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Meningokokken-Fälle in 2009
Meningokokken-Fälle im Dezember 2009
(Marburg, 04.01.2010) Ein 17-jähriger Schüler aus Mainaschaff (Kreis Aschaffenburg, Bayern) ist an bakterieller Meningitis erkrankt. Wie die Online-Ausgabe des Main Echo vom 29. Dezember berichtet wird der 17-Jährige in der Würzburger Universitätsklinik behandelt.
Am Tag vor Weihnachten hatte ein Notarzt die Meningokokken-Infektion diagnostiziert und dann das Gesundheitsamt des Kreises Aschaffenburg informiert. Nach Auskunft des Amtsleiters Dr. Michael Bracharz wurden 90 Kontaktpersonen ermittelt und diesen eine Antibiotika-Prophylaxe empfohlen.
(Marburg, 21.12.2009) Aus Bad Lobenstein (Saale-Orla-Kreis, Thüringen) wird ein Meningitis-Fall gemeldet. Wie die Ostthüringische Zeitung am 18. Dezember berichtet ist ein Referendar des Reichard-Gymnasiums an bakterieller Meningitis erkrankt. Bereits am Donnerstagnachmittag wurde der Verdachtsfall an das Gesundheitsamt Schleiz gemeldet.
Der junge Mann stammt aus dem Nachbarlandkreis Saalfeld-Rudolstadt. Er befindet sich in ärztlicher Obhut. 160 Schüler und Lehrer wurden als Kontaktpersonen eingestuft und erhielten vorsorglich Antibiotika.
(Marburg, 09.12.2009) Im Landkreis Günzburg (Bayern) ist eine junge Frau an eitriger Hirnhautentzündung erkrankt. Wie die Augsburger Allgemeine am 8. Dezember berichtet ist der gesundheitliche Zustand der Frau nach Auskunft des Gesundheitsamtes stabil. Enge Kontaktpersonen wurden vom Gesundheitsamt ermittelt und erhielten vorbeugend Antibiotika.
(Marburg, 01.12.2009) Eine 17-jährige Gymnasiastin aus Mainburg (Kreis Kelheim, Bayern) ist an Meningokokken erkrankt. Die 17-Jährige erkrankte Mitte der vergangenen Woche und wird derzeit in der Uniklinik Regensburg behandelt, berichtet die Mittelbayrische Zeitung am 30. November. Nach Angaben des Leiters des Gesundheitsamts (Landkreis Kelheim), Dr. Alexander Werner, handelt es sich um eine schwere Meningokokken-Infektion. Weiter Informationen zum Gesundheitszustand des Mädchens sind nicht bekannt.
Meningokokken-Fälle im November 2009
(Marburg, 30.11.2009) Aus dem Landkreis Calw (Baden-Württemberg) wird die Meningokokken-Erkrankung eines 45-jährigen Mannes gemeldet. Wie der Schwarzwälder Bote am 30. November berichtet erkrankte der Mann am Dienstag und wird derzeit in einem Pforzheimer Krankenhaus behandelt. Sein Zustand ist kritisch. Der Krankheitsverlauf lässt auf ein Waterhouse-Friderichsen-Syndrom schließen, einer besonders schweren und unter Umständen lebensbedrohlichen Form der Meningokokken-Infektion. Eine Serogruppen-Bestimmung des Erregers liegt noch nicht vor. Enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
(Marburg, 24.11.2009) Ein Kleinkind aus Köln ist an den Folgen einer Meningokokken-Meningitis gestorben. Wie der Kölner Stadtanzeiger am 24. November berichtet erkrankte das Mädchen in der vergangenen Woche an starken Fieber. Das Kölner Gesundheitsamt teilte am Montag mit, dass die Krankheitssymptome des Kindes beim Vorstellen in der Kölner Kinderklinik zunächst nicht eindeutig waren. Eltern und Kind wurden mit der Maßgabe, laufend das Fieber zu messen und auf kleinste Hautblutungen zu achten, nach Hause geschickt. Die Infektion schritt dann sehr schnell voran und der Zustand des Kindes verschlimmerte sich innerhalb weniger Stunden dramatisch. Bereits eine Stunde nach der Einweisung in die Kinderklinik starb das Mädchen.
Es ist der zweite Meningokokken-Todesfall in diesem Jahr in Köln. Damit ist es der siebte Fall einer Meningokokken-Infektion in Köln in diesem Jahr.
(Marburg, 19.11.2009) Aus Köln (Nordrhein-Westfalen) wird die Meningokokken-Erkrankung einer 18-Jährigen gemeldet. Wie der Kölner Express am 18. November berichtet erkrankte die junge Frau aus dem Stadtteil Rodenkirchen gleichzeitig an der neuen Influenza („Schweinegrippe“) und an Meningokokken. Am vergangenen Freitag wurde sie in eine Kölner Klinik mit Verdacht auf Grippe eingeliefert. Untypische Krankheitssymptome veranlassten die Ärzte, das Nervenwasser der Patientin zu untersuchen. Dabei bestätigte sich der Verdacht einer (zusätzlichen) bakteriellen Meningitis. Der Gesundheitszustand der 18-Jährigen ist stabil. Enge Kontaktpersonen erhielten vorsorglich Antibiotka.
Dies ist der fünfte Fall einer Meningokokken-Meningitis in Köln in diesem Jahr. Das Kölner Gesundheitsamt hat eine telefonische Sprechstunde eingerichtet. Tel.-Nr.: 0221- 221–24728 (Montags bis Donnerstags 7:30-16:00 Uhr und Freitags von 7:30 bis 12:00 Uhr)
(Marburg, 16.11.2009) Ein 17-jähriger Gymnasiast aus Dortmund ist an den Folgen einer Meningokokken-Meningitis gestorben. Wie die Ruhrnachrichten am 16. November berichten erkrankte der Schüler des Max-Planck-Gymnasiums am vergangenen Mittwoch. Er wurde sofort ins Klinikum eingeliefert. Sein Zustand verschlechterte sich rapide, er starb am Samstag.
Mitschüler und Lehrer wurden bereits am Donnerstag durch das Gesundheitsamt informiert. Amtschefin Dr. Annette Düsterhaus berichtet, dass an der Schule Informationsschreiben für die Hausärzte bezüglich der empfohlenen Antibiotikaprophylaxe vorbereitet und ausgeteilt wurden.
Nachtrag vom 30.11.2009: Die Ergebnisse der Erregeruntersuchung durch das Nationale Referenzzentrum für Meningokokken (NRZM) hat ergeben, dass es sich um die impfpräventable Serogruppe C handelt. Das Gesundheitsamt teilte mit, dass es allen engen Kontaktpersonen (Haushaltskontakten) ergänzend zur Antibiotikaprophylaxe die MenC-Impfung empfohlen hat.
(Marburg, 02.11.2009) In Bonn wurde am Montag wegen des Verdachts auf eine Meningokokken-Sepsis vorsorglich der Kindergarten in der Meßdorfer Straße geschlossen. Am Samstag wurde bei einem zweijährigen Kind, das die Einrichtung besucht, der Verdacht auf eine Meningokokken-Infektion festgestellt. Die Mehrzahl der rund 70 Kindergartenkinder, sowie die Angestellten und die Eltern der Kinder, ließen sich bereits am Sonntag vorsorglich mit einem Antibiotikum behandeln. Die online Ausgabe des Bonner Generalanzeigers vom 2. November meldet, dass die Betreuungseinrichtung am heutigen Dienstag für die Kinder, die das Antibiotikum bereits eingenommen haben, wieder geöffnet ist.
Meningokokken-Fälle im September 2009
(Marburg, 15.09.2009) Ein in Wuppertal wohnender und das Märkische Gymnasium Schwelm (Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen) besuchender Jugendlicher ist an bakterieller Meningitis erkrankt. Wie der Westen, das Online-Portal der WAZ-Mediengruppe, am 15. September berichtet, wurde der Schüler in ein künstliches Koma versetzt. Er wird auf der Intensivstation eines Wuppertaler Krankenhauses behandelt.
Die Schule und alle Mitschüler wurden am Montag vom Kreisgesundheitsamt informiert. 19 enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
Meningokokken-Fälle im August 2009
(Marburg, 06.08.2009) Ein 13-jähriges Mädchen ist am Dienstagabend im Universitätsklinikum Münster in Folge einer Meningitis (in Verbindung mit einer Gehirnentzündung) gestorben. Wie die Rheinische Post am 6. August berichtet erkrankte das Mädchen auf einer Ferienfreizeit im Sauerland, die ein Sportverein aus Hüls (Krefeld, Nordrhein-Westfalen) für etwa 140 Kinder und Jugendliche angeboten hatte.
Die 13-Jährige habe im Ferien Lager zunächst über Unwohlsein geklagt und sei dann am Freitag einem Arzt zur stationären Behandlung in einem Krankenhaus in Soest vorgestellt worden. Da sich der Gesundheitszustand des Mädchens verschlechterte, wurde es in ein Spezialkrankenhaus nach Münster verlegt, wo am Montag der Hirntod festgestellt wurde.
Zunächst bestand von ärztlicher Seite aus die Vermutung, das Mädchen sei an einer viralen Meningitis erkrankt. Die Tests auf eine virale Infektion verliefen jedoch negativ. Nach Auskunft einer Sprecherin der Stadt Krefeld liegt noch kein endgültiges Ergebnis vor. Weder eine virale noch eine bakterielle Infektion könnten ausgeschlossen werden.
(Marburg, 04.08.2009) Der Meningokokken-Verdachtsfall aus dem Landkreis Pfaffenhofen in Bayern (siehe Meldung vom 29.07.2009) hat sich nicht bestätigt. Nach Auskunft des Donaukuriers vom 30. Juli hat der zweijährige Junge eine durch Viren verursachte Hirnhautentzündung.
Meningokokken-Fälle im Juli 2009
(Marburg, 29.07.2009) Ein Meningokokken-Verdachtsfall wird aus dem Landkreis Pfaffenhofen (Bayern) gemeldet. Wie der Donaukurier am 27. Juli berichtet, erkrankte ein zweijähriger Junge am Freitag vermutlich an Meningokokken-Meningitis. Nach Auskunft des Gesundheitsamtes Pfaffenhofen ist das Kind in stationärer Behandlung; sein Zustand hat sich bereits gebessert. Enge Kontaktpersonen wurden vom Gesundheitsamt ermittelt und vorsorglich mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 22.07.2009) Eine 24-jährige Frau aus Holdorf (Kreis Vechta, Niedersachen) ist am Freitag an den Folgen einer bakteriellen Meningitis gestorben. Wie die Oldenburgische Volkszeitung am 22. Juli berichtet, starb die junge Frau in der Nacht zu Samstag auf dem Transport von einem Krankenhaus in Wolfshaben ins Klinikum in Kassel. Enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
Nach Auskunft des Gesundheitsamtes Kassel, handelte es sich um eine durch Meningokoken verursachte Meningitis. Eine genaue Erregerbestimmung liegt noch nicht vor.
(Marburg, 13.07.2009) Aus Cottbus (Brandenburg) wird der Tod eines 20-jährigen Mannes gemeldet. Wie die Märkische Allgemeine am 10. Juli berichtet war der junge Mann am Mittwochabend ins Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus eingeliefert worden, in dem er innerhalb weniger Stunden nach Ausbruch der Meningokokken-Infektion starb.
Enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
(Marburg, 02.07.2009) Aus Köln (Nordrhein-Westfalen) wird die Meningokokken-Erkrankung eines 61-jährigen Mannes gemeldet. Wie die Aachener Zeitung am 1. Juli berichtet, bekam der Kölner am Samstag Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Seine Symptome verstärkten sich und er fiel – trotz sofort einsetzender Antibiotika-Behandlung – ins Koma. Nach Auskunft des Gesundheitsamtes der Stadt Köln ist sein Zustand kritisch, da die Infektion zusammen mit einer schweren Allgemeinerkrankung des Mannes einhergeht.
Enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
Meningokokken-Fälle im Juni 2009
(Marburg, 26.06.2009) In Neumünster (Schleswig-Holstein) ist ein 19-jähriger Abiturient an Meningokokken-Meningitis erkrankt. (Die Laboruntersuchung hat ergeben, dass es sich um Meningokokken C handelt.) Der Holsteinische Courier meldet am 26.Juni, dass er seit Montag im Friedrich-Ebert-Krankenhaus behandelt wird und bereits wieder auf dem Weg der Besserung sein soll. Einige Tage vor dem Ausbruch der Krankheit hatte der Jugendliche mit Freunden und Mitschülern die bevorstehende Schulentlassung gefeiert. Daher informierte der Fachdienst Gesundheit der Stadt Neumünster am Dienstagmorgen etwa 100 Schüler, Lehrer und weitere Kontaktpersonen aus dem näheren Umfeld des Abiturienten. Fachdienstleiterin Dr. Alexandra Barth weist darauf hin, dass die Symptome einer Meningitis im Anfangstadium leicht mit einer Grippe verwechselt werden könnten. Personen, die engeren Kontakt zu dem jungen Mann hatten, wurden vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Bislang ist noch kein weiterer Fall in Neumünster aufgetreten.
(Marburg, 22.06.2009) In Köln (Nordrhein-Westfalen) ist eine 23-Jährige an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie die Nachrichtenagentur ddp am 19. Juni berichtet, gab das Kölner Gesundheitsamt die Erkrankung am vergangenen Freitag bekannt. Die Symptome begannen vor elf Tagen. Nach weiteren drei Tagen erfolgte die Einweisung in ein Krankenhaus. Nach Auskunft der Ärzte geht es der jungen Frau mittlerweile wieder besser. Enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika. Es ist der vierte Fall bakterieller Meningitis in Köln in diesem Jahr.
Meningokokken-Fälle im Mai 2009
(Marburg, 27.05.2009) Nach Auskunft der Kölner Stadtverwaltung vom Dienstag, ist ein zweijähriges Mädchen aus dem linksrheinischen Köln an Meningokokken erkrankt. Nachdem sich Hautflecken im Gesicht und am Oberkörper, so wie Fieber entwickelt haben, wurde das Kind in der Klinik mit Antibiotika behandelt. Inzwischen geht es dem Mädchen besser. Vorsorglich wurden auch Kontaktpersonen aus dem engeren Umfeld der Zweijährigen mit Antibiotika behandelt. Das ist bereits der dritte Meningokokken-Fall dieses Jahres in Köln.
(Marburg, 08.05.2009) Ein Meningokokken-Verdachtsfall wird aus Berlin gemeldet. Wie die Berliner Morgenpost am 7. Mai berichtet, wurde ein 27-jähriger Mann mit Verdacht auf Hirnhautentzündung ins Krankenhaus Friedrichshein eingeliefert. Noch ist die Vermutung einer bakterillen Infektion nicht bestätigt. Die Laborergebnisse stehen nach Auskunft des für Friedrichshain-Kreuzberg zuständigen Amtsarzt Raimund Pitzing noch aus.
Meningokokken-Fälle im April 2009
(Marburg, 30.04.2009) Eine Student aus Frankfurt/Oder (Brandenburg) ist vermutlich an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie die Nachrichtenagentur ddp am 29. April berichtet, liegt der junge Mann, der an der Europa-Universität Viadrina studiert, auf der Intensivstation einer Berliner Klinik. Sein Zustand wird als sehr ernst eingestuft. Enge Kontaktpersonen wurden aufgefordert zum Arzt zu gehen und sich in Bezug auf eine Antibiotika-Behandlung beraten zu lassen.
(Marburg, 03.04.2009) Aus Brilon (Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen) wird ein Meningokokken-Fall gemeldet. Wie das Online-Portal www.dorfinfo.de am 1. April meldet, erkrankte ein Schüler aus dem Bereich Olsberg. Das Kreisgesundheitsamt machte keine näheren Angaben zur Person, gab aber bekannt, dass enge Kontaktpersonen ermittelt worden und umgehend eine Antibiotika-Prophylaxe erhalten haben.
(Marburg, 01.04.2009) Nach Auskunft des Gesundheitsamtes in Passau (und der behandelnden Kinderklinik) konnte die Serogruppe beim Erkrankungsfall der 13-jährigen Passauerin (siehe Meldung vom 31.03.09) bestimmt werden: Es handelt sich um Meningokokken Typ C.
Die Schülerin war zusammen mit 100 anderen Siebtklässlern aus einer Skireise in Österreich zurückgekehrt und dann erkrankt. Wie das Onlineportal www.mediendenk.de am 1. April berichtet, erhielten alle 100 Schüler vorbeugend Antibiotika.
Meningokokken-Fälle im März 2009
(Marburg, 31.03.2009) Eine 13-jährige Schülerin aus Passau (Bayern) ist an einer ansteckenden Hirnhautentzündung erkrankt. Wie die Neue Passauer Presse am 30. März meldet wurde das Mädchen, das die siebte Klasse des Auersperg-Gymnasiums besucht, in der Nacht auf Samstag in die Kinderklinik eingeliefert. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte geht es der 13-Jährigen bereits besser. Enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
(Marburg, 26.03.2009) Bei einer der beiden erkrankten Schülerinnen aus Warendorf (siehe Meldung vom 25.03.) hat sich der Verdacht einer Meningokokken-Infektion bestätigt. Wie die Ahlener Zeitung am 25. März berichtet hat eine erste Laboruntersuchung dies bestätigt. Die Serogruppe steht noch nicht fest. Das Gesundheitsamt Warendorf teilt mit, dass der Gesundheitszustand der 13-Jährigen weiterhin sehr ernst sei.
(Marburg, 25.03.2009) Aus Warendorf (Kreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen) werden zwei Meningokokken-Verdachtsfälle gemeldet. Nach Angaben einer Pressemitteilung des Kreises Warendorf vom 25. März wurden zwei 13-jährige Schülerinnen der von-Galen-Realschule aus Warendorf nach einer Skifreizeit in Österreich am vergangenen Freitag ins Ahlener Franziskus-Hospital eingeliefert. Eine der beiden Schülerinnen musste mittlerweile in die Uni-Klinik nach Münster verlegt werden. Der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Norbert Schulze Kalthoff, gab an, dass die beiden Achtklässlerinnen schwer erkrankt seien. Die Ergebnisse der Laboruntersuchung sind noch nicht bekannt. Das Gesundheitsamt ermittelte enge Kontaktpersonen, denen eine Antibiotika-Prophylaxe empfohlen wurde.
(Marburg, 23.03.2009) In Köln (Nordrhein-Westfalen) sind zwei Menschen an Meningokokken erkrankt. Der Kölner Stadtanzeiger berichtet am 20. März, dass eine 17-Jährige aus Ansbach, die seit vergangenem Montag zusammen mit 155 Mitschülern in Köln ist, am Mittwoch mit Meningokokken-Verdacht in ein Kölner Krankenhaus eingeliefert worden ist.
Seit Sonntag wird zudem ein 18-Jähriger aus Köln-Mülheim im Krankenhaus wegen einer Meningokokken-Sepsis behandelt. Der Gesundheitszustand beider ist nach Auskunft der Ärzte stabil. Enge Kontaktpersonen erhielten Antibiotika.
Das Kölner Gesundheitsamt hat eine Telefon-Hotline eingerichtet: 0221 221 246-48, montags bis donnerstags, 7.30 Uhr bis 16 Uhr und freitags von 7.30 Uhr bis 12 Uhr.
(Marburg, 17.03.2009) Ein Mann aus Borghorst (Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen) ist an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie die Münstersche Zeitung am 16. März meldet wurde der Mann am Freitag ins Marienhospital in Borghorst eingeliefert. Nach Auskunft von Dr. Detlef Schmeer vom Kreisgesundheitsamt sei er dann zur Weiterbehandlung ins Uni-Klinikum Münster gebracht und dort ins künstliche Koma versetzt worden. Enge Kontaktpersonen wurden verständigt und erhielten prophylaktisch Antibiotika.
(Marburg, 16.03.2009) In Berlin ist am Freitag ein 17-Jähriger aus Fredersdorf-Vogelsdorf in Folge einer Meningokokken-Infektion gestorben. Wie die Bildzeitung in ihrer Online-Ausgabe am 13. März meldet traten die ersten Krankheitszeichen am Donnerstag auf. Das Gesundheitsamt Märkisch-Oderland ruft alle möglichen engen Kontaktpersonen des Verstorbenen auf, sich unverzüglich mit dem Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen. Tel.: 03346 850638 oder über die Rettungsleitstelle Frankfurt/ Oder 0335 19222.
(Marburg, 13.03.2009) Aus Köln (Nordrhein-Westfalen) wird die Meningokokken-Erkrankung eines 18-Jährigen gemeldet. Nach Angaben des Internetportals ad-hoc-news, das sich auf eine Meldung der Nachrichtenagentur ddp beruft, wird der junge Mann seit Sonntagabend wegen einer Meningokokken-Sepsis in einer Klinik behandelt. Nach Auskunft der Ärzte sei sein Zustand stabil. Enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
Es ist der zweite Fall bakterieller Meningitis in Köln in diesem Jahr.
