidenten Omar Hassan al-Bashir erlassen hatte. Al-Bashir werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Darfur vorgeworfen.
Quelle: edition.cnn.com
Noch bis Freitag: Ausstellung in Bayreuth informiert über Meningokokken-Erkrankungen
(Marburg, 05.03.2009) Im Foyer des Bayreuther Landratsamtes läuft vom 2. bis 6. März 2009 eine Ausstellung zum Thema „Bakterielle Hirnhautentzündung“. Es geht schwerpunktmäßig um Meningitis, die durch Meningokokken der Serogruppe C hervorgerufen werden. Landrat Hermann Hübner betont: „Wir möchten damit umfassend über die Krankheit informieren und für einen Impfschutz, insbesondere von Kindern und Jugendlichen werben.“ Auch Medizinaldirektor Dr. Klaus von Stetten, Leiter des Bayreuther Gesundheitsamtes, unterstützt die Ausstellung, da Meningokokken-Meningitis zwar in jeder Altersgruppe auftreten kann, aber besonders Kinder unter fünf Jahren und Teenager betroffen sind.
Gegen Meningokokken des Typs C steht ein gut verträglicher Impfstoff zur Verfügung. Seit 2006 ist die Impfung gegen Meningokokken Typ C von der ständigen Impfkommission für alle Kinder ab dem 1. Geburtstag empfohlen. Wird der optimale Impfzeitpunkt verpasst, soll die Impfung bei älteren Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahre nachgeholt werden. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.
Im Anschluss an die Präsentation der Wanderausstellung im Bayreuther Landratsamt soll sie in den Schulen der Stadt und im Landkreis Bayreuth angeboten werden.
Quelle: „Der neue Wiesenbote“, 04.03.2009
Fernseh-Tipp: Thema Meningokokken-Erkrankungen bei Akte 09
am 03.03.2009 auf SAT 1
(Marburg, 03.03.2009) „Bakterientod in der Kinderklinik: Wenn Babys in wenigen Stunden sterben“ – so lautet der Titel des Beitrages über Meningokokken-Erkrankungen, der am Dienstag, den 3. März in der Sendung Akte 09 auf dem Sendet SAT 1 ausgestrahlt wird. Moderiert wird die Sendung von Ulrich Meyer. Sie beginnt um 22.20 Uhr.
Quelle: www.sat1.de (TV-Programm)
Meningokokken-Erkrankungen in Nordost-Indien
(Marburg, 18.02.2009) Ein Meningokokken-Ausbruch wird aus Indien gemeldet. Wie die Süddeutsche Zeitung am 18. Februar berichtet sind in den zurückliegenden zwei Wochen mindestens 156 Menschen an bakterieller Meningitis gestorben; mehr als 2.000 seien erkrankt. Betroffen sind die nordöstlichen Bundesstaaten Meghalaya, Tripura und Mizoram (angrenzende an Bangladesh und Myanmar).
Reisende in diese Region sollten sich gegen Meningokokken impfen lassen.
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte warnt: Auf Symptome einer Meningokokken-Infektion achten
(Marburg, 12.02.2009) Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) appelliert an Eltern, auf Anzeichen einer Meningokokken-Erkrankung zu achten und bei einem Verdacht sofort mit dem erkrankten Kind zum Arzt zu gehen.
In einer über die Deutsche Presseagentur (dpa) am 12. Februar verbreiteten Pressemitteilung betont der Verband, dass Meningokokken-Erkrankungen zwar selten sind, aber sehr schnell verlaufen und tödlich enden können. Daher müssen die Krankheitszeichen so früh wie möglich erkannt werden, damit rasch eine Behandlung mit Antibiotika einsetzen kann.
Die Zahl der Meningokokken-Erkrankungsfälle ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen: Von 436 beim Robert Koch-Institut registrierten Fälle im Jahr 2007 stieg sie auf 452 Fälle in 2008. Der BVKJ weist auch darauf hin, dass in der Zeit von 2001 bis 2007 insgesamt 133 Patienten in Folge einer Meningokokken-Infektion gestorben sind. Etwa zwei Drittel der Infektionen werden vom Serotyp B, das weitere Drittel vom Typ C verursacht.