(Marburg, 13.03.2009) Im Kreis Coesfeld (Nordrhein-Westfalen) ist eine 14-Jährige an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie der Fernsehsender wm.tv auf seiner Homepage am 12. März berichtet, wurde das Mädchen ins Krankenhaus eingeliefert. Nach Angaben von Dr. Florian Ternes vom Kreisgesundheitsamt habe sie noch am 7. März an einem Tanzworkshop in der Stadthalle Coesfeld teilgenommen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich andere Teilnehmer angesteckt haben. Das Gesundheitsamt empfiehlt daher: Zur Klärung sollten diese Personen zum Arzt zu gehen. Auskünfte erteilt das Gesundheitsamt unter folgender Telefonnummer: 02541 185303.
(Marburg, 06.03.2009) Aus Bremen wird ein Todesfall in Folge einer schnell verlaufenden bakteriellen Infektion gemeldet. Wie das Internet-Portal www.netmoms.de am 6. März berichtet ist ein 6-jähriger Grundschüler am Montag in der Professor-Hess-Kinderklinik gestorben. Vermutlich handelte es sich um eine Meningokokken-Meningitis. Nach Auskunft von Werner Wunderle, Infektionsmediziner am Gesundheitsamt Bremen, wurden am Montag alle engen Kontaktpersonen informiert und aufgefordert, prophylaktisch Antibiotika einzunehmen.
(Marburg, 06.03.2009) Ein Kindergartenkind, das den Kindergarten Großaltdorf (Kreis Schwäbisch-Hall, Baden-Württemberg) besucht, ist am Montag an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie die Südwest Presse am 6. März mit Berufung auf die Leiterin des Gesundheitsamtes Schwäbisch-Hall, Dr. Renate Lorenz-Lauermann, berichtet, geht es dem Kind gut und es besteht keine Ansteckungsgefahr mehr.
(Marburg, 04.03.2009) Ein Meningitis-Verdachtsfall wird aus der Region Trier (Rheinland-Pfalz) gemeldet. Wie das Online-Portal ad-hoc-news (eine ddp-Meldung aufgreifend) am 4. März meldet erkrankte ein 16-jähriges Mädchen. Nach Aussagen eines Sprechers des Kreises Trier-Saarburg ist ihr Zustand stabil. Sie wird seit Sonntag in einem Trierer Krankenhaus behandelt.
Im Jahr 2008 gab es insgesamt vier Fälle von Hirnhautentzündung im Kreis Trier-Saarburg, darunter einen Todesfall.
(Marburg, 03.03.2009) Aus Würselen (Kreis Aachen, Nordrhein-Westfalen) wird der Verdacht einer Meningokokken-Infektion gemeldet. Wie die Aachener Zeitung am 2. März berichtet erkrankte eine 18-Jährige am vergangenen Samstag. Sie ist ins Medizinische Zentrum des Kreises Aachen in Bardenberg eingeliefert worden. Nach Auskunft der Ärzte ist ihr Zustand stabil.
Im Jahr 2008 wurden im Kreis Aachen insgesamt sieben Meningokokken-Fälle registriert. In diesem Jahr wäre es, wenn sich der Verdacht bestätigte, bereits der dritte Erkrankungsfall.
Meningokokken-Fälle im Februar 2009
(Marburg, 27.02.2009) Ein 17-Jähriger aus dem Landkreis Günzburg (Bayern) ist an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie die Augsburger Allgemeine am 26. Februar berichtet wird der Jugendliche im Bezirkskrankenhaus Günzburg behandelt. Der Sprecher des Landratsamtes, Karl-Heinz Thomann, berichtete am Donnerstag, dass der junge Mann noch am vergangenen Wochenende auf Faschingsveranstaltungen im nordöstlichen Landkreis unterwegs war. Enge Kontaktpersonen wurden ermittelt und erhielten vorbeugend Antibiotika. Das Gesundheitsamt hat zudem die niedergelassenen Ärzte über den Erkrankungsfall informiert. Bei diagnostischen Erwägungen sollte gegebenenfalls eine Meningitiserkrankung in Betracht gezogen oder ausgeschlossen werden.
(Marburg, 24.02.2009) Ein Mädchen aus Jockgrim (Kreis Germersheim, Rheinland-Pfalz), das den Kindergarten Schwalbennest besucht, ist an Meningokokken erkrankt. Wie der Südwestrundfunk auf seiner Homepage am 22. Februar mit Bezug auf die „Rheinpfalz“ berichtet, informierte das Gesundheitsamt die Eltern der anderen Kindergartenkinder noch am Freitagabend und empfahl eine Antibiotika-Prophylaxe.
(Marburg, 24.02.2009) Der 18-Jährigen aus Waidhofen (siehe Meldung vom 18. Februar) ist an Meningokokken Typ C erkrankt. Dies gab das Gesundheitsamt Neuburg-Schrobenhausen am 20. Februar bekannt. Da es sich um eine Erkrankung handelt, gegen die man impfen kann, rät das Gesundheitsamt Eltern und Jugendlichen, beim Haus- oder Jugendarzt den Impfstatus überprüfen zu lassen und ggf. die MenC-Impflücke zu schließen. Weitere Informationen finden sich auf der Website des Gesundheitsamtes Neuburg-Schrobenhausen.
(Marburg, 18.02.2009) Ein 18-jähriger Berufsschüler aus Waidhofen (Kreis Neuburg-Schrobenhausen, Bayern) ist am vergangenen Wochenende an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie die Augsburger Allgemeine in ihrer Ausgabe am 17. Februar berichtet, wurde der 18-Jährige zunächst im Krankenhaus Schrobenhausen behandelt und dann ins Klinikum Ingolstadt verlegt. Nach Auskunft des Gesundheitsamtes Neuburg-Schrobenhausen befindet sich der junge Mann nicht mehr in Lebensgefahr. Engen Kontaktpersonen wird eine Antibiotika-Prophylaxe empfohlen.
Das Gesundheitsamt hat einer Telefonhotline eingerichtet: Tel.: 08431 57509 und 57510.
(Marburg, 13.02.2009) Der Meningokokken-Verdachtsfall im Landkreis Pfaffenhofen (siehe Meldung vom 10. Februar) hat sich bestätigt. Die 11-Jährige erkrankte an einer Meningokokken-Meningitis. Wie der Donaukurier am 13. Februar berichtet ergab die Laboruntersuchung, dass es sich um Meningokokken Typ C handelt. Am Donnerstag gab die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Martina Kudernatsch, die Ergebnisse des Nationalen Referenzzentrums bekannt. Das Mädchen befindet sich auf dem Weg der Genesung.
(Marburg, 10.02.2009) Ein Meningokokken-Verdachtsfall wird aus dem Kreis Pfaffenhofen (Bayern) gemeldet. Der Donaukurier berichtet auf seiner Homepage am 6. und 9. Februar, dass ein elfjähriges Mädchen vermutlich an Meningokokken-Meningitis erkrankt ist. Der Erreger konnte bislang noch nicht eindeutig ermittelt werden. Ein Schnelltest legte die Vermutung einer Meningokokken-Erkrankung nahe, eine weitere bakteriologische Bestimmung fiel dagegen negativ aus. Probenmaterial wurde an das Nationale Referenzzentrum für Meningokokken nach Würzburg geschickt.
Das Mädchen besucht das Hallertau-Gymnasium in Wolnzach. Nach Auskunft der Leiterin des Gesundheitsamts Pfaffenhofen, Dr. Martina Kudernatsch, ist das Kind auf dem Weg der Besserung. Lebensgefahr besteht nicht mehr. Enge Kontaktpersonen wurden vom Gesundheitsamt ermittelt und informiert.
(Marburg, 06.02.2009) Im Kreis Eichstätt (Bayern) ist ein 16-jähriger Schüler, der die Realschule Rebdorf in Eichstätt besucht, an bakterieller Meningitis erkrankt. Wie der Donaukurier am 5. Februar berichtet, erkrankte der Zehntklässler am vergangenen Montag. Nach Auskunft des Leiters des Eichstätter Gesundheitsamts, Dr. Ronald Meersteiner, befindet sich der Junge auf dem Weg der Besserung.
Alle etwa 55 Kontaktpersonen des Jungen erhielten vorsorglich Antibiotika.
(Marburg, 04.02.2009) Ein 14-jähriges Mädchen aus Plauen (Vogtlandkreis, Sachsen), das die Dittes-Mittelschule besucht, ist an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie die Freie Presse am 4. Februar berichtet schwebte die 14-Jährige in Lebensgefahr. Nach Auskunft des Chefarztes der Kinderklinik (Vogtland-Klinikum Plauen) Jürgen Quietzsch geht es der Schülerin wieder gut. Es handelt es sich um eine Infektion mit Meningokokken Typ B. 76 enge Kontaktpersonen erhielten vorsorglich Antibiotika.
(Marburg, 03.02.2009) Im Kreis Cham (Bayern) ist ein Schüler an Meningokokken Typ B erkrankt, meldet die Mittelbayerische Zeitung am 2. Februar. Der Junge, der die Hauptschule Michelsneukirchen besucht, wird derzeit stationär im Krankenhaus behandelt. Nach Auskunft des Gesundheitsamtsleiters, Dr. Josef Ferstl, wurde allen engen Kontaktpersonen eine Antibiotika-Prophylaxe empfohlen.
(Marburg, 02.02.2009) Aus dem Kreis Aachen (Nordrhein-Westfalen) wird eine Meningokokken-Erkrankung gemeldet. Wie die Aachener Zeitung in ihrer Online-Ausgabe am 30. Januar berichtet, erkrankte eine 20-jährige Frau aus Eschweiler an Hirnhautentzündung. Sie wurde am vergangenen Donnerstag ins Aachener Universitätsklinikum eingeliefert. Nach Auskunft der Ärzte sei ihr Zustand stabil. 40 enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
Sollte sich die Vermutung einer durch Meningokokken verursachten Meningitis bestätigen, wäre dies der zweite Fall im Kreis Aachen in diesem Jahr. 2008 erkrankten im Kreis insgesamt sieben Menschen an Meningokokken.(Marburg, 06.02.2009) Im Kreis Eichstätt (Bayern) ist ein 16-jähriger Schüler, der die Realschule Rebdorf besucht, an bakterieller Meningitis erkrankt. Wie der Donaukurier am 5. Februar berichtet, erkrankte der Zehntklässler am vergangenen Montag. Nach Auskunft des Leiters des Eichstätter Gesundheitsamts, Dr. Ronald Meersteiner, befindet sich der Junge auf dem Weg der Besserung.
Alle etwa 55 Kontaktpersonen des Jungen erhielten vorsorglich Antibiotika.
Meningokokken-Fälle im Januar 2009
(Marburg, 30.01.2009) Ein 17-jähriger Schüler aus Straubing (Bayern) ist an einer bakteriellen Hirnhautentzündung erkrankt. Wie das Straubinger Tagblatt in seiner Online-Ausgabe am 30. Januar meldet, erkrankte der Schüler des Anton-Bruckner-Gymnasiums vor etwa zwei Wochen. Nach Auskunft der Gesundheitsamtsleiterin Dr. Beate Biermaier handelt es sich um einen Einzelfall. Der junge Mann befinde sich auf dem Weg der Besserung.
(Marburg, 29.01.2009) Eine 19-Jährige aus dem Ostallgäu (Bayern) ist am vergangenen Wochenende in Kaufbeuren an den Folgen einer Meningokokken-Sepsis gestorben. Wie die Allgäu Rundschau auf ihrer Homepage am 29. Januar berichtet, war die junge Frau acht Tage zuvor mit einer schweren Sepsis ins Klinikum Kaufbeuren eingeliefert worden. Die Serogruppen-Untersuchung ergab, dass es sich um Meningokokken Typ B gehandelt hat. Das Landratsamt Ostallgäu ermittelte enge Kontaktpersonen und empfahl ihnen eine Antibiotika-Prophylaxe.
Seit November 2008 gab es im Landkreis drei Fälle von Meningokokken-Meningitis. Bei allen Erkrankten handelte es sich um Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren. Sie sind inzwischen aus der stationären Behandlung entlassen worden. Nach Auskunft des Landratsamtes besteht kein Zusammenhang zwischen diesen Fällen.
(Marburg, 16.01.2009) Aus Sand am Main (Kreis Haßberge, Bayern) wird der Tod eines 43-jährigen Mannes gemeldet. Wie die Neue Presse Coburg am 17. Januar berichtet starb der 43-Jährige in der vergangenen Woche in einem Schweinfurter Krankenhaus an einer Meningokokokken-Infektion. Bei dem Erreger handelte es sich um den Serotyp-B. Das Landratsamt Hassberge ermittelte enge Kontaktpersonen, die vorsorglich Antibiotika erhielten.
(Marburg, 12.01.2009) Ebenfalls im Kreis Aachen erkrankte ein 2-jähriges Mädchen an Meningokokken-Meningitis. Nach Angaben der Aachener Zeitung vom 8. Januar gab das Kreisgesundheitsamt Aachen bekannt, die Zweijährige aus Stolberg sei an Silvester in das Bethlehem-Krankenhaus Stolberg eingeliefert worden. Der Verdacht einer Meningokokken-Infektion hat sich bestätigt. Dem Kind geht es bereits wieder gut. Das Gesundheitsamt empfahl etwa 15 engen Kontaktpersonen die vorbeugende Einnahme von Antibiotika.
(Marburg, 12.01.2009) Am vergangenen Donnerstag wurde ein 26-jährige Frau aus Roetgen (Kreis Aachen, Nordrhein-Westfalen) mit Verdacht einer Meningokokken-Infektion in die Universitätsklinik Aachen eingeliefert. Wie die Aachener Zeitung am 9. Januar berichtet, ist der gesundheitliche Zustand der Frau stabil. 17 enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
Im Jahr 2008 gab es insgesamt sieben Meningokokken-Fälle im Kreis Aachen.
(Marburg, 06.01.2009) Aus dem Kreis Konstanz (Baden-Württemberg) wird ein Meningokokken-Todesfall gemeldet. Ein neunjähriges Kind aus dem Hegau starb am 27. Dezember innerhalb nur weniger Stunden in einer Klinik, berichtet der Südkurier in seiner Ausgabe vom 30. Dezember. Nach Auskunft von Dr. Helmut Eckert, Zuständiger für den Bereich Infektionsschutz beim Kreisgesundheitsamt, handelte es sich um ein Waterhouse-Friderichsen-Syndrom. Enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika. In Baden-Württemberg hatte es nach Angaben des Landesgesundheitsamtes bis Anfang November 2008 insgesamt 43 Erkrankungen gegeben.
Meningokokken-Fälle in 2008
Meningokokken-Fälle im Dezember 2008
(Marburg, 17.12.2008) Aus Stolberg (Kreis Aachen, Nordrhein-Westfalen) wird ein Meningokokken-Verdachtsfall gemeldet. Wie die Aachener Zeitung am 16. Dezember berichtet, wurde eine 45-jährige Frau am vergangenen Samstag mit Verdacht einer Meningokokken-Infektion in das Aachener Klinikum eingeliefert. Nach Auskunft des Gesundheitsamtes des Kreises Aachen ist der Zustand der Patientin kritisch. 60 enge Kontaktpersonen der Frau erhielten vorbeugend Antibiotika.
(Marburg, 10.12.2008) Aus Saarbrücken (Saarland) wird ein Meningokokken-Todesfall gemeldet. Wie die Saarbrücker Zeitung in ihrer Online-Ausgabe am 10. Dezember berichtet, starb ein einjähriges Kind aus dem Saarbrücker Stadtteil Burbach in Folge einer Meningokokken-Infektion. Der Junge erkrankte am Freitag und wurde noch am selben Abend in die Winterbergklinik in Saarbrücken gebracht. Die Ärzte konnten das Leben des Kindes nicht retten; es starb am Samstag. Nach Auskunft des Saarbrücker Gesundheitsamtes handelte es sich bei der Meningokokken-Infektion um ein Waterhouse-Friderichsen-Syndrom.
(Marburg, 04.12.2008) Am vergangenen Mittwoch wurde ein sechsjähriges Mädchen aus Alsdorf (Kreis Aachen, Nordrhein-Westfalen) in das Stolberger Bethlehem-Krankenhaus eingeliefert. Wie die Aachener Zeitung in ihrer Online-Ausgabe am 4. Dezember berichtet, wird eine Meningokokken-Meningitis vermutet. Der Zustand des Mädchens, das die Grundschule Alsdorf-Busch besucht, ist nach Aussage der Ärzte stabil. Etwa 40 enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
Meningokokken-Fälle im November 2008
(Marburg, 24.11.2008) Ein 20-Jähriger aus Wolgast (Kreis Ostvorpommern, Mecklenburg-Vorpommern) ist an bakterieller Meningitis erkrankt. Wie das Online-Portal PR inside am 24. November meldet, wird der 20-jährige Lehrling, der die beruflichen Schule des Landkreises Ostvorpommern in Wolgast besucht, derzeit in der Universitätsklinik Greifswald behandelt. Nach Auskunft des Gesundheitsamtes Greifswald erhielten 100 Personen vorsorglich Antibiotika.
(Marburg, 21.11.2008) Ein 17-Jähriger aus dem Kreis Trier-Saarburg ist an Meningokokken-Meningitis erkrankt, berichtet die Nachrichtenagentur ddp am 21. November. Nach Auskunft einer Sprecherin der Kreisverwaltung habe sich der Zustand des Jungen stabilisiert, er sei aber noch nicht über den Berg. Enge Kontaktpersonen erhielten vorsorglich Antibiotika.
(Marburg, 20.11.2008) Eine 18-jährige Schülerin aus Pirmasens (Rheinland-Pfalz) starb an einer Meningokokken-Infektion. Wie der Südwestrundfunk auf seiner Internetseite (www.swr.de) am 21. November berichtet, starb die Gymnasiastin Mittwoch vergangener Woche. Enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
(Marburg, 06.11.2008) Aus dem Landkreis Konstanz wird die Meningokokken-Erkrankung eins Jugendlichen vom Südkurier (6. November) gemeldet. Nach Auskunft des Leiters des Kreisgesundheitsamts, Erwin Lenz, sei der Zustand des Jugendlichen derzeit kritisch aber stabil. Engen Kontaktpersonen wurde eine Antibiotika-Prophylaxe empfohlen.
(Marburg, 05.11.2008) Ein 12-jähriges Kind aus dem Bochumer Stadtteil Gerthe (Nordrhein-Westfalen) ist an bakterieller Hirnhautentzündung erkrankt. Wie das Online-Portal „Der Westen“ (WAZ-Mediengruppe) am 4. November schreibt, wird das Kind stationär behandelt. Enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
(Marburg, 05.11.2008) Eine 22-jährige Frau aus dem Kreis Günzburg ist an bakterieller Meningitis erkrankt. Die junge Frau, die in einem Schönheitssalon arbeitet, wurde noch in der Nacht zu Samstag in das Bezirkskrankenhaus Günzburg eingeliefert. Wie die Schwäbische Zeitung in ihrer Online-Ausgabe am 5. November berichtet, bestätigten die Laboruntersuchungen den Verdacht der bakteriellen Hirnhautentzündung. Der Frau geht es wieder besser, sie war bereits am Dienstag wieder ansprechbar. Das Gesundheitsamt Neu-Ulm sucht nun nach 25 Kundinnen und Kunden, die bei ihr in Behandlung waren. Diesen wird dringend eine Antibiotika-Prophylaxe empfohlen.
Meningokokken-Fälle im Oktober 2008
(Marburg, 28.10.2008) Ein dreijähriger Junge starb am vergangenen Donnerstag in Folge einer Meningokokken-Meningitis in einem Karlsruher Klinikum. Wie das Online-Portal KA-news.de am 27. Oktober berichtet, befand sich das Kind bereits bei seiner Einlieferung in die Klinik in einem „hoffnungslosen Zustand“. Nahe Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika. Nach Angabe des Südwestechos vom 28. Oktober ergab die Laboruntersuchung, dass das Kind an Meningokokken der Serogruppe B gestorben ist.
(Marburg, 27.10.2008) Ein dritter Fall bakterieller Meningitis wird aus Berlin gemeldet. Wie der Tagesspiegel in seiner Ausgabe vom 25. Oktober berichtet, ist im Vivantes-Klinikum Neukölln, in dem noch immer das Lichtenberger Baby behandelt wird, ein Mann aufgrund einer Meningitis behandelt worden. Er konnte jedoch schon zu Wochenbeginn als gesund entlassen werden.
Nach Auskunft der Senatsgesundheitsverwaltung am Freitag haben die drei Meningokokken-Fälle nichts miteinander zu tun. Die Erregertypisierung durch das Nationale Referenzzentrum für Meningokokken in Würzburg ergab bei den ersten beiden Fällen (eine 18-jährigen Schweizerin und ein Säugling aus Berlin-Lichtenberg), dass es sich zwar bei beiden Infektionen um Meningokokken des Typs B handelte, aber verschiedene Erreger-Untergruppen.
(Marburg, 24.10.2008) Am vergangenen Wochenende ist in Berlin ein weiterer Fall bakterieller Meningitis aufgetreten. Wie die Berliner Morgenpost in ihrer Ausgabe vom 24. Oktober berichtet, erkrankte ein Säugling aus dem Bezirk Lichtenberg. Das Kind wurde zunächst im Vivantes-Klinikum im Friedrichshain behandelt und dann ins Vivantes-Klinikum Neukölln verlegt. Nach Auskunft von Uwe Dolderer, Vivantes-Sprecher, ist das Kind nicht in Lebensgefahr. Es befinde sich auf dem Weg der Besserung.
(Marburg, 21.10.2008) Eine 18-jährige Schülerin aus Basel starb am Montag in Berlin in Folge einer bakteriellen Hirnhautentzündung. Die junge Frau, die ein Wirtschaftsgymnasium in Basel (Schweiz) besuchte, befand sich auf einer Klassenfahrt. Wie das Bieler Tageblatt in seiner Online-Ausgabe am 20. Oktober berichtet, wurde die junge Frau am Samstagabend kurz vor der Rückreise nach Basel in eine Berliner Klinik eingeliefert. Trotz aller ärztlicher Bemühungen konnte sie nicht gerettet werden. Alle Mitschüler erhielten nach der Rückkehr in die Schweiz vorbeugend Antibiotika.Das Ergebnis der Serotypisierung liegt noch nicht vor.
Die Senatsgesundheitsverwaltung und das Bezirksamt Friedrichshain/Kreuzberg ermitteln derzeit weitere Kontaktpersonen der an einer Hirnhautentzündung verstorbenen Schülerin. Weitere Informationen können einer Pressemitteilung der Senatsverwaltung entnommen werden. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) in Berlin (siehe auch EpiBull Nr. 45 vom 7. November 2008, S. 389 f.) handelte es sich um eine Infektion mit Meningokokken der Serogruppe W-135.
(Marburg, 02.10.2008) Ein fünfjähriges Mädchen ist in einem Krankenhaus in Trier (Rheinland-Pfalz) in Folge einer Meningokokken-Infektion gestorben. Noch fehlt der Erregernachweis, der Verdacht einer Meningokokken-Sepsis liege aber nahe, teilte die Kreisverwaltung Trier-Saarburg am Mittwoch mit. Wie die Rhein Zeitung und der Trierische Volksfreund in ihren Online-Ausgaben am 1. Oktober melden, war das Kind wenige Stunden nachdem es am Mittwochmorgen ins Krankenhaus gekommen war gestorben. Nahe Angehörige und enge Kontaktpersonen wurden vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Nach Auskunft von Horst van Hees, dem Leiter des Trierer Gesundheitsamtes, handelte es sich um einen Erreger des Serotyps B.
Meningokokken-Fälle im September 2008
(Marburg, 23.09.2008) Ein fünfjähriger Junge aus Holzkirchen (Kreis Miesbach, Bayern) ist an einer schweren Meningokokken-Infektion erkrankt. Wie der Münchener Merkur in seiner Online-Augabe vom 19. September berichtet, ist der Junge, der den evangelischen Kindergarten Hollerbusch besucht, am Dienstag vergangener Woche erkrankt. Er wird in einer Münchener Klinik behandelt. Nach Auskunft von Dr. Michael Wohlfahrt, Abteilungsleiter Humanmedizin im Landratsamt Miesbach, ist er auf dem Weg der Besserung.
Meningokokken-Fälle im Juli 2008
(Marburg, 28.07.2008) Eine junge Frau aus Biburg (Kreis Kelheim, Bayern) starb eine junge Frau an den Folgen einer Meningokokken-Sepsis. Wie die Moosburger Zeitung am 28. Juli berichtet, starb die 17-Jährige am Freitag. Die Frau hatte eine Ausbildung als Arzthelferin in einer Kelheimer Praxis absolviert. Am Freitagvormittag war sie noch gesund zur Arbeit gegangen. Die Ärzte im Regensburger Universitätsklinikum konnten sie nicht retten. Der Leiter der Gesundheitsabteilung des Landratsamter, Dr. Alexander Werner, gab der Nachrichtenagenten dpa gegenüber an, dass derzeit enge Kontaktpersonen der Frau ermittelt würden. Zudem hat der Landkreis Kelheim eine Beratungs-Hotline eingerichtet: 09441 207340.
Nach Auskunft des Gesundheitsamtes des Landkreises Kelheim (am 30.07.) hat die Untersuchung des Erregers am Institut für Mikrobiologie der Universität Regensburg ergeben, dass die Infektion durch Meningokokken des Typs Y oder W135 verursacht worden ist.
(Marburg, 17.07.2008) Aus Köln (Nordrhein-Westfalen) wird der Tod eines sieben Monate alten Babys gemeldet, das an den Folgen einer bakteriellen Meningitis starb. Wie die Aachener Zeitung am 16. Juli berichtet, erkrankte der Säugling in der Nacht zum Mittwoch. Das Kind wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und intensivmedizinisch behandelt. Es starb am frühen Donnerstagmorgen. Enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
Dies ist der siebte Meningokokken-Fall in Köln in diesem Jahr.
(Marburg, 10.07.2008) Aus dem Schwalm-Eder Kreis (Hessen) wird die Meningokokken-Erkrankung eines 15-jährigen Mädchens gemeldet. Wie die Hessische/Niedersächsische Allgemeine am 4. Juli berichtet wird das junge Mädchen auf der Intensivstation des Kinderkrankenhauses Park Schönfeld in Kassel behandelt. Sie habe sich vermutlich während ihres Urlaubs auf einem rheinland-pfälzischen Camping-Platz angesteckt. Nach Auskunft von Dr. Gudrun Seidensticker vom Kreisgesundheitsamt ist ihr Zustand stabil. Die Ergebnisse der Laboruntersuchung sind noch nicht bekannt.
(Marburg, 04.07.2008) In Tambach-Dietharz (Landkreis Gotha, Thüringen) ist am vergangenen Samstag eine 16 -jährige Schülerin mit einer Meningokokken-Infektion in die Klinik eingeliefert worden. Die Thüringer Allgemeine berichtet in ihrer Online-Ausgabe vom 2. Juli, dass 75 Personen aus dem Umfeld des Mädchens vorsorglich mit Antibiotika behandelt wurden. Darunter auch Mitschüler des Gymnasiums Ernestinum, sowie Erzieher und Kinder aus dem Kindergarten Tambach-Dietz. Die Schülerin hatte dort in der Vorwoche ein Praktikum absolviert. Seit Jahresbeginn ist dies bereits der zweite Meningokokken-Fall im Landkreis Gotha.
Meningokokken-Fälle im Juni 2008
(Marburg, 25.06.2008) Die Online-Ausgabe der Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) vom 25. Juni meldet einen Meningokokken-Fall in Bad Zwesten-Oberurff (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen). Ein 17-jähriger Schüler aus dem Jugenddorf Christopherus-Schule wurde am Dienstag ins Universitäts-Klinikum Marburg eingeliefert. Dr. Peter Urban vom Gesundheitsamt Schwalm-Eder-Kreis bezeichnet den Zustand des Elftklässlers als kritisch. Der Schüler musste beatmet werden und lag im Koma. Auf Nachfrage der AGMK handelt es sich um den höchst dramatischen Verlauf einer Meningokokken-Erkrankung, ein sogenanntes Waterhouse-Friderichsen-Syndrom. Noch steht nicht fest, ob es sich um eine Erkrankung durch Meningokokken B oder C handelt, das Ergebnis wird in den nächsten Tagen erwartet.
Mitschüler und andere Personen, die in den letzten sechs Tagen vor Ausbruch der Krankheit Kontakt zu dem Jungen hatten, sind dringend aufgerufen, sich mit dem Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen und vorsorglich mit Antibiotika behandeln zu lassen. Da bereits viele Schüler in den Ferien sind, sollten Verwandte und Bekannte die Urlauber auf ein mögliches Ansteckungsrisiko hinweisen.
(Marburg, 19.06.2008) Die Wolfsburger Allgemeine Zeitung meldet in ihrer Online-Ausgabe vom 19. Juni in Wolfsburg (Niedersachsen) einen Meningokokken-Fall. Ein Kind aus der städtischen Kita am Klinikum ist in der vergangenen Woche an einer Meningitis erkrankt und wird stationär behandelt. Das Nachrichtenportal Newsclick.de berichtet ebenfalls am 19. Juni, dass die Eltern der anderen Kita-Kinder durch das Gesundheitsamt aufgefordert wurden, sich und ihre Kinder vorsorglich mit Antibiotika behandeln zu lassen. Dr. Fritz Habermann, Leiter des Gesundheitsamts, gibt an, dass in Wolfsburg etwa alle vier Jahre ein Meningokokken-Fall auftritt. Nach Aussagen des Ersten Stadtrats Klaus Mohrs, läuft der Kita-Betrieb normal weiter. Die Kinder des Krippen- und Hortbereichs der Einrichtung sind nicht betroffen.
(Marburg, 13.06.2008) In Köln (Nordrhein-Westfalen) ist ein dreijähriges Mädchen an einer bakteriellen Hirnhautentzündung erkrankt. Die Aachener Zeitung berichtet in ihrer online Ausgabe vom 12. Juni, dass das Kind am Dienstag an Kopfschmerzen, Erbrechen und schnell ansteigendem Fieber litt. Außerdem wurden kleine Hauteinblutungen, ein typisches Zeichen für Meningitis, festgestellt. Das Mädchen wurde in der Klinik mit Antibiotika behandelt, am Donnerstag hatte sich ihr Zustand stabilisiert. Seit Jahresbeginn ist dies der sechste Meningokokkenfall in Köln.
(Marburg, 12.06.2008) Die Neue Rottweiler Zeitung vom 11. Juni berichtet in ihrer online- Ausgabe über zwei Meningokokkenfälle in der Region Rottweil (Kreis Rottweil, Baden-Württemberg). Nach Angaben des Gesundheitsamtes hat ein erkranktes Kind die Infektion überstanden, ein weiterer Patient ist daran gestorben. Der Leiter des Gesundheitsamte Dr. Heinz-Joachim Adam erläutert, dass es im Kreis Rottweil pro Jahr bis zu vier Meningokokken-Infektionen gibt.
(Marburg, 03.06.2008) Das Hamburger Abendblatt berichtet in seiner online Ausgabe vom 28. Mai von einem Meningitis-Verdacht im Raum Reinbek/Glinde (Kreis Stormarn/Schleswig-Holstein). Eine 17 Jahre alte Schülerin wurde mit dem Verdacht auf Meningitis in ein Hamburger Krankenhaus eingeliefert.
(Marburg, 03.06.2008) In Köln (Nordrhein-Westfalen) ist nach Auskunft des Kölner Gesundheitsamtes ein sechs Monate alter Junge in der vergangenen Woche an einer Meningokokken-Infektion erkrankt. Sein Zustand sei nach wie vor kritisch, berichtet das Internetportal paradisi.de am 28. Mai. Enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Medikamente.
Meningokokken-Fälle im Mai 2008
(Marburg, 26.05.2008) Ein Gastwirt aus Kassel-Bettenhausen (Kreis Kassel, Hessen) ist an bakterieller Meningitis erkrankt. Das Kassler Gesundheitsamt hat alle Gäste, die in der Zeit vom 16. bis 23. Mai die Gaststätte besucht haben, aufgerufen, sich vorsorglich mit Antibiotika behandeln zu lassen. Laut Frankfurter Rundschau online vom 25. Mai wurden bis Sonntagnachmittag rund 80 Gäste mit Medikamenten versorgt. Bislang ist keiner der Gäste erkrankt. Die Nachrichtenagentur AP meldet ebenfalls am 25. Mai, dass der Gastwirt im Koma liegt und intensivmedizinisch betreut wird.
(Marburg, 26.05.2008) Ein einjähriger Junge aus Krumbach (Kreis Günzburg, Bayern) ist an Meningokokken Typ B erkrankt. Die Augsburger Allgemeine meldet am 23. Mai, dass der Junge umgehend in die Augsburger Kinderklinik gebracht wurde und auf dem Weg der Besserung ist. Vorbeugend wurden Personen, die Kontakt zu ihm hatten, mit Antibiotika behandelt. Das Gesundheitsamt Günzburg rät Erwachsenen und Kindern, bei Symptomen, die auf eine Meningitis hinweisen, sofort den Hausarzt aufzusuchen.
(Marburg, 23.05.2008) Eine 43-jährige Frau aus Köln (Nordrhein-Westfalen) ist an bakterieller Meningitis erkrankt. Wie die Aachener Zeitung in ihrer Ausgabe vom 21. Mai berichtet, erkrankte die Frau am Samstag. Nach einem Kreislaufzusammenbruch wurde die Patientin vom Notarzt in ein Krankenhaus des Rhein-Kreises Neuss überwiesen. Durch die sofort einsetzende Gabe von Antibiotika, konnten die Ärzte ihren Zustand schnell stabilisieren.
Die Blutuntersuchung ergab, dass es sich – wie vermutet – um eine Meningokokken-Infektion handelt. Enge Kontaktpersonen erhielten ebenfalls Antibiotika.
Es ist der fünfte Fall einer Meningokokken-Erkrankung in diesem Jahr in Köln.
(Marburg, 19.05.2008) Die Hessisch Niedersächsische Allgemeine berichtet in ihrer Online-Ausgabe vom 16. Mai von einer Meningokokken-B-Infektion in Trendelburg (Kreis Kassel, Hessen). Das Kind, das einen Kindergarten im Stadtteil Deisel besucht, ist nach Auskunft des Gesundheitsamtes Region Kassel am vergangenen Mittwoch erkrankt und befindet sich derzeit in einem Krankenhaus.
(Marburg, 06.05.2008) Eine 19-Jährige Frau ist in Greifswald an einer Meningokokken-Infektion gestorben. (Ostseezeitung, Online-Ausgabe, vom 5. Mai). In Mecklenburg-Vorpommern erkranken jährlich etwas 15 Menschen, von denen ungefähr 1-3 Krankheitsverläufe tödlich enden. Das Rostocker Landesamt für Gesundheit und Soziales rät daher dringend zur Impfung gegen Meningokokken.
Meningokokken-Fälle im April 2008
(Marburg, 23.04.2008) Eine junge Frau aus dem Kreis Eichsfeld (Thüringen) ist Mitte vergangener Woche an bakterieller Meningitis erkrankt. Wie die Thüringische Landeszeitung in ihrer Ausgabe vom 21. April berichtet, befindet sich die Schülerin, die eine zwölfte Klasse im Landkreis besucht, nach Auskunft der Amtsärztin Judith Rahrig bereits auf dem Weg der Besserung. Etwa 100 Personen aus dem engeren Umfeld wurden ermittelt und erhielten vorbeugend Antibiotika.
(Marburg, 22.04.2008) Ein Schulkind aus Detmold (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen) ist laut „Lippe1, die Zeitung für Lippe“ (Online-Ausgabe vom 21. April) am Wochenende an einer Meningokokken-Infektion erkrankt und sofort ins Kreiskrankenhaus gebracht worden. Dr. Helmut Günther vom Gesundheitsamt des Kreises Lippe geht davon aus, dass es sich um einen Einzelfall handelt, rät aber allen, die innerhalb von sieben Tagen Kontakt mit dem Erkrankten hatten, auf Symptome wie plötzlich auftretendes Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen oder Apathie zu achten und ggf. sofort einen Arzt aufzusuchen. Enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
Das Gesundheitsamt des Kreises Lippe hat eine Hotline eingerichtet. Tel.: 05231 62-233.
(Marburg, 14.04.2008) In Görlitz (Sachsen) ist ein Kind an bakterieller Meningitis erkrankt. Das zuständige Gesundheitsamt wurde am Samstag informiert. Wie die Nachrichtenagentur ddp am 14. April mitteilt, schwebt das Kind nach Auskunft der behandelnden Ärzte nicht mehr in Lebensgefahr. Enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
(Marburg, 11.04.2008) Ein 15-jähriger Realschüler aus Höchberg (Kreis Würzburg, Bayern) ist an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie das Online Portale von Radio Gong am 11. April berichtet, wird der Jugendliche in der Uniklinik Würzburg behandelt.
Es ist der vierte Fall bakterieller Meningitis in diesem Jahr in dieser Region.
(Marburg, 02.04.2008) Ein sechs Monate alter Junge aus Köln-Kalk (Nordrhein-Westfalen) ist an bakterieller Meningitis erkrankt, berichtet der Kölner Stadt Anzeiger in seiner Ausgabe vom 1. April. Die Erkrankung begann am vergangenen Donnerstag mit starkem Fieber; drei Tage später wurde das Kind in die Klinik gebracht und sofort mit Antibiotika behandelt. Dort bestätigte sich der Verdacht einer durch Bakterien verursachten Meningitis. Nach Auskunft der behandelnden Mediziner befindet sich das Kind auf dem Wege der Besserung. Enge Kontaktpersonen des Babys erhielten vorsorglich Antibiotika. Dies ist der vierte Fall einer Meningokokken-Infektion in diesem Jahr in Köln.
Für weitere Auskünfte stehen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes der Stadt Köln zur Verfügung. Telefon: 0221 221-246 48 (montags bis donnerstags von 7.30 bis 16 Uhr und freitags von 7.30 bis 12 Uhr).
Meningokokken-Fälle im März 2008
(Marburg, 27.03.2008) Aus Chemnitz (Sachsen) wird ein Meningokokken-Todesfall gemeldet. Wie die Freie Presse in ihrer Ausgabe vom 27. März berichtet, starb ein sechs Wochen altes Mädchen im Städtischen Klinikum in Folge einer Meningokokken-Infektion. Wie der Chefarzt der Kinderklinik, Albrecht Klinghammer, berichtet, seien das Baby und dessen dreijähriger Bruder am Ostermontag mit hohem Fieber in die Klinik gebracht worden. Bei dem Jungen wurde lediglich eine Bronchitis diagnostiziert. Der Gesundheitszustand des Babys verschlechterte sich dramatisch; es starb in der Nacht zum Dienstag.
(Marburg, 20.03.2008) Die Südwestpresse berichtet in ihrer Ausgabe vom 20. März von der Erkrankung eines Kindergartenkindes in Ringingen (Zollernalbkreis, Baden-Württemberg). Das Kind ist an Meningokoken-Meningitis erkrankt und wird in der Klinik in Tübingen behandelt. Der Kindergarten wurde auf Initiative der Kindergartenleitung geschlossen. Das Gesundheitsamt Balingen hat Merkblätter an alle Ärzte in der Umgebung Ringingens geschickt, damit diese mögliche, enge Kontaktpersonen bezüglich eine Chemoprophylaxe beraten können.
(Marburg, 14.03.2008) Aus Köln (Nordrhein-Westfalen) wird die bakterielle Hirnhautentzündung eines 29 Jahre alten Mannes gemeldet. Wie die Nachrichtenagentur ddp-nrw am 13. März meldet, erkrankte der Mann am vergangenen Dienstag und ließ sich noch in der Nacht per Taxi ins Krankenhaus bringen. Der Verdacht einer Meningokokken-Meningitis wurde dort durch Laboruntersuchungen bestätigt. Nach Auskunft der Ärzte ist der gesundheitliche Zustand des Patienten stabil. Enge Kontaktpersonen erhielten vorsorglich Antibiotika.Dies ist der vierte Fall einer Meningokokken-Erkrankung in Köln in diesem Jahr.
(Marburg, 11.03.2008) Eine Frau aus dem Landkreis Lörrach (Baden-Württemberg) verstarb nach Angaben des Online-Portals baden.fm vom 11. März in Freiburg an den Folgen einer bakterieller Hirnhautentzündung. Bei dem Erreger handelt es sich vermutlich um Meningokokken. Engen Kontaktpersonen wurde die Einnahme von Antibiotika empholen.
(Marburg, 06.03.2008) In Würzburg (Bayern) ist ein weiterer Schüler an bakterieller Meningitis erkrankt. Wie die Fränkischen Nachrichten am 6. März berichten, wird der 16-Jährige intensivmedizinisch in der Universitätskinderklinik Würzburg behandelt. Der Jugendliche besucht das Deutsch-Haus-Gymnasium in Würzburg. Nach Auskunft des Gesundheitsamtes besteht nach jetzigem Kenntnisstand kein Zusammenhang zu der Erkrankung eines 16-jährigen Realschülers, der am vergangenen Freitag wegen einer Meningokokken-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Engen Kontaktpersonen wurde eine Antibiotika-Prophylaxe empfohlen.
(Marburg, 04.03.08) Ein 18-jähriger Schüler aus Würzburg (Bayern) ist lebensbedrohlich an einer Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie die Main Post in ihrer Ausgabe vom 3. März berichtet, wird der junge Mann, der die Jakob-Stoll-Realschule in Würzburg besucht, seit Freitag auf der Intensivstation der Universitätsklinik behandelt. Enge Kontaktpersonen wurden vorsorglich mit Antibiotika behandelt.
Dies ist der dritte Meningokokken-Fall in diesem Jahr in Würzburg (Stadt und Landkreis).