Symptome einer Meningokokken-Erkrankung:
Licht-, Lärm- oder Berührungsempfindlichkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, hohes Fieber, Benommenheit und Nackensteifigkeit, rot-violette Hautflecken
BVKJ-Pressesprecher Dr. Ulrich Fegeler betont, dass die Anzeichen bei Säuglingen und kleinen Kinder weniger deutlich seien. Daher sollte man auf zusätzliche Warnzeichen achten:
Bauchschmerzen, Nahrungsverweigerung, Durchfälle, Unruhe, schlechte Weckbarkeit, schrilles Schreien, blasse oder fleckige Haut, kalte Hände und Füße trotz heißen Körpers, bläuliche Färbung rund um den Mund
Quellen: dpa, 12.02.09 und ap, 13.02.09
Fernseh-Tipp: Zu Gast bei Günter Jauch. Lisa – Leben nach einer Meningokokken-Sepsis
(Marburg, 04.02.2009) Günter Jauch, Moderator von stern TV hat am Mittwoch, 4. Februar in seiner RTL-Live-Sendung die 13-jährige Lisa und ihre Eltern zu Gast. Lisa erkrankte fünf Jahre zuvor an einer Meningokokken-Sepsis. In Folge der Blutvergiftung mussten ihr beide Beine und einige Finger amputiert werden. Laut Presseinfo des Senders RTL ist Lisa im Krankenhaus nicht sofort mit Antibiotika behandelt worden und zu spät auf die Intensivstation gebracht worden. Günter Jauch wird mit seinen Gästen über die Krankheit und (gesundheitlichen und rechtlichen) Folgen sprechen.
Thüringen: Kostenübernahme der MenC-Impfung für Nachholimpfunggeregelt
(Marburg, 23.01.2009) Die Sozialministerin von Thüringen, Christine Lieberknecht (CDU), ruft zur Impfung gegen Meningokokken C auf, meldet die Südthüringische Zeitung am 22. Januar. In Thüringen treten jährlich etwa 25 Meningokokken-Fälle auf, von denen ein bis zwei tödlich enden. Wie der Pressemitteilung des Ministeriums zu entnehmen ist, haben die gesetzlichen Krankenkassen die Übernahme der Kosten für die Meningokokken-Nachholimpfung bei Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr in Thüringen zugesagt. Die entsprechende Regelung ist am 1. Januar 2009 in Kraft getreten. Wird also ein Jugendlicher vor Vollendung des 18. Lebensjahres geimpft, müssen bei gesetzlich Versicherten ab sofort die Krankenkassen hierfür die Kosten tragen. Ministerin Lieberknecht betonte: „Die Schutzimpfung mit einem sogenannten Konjugatimpfstoff sollte im 2. Lebensjahr erfolgen, also bald nach dem 1. Geburtstag. Wurde dieser Termin versäumt, empfehle ich eine schnellstmögliche Nachholimpfung durch den Haus- bzw. Kinder- und Jugendarzt."
Umfrage-Ergebnis: Ein Drittel der Jugendlichen weiß nichts über Meningokokken
(Marburg, 20.01.2008) Von Meningokokken-Erkrankungen sind vor allem Kinder und Jugendliche betroffen. Die genauen Gründe dafür kennt man nicht, aber in Bezug auf die Teenager vermutet man, dass ihr Sozialverhalten damit zu tun haben könnte. Küsse zur Begrüßung und häufige Umarmungen gehören dazu und erhöhen damit das Risiko, für Tröpfcheninfektionen jeder Art empfänglich zu sein: auch für das Bakterium Neisseria meningitidis – die Meningokokke. Das Online-Portal der Jugendzeitschrift Bravo hat im vergangenen Jahr auf Bravo.de Jugendliche aufgefordert, an einer Befragung teilzunehmen. 2.800 junge Leute machten mit und von diesen hatte ein Drittel noch nichts von der seit Sommer 2006 empfohlenen Meningokokken-C-Impfung gehört.
Gezielte Aufklärungsarbeit für diese Altersgruppe ist notwendig. Speziell für Schüler der 7. bis 9. Klasse hat das Deutsche Grüne Kreuz jüngst Unterrichtsmaterial entwickelt, das derzeit in Schleswig-Holstein im Rahmen des Pilotprojektes „Impfen macht Schule“ umgesetzt wird. Bei dieser Schulaktion geht es um alle relevanten Schutzimpfungen und eben auch um die Men-C-Konjugatimpfung. Jugendliche können sich hier ausführlich informieren.
Quelle: Südwest Presse 24.12.2008
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Ältere Nachrichten/Meldungen (2002 bis 2008) finden Sie im Archiv.