Meningokokken-Fälle im Februar 2008
(Marburg, 28.02.2008) Ein 16-jähriger Schüler aus Eggenthal (Kreis Ostallgäu, Bayern) starb in der Nacht auf Mittwoch in Folge einer Meningokokken-Infektion. Wie die Augsburger Allgemeine in ihrer Online-Ausgabe am 28. Februar berichtet, war der Jugendliche noch am Dienstag ohne Anzeichen einer Erkrankung in der Schule; er besuchte die zehnte Klasse des Maristenkollegs Mindelheim. In der Nacht auf Mittwoch wurde er mit Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung ins Krankenhaus in Kaufbeuren gebracht. Er starb kurz nach seiner Einlieferung. Engen Kontaktpersonen wurde eine Antibiotika-Prophylaxe empfohlen.
(Marburg, 26.02.2008) Aus Niederkassel (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen) wird die Meningokokken-Erkrankung eines vier Jahre alten Kindergartenkindes gemeldet. Wie der Kölner Stadt Anzeiger am 25. Februar berichtet, wurde das Kind am Freitag mit Verdacht einer Meningokokken-Sepsis in ein Krankenhaus eingeliefert. Nach Auskunft der Kreisverwaltung ist der Zustand des Kindes kritisch.
Enge Kontaktpersonen wurden durch das Gesundheitsamt ermittelt und erhielten die Empfehlung einer prophylaktischen Einnahme von Antiobiotika.
Das Kreisgesundheitsamt steht für Nachfragen unter der Telefonnummer 02241 13-2727 zur Verfügung. (Beratungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 15.45 Uhr und Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr.)
(Marburg, 21.02.2008) Am Wochenende erkrankte ein 17-Jähriger aus Ichenhausen (Kreis Günzburg, Bayern) an bakterieller Meningitis. Wie die Augsburger Allgemeine am 20. Februar berichtet, wird der Jugendliche seit Montag in der Neurologischen Klinik des Bezirkskrankenhauses Günzburg behandelt. Nach Auskunft der stellvertretende Leiterin des Staatlichen Gesundheitsamtes Günzburg Dr. Dagmar-Christiane Rudolph geht es ihm bereits besser. Etwa 20 Personen aus dem engeren Umfeld erhielten vorsorglich Antibiotika. Eine Ergebnis der Erregertypisierung liegt noch nicht vor.
(Marburg, 20.02.2008) Zwei Fälle bakterieller Meningitis werden aus dem Raum Augsburg gemeldet. Wie die Augsburger Zeitung in ihrer Ausgabe vom 19. Februar schreibt, sind ein 13-jähriger Schüler aus Aichach und ein 17-jähriger Lehrling aus Inchenhofen (Kreis Aichach-Friedberg, Bayern) am Donnerstag vergangener Woche an Hirnhautentzündung erkrankt. Dr. Michael Hennig, leitender Arzt des Gesundheitsamtes teilte mit, dass bei beiden Jugendlichen der Krankheitsverlauf so rasant war, dass sie noch in der Nacht auf Freitag mit dem Notarzt in zwei Augsburger Kliniken eingeliefert worden seien. Beide befänden sich nun bereits auf dem Weg der Besserung. Alle engen Kontaktpersonen erhielten vom Gesundheitsamt die Empfehlung, sich vorbeugend mit Antibiotika behandeln zu lassen.
(Marburg, 18.02.2008) Aus Würselen (Kreis Aachen, Nordrhein-Westfalen) wird ein Meningokokken-Todesfall gemeldet. Wie die Aachener Zeitung am 18. Februar mitteilt, starb eine 23-jährige Frau am Sonntag an den Folgen einer Meningokokken-Infketion. Nach Auskunft des Kreisgesundheitsamtes Aachen war die junge Frau am 11. Februar in das Medizinische Zentrum Kreis Aachen eingeliefert worden. Am Donnerstag bestätigte sich die Vermutung einer Meningokokken-Erkrankung. Die Erregertypisierung ergab, dass die Erkrankung durch Meningokokken Typ B verursacht worden ist. Enge Kontaktpersonen erhielten Antibiotika.
Dies ist der erste Meningokokken-Fall im Kreis Aachen in diesem Jahr. 2007 gab es insgesamt neun bestätigte Meningokokken-Infektionen.
(Marburg, 14.02.2008) Eine 17-jährige Schülerin aus Essen (Nordrhein-Westfalen) starb vor einer Woche an den Folgen einer Meningokokken-Erkrankung. Wie das Online-Portal „Der Westen“ am 14. Februar berichtet, besuchte die junge Frau die 12. Klasse einer Gesamtschule in Essen-Borbeck. Nach Auskunft des Amtsarztes Dr. Rainer Kundt ist es zu keiner weiteren Ansteckung gekommen. Enge Kontaktpersonen hatten prophylaktisch Antibiotika erhalten.
Meningokokken-Fälle Januar 2008
(Marburg, 25.01.2008) Am vergangenen Wochenende erkrankte eine Schülerin aus Buxtehude an Meningitis. Der Verdacht bestätigte sich bereits am Dienstag. Das Mädchen, das das Buxtehuder Schulzentrum Süd besucht, wird auf der Intensivstation der Klinik in Stade behandelt, berichtet das Tageblatt online am 24. Januar. Das Gesundheitsamt informierte Schüler und Eltern mit einem Rundbrief. Einzelne enge Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
(Marburg, 21.01.2008) Ein zweiter Fall bakterieller Meningitis wird aus Köln (Nordrhein-Westfalen) gemeldet. Wie die Aachener Zeitung (Ausgabe vom 18. Januar) berichtet, erkrankte am Dienstag vergangener Woche ein 13 Monate alter Junge. Die Vermutung der behandelnden Klinikärzte, dass es sich um eine Meningokokken-Infektion handelt, wurde durch Laboruntersuchungen bestätigt. Dem Kind geht es nach Auskünften des Krankenhauses bereits wieder gut. Enge Kontaktpersonen erhielten eine Antibiotika-Prophylaxe.
(Marburg, 11.01.2008) Aus Köln (Nordrhein-Westfalen) wird der erste Fall einer bakteriellen Meningitis in diesem Jahr gemeldet. Wie das Internetportal koeln.de meldet, erkrankte ein einjähriger Junge. Das Kind hatte am Sonntag starkes Fieber bekommen. Der behandelnde Kinderarzt vermutete – zu Recht – anhand von Einblutungen eine Meningokokken-Infkektion und wies das Kind daher sofort in ein Krankenhaus ein. Nach Auskunft der Krankenhausärzte ist der Zustand des Jungen stabil. Nahe Kontaktpersonen erhielten vorbeugend Antibiotika.
Meningokokken-Fälle in 2007
Aktuelle Fälle im Dezember 2007
(Marburg, 28.12.2007) Ein einjähriges Kind aus Trier (Rheinland-Pfalz) starb an Weihnachten an den Folgen einer Meningokokken-Infektion. Wie der Südwestrundfunk berichtet, wurde allen engen Kontaktpersonen empfohlen, vorbeugend Antibiotika einzunehmen. Informationen über die Serogruppe wurden noch nicht veröffentlich; es soll sich um eine seltene Form handeln.
(Marburg, 07.12.2007) Ein Schüler aus Ingelheim (Kreis Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz) ist an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie die Allgemeine Zeitung in ihrer Ausgabe vom 5. Dezember schreibt, ist der Oberstufen-Schüler des Sebastian-Münster-Gymnasiums (SMG) seit vergangenem Freitag an Hirnhautentzündung erkrankt. Das Gesundheitsamt informierte direkte Kontaktpersonen und veranlasste eine prophylaktische Gabe von Antibiotika.
Aktuelle Fälle im November 2007
(Marburg, 30.11.2007) Ein sechsjähriges Mädchen aus Teublitz (Landkreis Schwandorf, Bayern) ist an bakterieller Meningitis erkrankt. Wie die Mittelbayerische Zeitung am 30. November mitteilt, wurde das Kindergarten-Kind am Donnerstagabend in eine Regensburger Klinik gebracht. Nach Angaben des Landratsamtssprecher Franz Pfeffer hätten sich die Ärzte bezüglich der Heilungsschanzen des Kindes zuversichtlich geäußert. Das Gesundheitsamt hat sofort nach Bekannt werden des Falles Kontaktpersonen ermittelt und informiert.
(Marburg, 23.11.07) Im sächsischen Aue (Kreis Aue-Schwarzenberg) ist am Mittwoch ein 17-Jähriger an den Folgen einer Meningokokken-Infektion gestorben. Wie die Freie Presse in ihrer Ausgabe vom 23. November berichtet, wurde der Jugendliche am Mittwoch ins Krankenhaus eingeliefert, in dem er trotz intensivmedizinischer Maßnahmen am Abend verstarb. Amtsärztin Doris Silligmüller vom Gesundheitsamt Aue-Schwarzenberg bestätigte, dass bisher keine weiteren Erkrankungen festgestellt worden sind. Mehr als 200 enge Kontaktpersonen sind vorsorglich mit Antibiotika behandelt worden.
(Marburg, 23.11.2007) Aus Köln (Nordrhein-Westfalen) wird ein Fall bakterieller Hirnhautentzündung gemeldet. Wie die Nachrichtenagentur ddp-nrw am 23. November berichtet, wird ein 51- jähriger Mann aus Köln seit Montag in einer Klinik behandelt. Nach Auskunft des Kölner Gesundheitsamtes konnten Meningokokken-Bakterien nachgewiesen werden. Der gesundheitliche Zustand des Mannes wird sei stabil. Enge Kontaktpersonen erhielten vorsorglich Antibiotika.
Es handelt sich um den fünften Fall einer Meningokokken-Infektion in diesem Jahr in Köln.
Aktuelle Fälle im Oktober 2007
(Marburg, 19.10.2007) Am Dienstag wurde ein zweijähriger Junge aus Eschweiler (Kreis Aachen, Nordrhein-Westfalen) mit dem Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung in das Stolberger Bethlehem-Krankenhaus eingeliefert. Wie die Aachener Nachrichten in ihrer Online-Ausgabe berichten ist der Gesundheitszustand des Kindes kritisch. Etwa 50 Personen erhielten vorsorglich eine Antibiotika-Prophylaxe. Es handelt sich um den neunten Meningokokken-Fall im Kreis Aachen in diesem Jahr.
(Marburg, 04.10.2007) Am Montagabend ist eine 67-jährige Frau aus Würselen (Kreis Aachen, Nordrhein-Westfalen) mit Verdacht einer Meningokokken-Infektion in das Aachener Universitätsklinikum eingeliefert worden. Wie die Aachener Zeitung in ihrer Ausgabe vom 4. Oktober mitteilt, ist der Zustand der Frau nach Aussage der behandelnden Ärzte kritisch. Etwa 20 enge Kontaktpersonen erhielten vorsorglich Antibiotika.
Dies ist der achte Verdachtsfall einer bakteriellen Meningitis im Kreis Aachen in diesem Jahr.
Aktuelle Fälle im September 2007
(Marburg, 12.09.2007) Aus Berlin-Reinickendorf (Berlin) wird die Meningokokken-Erkrankung eines 18-jährigen Gymnasiasten gemeldet. Der junge Mann wurde vor etwa zwei Wochen mit Verdacht auf bakterielle Hirnhautentzündung ins Virchow-Klinikum der Charité eingeliefert, berichtet der Berliner Kurier in seiner Ausgaben vom 12. September.
Der 18-Jährige, der das Romain-Rolland-Gymnasium besucht, hatte – als er am 30. August ins Klinikum gebracht wurde – alle für eine bakterielle Meningitis typischen Symptome. Die Vermutung, dass es sich um Meningokokken handelt, wurde einige Tage später bestätigt. Am gestrigen Tag konnte der junge Mann gesund entlassen werden. 150 Kontaktpersonen aus dem Umfeld wurden ermittelt und bezüglich einer Antibiotika-Prophylaxe aufgeklärt und beraten.
In diesem Jahr erkrankten bereits zwölf Berliner an Meningokokken-Meningitis. Ein Mann starb in Folge der Infektion.
Aktuelle Fälle im August 2007
(Marburg, 28.08.07) Ein siebenjähriges Mädchen aus Bad Honnef (Rhein-Sieg-Kreis) ist an bakterieller Meningitis erkrankt. Wie die Kölnische Rundschau in ihrer Ausgabe vom 27. August berichtet, wurde das Kind, das die Gemeinschaftsgrundschule „Am Reichenberg“, besucht, am Donnerstag ins Krankenhaus eingeliefert. Nach Angaben der Ärzte ist ihr Zustand nicht kritisch. Es handelt sich um den siebten Meningokokken-Fall im Rhein-Sieg-Kreis in diesem Jahr.
Für Fragen stehen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes des Rhein-Sieg-Kreises telefonisch zur Verfügung: Montag bis Donnerstag zwischen 8.30 bis 15.45 Uhr sowie am Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr unter der Rufnummer: 02241 132727.
Aktuelle Fälle im Juli 2007
(Marburg, 20.07.07) Eine 63-jährige Frau aus Köln ist an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger am 19. Juli berichtet, ist der Zustand der 63-Jährigen nicht Besorgnis erregend. Sie wird mit Antibiotika behandelt. Nach Auskunft des Kölner Gesundheitsamtes ist dies der dritte Fall bakterieller Meningitis in Köln in diesem Jahr.
(Marburg, 13.07.07) Der fünfjährige Junge aus Winhöring, der am Dienstag mit Verdacht auf bakterielle Meningitis ins Krankenhaus kam (siehe Meldung vom 12.07.), ist am späten Mittwochnachmittag in der Klinik München-Schwabing gestorben. Die Passauer Neue Presse berichtet am 13. Juli, dass das Kind trotz aller intensivmedizinischer Maßnahmen und massiver Antibiotika-Gaben nicht gerettet werden konnte. Informationen zur Serogruppe des Erregers liegen noch nicht vor.
(Marburg, 12.07.07) Ein 14-jähriger Junge starb in Folge einer Meningokokken-Infektion während einer Ferienfreizeit im südfranzösischen St. Martin an der Ardèche. Wie die Rheinische Post in ihrer Online-Ausgabe am 12. Juli berichtet, erkrankte der Jugendliche aus Leverkusen am Montagabend und wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Dort verstarb er am Dienstagmorgen.
Das örtliche Gesundheitsamt, ein fünfköpfiges Ärzteteam, sowie die Gendarmerie informierten alle Teilnehmer und Betreuer der Freizeit. Sie alle erhielten noch am selben Abend Antibiotika. Bei dem Erreger handelt es sich um Meningokokken der Serogruppe C, teilte der Leverkusener Amtsarzt Dr. Martin Oehler mit. Es sei nicht geklärt, wo sich der Junge infiziert habe.
(Marburg, 12.07.07) Aus Winhöring (Landkreis Altötting, Bayern) wird die schwere Erkrankung eines fünfjährigen Jungen gemeldet. Wie die Passauer Neue Presse in ihrer Online-Ausgabe vom 12. Juli berichtet, wurde das Kind am Dienstagabend in die Kreisklinik Altötting gebracht. Noch vor Mitternacht wurde der Junge, der sich in einem lebensbedrohlichen Zustand befindet, in die Klinik München-Schwabing geflogen. Die Ergebnisse der Serogruppen-Bestimmung des Erregers liegen noch nicht vor. Engen Kontaktpersonen wurde eine Antibiotika-Prophylaxe empfohlen.
Aktuelle Fälle im Juni 2007
(Marburg, 12.06.07) Aus dem Kreis Aachen (Nordrhein-Westfalen) wir ein neuer Fall bakterieller Meningitis gemeldet. Wie die Aachener Zeitung in ihrer Ausgabe vom 11. Juni berichtet, wurde ein fünfjähriges Mädchen aus Herzogenrath mit Verdacht auf eine Meningokokken-Infektion in das Aachener Universitätsklinikum eingewiesen. Der Zustand der Fünfjährigen ist nach Auskunft der Ärzte stabil.
Insgesamt 150 enge Kontaktpersonen wurden vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Es ist der sechste Meningokokken-Fall im Kreis Aachen in diesem Jahr.
Aktuelle Fälle im Mai 2007
(Marburg, 30.05.07) Aus Köln (Nordrhein-Westfalen) wird die Meningokokken-Erkrankung eines 18 Monate alten Mädchen berichtet. Laut Nachrichtenagentur ddp-nrw vom 25. Mai wird das Mädchen seit dem 21. Mai im Krankenhaus behandelt wird. Die Laboruntersuchungen zeigten, dass Meningokokken für die Blutvergiftung verantwortlich waren. Dem Kind gehe es mittlerweile wieder besser. Vorbeugend erhielten 102 Menschen Antibiotika
Es ist der zweite Fall einer Meningokokken-Infektion in diesem Jahr in Köln.
(Marburg, 25.05.07) Ein 14 Monate alte Mädchen aus Alsdorf (Kreis Aachen, Nordrhein-Westfalen) ist in der Folge einer Meningokokken-Infektion gestorben. Das Kind war am Donnerstagabend in das Aachener Universitätsklinikum eingeliefert worden. Die Laboruntersuchung ergab, dass es sich um Meningokokken des Typs B handelte.
90 engen Kontaktpersonen ermittelte das Gesundheitsamt des Kreises Aachen; sie wurden vorsorglich mit Antibiotika behandelt.
Es ist der fünfte Meningokokken-Fall im Kreis Aachen in diesem Jahr.
Aktuelle Fälle im April 2007
(Marburg, 24.04.07) Ein 18-jähriger Schüler aus Merseburg (Kreis Merseburg, Sachsen-Anhalt) ist am vergangenen Dienstag an den Folgen einer Meningitis gestorben. Wie die Leipziger Volkszeitung in ihrer Ausgabe vom 23. April berichtet wurde der junge Mann am vergangenen Dienstag ins Carl-von-Basedow-Klinikum eingeliefert und verstarb dort noch in der selben Nacht.
Aktuelle Fälle im März 2007
(Marburg, 23.03.07) Aus Herzogenrath (Kreis Aachen, Nordrhein-Westfalen) wird ein Meningokokken-Verdachtsfall gemeldet. Wie die Aachener Zeitung in ihrer Ausgabe vom 22. März berichtet, ist eine 30-jährige Frau am Dienstagabend mit Verdacht auf Meningokokken-Meningitis in das Medizinische Zentrum des Kreises Aachen eingeliefert worden. Ihr Zustand ist nach Angaben der behandelnden Ärzte stabil. Das Gesundheitsamt des Kreises ermittelte 25 enge Kontaktpersonen, die alle prophylaktisch Antibiotika erhielten.
Es ist der dritte Meningokokken-Fall in Kreis Aachen in diesem Jahr.
(Marburg, 15.03.2007) Eine neunjähriges Mädchen aus Fellbach (Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg) ist an den Folgen einer Meningokokken-Infektion gestorben. Wie die Fellbacher Zeitung am 15. März berichtet, starb die Schülerin, die die Albert-Schweitzer-Schule besuchte, an einer Meningokokken-Meningitis. Auf Veranlassung des Gesundheitsamtes wurden alle Eltern informiert und auf die Notwendigkeit einer Antibiotika-Prophylaxe enger Kontaktpersonen aufgeklärt, betont Utta Leonhardt, die als Ärztin zuständig für Infektionsschutz und Umweltmedizin im Geschäftsbereich Gesundheit des Landratsamtes Waiblingen ist, gegenüber der Zeitung.
Nach Auskunft des Landratsamtes des Rems-Murr-Kreises handelte es sich um eine Infektion mit Meningokokken des Serotyps C.
Aktuelle Fälle im Februar 2007
(Marburg, 26.02.07) Ein 18-jähriger Mann aus Eschweiler ist am vergangenen Freitag an den Folgen einer Meningokokken-Meningitis gestorben. Wie die Aachener Nachrichten in ihrer Ausgabe vom 23. Februar berichten, war der junge Mann am Donnerstagmorgen in das Medizinische Zentrum des Kreises Aachen in Würselen eingewiesen worden. Er konnte trotz intensivmedizinischer Maßnahmen nicht gerettet werden.
Etwa 70 Kontaktpersonen wurden vom Kreisgesundheitsamt ermittelt und vorsorglich mit Antibiotika behandelt.
Im Kreis Aachen erkrankten im Jahr 2006 insgesamt vier Menschen an einer Meningokokken-Infketion. In 2007 ist dies der zweite Falle einer bakterielle Meningitis im Kreis. Das Gesundheitsamt des Kreises Aachen hat zum Thema Meningokokken-Meningitis eine Broschüre herausgegeben, die als PDF-Dokument auf der Homepage (im Bereich “Service” und dann “Ratgeber/Wegweiser”) heruntergeladen werden kann.
(Marburg, 09.02.07) Am vergangenen Wochenende erkrankte ein 22-jähriger Mann aus dem Kreis Sigmaringen (Baden-Württemberg) an einer Meningokokken-Infektion. Wie der Südkurier in seiner Ausgabe vom 9. Februar berichtet, schwebt der junge Mann in Lebensgefahr. Er wird im Elisabethenkrankenhaus in Ravensburg behandelt.
Aktuelle Fälle im Januar 2007
(Marburg, 24.01.07) In Castrop-Rauxel (Kreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen) erkrankte ein vierjähriges Mädchen an einer Meningokokken-Infektion. Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung in ihrer Ausgabe vom 24. Januar berichtet, wurde die Erkrankung des Kindes, das den “Regenbogen-Kindergarten” im Stadtteil Schwerin besucht, am vergangenen Freitag bekannt. Auf Veranlassung des Kreisgesundheitsamtes wurden allen 73 Kindern und den zehn Erzieherinnen eine Antibiotika-Prophylaxe empfohlen.
Dem Mädchen geht es nach Angaben der Zeitung bereits besser. Ein Informationsabend für Eltern - mit Dr. Christine Feier vom Kreisgesundheitsamt - fand am gestrigen Dienstag statt.
(Marburg, 22.01.07) Am vergangenen Freitag ist ein einjähriges Mädchen aus Alsdorf (Kreis Aachen, Nordrhein-Westfalen) mit Verdacht auf eine Meningokokken-Infektion in das Uniklinikum Aachen eingeliefert worden. Wie die Aachener Zeitung in ihrer Ausgabe vom 22. Januar berichtet, ist der Gesundheitszustand des Kindes stabil.
Das Kreisgesundheitsamt ermittelte insgesamt zwölf enge Kontaktpersonen, die eine Antibiotika-Prophylaxe erhielten.
(Marburg, 11.01.07) In Köln starb ein 18 Monate altes Kind in Folge einer Meningokokken-Sepsis. Wie der Westdeutsche Rundfunk am 10. Januar berichtet, wurde das Mädchen am vergangenen Samstag in eine Kölner Klinik eingeliefert. Nach Angaben eines Sprechers des Kölner Gesundheitsamtes konnte das Mädchen trotz intensiver Antibiotika-Therapie nicht gerettet werden. Enge Kontaktpersonen wurden vorbeugend mit Antibiotika behandelt. Es ist der erste Meningokokken-Fall in Köln in diesem Jahr. Es handelte sich bei dem Erreger um Meningokokken der Serogruppe B, teilte das Gesundheitsamt auf Nachfrage mit.
Meningokokken-Fälle in 2006
Aktuelle Fälle im Dezember 2006
(Marburg, 20.12.06) Am Wochenende verstarb eine 16-Jährige in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) an den Folgen einer Meningokokken-Meningitis, berichten die Lübecker Nachrichten in ihrer Ausgabe vom 19. Dezember. Etwa 40 Personen wurden vorsorglich mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 18.12.06) Ein 16-jährige Schülerin starb in Marburg (Kreis Marburg, Hessen) an einer Meningokokken-Infektion. Die 16-Jährige war am Donnerstagabend mit zunächst unspezifischen Symptomen in die Marburger Universitäts-Kinderklinik eingeliefert worden, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Dann verschlechterte sich ihr Zustand rapide und sie starb in der Nacht zum Freitag - nach Auskunft der Klinik - in der Folge eines Waterhouse-Fridrichsen-Syndroms.
Das Marburger Gesundheitsamt berichtet, dass es sich bei dem Erreger um Meningokokken-Typ B handelt. Alle engen Kontaktpersonen wurden vorsorglich mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 11.12.06) Ein 18-jähriger Hauptschüler aus Eschweiler (Kreis Aachen, Nordrhein-Westfalen) ist am vergangenen Mittwoch mit Verdacht auf eine Meningokokken-Meningitis in die Aachener Uniklinik eingewiesen worden. Der gesundheitliche Zustand des jungen Mannes ist kritisch. Etwa 40 enge Kontaktpersonen wurden ermittelt und vorsorglich mit Antibiotika behandelt.
Bisher gab es im Kreis Aachen im Jahr 2006 drei bestätigte Meningokokken-Fälle.
Aktuelle Fälle im November 2006
(Marburg, 22.11.06) Ein 16-jähriger Schüler, der die Knaben-Realschule in Lindau besucht, ist vermutlich an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie der Westallgäuer in seiner Ausgabe vom 22. November berichtet, wurde der Neuntklässler am vergangenen Samstag ins Krankenhaus eingeliefert. Nach Auskunft des Landratsamtes geht es ihm bereits besser. Thomas Albrecht, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes Lindau, erklärte, dass die Laboruntersuchungen zwar noch ausstünden, die klinischen Anzeichen jedoch zu 90 Prozent dafür sprächen, dass es sich um eine Meningokokken-Infektion handelt. Engen Kontaktpersonen wurde eine Antibiotika-Prophylaxe empfohlen.
(Marburg, 10.11.06) Eine 17-jährige Schülerin aus Sehnde (Region Hannover, Niedersachsen) ist an bakterieller Meningitis erkrankt. Wie die Hannoversche Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 8. November mitteilt, wurde die Infektion am vergangenen Dienstag diagnostiziert. Enge Kontaktpersonen der Schülerin wurden ermittelt und vorsorglich mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 08.11.06) Ein neun Monate altes Baby ist am vergangenen Mittwoch in Berlin an den Folgen einer bakteriellen Meningitis gestorben, berichtet der Tagesspiegel in seiner Ausgabe vom 3. November. Das Mädchen wurde im evangelischen Waldkrankenhaus Spandau behandelt. Wie der Spandauer Gesundheitsstadtrat Axel Hedergott mitteilte, wurden 10 Personen ermittelt und vorsorglich mit Antibiotika behandelt.
Nach Auskunft des Gesundheitsamtes handelte es sich um eine Infektion mit Meningokokken der Serogruppe B.
Aktuelle Fälle im Oktober 2006
(Marburg, 04.10.06) Ein 18 Monate altes Kind ist am vergangenen Mittwoch in der Folge einer Meningokokken-Sepsis in der Kinderklinik Neuburg (Kreis Neuburg-Schrobenhausen, Bayern) gestorben. Wie die Schwabmünchner Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 29. September berichtet, war das Kleinkind am Vortag mit Fieber und Durchfall eingeliefert worden. Die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes Ingolstadt, Dr. Elisabeth Schneider, teilte mit, dass die Infektion einen raschen und dramatischen Verlauf nahm. Das Kind starb schließlich an Herzversagen. Die Untersuchung des Erregers ergab nach Auskunft des Gesundheitsamtes, dass es sich um Meningokokken der Serogruppe B handelte.
Aktuelle Fälle im September 2006
(Marburg, 13.09.06) Aus Bredelar (Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen) wird eine Meningokokken-Infektion gemeldet. Wie die Hessische-Niedersächsische Allgemeine am 12. September berichtet, erkrankte ein junge Frau, Mitarbeiterin eines Saunaclubs in Marsberg-Bredelar, an bakterieller Meningitis.
Das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises fordert alle Besucher des Saunaclubs, die am Samstag, 9. September, engen Kontakt mit der jungen Frau ("Jennifer") hatten, auf, sich mit dem Amt in Verbindung zu setzen, um ggf. eine prophylaktische Behandlung mit Antibiotika einzuleiten. Tel.: 0291 94-1213.
(Marburg, 01.09.2006) Ein 16-jähriger Gymnasiast mit Wohnsitz in Neuenkirchen bei Bramsche (Kreis Osnabrück, Niedersachsen) ist am vergangenen Dienstag an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie die Osnabrücker Zeitung am 1. September mitteilt, wird der Jugendliche, der das Fürstenberg-Gymnasium in Recke besucht, im Krankenhaus behandelt. Nach Auskunft des Amtsarztes Dr. Gerhard Bojara vom Gesundheitsdienst für den Landkreis und die Stadt Osnabrück handelt es sich um eine Infektion mit Meningokokken der Serogruppe B.
Mehr als 50 enge Kontaktpersonen wurden ermittelt. Ihnen wurde eine Antibiotika-Prophylaxe empfohlen. Weitere Auskünfte erteilt Dr. Gerhard Bojara unter der Tel. 0541 5013124.
Aktuelle Fälle im August 2006
(Marburg, 31.08.06) Aus Günzburg (Kreis Günzburg, Bayern) wird ein Meningokokken-Todesfall gemeldet. Wie die Schwabmünchener Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 30. August berichtet, erkrankte ein Mann aus dem nördlichen Landkreis Günzburg an bakterieller Meningitis. Nach Auskunft von Dr. Dagmar-Christiane Rudolph, stellvertretender Leiterin des Staatlichen Gesundheitsamtes, starb der Mann trotz aller ärztlicher Bemühungen im Günzburger Krankenhaus. Alle Kontaktpersonen sind bereits vorbeugend behandelt worden.
(Marburg, 22.08.06) Ein 16-Jähriger aus Moorenweis (Landkreis Fürstenfeldbruck, Bayern) ist an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie der Bayerische Rundfunk am 21. August berichtet, ermittelte das Landratsamt Fürstenfeldbruck rund 70 Personen, die vorsorglich mit Antibiotika behandelt wurden.
(Marburg, 14.08.06) Ein zweijähriger Junge aus Zwota (Vogtlandkreis, Sachsen) ist an den Folgen einer Meningokokken-Meningitis gestorben, berichtet die Chemnitzer Morgenpost in ihrer Ausgabe vom 14. August. Nach Auskunft der Amtsärztin Katrin Reinbach wurden 67 Personen vorbeugend mit Antibiotika behandelt.
Erst im Juni waren im benachbarten Landkreis Aue-Schwarzenberg zwei Kinder an Meningitis erkrankt, sie konnten jedoch gerettet werden.
Die Leiterin des Gesundheitsamtes Vogtlandkreis Katrin Reinbach bestätigte auf Anfrage der AGMK, dass das 2-jährige Kind an den Folgen einer Meningokokken-C-Erkrankung gestorben ist, die in der gefürchtetsten Verlaufsform eines Waterhouse-Friderichsen-Syndroms ausgebrochen war.
(Marburg, 07.08.06) Der 17-jährige Schüler aus Heideck (siehe Meldung vom 31. Juli) starb einer Infektion mit Meningokokken des Serotyps C. Wie die Nürnberger Nachrichten in einem Artikel vom 5. August mitteilen, sind in der Zeit seit Dezember 2005 in den Landkreisen Roth und Weißenburg-Gunzenhausen insgesamt sieben Menschen an Meningokokken-Infektionen erkrankt. Zwei starben an den Folgen der Infektion. Nach Auskunft des Nationalen Referenzzentrums für Meningokokken in Würzburg (NRZM) wurde bei allen Fällen derselbe Meningokokken-C-Feintyp ermittelt.
(Marburg, 05.08.06) Aus Geretsried (Kreis Bad-Tölz-Wolfratshausen, Bayern) wird die Meningokokken-Erkrankung eines 20-jährigen Mannes gemeldet. Wie der Münchener Merkur in seiner Ausgabe vom 05. August meldet, wird der junge Mann aus Geretsried-Gartenberg in der Asklepios-Klinik in Bad Tölz behandelt. Sein Zustand ist stabil. Nach Auskunft des Leiters des Tölzer Gesundheitsamtes, Dr. Franz Hartmann, ermittelt das Amt Personen, die seit dem 25. Juli Kontakt mit dem 20-Jährigen hatten.
Aktuelle Fälle im Juli 2006
(Marburg, 31.07.06) Am vergangenen Dienstag starb ein 17-jähriger Schüler aus der Großgemeinde Heideck (Kreis Roth, Bayern) an den Folgen einer bakteriellen Hirnhautentzündung. Wie der Donaukurier in seiner Ausgabe vom 26. August berichtet, hat der Verstorbene in den Tagen vor seinem Tod verschiedene Veranstaltungen besucht. Das Gesundheitsamt Roth ruft alle engen Kontaktpersonen auf, sich in ärztliche Behandlung zu begeben.
Für Rückfragen stehen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Roth zur Verfügung: Tel.: 09171 81-634.
(Marburg, 13.07.06) Eine 18-jährige Schülerin aus Tostedt (Kreis Harburg, Niedersachsen) erkrankte am vergangenen Freitag an bakterieller Meningitis. Wie das Hamburger Abendblatt in seiner Ausgabe vom 11. Juli berichtet, wurde die junge Frau, die die Töste Realschule in Tostedt besucht, am Samstag ins Krankenhaus Buchholz eingeliefert und dort intensivmedizinisch behandelt.
Aktuelle Fälle im Juni 2006
(Marburg, 28.06.06) Eine 18-jährige Schülerin aus Inning am Ammersee (Kreis Starnberg) starb am Montag in Folge einer Meningokokken-Meningitis. Die 18-Jährige, eine Schülerin des Christoph-Probst-Gymnasiums in Gilching, hatte noch am Samstag eine Abiturfeier des Gymnasiums besucht. Alle Gäste dieser Feier und Personen, die nach dem 14. Juni mit der Schülerin Kontakt hatten, wurden aufgefordert, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen.
(Marburg, 28.06.06) Aus Naumburg (Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt) werden zwei Fälle bakterieller Meningitis gemeldet. Wie die Mitteldeutsche Zeitung am 27. Juni berichtet, ist nur wenige Tage, nachdem eine 16-jährige Schülerin aus dem Domgymnasium an bakterieller Hirnhautentzündung erkrankte, nun ein zweiter Fall aufgetreten. Ein 12-jähriger Junge, der die Juri-Gagarin-Schule besucht, ist ebenfalls erkrankt.
Das Gesundheitsamt versorgte enge Kontaktpersonen mit Antibiotika.
(Marburg, 27.06.06) Aus dem Kreis Borken wird die Meningokokken-Erkrankung eines Jugendlichen gemeldet. Wie der Kreis in einer Presseinformation vom 26. Juni mitteilt, konnte der aus Vreden stammende Jugendliche bereits aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, Annette Scherwinski betonte, dass sich bei drei weiteren jungen Leuten der Verdacht einer Meningokokken-Meningitis nicht bestätigt habe.
(Marburg, 07.06.06) Ein 16-jähriger Schüler aus Großschirma (Kreis Freiberg, Sachsen) ist an Hirnhautentzündung erkrankt, berichtet der Mitteldeutsche Rundfunk (Radio Sachsen) am 7. Juni. Nach Auskunft des Landratsamtes Freiberg ermittelte das Gesundheitsamt über Pfingsten etwa 60 Menschen, die Kontakt zu dem Jungen hatten und versorgte diese prophylaktisch mit Antibiotika.
Aktuelle Fälle im Mai 2006
(Marburg, 24.05.06) In Bonn ist ein vierjähriges Mädchen an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie der General-Anzeiger Bonn am 23. Mai berichtet, wird die Vierjährige, die einen Kindergarten im Stadtteil Hoholz besuchte, in einem Krakenhaus behandelt. Nach Auskunft des Presseamtes der Stadt wurde allen ermittelten Kontaktpersonen empfohlen, eine Antibiotika-Prophylaxe durchzuführen.
(Marburg, 23.05.06) Aus dem Kreis Aachen wird ein Meningokokken-Verdachtsfall gemeldet. Wie die Aachener Zeitung am 22. Mai berichtet, erkrankte ein vierjähriger Junge aus Stolberg an Meningitis und wurde am Samstagabend ins Bethlehem-Krakenhaus eingeliefert. Der Zustand des Kindes ist stabil.
Nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes wurden insgesamt 120 Personen ermittelt und prophylaktisch mit Antibiotika versorgt.
Dies ist der dritte bestätigte Meningitis-Fall im Kreis Aachen in diesem Jahr.
(Marburg, 18.05.06) Der dreijährige Junge aus dem Neckar-Odenwald-Kreis (siehe Meldung vom 17. Mai) ist in Folge der Meningokokken-Infektion am Montagnachmittag in der Heilbronner Kinderklinik gestorben, meldet die Heilbronner Stimme am 17. Mai. Die Infektion war durch Meningokokken, Typ C, verursacht worden.
(Marburg, 17.05.06) Ein dreijähirger Junge aus Hüffenhardt (Neckar-Odenwald-Kreis, Baden-Württemberg) ist lebensgefährlich an Meningokokken-C erkrankt. Wie die Heilbronner Stimme in ihrer Ausgabe vom 16. Mai berichtet, erkrankte der Junge am vergangenen Donnerstag und wurde umgehend ins Krankenhaus eingewiesen. Nach Auskunft des Landratsamts in Mosbach wurden alle, die bis zu zehn Tage zuvor mit dem Kind in Kontakt kamen, vorbeugend mit einem Antibiotikum behandelt.
(Marburg, 12.05.06) In Ibbenbüren (Kreis Schweinfurt, Nordrhein-Westfalen) sind zwei Menschen in diesem Monat an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie der Regionalsender wmtv-online am 10. Mai berichtet, war Anfang Mai ein 16-Jähriger erkrankt. Nun behandeln die Ärzte des Ibbenbürener Klinikums eine 21-jährige Frau. Die Patientin befindet sich nach Aussagen der Ärzte auf dem Weg der Besserung.
Einen Zusammenhang der beiden Meningitis-Fälle gibt es nach Aussagen der Ärzte icht.
(Marburg, 10.05.06) Aus Köln (Nordrhein-Westfalen) werden zwei Meningokokken-Erkrankungen gemeldet. Wie der Kölner Stadtanzeiger in seiner Ausgabe vom 9. Mai berichtet, sind zwei zweieinhalb und sechs Jahre alte Geschwister an bakterieller Meningitis erkrankt. Beide Mädchen wurden am Montagabend ins Krankenhaus eingeliefert. Der Zustand der jüngeren Schwester wird nach Auskunft des Gesundheitsamtes als äußerst ernst eingestuft.
Es handelt sich um den neunten und zehnten Fall einer bakteriellen Hirnhautentzündung in diesem Jahr in Köln.
Aktuelle Fälle im April 2006
(Marburg, 26.04.06) Aus dem Kreis Gütersloh wird eine Meningokokken-Infektion gemeldet. Wie die Neue Westfälische in ihrer Ausgabe vom 25. April berichtet, starb ein zweijähriger Junge aus Gütersloh im Bielefelder Krankenhaus Gilead an Hirnhautentzündung.
(Marburg, 19.04.06) Ein dreijähriger Junge aus Markersdorf bei Görlitz (Niederschlesischer Oberlausitzkreis, Sachsen) ist schwer an Meningitis erkrankt. Laut Angaben der Nachrichtenagentur ddp vom 19. April erkrankte das Kind am vergangenen Samstag. Nach Auskunft der Ärzte befindet sich der Junge bereits auf dem Weg der Besserung. Die Gesundheitsbehörden ermittelten 77 Personen, die vorsorglich mit Antibiotika behandelt wurden.
(Marburg, 19.04.06) Ein Kindergartenkind aus Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg), das den Kindergarten Weimarstraße besucht, ist nach Angaben der Stuttgarter Zeitung vom 19. April am vergangenen Wochenende an Meningitis erkrankt. Enge Kontaktpersonen sind informiert worden.
(Marburg, 12.04.06) In Reutlingen (Kreis Reutlingen, Baden-Württemberg) ist ein dreijähriges Mädchen vermutlich an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie der Reutlinger General-Anzeiger in seiner Ausgabe vom 12. April mitteilt, wurde das Kind am Montag in die Klinik am Steinenberg aufgenommen. Da das Mädchen einen Reutlinger Kindergarten besucht, wurden alle Eltern über den Verdacht informiert.
(Marburg, 12.04.06) In Köln (Nordrhein-Westfalen) erkrankte eine 33-jährige Frau an bakterieller Meningitis. Wie die Nachrichtenagentur ddp am 11. April berichtet wurde die Kölnerin am Dienstag vergangener Woche in ein Krankenhaus gebracht. Enge Kontaktpersonen erhielten eine Antibiotika-Prophylaxe. Nach Auskunft des Kölner Gesundheitsamtes ist der gesundheitliche Zustand der Frau stabil.
Dies ist der achte Fall einer Meningokokken-Infektion in Köln in diesem Jahr.
(Marburg, 07.04.06) Ein 20 Jahre alter Auszubildender aus Berlin-Wedding ist am Mittwoch wegen einer Meningokokken-Meningitis ins Virchow-Klinikum eingeliefert worden. Wie die Welt in ihrer Ausgabe vom 7. April berichtet, ist der Zustand des jungen Mannes lebensbedrohlich. Der 20-Jährige besucht eine Berufs-Fachschule an der Spandauer Nonnendammallee, die von insgesamt 2.500 jungen Menschen aus dem gesamten Stadtgebiet besucht wird. Die Gesundheitsbehörden eruieren derzeit enge Kontaktpersonen, die vorsorglich Antibiotika einnehmen sollten.
(Marburg, 06.04.06) Seit Montag befindet sich ein Siebtklässler aus Remscheid (Oberbergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) im Krankenhaus mit Verdacht auf bakterielle Meningitis, berichtet die Nachrichtenagentur ddp am 6. April.
Die Familie und enge Kontaktpersonen des Jungen wurden vorsorglich mit Medikamenten behandelt.
(Marburg, 05.04.06) Aus Dortmund wird die Meningokokken-Erkrankung eines dreijähriges Mädchen gemeldet. Wie die Nachrichtenagentur ddp am 5. April berichtet, war die Meningokokken-Infektion am Sonntag festgestellt worden.
Das Mädchen befindet sich bereits auf dem Weg der Besserung.
Engen Kontaktpersonen wurde empfohlen, zu einem Arzt zu gehen, um sich dort ggf. mit Antibiotika behandeln zu lassen.