Jahresübersicht Fallzahlen 2008
Beim RKI gemeldete Meningokokken-Fälle
Datenstand: 31.12.2008
Von den insgesamt 420 gemeldeten Meningokokken-Fällen (im November waren es 395 Fälle) konnten den folgenden Serogruppen zugeordnet werden:
Typ (Serogruppe) | Anzahl |
A | 2 |
B | 261 |
C | 81 |
W 135 | 3 |
Y | 19 |
Meningokokken-Fälle nach Bundesländern (ab Januar 2008):
Meningokokken-Fälle nach Bundesländern (ab Januar 2008):
Baden-Württemberg 47
Bayern 72
Berlin 22
Brandenburg 15
Bremen 3
Hamburg 5
Hessen 25
Mecklenburg-Vorpommern 15
Niedersachsen 35
Nordrhein-Westfalen 101
Rheinland-Pfalz 27
Saarland 3
Sachsen 19
Sachsen-Anhalt 8
Schleswig-Holstein 14
Thüringen 9
Quelle: Robert Koch-Institut: SurvStat, http://www3.rki.de/SurvStat
SurvStat-Daten, RKI
Meningokokkenfälle 2007, insgesamt: 422 (Vergleich in 2006: 542)
Datenstand: 09.01.2008
Aufteilung nach den häufigsten Serogruppen:
Typ (Serogruppe) | Anzahl |
A | 3 |
B | 242 |
C | 78 |
W 135 | 12 |
Y | 14 |
Meningokokken-Fälle nach Bundesländern:
Bundesland | 2007 | 2006 |
Baden-Württemberg | 52 | 51 |
Bayern | 52 | 85 |
Berlin | 22 | 23 |
Brandenburg | 16 | 18 |
Bremen | 2 | 7 |
Hamburg | 5 | 10 |
Hessen | 25 | 24 |
Mecklenburg-Vorpommern | 12 | 14 |
Niedersachsen | 35 | 45 |
Nordrhein-Westfalen | 95 | 152 |
Rheinland-Pfalz | 22 | 19 |
Saarland | 5 | 7 |
Sachsen | 25 | 33 |
Sachsen-Anhalt | 18 | 22 |
Schleswig-Holstein | 16 | 17 |
Thüringen | 20 | 14 |
Aufteilung nach Bundesländern:
Bundesland | 2007 | 2007: Typ B | 2007: Typ C | 2006 |
Baden-Württemberg | 52 | 30 | 10 | 51 |
Bayern | 52 | 25 | 12 | 85 |
Berlin | 22 | 12 | 4 | 23 |
Brandenburg | 16 | 10 | 5 | 18 |
Bremen | 2 | 1 | 0 | 7 |
Hamburg | 5 | 2 | 2 | 10 |
Hessen | 25 | 12 | 8 | 24 |
Mecklenburg-Vorpommern | 12 | 8 | 1 | 14 |
Niedersachsen | 35 | 20 | 8 | 45 |
Nordrhein-Westfalen | 95 | 60 | 14 | 152 |
Rheinland-Pfalz | 22 | 15 | 4 | 19 |
Saarland | 5 | 4 | 0 | 7 |
Sachsen | 25 | 15 | 5 | 33 |
Sachsen-Anhalt | 18 | 10 | 2 | 22 |
Schleswig-Holstein | 16 | 7 | 3 | 17 |
Thüringen | 20 | 11 | 0 | 14 |
Quelle: Robert Koch-Institut: SurvStat
Datenstand: 09.01.2007
SurvStat-Daten, RKI
Meningokokkenfälle 2006, insgesamt: 542 (Vergleich in 2005: 626)
Datenstand: 10.01.2007
Aufteilung nach den häufigsten Serogruppen:
Typ (Serogruppe) | Anzahl |
A | 2 |
B | 316 |
C | 131 |
W 135 | 8 |
Y | 16 |
Meningokokken-Fälle nach Bundesländern:
Bundesland | 2006 | 2005 |
Baden-Württemberg | 51 | 53 |
Bayern | 85 | 88 |
Berlin | 23 | 30 |
Brandenburg | 18 | 23 |
Bremen | 7 | 7 |
Hamburg | 10 | 14 |
Hessen | 24 | 33 |
Mecklenburg-Vorpommern | 14 | 15 |
Niedersachsen | 45 | 70 |
Nordrhein-Westfalen | 152 | 170 |
Rheinland-Pfalz | 19 | 20 |
Saarland | 7 | 10 |
Sachsen | 33 | 30 |
Sachsen-Anhalt | 22 | 17 |
Schleswig-Holstein | 17 | 15 |