Meningokokken-Fälle in 2005
Aktuelle Fälle im Dezember 2005
(Marburg, 29.12.05) Aus Hof (Bayern) wird die Meningokokken-Erkrankung eines 15-jähriger Realschülers gemeldet. Wie die Frankenpost in ihrer Ausgabe vom 24. Dezember mitteilt, geht es dem Jugendlichen den Umständen entsprechend gut. Nach Auskunft von Dr. Thomas Schörner - Leiter der Abteilung Gesundheitswesen des Hofer Landratsamts - wurden enge Kontaktpersonen recherchiert und aufgefordert, sich vorbeugend mit Antibiotika behandeln zu lassen. Ende 2002 und Anfang 2004 starben zwei Hofer Schüler an Meningokokken-Infektionen. Es handele sich zwar um den selben Erreger-Typ wie bei den Todesfällen, sagte Dr. Schörner, aber der Verlauf der Erkrankung des Realschülers sei bei weitem nicht so dramatisch.
(Marburg, 22.12.05) Der 20-jährige am Meningokokken erkrankte Student aus Freising (siehe Meldung vom 15. Dezember) ist gestorben. Der 20-jährige Mann war ein Austauschstudent aus Ungarn und nahm an dem sogenannten "Erasmus" - Programm teil. Er hatte sein Studium zum Wintersemester an der Fachhochschule Weihenstephan aufgenommen. Trotz intensivster Bemühungen der Münchener Ärzte konnte dem jungen Mann nicht geholfen werden.
Wie der Münchener Merkur in seiner Ausgabe vom 22. Dezember schreibt, hat es nach Auskunft des stellvertretenden Freisinger Gesundheitsamtschefs Dr. Herbert Engelhardt keine weiteren Erkrankungsfälle gegeben.
(Marburg, 19.12.05) Ein dreijähriges Mädchen aus Berlin ist an den Folgen einer Meningokokken-Meningitis gestorben. Wie der Tagesspiegel in seiner Ausgabe vom 19. Dezember berichtet, verstarb das Kind in der Nacht zum vergangenen Dienstag im Vivantes-Klinikum in Berlin-Friedrichshain.
Das Mädchen besuchte eine Kindertagestätte in Berlin Mitte. Der zuständige Amtsarzt ließt etwa 60 enge Kontaktpersonen ermitteln, die aufgefordert wurden, sich vorbeugend mit Antibiotika behandeln zu lassen.
(Marburg, 15.12.05) Ein junger Mann aus Freising (Landkreis Freising, Bayern), Student an der Fachhochschule Weihenstephan, ist an einer Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie der Merkur online in seiner Ausgabe vom 15. Dezember berichtet, wird der Student auf der Intensivstation einer Münchener Klinik behandelt. Nach Aussagen der behandelnden Ärzte sei sein Zustand ernst. Enge Kontaktpersonen wurden informiert und haben sich vorsorglich für eine Antibiotika-Prophylaxe in ärztliche Behandlung gegeben.
Aktuelle Fälle im November 2005
(Marburg, 28.11.05) Aus dem Kreis Aachen (Nordrhein-Westfalen) wird die Meningokokken-Erkrankung eines fünfjährigen Mädchens gemeldet. Wie die Aachener Zeitung in ihrer Ausgabe vom 28. November berichtet, wird das Kind aus Alsdorf im Uni-Klinikum behandelt.
Etwa 100 Personen aus dem Umfeld des Mädchens, die den Anna-Park-Kindergarten in Alsdorf besucht, wurde eine vorbeugende Einnahme von Antibiotika empfohlen.
Nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes handelt es sich um die 12. Meldung einer Meningokokken-Erkrankung im Kreis Aachen in diesem Jahr.
(Marburg, 16.11.05) Ein 17-jähriger Schüler aus der 10. Klasse eines Garmisch-Partenkirchener Gymnasiums ist am Wochenende mit Verdacht auf Meningokokken-Meningitis ins Krankenhaus eingewiesen worden. Laut Angaben des Klinikums ist er nach Antibiotikagabe über dem Berg. Sofort nach Bekanntwerden des Falles hat das Gesundheitsamt gestern Vorsichts- und Prophylaxemaßnahmen veranlasst. Laut Dr. Meßner wurden Schulleitung, Schüler und Lehrkräfte informiert. Aber auch sämtliche Ärzte und Apotheken im Landkreis seien verständigt worden. Zudem habe die Klinik selbst die in engstem Kontakt zu dem Schüler stehenden Personen ausfindig gemacht und diesen eine Antibiotikaprophylaxe angeraten.
(Marburg, 15.11.05) Ein 16-jähriger Lehrling, der am 9. November wegen einer Meningokokken-Meningitis in die Klinik eingeliefert wurde, geht es besser. Der Zustand des Jugendlichen habe sich "rasch und nachhaltig gebessert", schildert Chefarzt Dr. Eder. Etwa 40 Personen im Umfeld des Jugendlichen, die sich bei Ärzten bzw. im Krankenhaus gemeldet haben, bekamen vorbeugend ein Antibiotikum, teilte Dr. Karl Breu, der Leiter des Gesundheitsamt Weilheim mit. Der 16-Jährige aus dem Raum Schongau war vor gut einer Woche mit Bekannten auf einer Hütte, wo sich mehrere Leute über längere Zeit in einem Raum aufhielten. Auch diese Vereinsmitglieder sind über den Meningitisfall informiert worden.
(Marburg, 08.11.05) Zwei Meningokokken-Verdachtsfälle in Syke (Kreis Diepholz , Niedersachsen) meldet die Kreiszeitung in ihrer Ausgabe vom 7. November. Ein 30-jähriger Fach- und Klassenlehrer der Haupt- und Realschule Bruchhausen-Vilsen und einer seiner sechzehnjährigen Schüler sind mit Verdacht auf Meningokokken-Meningitis in Krankenhäusern in Bremen und Celle eingeliefert worden. 160 Schüler wurden vorbeugend mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 03.11.05) Eine Oberstufen-Schülerin des Ostsee-Gymnasiums Timmendorfer Strand (Kreis Ostholstein) ist an bakterieller Meningitis erkrankt. Wie die Kieler Nachrichten in ihrer Ausgabe vom 2. November berichten, befindet sich die junge Frau, die in der Universitätsklinik Lübeck behandelt wird, auf dem Weg der Besserung. Enge Kontaktpersonen wurden vorbeugend mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 02.11.05) Aus Köln (Nordrhein-Westfalen) wird die Erkrankung eines 20-jährigen Mannes gemeldet. Wie der Kölner Stadtanzeiger in seiner Ausgabe vom 28. Oktober berichtet, wurde der junge Mann am Montag vergangener Woche mit Symptomen einer Hirnhautentzündung in eine Krankenhaus eingeliefert. Die Diagnose einer bakteriellen Meningitis hat sich bestätigt. Dem Patienten geht es nach Angaben der Zeitung wieder gut.
Aktuelle Fälle im Oktober 2005
(Marburg, 12.10.05) Ein zweijähriger Junge aus Frankfurt/ Oder (Brandenburg) erkrankte an bakterieller Meningitis. Wie die Märkische Oderzeitung in ihrer Ausgabe vom 11. Oktober berichtet, wurde der Junge, der die Kindertagesstätte Kunterbunt in Frankfurt besucht, am Montag ins Krankenhaus eingeliefert. Nach Auskunft des Amtsarztes, Dr. Thomas Menn, sei der gesundheitliche Zustand des Jungen stabil.
Alle engen Kontaktpersonen wurden vom Gesundheitsamt ermittelt und über Symptome und die Notwendigkeit einer Antibiotika-Therapie aufgeklärt.
Aktuelle Fälle im September 2005
(Marburg, 22.09.05) Ein vierjähriges Mädchen aus der Gemeinde Simmerath (Kreis Aachen, Nordrhein-Westfalen) ist am Mittwoch an den Folgen einer Meningokokken-Meningitis gestorben. Wie die Kölnische Rundschau in ihrer Ausgabe vom 22. September berichtet, wurde das Kind am Montag in das Bethlehem Gesundheitszentrum Stolberg eingeliefert. Nach Auskunft des kommissarischen Leiters des Gesundheitsamtes des Kreises Aachen, Dr. Karlo Körlings, wurden alle engen Kontaktpersonen ermittelt und aufgefordert, vorsorglich Antibiotika einzunehmen.
(Marburg, 16.09.05) Der Donaukurier berichtet in seiner Ausgabe vom 16. September von der Meningokokken-Erkrankung eines zehnjährigen Schülers, der die Eichstätter Volksschule Am Graben besucht. Nach Auskunft des Leiters der Gesundheitsabteilung des Landratsamtes, Dr. Ronald Meersteiner, stehen die Laboruntersuchungsergebnisse zwar noch aus, es sei aber davon auszugehen, dass es sich um eine Meningokokken-Meningitis handle. Der Junge werde in der Kinderklinik in Neuburg behandelt und sei außer Lebensgefahr. Alle nahen Kontaktpersonen wurden vorbeugend mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 14.09.05) Eine 17-Jährige aus Ahrensfelde (Kreis Barnim, Brandenburg) wurde am Samstag mit Verdacht auf Meningitis in das Unfallkrankenhaus Marzahn eingeliefert. Wie die Welt in ihrer Ausgabe vom 14. September berichtet, ist noch unklar, ob es sich um eine virusbedingte oder bakterielle Erkrankung handelt.
(Marburg,13.09.05) Ein dreijähriges Mädchen aus Fröndenberg (Kreis Unna, Nordrhein-Westfalen), das den DRK-Kindergarten Puzzlekiste in Bönen besucht, ist in Folge einer Meningokokken-Infektion in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ins Iserlohner Bethanien-Krankenhaus eingeliefert worden. Wie der Westfälische Anzeiger in seiner Ausgabe vom 9. September berichtet, wurden sofort Maßnahmen des Kreisgesundheitsamtes ergriffen, um alle engen Kontaktpersonen zu informieren und auf die Notwendigkeit einer Antibiotika-Prophylaxe hinzuweisen. Nach Auskunft des Amtsarzt des Kreises Unna, Dr. Bernhard Jungnitz, ist der Zustand des Mädchens stabil. Das Laborergebnis bestätigte am Freitag, dass es sich um eine Meningokokken-Sepsis handelt.
Der Kreis Unna hat eine Informations-Hotline eingerichtet: Tel. 0 3 03/27-22 54, 27-23 54 und 27-24 54.
(Marburg, 12.09.05) Mit Verdacht auf eine Meningokokken-Meningitis ist am vergangenen Donnerstag ein 18-jähriger Schüler aus Baesweiler (Nordrhein-Westfalen, Kreis Aachen) in ein Krankenhaus in Arles eingeliefert worden. Wie die Aachener Zeitung in ihrer Ausgabe vom 9. September berichtet, ist der Zustand des 18-Jährigen nach Auskunft des Gesundheitsamtes des Kreises Aachen stabil. Der Gymnasiast befand sich auf einer Klassenfahrt in Südfrankreich; die Studienfahrt begann am 3. September. Insgesamt 59 Personen, die engeren Kontakt mit dem Schüler hatten, ermittelte das Kreisgesundheitsamt. Alle engen Kontaktpersonen erhielten bereits vorsorglich Antibiotika.
Aktuelle Fälle im Juli 2005
(Marburg, 20.07.05) Eine 15-jährige Schülerin aus dem Kreis Regensburg starb in der Nacht zum Sonntag an dem Folgen einer Meningokokken-Meningitis, berichtet die Rheinische Post in ihrer Ausgabe vom 18. Juli. Wie der Leiter des Regensburger Gesundheitsamtes, Heinrich Körber, erklärte, war die Gymnasiastin in der Nacht zum Sonntag gegen ein Uhr mit heftigen Krankheitssymptomen in ein Klinikum eingeliefert worden und starb nur fünf Stunden später.
Etwa 70 Personen wurden vorbeugend mit Antibiotika behandelt. Nach Auskunft des Gesundheitsamtes handelte es sich um eine Infektion durch den Serotyp C.
(Marburg, 11.07.05) Eine 14-jährige Schülerin aus dem Landkreis Kitzingen (Bayern) starb am Freitag an den Folgen einer Meningokokken-Meningitis. Wie die Mainpost am 8. Juli berichtet, verstarb das Mädchen im Leopoldina-Krankenhaus in Schweinfurt. Die Infektion wurde von Meningokokken des Serotyps C hervorgerufen. Der Leiter des Gesundheitsamtes Kitzingen, Dr. Joachim Eich, berichtet, dass sich ein weiterer Verdachtsfall bakterieller Meningitis nicht bestätigt habe. Etwa 60 Personen aus dem engen Umfeld der 14-Jährigen wurden vorbeugend mit Antibiotika behandelt.
Aktuelle Fälle im Juni 2005
(Marburg, 29.06.05) Die Aachener Zeitung meldet in ihrer online-Ausgabe vom 24. Juni die Erkrankung eines neunjährigen Jungen aus Würselen (Kreis Aachen, Nordrhein-Westfalen), der mit einer Meningokokken-Sepsis in das Universitätsklinikum Aachen eingeliefert worden ist. Dem Kind gehe es den Umständen entsprechen gut, teilte ein Sprecher des Gesundheitsamtes mit.
100 Kontaktpersonen wurden vom Kreisgesundheitsamt Aachen ermittelt. Ihnen wurde empfohlen, vorbeugend Antibiotika einzunehmen. Über den Serotyp ist noch nichts bekannt.
Anfang Mai verstarb eine 18-jährige Frau aus dem Kreis Aachen an den Folgen einer Meningokokken-Meningitis Serotyp B. (Siehe Meldung vom 4. Mai)
(Marburg, 28.06.05) Ein vierjähriges Mädchen aus Goch (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen) ist am Sonntag wegen einer Meningokokken-Meningitis ins Klever Antonius-Hospital eingeliefert worden. Wie die Neue Ruhrzeitung in ihrer Ausgabe vom 27. Juni berichtet, besucht das Mädchen den St. Maria Magdalena Kindergarten in Goch, der am Montag geschlossen blieb. Alle Eltern der etwa 100 Kindergartenkinder wurden informiert. Das Kreisgesundheitsamt empfahl allen engen Kontaktpersonen eine vorbeugende Behandlung mit Antibiotika.
Es handelt sich um den sechste Meningitisfall in diesem Jahr im Kreis Kleve. "Es trifft uns in diesem Jahr hart", sagte Kreissprecher Eduard Großkämper. Einen Zusammenhang zu den Gocher Erkrankungsfällen im März (ein dreijähriges Mädchen und ein 15-jähriger Schüler starben, siehe Meldung vom 17.03.05) bestehe nicht.
(Marburg, 27.06.05) Ein 13-jähriger Junge aus Duisburg (Nordrhein-Westfalen) starb am vergangenen Mittwoch im Hamborner St. Johannes-Hospital an den Folgen einer Meningokokken-C-Infektion. Wie die Westdeutsche Allgemeine in zwei Artikeln vom 23. und 24. Juni mitteilt, sind alle 25 unmittelbaren Kontaktpersonen des Jungen, der eine Schule im Ortsteil Beeck besuchte, vorsorglich im Antibiotika behandelt worden.
Aktuelle Fälle im Mai 2005
(Marburg, 24.05.05) Die Aachener Zeitung berichtet in ihrer online-Ausgabe vom 19. Mai von einem Todesfall in Folge einer Meningokokken-Infektion. Eine 76-jährigen Frau aus Alsdorf (Kreis Aachen, Nordrhein-Westfalen) starb, gab der Kreis Aachen am Donnerstag bekannt.
Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 24 Meningokokken-Fälle im Raum Aachen festgestellt worden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Erkrankungen verdoppelt. Nach Auskunft des Nationalen Referenzzentrums für Meningokokken in Würzburg (NRZM) wurden in allen Fällen der Serotyp B festgestellt, gegen den es keine Impfung gibt. In 50 Prozent der Fälle habe auch der Feintyp übereingestimmt, erklärte Johannes Elias, Mikrobiologe am NRZM.
(Marburg, 15.05.05) Aus Mittweida (Kreis Mittweida, Sachsen) meldet die Leipziger Volkszeitung in ihrer Ausgabe vom 13. Mai eine Meningokokken-Erkrankung. Eine Achtklässlerin wurde am vergangenen Mittwoch ins Krankenhaus der Kreisstadt eingeliefert. Bei dem Erreger handelt es sich um Meningokokken Typ B.
Amtsärztin Annelie Jordan veranlasste, dass enge Kontaktpersonen der 14-Jährigen eine Antibiotika-Prophylaxe erhielten. Auf Anordnung des Gesundheitsamtes musste die Mittelschule des Mädchens am Donnerstag und am Freitag geschlossen werden.
(Marburg, 13.05.05) Ein 15-jähriger Schüler aus Mariaweiler (Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen), der die Anne-Frank-Gesamtschule besucht, ist vermutlich an Meningokokken- Meningitis erkrankt, berichtet die Aachener Zeitung in ihrer Ausgabe vom 11. Mai.
Das Gesundheitsamt Düren ermittelte enge Kontaktpersonen und empfahl diesen eine Antibiotika-Prophylaxe. Die Erkrankung ist bereits die achte Meningokokken-Infektion in diesem Jahr im Kreis Düren.
(Marburg, 09.05.05) Aus dem Kreis Soest (Nordrhein-Westfalen) meldet der Soester Anzeiger in seiner Ausgabe vom 7. Mai einen weiteren Fall bakterieller Meningitis. Ein 17-jähriger Schüler aus Lippstadt, der in Rhynern die Lohschule besucht, ist am Mittwochnachmittag mit Symptomen einer Meningokokken-Meningitis ins Evangelische Krankenhaus Lippstadt eingeliefert worden.
Dieser Fall stehe nicht mit der Erkrankung des 16-Jährigen aus Werl (siehe Meldung vom 6. Mai) in Verbindung, teilte das Gesundheitsamt mit. Die Typisierung des Erregers wird für Ende der Woche erwartet. Der Verdachtsfall (17-jähriger Freund des Erkrankten) hat sich nach Auskunft der behandelnden Ärzte nicht bestätigt. Bei ihm handelt es sich um die im Vergleich zur Meningokokken-Meningitis harmlosere Virus-Meningits.
(Marburg, 06.05.05) Aus dem Kreis Soest (Nordrhein-Westfalen) werden zwei Meningokokken-Erkrankungen gemeldet. Wie der Westfälische Anzeiger in seiner Ausgabe vom 5. Mai berichtet, werden ein 16-Jähirger aus Hamm und sein 17-jähriger Freund, der das Berufskolleg in Soest besucht, mit Verdacht auf Meningokokken-Meningits in einem Krankenhaus in Werl behandelt.
(Marburg, 04.05.05) Die 18-jährige an Meningokokken erkrankte Frau aus Herzogenrath ist am Dienstag in einem Würselener Krankenhaus an Hirnhautentzündung gestorben, berichten die Aachener Nachrichten in der Ausgabe vom 3. Mai. Es handelte sich um eine Infektion mit Meningokokken Typ B.
Aktuelle Fälle im April 2005
(Marburg, 02.05.05) Nach einem Bericht des Westfälischen Anzeigers vom 2. Mai erkrankte in Hamm (Kreis Hamm, Nordrhein-Westfalen) ein fünfjähriger Junge an Meningokokken Typ B. Dem Kind gehe es zunehmend besser, teilte Prof. Dr. Lothar Reinken, geschäftsführender Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin am Evangelischen Krankenhaus (EVK) mit. Etwa 100 Kindern - beziehungsweise deren Eltern - des Kindergartens "Abenteuerland" im Hammer Westen, den der Fünfjährige besuchte, wurde eine Antibiotika-Prophylaxe empfohlen.
(Marburg, 29.04.05) Eine 18-jährige Frau aus Herzogenrath (Kreis Aachen Land, Nordrhein-Westfalen) erkrankte an Meningokokken-Meningitis. Wie auf der Homepage des Kreises zu lesen ist, wird ihr Zustand als sehr ernst beschrieben. Mehr als 100 Personen wurde eine Antibiotika- Einnahme empfohlen.
(Marburg, 27.04.05) Ein vierjähriger Junge aus Biblis (Kreis Bergstraße, Hessen) starb am Samstag an den Folgen einer Meningokokken-Meningitis. Wie die Rheinische Post in ihrer Ausgabe vom 26. April berichtet, traten die ersten Anzeichen der Erkrankung am Freitag auf. Das Kind wurde in die Kinderklinik Worms verlegt. Innerhalb weniger Stunden verschlechterte sich sein Zustand.
Ein Sprecher des Gesundheitsamtes des Kreises Bergstraße teilte mit, dass alle 110 Kinder des Kindergartens, den der Junge besuchte, sowie enge Kontaktpersonen vorsorglich Antibiotika erhalten haben.
(Marburg, 11.04.05) Ein 17-jähriger Gymnasiast aus Düren (Nordrhein-Westfalen) ist an Meningokokken-Meningitis erkrankt, berichtet die Aachener Zeitung in ihrer Ausgabe vom 8. April. Die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Marianne Hoff-Gehlen, teilte mir, dass dies der sechste Meningokokken-Fall im Kreis Düren in diesem Jahr sei. Zwei bis sechs Fälle, mit Schwerpunkt im ersten Quartal, gebe es pro Jahr im Kreis Düren. Engen Kontaktpersonen wurde eine Antibiotika-Prophylaxe empfohlen. Bei den ersten fünf Fällen handelte es sich um Serogruppe B. Das Ergebnis des aktuellen Falles stehe noch aus, erklärte das Gesundheitsamt auf Nachfrage.
Aktuelle Fälle im März 2005
(Marburg, 29.03.05) Ein zweijähriges Mädchen aus Oberaudorf (Kreis Rosenheim, Bayern) erkrankte an Meningokokken-Meningitis und wird im Klinikum Rosenheim behandelt. Wie die Rosenheimer Nachrichten am 26. März berichten, wurde das Gesundheitsamt am Montag vom Klinikum über den Meningokokken-Verdacht unterrichtet und ermittelte sofort alle Kontaktpersonen. Die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Irmgard Wölfl, teilte mit, das der Großteil der Medikamentenabgabe für die Prophylaxe der engen Kontaktpersonen vom Klinikum übernommen worden sei.
Der Erreger ist bereits nachgewiesen. Es handelt sich um Meningokokken Typ C, gegen dem man, wie Frau Dr. Wölfl der Zeitung gegenüber betonte, impfen kann. Zwischen diesem und den schon bekannten drei weiteren Fällen im Landkreis Rosenheim bestehe kein Zusammenhang.
(Marburg, 26.03.05) Im Oberallgäu sind zwei Jugendliche an Meningokokken erkrankt. Wie die Allgäuer Zeitung in mehreren Artikeln der letzten beiden Wochen berichtet, wurden ein 14-Jähriger und ein 15-Jähriger aus Waltenhofen (Kreis Oberallgäu, Bayern) mit Meningokokken-Sepsis ins Krankenhaus eingeliefert.
Der 15-jährigen Schüler des Allgäu-Gymnasiums erkrankte am 14. März.
Der zweite Erkrankungsfall stehe nach Auskunft der Gesundheitsamtleiterin Dr. Irmgard Harms nicht mit dem ersten in Verbindung. Am 20. März wurde ein 14-jähriger Realschüler ins Kemptener Krankenhaus eingeliefert.
Frau Dr. Harms berichtet, dass es sich um Meningokokken der Serogruppe C handelte, gegen die eine Schutzimpfung möglich ist. Sie schließt nicht aus, dass es - falls weiter Fälle auftreten - wie auch im letzten Jahr zu Reihenimpfungen kommen könne. Beiden Jugendlichen geht es nach Auskunft von Frau Dr. Harms wieder besser.
(Marburg, 17.03.05) Im Umfeld der Berichterstattung über den Todesfall des 15-jährigen Realschülers aus Kevelaer, berichtet die Neue Ruhrzeitung in ihrer Ausgabe vom 17. März über einen weiteren Todesfall. Ein dreijähriges Mädchen aus Goch (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen), bei dem ebenfalls eine Meningokokken-Infektion vermutet wurde, starb am 6. März. Der Sprecher des Kreises Kleve, Eduard Großkämper, betonte, dass es zwischen beiden Fällen keinen Zusammenhang gebe.
(Marburg, 16.03.05) Ein 15-jähriger Schüler aus Kevelaer (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen) ist vermutlich an den Folgen einen Meningokokken-Infektion gestorben, berichtet der Westdeutsche Rundfunk am 15. März in seinen online-Meldungen.
Das Ergebnis der Erregerbestimmung wird in den nächsten Tagen erwartet.
Der 15-jährige Realschüler war am Donnerstag ins Krankenhaus eingeliefert worden. Bereits am Wochenende wurden Vorsorgemaßnahmen für enge Kontaktpersonen eingeleitet. Insgesamt wurden 120 Personen mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 17.03.05) Die Badische Zeitung meldet in Ihrer Ausgabe vom 15. März einen Meningokokken-Fall aus dem Landkreis Lörrach (Baden-Württemberg). Eine 14-jährige Schülerin aus dem Kreis erkrankte am Wochenende an einer schweren Form bakterieller Hirnhautentzündung.
(Marburg, 14.03.05) Im Kreis Saale-Orla (Thüringen) sind in den vergangenen Tagen vier Meningokokken-Erkrankungen diagnostiziert worden, berichtet die Ostthüringische Zeitung in ihrer Ausgabe vom 10. März. Bei den vier Fällen in verschiedenen Orten des Kreises handelt es sich um zwei Kindergartenkinder, einen Jugendlichen und einen Erwachsenen, die derzeit im Krankenhaus behandelt werden. Kontaktpersonen wurde eine Prophylaxe empfohlen.
Weitere Informationen unter: Tel. 0 36 63/ 4 88 - 6 52 bzw. 0 36 47/ 4 48 - 1 71.
(Marburg, 09.03.05) Ein 21-jähriger Mann aus dem Landkreis Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) ist an bakterieller Hirnhautentzündung erkrankt. Wie die Mitteldeutsche Zeitung am 9. März berichtet, wurde am Dienstag bekannt, dass der junge Mann, dessen Zustand nach Auskunft der Amtsärztin Dorothea Bellstedt sehr kritisch ist, per Hubschrauber in die Universitätsklinik nach Halle verlegt worden ist. Dies ist der achte Erkrankungsfall im Kreis Sangerhausen, seit August 2004.
(Marburg, 08.03.05) Die Thüringische Landeszeitung berichtet am 7. März von zwei Meningokokken-Erkrankungen im Wartburgkreis (Thüringen). Ein 18-Jähriger und eine 20-Jährige erkrankten an Meningitis. Nach Auskunft der Amtsärztin Dr. Babett Sippel geht es beiden besser, der junge Mann sei bereits aus dem Krankenhaus entlassen worden.
Insgesamt 53 enge Kontaktpersonen wurden ermittelt. Ihnen wurde eine Antibiotika-Prophylaxe empfohlen.
(Marburg, 04.03.05) Wie die Aachener Zeitung in ihrer Ausgabe vom 3. März berichtet, gab es im Kreis Aachen im Februar insgesamt fünf Meningokokken-Erkrankungen. Nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes sei die Zahl nicht “auffällig hoch”. Betroffen sind auch ein neun Monate altes Baby und zweieinhalbjähriges Mädchen (siehe Meldung vom 23. Februar), dessen Zustand derzeit noch etwas kritisch sei. Im vergangenen Jahr gab es elf Meningokokken-Infektionen im Kreis Aachen, in 2003 insgesamt sieben. Schwankungen der Fallzahlen von Jahr zu Jahr gibt es landes- und bundesweit.
(Marburg, 03.03.05) Ein zweieinhalbjähriger Junge aus Gotha (Thüringen) erkrankte am 19. Februar an Meningokokken (Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom) und wurde zunächst in Gotha und dann in Erfurt behandelt. Nach Auskunft des Gesundheitsamtes Gotha geht es dem Kind wieder besser. Eine Erregertypisierung konnte nicht vorgenommen werden, da die Schwere des Krankheitsbildes und der rasante Verlauf eines Waterhouse-Friedrichsen-Syndroms eine sofortige Therapie erfordern. Erregermaterial konnte daher nicht isoliert werden.
Wie die Thüringer Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 1. März berichtet, kam es nach Bekannt werden der Meningokokken-Infektion zu einem tragischen Todesfall. Ein vierjähriger Junge erstickte bei der Einnahme einer Antibiotika-Kapsel. Die vorbeugende Einnahme von Antibiotika für enge Kontaktpersonen ist aus medizinischen Gründen unverzichtbar und wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) mit Dosierungsangaben und Art der Antibiotika ausdrücklich empfohlen.
(Marburg, 02.03.05) Ein fünfjähriger Junge aus Neukölln (Berlin) ist an bakterieller Meningitis erkrankt, berichtet Radio Berlin-Brandenburg-online am 1. März. Nach Auskunft des Neuköllner Gesundheitsamtes wurden alle Kontaktpersonen des Kindergartenkindes prophylaktisch behandelt.
Aktuelle Fälle im Februar 2005
(Marburg, 01.03.05) Ein vierjähriger Junge aus Quierschied (Kreis Saarbrücken, Saarland) ist an Meningitis erkrankt und wird zurzeit im Krankenhaus behandelt. Erste Anzeichen traten am Wochenende auf, berichtete der Saarländische Rundfunk am 28. Februar. Nach Angaben des Gesundheitsamtes gehe es dem Kind wieder besser. Enge Kontaktpersonen wurden vorbeugend mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 28.02.05) In der Gemeinde Kronburg (Kreis Unterallgäu, Bayern) sind ein zwölfjähriger Junge und ein zweijähriges Mädchen an Meningokokken erkrankt.
Nach Angaben des Gesundheitsamtes in Mindelheim seien die Kinder inzwischen außer Lebensgefahr und konnten von der Intensivstation der Memminger Kinderklinik verlegt werden, berichtet die Allgäuer Zeitung in ihrer Ausgabe vom 25. Februar.
Die Krankheit ist bei den Kindern bereits vor einer beziehungsweise zwei Wochen ausgebrochen, so der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Jürgen Seemann. Einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen gebe es nicht.
(Marburg, 28.02.05) Aus Menden (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) meldet die Westfalenpost in ihrer Ausgabe vom 28. Februar einen Meningitis-Fall. Am vergangenen Montag erkrankte dort eine 15-jährige Schülerin, die das Heilig-Geist-Gymnasium in Menden besucht, am Hirnhautentzündung. Zunächst wurde sie in das Krankenhaus Wimbern eingeliefert, dann jedoch in eine Spezialklinik nach Dortmund weitertransportiert. Sie ist außer Lebensgefahr.
In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Märkischen Kreises wurde am Mittwoch ein Informationsblatt verteilt, das unmittelbare Kontaktpersonen (wie beispielsweise Sitznachbarn der 15-Jährigen) aufforderte, zum Arzt zu gehen. Der Schule war diese Empfehlung nicht umfangreich genug. Die gesamte Klasse wurde sofort nach Hause entlassen. Die Eltern wurden aufgefordert, ihre Kinder zur ärztlichen Behandlung zu bringen.
(Marburg, 23.02.2005) Über drei Fälle bakterieller Meningitis im Kreis Aachen berichtet die Aachener Zeitung in ihrer online-Ausgabe vom 22. Februar. Es handelt sich um einen 16-jährigen Jungen, der das Schulzentrum Herzogenrath besucht, um einen 15-jährigen Schüler der Gemeinschaftshauptschule Kohlscheid und um ein zweieinhalbjähriges Mädchen aus Würselen. Bei allen drei Fällen hat sich der Verdacht einer Meningokokken-Infektion bestätigt, teilte Dr. Karlo Körlings vom Kreisgesundheitsamt am Dienstag mit. Etwa 100 Personen wurden vom Kreisgesundheitsamt ermittelt und vorsorglich mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 22.02.05) In Höhenkirchen (Kreis München) ist ein 12-jähriger Junge an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie die Zeitung Merkur in ihrer Ausgabe vom 22. Februar berichtet, zeigten sich bei dem Gymnasiasten Mitte vergangener Woche die ersten Symptome. Der Junge, dessen Gesundheitszustand mittlerweile stabilisiert ist, wird im Harlachinger Krankenhaus behandelt. Nach Auskunft von Dr. Gerhard Schmid, Leiter der Gesundheits-Abteilung im Landratsamt München, wurden 60 bis 70 enge Kontaktpersonen ermittelt, denen eine Antibiotikaprophylaxe empfohlen wurde.
(Marburg, 18.02.05) Die Aachener Nachrichten melden in ihrer Ausgabe vom 16. Februar die Meningokokken-Erkrankung einer Hauptschülerin aus Erkelenz (Kreis Heinsberg, Nordrhein-Westfalen). Nach Auskunft des Gesundheitsamtes wurden enge Kontaktpersonen ermittelt und vorbeugend mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 18.02.05) Die Allgäuer Zeitung berichte in ihrer Ausgabe vom 17. Februar über die Meningokokken-Erkrankung eines siebenjährigen Jungen im Ostallgäu. Der Grundschüler aus Schwangau wurde am vergangenen Freitag mit einer Meningokokken-Sepsis ins Kemptener Krankenhaus eingeliefert. Der Zustand des Kindes ist nach Auskunft von Johann Gundel vom Gesundheitsamt Ostallgäu stabil.
(Marburg, 18.02.05) Ein 16-jähriger Realschüler aus Arzberg (Kreis Wunsiedel, Bayern), ist an Meningokokken-Meningitis erkrankt und wird seit Montag in der Bayreuther Kinderklinik intensivmedizinisch behandelt. Wie die Frankenpost in ihrer online-Ausgabe vom 17. Februar berichtet, läuft seit Montagnachmittag der Alarmplan des zuständigen Gesundheitsamtes in Wunsiedel auf Hochtouren. Ärzte und Apotheker in der Region wurden informiert. Die Gesundheitsbehörde ermittelte enge Kontaktpersonen, die sich vorsorglich mit Antibiotika behandeln lassen sollen.
Nach Auskunft des Gesundheitsamtleiters, Dr. Johannes Widenmayer, sind keine weitere akuten Fälle von Hirnhautentzündung bekannt.
Im Februar vergangenen Jahres und im November 2002 waren zwei Hofer Gymnasiasten an Meningitis verstorben.
Die Wunsiedler Gesundheitsbehörde hat eine Infohotline eingerichtet:
0 92 32/ 9 91 11 01
(Marburg, 14.02.05) Aus dem Raum Jülich (Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen) meldet die Aachener Zeitung in ihrer Ausgabe vom 11. Februar die Meningokokken-Erkrankung einer 17-jährigen Schülerin.
Das Kreisgesundheitsamt ermittelte alle engen Kontaktpersonen und empfahl die vorbeugende Einnahme von Antibiotika. Weitere Informationen erteilt das Gesundheitsamt unter der Telefonnummer: 0 24 21/ 22-24 10.
Aktuelle Fälle im Januar 2005
(Marburg, 02.02.05) Ein vierjähriges Mädchen aus Lindau ist an Meningokokken-Meningits erkrankt. Die Vierjährige, die den Kindergarten am Hoyerberg besucht, wird im Krankenhaus Friedrichshafen behandelt, berichtet die Schwäbische Zeitung in ihrer Ausgabe vom 2. Februar.
Die meisten der 50 Kindergartenkinder und die Familienangehörigen des Mädchens sind prophylaktisch mit Antibiotika behandelt worden
(Marburg, 01.02.05) Ein zweijähriger Junge aus Werl (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen) ist am Freitag an Meningokokken erkrankt. Wie die Westfalenpost in ihrer Ausgabe vom 1. Februar berichtet, vermuteten bereits die Ärzte in der Kinderarztpraxis eine Meningokokken-Sepsis, so dass das Kleinkind rasch ins Soester Stadtkrankenhaus eingeliefert wurde. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte geht es dem Kind den Umständen entsprechend gut.
Die ersten Laboruntersuchungen bestätigten schon am Samstag, dass es sich um eine Meningokokken-Infektion handelt. Das Ergebnis der Serogruppenbestimmung erwartet das Kreisgesundheitsamt heute. Der Leiter des Gesundheitsamtes des Kreises Soest, Dr. Norbert Schulze Kalthoff, veranlasste und organisierte umgehend eine Antibiotika-Prophylaxe für insgesamt 32 Kontaktpersonen.
(Marburg, 28.01.05) In Steinheim (Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen) ist ein 17-jähriger Gymnasiast an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie die Neue Westfälische in ihrer Ausgabe von 28. Januar berichtet, erkrankte der junge Mann am Mittwoch und wird zurzeit im St. Ansgar Krankenhaus Höxter intensivmedizinisch behandelt.
Engen Kontaktpersonen empfiehlt der Kreis Höxter, einen Arzt aufzusuchen und mit diesem über die vorsorgliche Einnahme von Antibiotika zu sprechen.
Weitere Auskünfte erteilt das Gesundheitsamt Höxter. Tel.: 0 52 71/ 96 53 64.
(Marburg, 24.01.05) Über einen Meningitis-Fall in Oranienbaum (Sachsen-Anhalt, Kreis Anhalt-Zerbst) berichtet die Mitteldeutsche Zeitung am 21. Januar. Ein Kindergartenkind ist an Hirnhautentzündung erkrankt. Das Mädchen besucht den Kindergarten “Storchennest”, in dem insgesamt 70 Kinder betreut werden. Alle Kinder und Erzieherinnen erhielten eine Chemoprophylaxe.
(Marburg, 21.01.05) Im Landkreis Sangerhausen sollen die Ursachen für die Häufung von Meningokokken-Erkrankungen der letzten Wochen geklärt werden. Wie das Naumburger Tageblatt in seiner Ausgabe vom 14. Januar berichtet, sind an zwei Gymnasien in Sangerhausen Tests geplant. Im Zeitraum vom 4. Dezember bis 6. Januar erkrankten fünf Menschen im Kreis an Meningokokken. Das Gesundheitsamt des Kreises will nun mit Unterstützung des Landesamtes für Verbraucherschutz eine Stichprobe durchführen, um herauszufinden, ob die Trägerrate im Kreis Sangerhausen höher ist als in anderen Kreisen. Geplant ist, im Geschwister-Scholl-Gymnasium Sangerhausen und im Goethegymnasium Kelbra von 15- bis 19-jährigen Schülern und Schülerinnen Schleimabstriche aus dem Rachen zu entnehmen. Die Testaktion wird nach Auskunft der Amtsärztin Dr. Dorothea Bellstedt vom Nationalen Referenzzentrum für Meningokokken Würzburg unterstützt. Alle Erkrankungsfälle im Landkreis sind durch den nicht impfpräventablen Meningokokken-Typ B hervorgerufen worden, so die Amtsärztin.
(Marburg, 17.01.05) Aus dem Rhein-Sieg-Kreis (Nordrhein-Westfalen) wird die Erkrankung eines vierjährigen Kindes gemeldet. Wie der General-Anzeiger Bonn in seiner Ausgabe vom 14. Januar berichtet, ist das Kindergartenkind seit Dienstag im Krankenhaus. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte ist sein Zustand nicht mehr kritisch. Kontaktpersonen wurden informiert und aufgefordert, einen Arzt aufzusuchen, um zu klären, ob eine Antibiotikaprophylaxe notwendig ist.
Das Kreisgesundheitsamt hat ein Beratungstelefon eingerichtet: 0 22 41/ 13 27 27.
(Marburg, 14.01.05) Seit Mittwoch wird ein sechsjähriges Kind aus Lövenich (Kreis Heinsberg, Nordrhein-Westfalen) wegen bakterieller Meningitis behandelt, berichtet die Aachener Zeitung vom 13. Januar. Nach Informationen aus dem Heinsberger Kreisgesundheitsamt geht es dem Kind, das die Lövenicher Grundschule besucht, den Umständen entsprechend gut. Eltern und Kinder wurden über den Erkrankungsfall und die Symptome informiert.
(Marburg, 13.01.05) Ein vier Monate alter Säugling aus Wickede (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen) starb am Dienstag auf dem Weg ins Karolinen-Hospital Hüsten vermutlich an den Folgen einer Meningokokken-Sepsis. Wie der Soester Anzeiger in seiner Ausgabe vom 11. Januar berichtet, zeigten sich bei dem Jungen am Dienstagmorgen zunächst unspezifische Krankheitszeichen. Innerhalb nur weniger Stunden verschlechterte sich sein Zustand trotz ärztlicher Behandlung und er starb während der notfallmäßigen Einweisung ins Krankenhaus.
65 Kontaktpersonen aus dem Familien- und Bekanntenkreis erhielten auf Empfehlung des Gesundheitsamtes vorbeugend Antibiotika. Noch am Sonntagabend wurde diese Vorbeugemaßnahme durchgeführt, erläuterte Gesundheitsamtsleiter Dr. Norbert Schulze Kalthoff.
(Marburg, 10.01.05) Ein erster Fall bakterieller Meningitis wird aus Köln gemeldet. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger in seiner Ausgabe vom 7. Januar mitteilt, erkrankte eine 77-jährige Kölnerin an Hirnhautentzündung. Die ersten Laboruntersuchungen gaben deutliche Hinweise darauf, dass es sich um eine Meningokokken-Infektion handelt. Die Patientin wird mit Antibiotika behandelt. Auch die Angehörigen erhielten eine Chemoprophylaxe.
(Marburg, 07.01.05) Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 7. Januar über einen weiteren Fall bakterieller Meningitis im Landkreis Sangerhausen. Ein 24-Jähriger aus Wallhausen wird im Sangerhäuser Krankenhaus am Rosarium wegen des Verdachts einer Meningokokken-Meningitis behandelt. Das Laborergebnis liegt noch nicht vor. Amtsärztin Dorothea Bellstedt wies darauf hin, dass keine Prophylaxe möglich sei und vermutet, dass es im Landkreis Sangerhausen eine sehr hohe Trägerrate gebe.