Thüringen | 14 | 31 |
Aufteilung nach Bundesländern:
Bundesland | 2006 | 2006: Typ B | 2006: Typ C | 2005 insgesamt |
Baden-Württemberg | 51 | 27 | 17 | 53 |
Bayern | 85 | 44 | 30 | 88 |
Berlin | 23 | 17 | 3 | 30 |
Brandenburg | 18 | 10 | 6 | 23 |
Bremen | 7 | 3 | 1 | 7 |
Hamburg | 10 | 5 | 4 | 14 |
Hessen | 24 | 14 | 5 | 33 |
Mecklenburg-Vorpommern | 14 | 8 | 0 | 15 |
Niedersachsen | 45 | 23 | 12 | 70 |
Nordrhein-Westfalen | 152 | 102 | 32 | 170 |
Rheinland-Pfalz | 19 | 8 | 5 | 20 |
Saarland | 7 | 4 | 3 | 10 |
Sachsen | 33 | 24 | 5 | 30 |
Sachsen-Anhalt | 22 | 9 | 3 | 17 |
Schleswig-Holstein | 17 | 8 | 4 | 15 |
Thüringen | 14 | 10 | 1 | 31 |
Quelle: Robert Koch-Institut: SurvStat
Datenstand: 10.01.2007
SurvStat-Daten, RKI
Meningokokkenfälle 2005, insgesamt: 626 (Vergleich in 2004: insgesamt 597)
Datenstand: 25.01.2006
Aufteilung nach den häufigsten Serogruppen:
Typ (Serogruppe) | Anzahl |
A | 3 |
B | 383 |
C | 107 |
W 135 | 15 |
Y | 13 |
Aufteilung nach Bundesländern:
Bundesland | 2005 insgesamt | 2005: Typ B | 2005: Typ C | 2004 : Typ C |
Baden-Württemberg | 53 | 23 | 13 | 22 |
Bayern | 88 | 48 | 29 | 26 |
Berlin | 30 | 23 | 5 | 7 |
Brandenburg | 23 | 15 | 5 | 3 |
Bremen | 7 | 6 | 0 | 1 |
Hamburg | 14 | 8 | 2 | 1 |
Hessen | 33 | 20 | 7 | 10 |
Mecklenburg-Vorpommern | 15 | 6 | 4 | 1 |
Niedersachsen | 70 | 42 | 4 | 8 |
Nordrhein-Westfalen | 170 | 106 | 30 | 37 |
Rheinland-Pfalz | 20 | 14 | 1 | 9 |
Saarland | 10 | 8 | 1 | 3 |
Sachsen | 30 | 23 | 4 | 2 |
Sachsen-Anhalt | 17 | 7 | 1 | 1 |
Schleswig-Holstein | 15 | 10 | 0 | 3 |
Thüringen | 31 | 24 | 1 | 2 |
Quelle: Robert Koch-Institut: SurvStat
Datenstand: 25.01.2006
SurvStat-Daten, RKI
Meningokokkenfälle 2004
insgesamt: 597 gemeldete Fälle
Datenstand: 26.01.2005
Aufteilung nach den häufigsten Serogruppen:
Typ (Serogruppe) | Anzahl |
A | 7 |
B | 327 |
C | 136 |
W 135 | 9 |
Y | 10 |
Aufteilung nach Bundesländern:
Bundesland | Einwohnerzahl insgesamt | Fälle insgesamt | Typ B | Typ C |
Baden-Württemberg | 10.693.000 | 67 | 32 | 22 |
Bayern | 12.423.000 | 81 | 43 | 26 |
Berlin | 3.388.000 | 18 | 7 | 7 |
Brandenburg | 2.575.000 | 13 | 8 | 3 |
Bremen | 663.000 | 4 | 1 | 1 |
Hamburg | 1.734.000 | 10 | 8 | 1 |
Hessen | 6.089.000 | 38 | 21 | 10 |
Mecklenburg- | 1.732.000 | 21 | 12 | 1 |
Niedersachsen | 7.993.000 | 48 | 21 | 8 |
Nordrhein-Westfalen | 18.080.000 | 170 | 96 | 37 |
Rheinland-Pfalz | 4.059.000 | 26 | 14 | 9 |
Saarland | 1.061.000 | 6 | 3 | 3 |
Sachsen | 4.321.000 | 26 | 19 | 2 |
Sachsen-Anhalt | 2.523.000 | 28 | 12 | 1 |
Schleswig-Holstein | 2.823.000 | 15 | 8 | 3 |
Thüringen | 2.373.000 | 26 | 22 | 2 |
Einwohnerzahlen: November 2004, http://www.statistik-portal.de
Quelle: Robert Koch-Institut: SurvStat, http://www3.rki.de/SurvStat, Datenstand: 26.01.2005