Meningokokken-Fälle in 2004
Aktuelle Fälle im Dezember 2004
(Marburg, 29.12.04) Ein weiterer Meningitisfall wird aus dem Landkreis Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) gemeldet. Nach Angaben der Mitteldeutschen Zeitung vom 26. Dezember ist eine 17-jährige Auszubildende aus Oberröblingen erkrankt. Wie Amtsärztin Dorothea Bellstedt mitteilte, ist die junge Frau an Meningokokken-Meningitis erkrankt und wird derzeit auf der Intensivstation des Uniklinikums Halle-Kröllwitz behandelt. Sie sei bereits auf dem Weg der Besserung.
Dies ist die vierte Meningokokken-Erkrankung im Landkreis innerhalb eines Monats.
Der gesundheitliche Zustand der Schülerin der Sangerhäuser Heineschule (siehe Meldung vom 20. Dezember) sei nach Auskunft von Dr. Bellstedt zufriedenstellend. Die Amtsärztin betonte, dass es zurzeit keine Hinweise darauf gebe, dass der jüngste Fall in irgendeiner Weise mit den anderen drei Fällen in Zusammenhang stehe. "Die regionale Häufung ist schon ungewöhnlich. Aber das kann schon einmal vorkommen.” Es bestehe kein Grund zur Panik, sagte Dr. Bellstedt.
(Marburg, 20.12.2004) Einen Meningitis-Verdachtsfall meldet die Mitteldeutsche Zeitung in ihrer Ausgabe vom 20. Dezember. Eine 15-jährige Schülerin aus Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) ist seit Dienstag in ärztlicher Behandlung. Am Sonntagabend ist der Verdacht auf Meningokokken-Meningitis aufgekommen. Die Schülerin wird in der Uniklinik Halle behandelt. Eine abschließende Diagnose wird noch erwartet.
Eine Verbindung zu den beiden Krankheitsfällen am Schollgymnasium (siehe Meldung vom 6. Dezember) sei nach Auskunft der Amtsärztin Dorothea Bellstedt auszuschließen.
(Marburg, 07.12.04) Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet in ihrer online-Ausgabe vom 6. Dezember über zwei Verdachtsfälle bakterieller Meningitis im Kreis Sangerhausen (Sachsen-Anhalt). Bei einer 15-Jährigen aus Sangerhausen und einem 19-Jährigem aus Oberröblingen wurden am vergangenen Wochenende Meningitis diagnostiziert. Die beiden besuchen das Schollgymnasium in Sangerhausen. Nach Auskunft der Amtsärztin Dorothea Bellstedt liegt der labordiagnostische Nachweis noch nicht vor. Behandelt werden die beide Schüler im Universitätsklinikum Halle-Kröllwitz. Der gesundheitliche Zustand der Erkrankten sei zufrieden stellend, informierte die Medizinerin.
(Marburg, 02.12.04) Aus Brandenburg wird ein Todesfall in Folge einer Meningokokken-Meningitis gemeldet. Wie die Tageszeitung die Welt in ihrer online-Ausgabe vom 2. Dezember mitteilt, ist ein zweijähriger Junge aus Senftenberg (Kreis Oberspreewald-Lausitz) am Montag gestorben. Wie die Kreisverwaltung in Senftenberg mitteilte, war das Kind am Freitag ins Klinikum Niederlausitz in Lauchhammer eingeliefert worden.
77 Personen aus dem näheren Umfeld des verstorbenen Kindes wurden ermittelt und vorbeugend mit Antibiotika behandelt.
Aktuelle Fälle im November 2004
(Marburg, 30.11.04) Nach Auskunft des Gesundheitsamtes des Kreises Aachen vom 29. November ist ein weiteres Kind aus Alsdorf an Meningokokken erkrankt. Bei dem 14 Monate alten Mädchen ergab die Serogruppen-Untersuchung, dass es sich um Meningokokken Typ B handelt. Derzeit wird kein Zusammenhang der einzelnen Erkrankungen gesehen. Gewissheit wird die Feintypisierung der Erreger bringen.
(Marburg, 27.11.2004) Die Sächsische Zeitung berichtet in ihrer online-Ausgabe vom 27. November, dass vor einigen Tagen ein Fall bakterieller Meningitis in einem Kindergarten in Markersdorf (Niederschlesischer Oberlausitzkreis, Sachsen) aufgetreten ist.
Nachtrag vom 08.12.2004: Nach Auskunft des Gesundheitsamtes des Niederschlesischen Oberlausitzkreises handelte es sich um eine Meningokokken-Meningitis vom Typ B. Dem Kind gehe es mittlerweile wieder besser. Alle anderen Kinder der Kindertagesstätte wurden vorbeugend behandelt.
(Marburg, 26.11.04) Ein zweieinhalbjähriges Mädchen aus dem Hochsauerlandkreis ist am Mittwochabend in der Kinderklinik Hüsten an den Folgen einer Meningokokken-Meningitis gestorben. Wie die Westfalenpost in ihrer Ausgabe vom 26. November mitteilt, stammt das Kind aus der Gemeinde Eslohe. Das Kreisgesundheitsamt hat enge Kontaktpersonen ermittelt und diesen Antibiotika empfohlen.
Dies ist die zweite tödlich verlaufende Hirnhaut-Entzündung im Hochsauerlandkreis innerhalb eines Jahres. Im Sommer war ein zweijähriges Kind aus Sundern an einer Meningokokken-Sepsis gestorben.
(Marburg, 19.11.04) Aus Baden-Württemberg (Kreis Biberach) meldet die Schwäbische Zeitung in ihrer online-Ausgabe vom 19. November die Erkrankung eines Grundschulkindes in Langenenslingen. Der Zweitklässler, der die Langenenslinger Grundschule besucht, hat eine Meningokokken-Meningitis und wird im Krankenhaus behandelt. Das Kreisgesundheitsamt Biberach informierte am Donnerstag alle Eltern und empfahl engen Kontaktpersonen eine Antibiotikaprophylaxe.
(Marburg, 15.11.04) Aus Alsdorf (Kreis Aachen) meldet die Aachener Zeitung vom 12. November die Meningokokken-Meningitis eines siebenjährigen Mädchens. Das Kind, das die Gemeinschaftsgrundschule Blumenrath besucht, wird derzeit auf der Intensivstation der Aachener Uniklinik behandelt, gab der Kreis Aachen am vergangenen Freitag bekannt. Insgesamt 60 enge Kontaktpersonen wurden ermittelt und prophylaktisch mit Antibiotika behandelt. Nach Auskunft des Kreisgesundheitsamtes handelt es sich um Meningokokken Typ B.
Das Gesundheitsamt des Kreises Aachen hat ein Info-Blatt zu Meningokokken-Meningitis erstellt. Es kann beim Gesundheitsamt des Kreises Aachen, 0 24 03/ 8 60-0, angefordert werden oder im Internet unter www.kreis-aachen.de/gesundheitsamt im Bereich “Service” heruntergeladen werden.
Aktuelle Fälle im Oktober 2004
(Marburg, 28.10.04) Aus dem Kreis Ahrweiler (Rheinland Pfalz) meldet der Bonner Generalanzeiger online vom 27. Oktober die Meningokokken-Erkrankung eines Grundschulkindes aus Adenau. Das Kreisgesundheitsamt hat einen Arbeitsstab eingerichtet, der Kontaktpersonen ermittelt. Zudem wurde eine Info-Hotline eingerichtet. Tel.: 0 26 41/ 97 56 22. Bei dem Erreger handelt es sich um Meningokokken der Serogruppe C.*
(Marburg, 11.10.04) Die Aachener Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 8. Oktober über die Meningokokken-Meningitis eines 15-jährigen Schülers. Der Realschüler aus Eschweiler (Kreis Aachen) wird im Stolberger Krankenhaus behandelt. Alle Kontaktpersonen wurden ermittelt und am vergangenen Freitag vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Nach Auskunft des Gesundheitsamtes befindet sich der Junge auf dem Weg der Besserung.
Nachtrag: Die Serotypbestimmung hat nach Auskunft des Kreisgesundheitsamtes ergeben, dass es sich um Meningokokken B gehandelt hat.
Aktuelle Fälle im Juli und im August 2004
(Marburg, 13.08.04) Die 47-jährige Frau aus Schwerte (siehe Meldung vom 28. Juli) ist an den Folgen ihrer Meningokokken-Erkrankung (Sepsis) in der Nacht zum 4. August gestorben. Bei dem Erreger handelte es sich um Meningokokken Serotyp C. Allerdings ist dieser Erreger nicht mit dem identisch, mit dem sich im Jahr 2003 die Jugendlichen infizierten. Wie die Westfälische Rundschau vom 5. August berichtet, handelt es sich um einen anderen Meningokokken-Untertyp des Serotyps C. Amtsarzt Dr. Bernhard Jungnitz gab dieses Ergebnis der Laboruntersuchung durch das Nationale Referenzzentrum für Meningokokken (NRZM) bekannt und erinnerte daran, dass gegen den Serotyp C eine Impfung möglich ist, die vom Land Nordrhein-Westfalen für Schwerte seit April diesen Jahres öffentlich empfohlen sei.
(Marburg, 29.07.04) Aus Sundern (Hochsauerlandkreis, NRW) wird ein Todesfall in Folge einer Meningokokken-Sepsis gemeldet. In der Nacht zum Donnerstag (dpa-Meldung vom 29. Juli) ist ein zweijähriges Mädchen an einer Sepsis gestorben. Nach Auskunft des Leiters des Gesundheitsamtes Meschede, Dr. Peter Kleeschulte, werden derzeit alle Kontaktpersonen ermittelt und vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Es handelt sich um die zweite Meningokokken-Infektion in diesem Jahr, erläuterte der Amtsarzt.
(Marburg, 28.07.04) Eine 47-jährige Frau aus Schwerte (Nordrhein-Westfalen, Kreis Unna) ist an einer Meningokokken-Sepsis erkrankt, berichtet die Westfälische Rundschau in ihrer Ausgabe vom 27. Juli. Nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes befindet sich die 47-Jährige seit Samstag im Krankenhaus. Inzwischen ist sie in die Bochumer Klinik Bergmannsheil verlegt worden. Ihr Gesundheitszustand hat sich nicht gebessert.
Für den Zeitraum vom 15. bis 24. Juli werden derzeit enge Kontaktpersonen der Frau, die auf ihrem Bauernhof Feiern ausrichtete, von den Gesundheitsbehörden ermittelt und aufgefordert, sich einer Antibiotika-Behandlung zu unterziehen.
Das Ergebnis der Erreger-Typisierung durch das Nationale Referenzzentrum für Meningokokken (NRZM) in Würzburg soll heute Nachmittag vorliegen.
Auf Initiative des Leiters der Unnaer Gesundheitsbehörde, Dr. Bernhard Jungnitz, berieten sich die Schwerter Ärzte bereits am Dienstagabend, um das weitere Vorgehen abzusprechen und auf einen möglichen Ansturm besorgter Bürger eingestellt zu sein.
Rückblick: In Schwerte gab es im März 2003 sechs Fälle von Meningokokken-Infektionen des impfpräventablen Typs C. Zwei Jugendliche starben. Zwei Monate später wurde in Schwerte ein weiterer Krankheitsfall gemeldet. Im Frühjahr diesen Jahres sprach das NRW-Gesundheitsministerium eine öffentliche Impfempfehlung für die Meningokokken-C-Impfung für Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren aus und folgte damit der Bitte der Kreisgesundheitsbehörde.
Für Fragen stehen die Mitarbeiter der Kreisgesundheitsbehörde unter der Telefonnummer: 0 23 03/ 27-11 53 oder 27-13 53 zur Verfügung.
(Marburg, 21.07.04) Das erkrankte Mädchen aus dem Tannheimer Kindergarten (siehe Meldung vom 20.07.) ist nach Auskunft der behandelnden Ärzte des Krankenhauses in Memmingen an einer Pneumokokken-Meningitis erkrankt, berichtet die Schwäbische Zeitung online in ihrer Ausgabe vom 21. Juli.
Pneumokokken sind Bakterien, die vor allem Hirnhautentzündungen, Blutvergiftung oder Lungenentzündungen hervorrufen.
(Marburg, 20.07.04) Aus Baden-Württemberg meldet die Schwäbische Zeitung online vom 20. Juli die Meningokokken-Erkrankung eines Kindergartenkindes. Nach Auskunft des Leiters des Kreisgesundheitsamtes Biberach, Dr. Volker Baumann, ist im Kindergarten von Tannheim ein Meningitisfall aufgetreten.
Das Kreisgesundheitsamt hat für den Tannheimer Kindergarten vorgeschlagen, die Spielgruppe, die das erkrankte Mädchen besucht, für zwei Tage zu schließen. Enge Kontaktpersonen erhielten Antibiotika.
(Marburg, 01.07.04) Aus Knittlingen (Enzkreis, Baden-Württemberg) meldet die Pforzheimer Zeitung die Meningokokken-Erkrankung eines Kindes. Es erkrankte am vergangenen Samstag (26. Juni), nach dem Besuch eines Festes des Motorradclubs "Skyra" Freudenstein im Gewebegebiet Köbler. Dr. Hans-Jürgen Bortel vom Gesundheitsamt des Enzkreises bezeichnete das Ansteckungsrisiko als gering, wies aber darauf hin, dass Eltern, deren Kinder ebenfalls auf dem Fest waren und die Hüpfburg nutzten (Samstag nach 16 Uhr) bei ihren Kindern auf Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Erbrechen achten sollten, um ggf. sofort einen Kinderarzt aufzusuchen. Bei dem Erreger handelt es sich um Meningokokken der Serogruppe B.*
Weitere Auskünfte erteilt das Gesundheitsamt Pforzheim unter der Telefonnummer: 0 72 31/ 3 08- 7 39.
Aktuelle Fälle im Juni 2004
(Marburg, 30.06.04) In Lennestadt (Kreis Olpe) erkrankte ein Jugendlicher an Meningokokken-Meningitis, meldet die Westfalenpost in ihrer Ausgabe vom 30. Juni. Der Junge, der die zehnte Klasse des Städtischen Gymnasiums besucht, wurde am vergangenen Sonntag ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand war lebensbedrohlich, sei inzwischen aber stabilisiert, teilte Dr. Weise, Leiter des Kreisgesundheitsamtes, mit.
Enge Kontaktpersonen erhielten zur Vorbeugung das Antibiotikum Rifampicin.
(Marburg, 29.06.04) Der Meningokokken-Verdachtsfall in Templin (Uckermark) hat sich, so berichtet Radio Berlin Brandenburg-online am 28. Juni bestätigt. Um welchen Serotyp es sich handelt, ist noch nicht bekannt.
(Marburg, 28.06.04) Laut Nachrichtenagentur ddp-nrw ist ein sechs Monate alter Säugling aus Köln möglicherweise an den Folgen einer Meningokokken-Infektion gestorben. In den ersten Blutuntersuchungen des Jungen wurden Meningokokken-Keime gefunden. Das Kölner Gesundheitsamt teilte am Freitag mit, dass weitere Laboruntersuchungen eingeleitet wurden. Bei dem Erreger handelt es sich um Meningokokken der Serogruppe B.*
(Marburg, 28.06.04) Die Märkische Oderzeitung meldet in ihrer Ausgabe vom 25. Juni einen Meningokokken-Verdachtsfall. Ein achtjähriger Junge aus Templin (Kreis Uckermark) ist am vergangenen Mittwoch vermutlich an bakterieller Meningitis erkrankt. Der Achtjährige besucht die Grundschule "Am Egelpfuhl" in Templin. Nach Auskunft von Elke Kaddatz vom Gesundheits- und Veterinäramt Prenzlau liegt der Laborbefund noch nicht vor. Enge Kontaktpersonen erhielten vorsorglich Antibiotika.
Für eventuelle Rückfragen stehen auch die Mitarbeiter des Gesundheits- und Veterinäramtes des Landkreises Uckermark zur Verfügung.
Telefon: 0 39 84/ 70 12 53 und 70 22 53 bzw. in Templin unter den Rufnummern: 0 39 87/ 41 26 53 und 41 22 53.
(Marburg, 16.06.04) Die Freie Presse Chemnitz meldet in ihrer online-Ausgabe vom 15. Juni einen Todesfall aufgrund bakterieller Meningitis. Eine 16-jährige Schülerin aus Gelenau (Kreis Annaberg) starb am vergangenen Wochenende. 45 Personen aus dem Familien- und Freundeskreis wurden vorsorglich mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 02.06.04) Über einen Todesfall in Folge einer Meningokokken-Meningitis berichtet die Ostthüringer Zeitung in ihrer Ausgabe vom 1. Juni. Eine 13-jährige Schülerin aus Neugernsdorf (Landkreis Greiz, Thüringen) starb am Dienstag im Klinikum Zwickau. Das Mädchen war in der Nacht zu Freitag in die Klinik eingewiesen worden. Bei dem Erreger handelt es sich um den nicht impfpräventablen Serotyp B.
Aktuelle Fälle im Mai 2004
(Marburg, 19.05.04) Die Sächsische Zeitung berichtet in ihrer online-Ausgabe vom 15. Mai von der Erkrankung eines neunjährigen Jungen aus Weißwasser. Nach Auskunft des Gesundheitsamtes des Niederschlesischen Oberlausitzkreises handelt es sich um eine Meningokokken-Meningitis Serotyp B. Der erkrankte Junge wird im Klinikum Cottbus stationär behandelt; es gehe dem Kind bereits etwas besser. Kontaktpersonen wurden mit Antibiotika behandelt, so dass nach Ansicht des Amtsarztes Wolfgang Kirchner nicht mit einer Ausbreitung gerechnet werden muss.
(Marburg, 14.05.04) Seit dem 7. Mai wird ein 30-jähriger Umschüler aus dem Kölner Stadtteil Raderberg wegen einer Meningokokken-Infektion im Krankhaus intensivmedizinisch behandelt. Wie die Pressestelle der Stadt Köln in einem Text vom 11. Mai berichtet, ist der Zustand des Mannes nach Auskunft der Ärzte stabil. Kontaktpersonen wurden ermittelt und prophylaktisch mit Antibiotika versorgt. Der Verdacht einer Meningokokken-Infektion hat sich labordiagnostisch erhärtet. Es handelt sich um eine Infektion mit Meningokokken Typ B.
Die Erkrankung des Umschülers ist der siebte Fall einer Meningokokken-Infektion in diesem Jahr in Köln.
(Marburg, 13.05.04) Der vor eineinhalb Wochen mit Meningitis in das Klinikum Hoyerswerda eingelieferte zweieinhalbjährige Junge aus Wiednitz ist seit Dienstag wieder Zuhause. In einem Interview mit der Sächsische Zeitung vom 12. Mai betont Dr. Ilona Walther, Amtsärztin in Hoyerswerda, dass es sich im Altkreis nicht um eine Häufung bakterieller Meningitis handle. Befragt nach Vorbeugemaßnahmen erläuterte die Ärztin: “Gegen die B-Form einer Menigokokken-Infektion, wie sie der Wiednitzer Junge hatte, gibt es keine Vorbeugung. Gegen die anderen Formen sind Impfungen möglich. Diese sind allerdings kostenpflichtig.”
(Marburg, 05.05.04) Aus Zwickau meldet die Freie Presse in ihrer online-Ausgabe vom 4. Mai einen Fall bakterieller Meningitis. Eine Schülerin der 2. Klasse der Adam-Ries-Grundschule im Zwickauer Stadtteil Neuplantiz wird seit Sonntagnacht im Krankenhaus wegen einer Meningokokken-Meningitis behandelt. 85 Personen wurden vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Bei dem Erreger handelt es sich um Meningokokken der Serogruppe B.*
(Marburg, 04.05.04) Ein zweieinhalbjähriger Junge aus Wiednitz (Kreis Kamenz, Sachsen) ist am vergangenen Freitag mit Verdacht auf Hirnhautentzündung in die Kinderklinik des Klinikums Hoyerswerda eingeliefert worden, berichtet die Sächsische Zeitung in ihrer online-Ausgabe vom 4. Mai. Nach Auskunft des Landratsamtes Kamenz besucht der Junge, dessen Zustand derzeit stabil sei, den Kindergarten der Wiednitzer Siedlung Heide. Vermutet wird eine durch Serogruppe B verursachte Erkrankung. Die genaue Diagnose erwartet der Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Helmut Schmidt, am heutigen Dienstag.
Mitarbeiter des Gesundheitsamtes informierten die nahen Kontaktpersonen über die notwendigen prophylaktischen Maßnahmen.
Bei dem erkrankten Kind handelt es sich um den vierten Meningokokkenfall innerhalb der letzten vier Monaten im Kreis Kamenz.
Aktuelle Fälle im April 2004
(Marburg, 26.04.04) Nach Angaben der Presseagentur ddp/nrw erkrankte in Köln eine 17-jährige Berufsschülerin an einer Meningokokken-Sepsis. Die Schülerin bekam am 19. April hohes Fieber und wurde am darauf folgenden Tag vom Kinderarzt, der die für eine Meningokokken-Sepsis typischen Hauteinblutungen entdeckte, in die Klinik eingewiesen. Die Laboruntersuchung ergab, dass es sich tatsächlich um eine Meningokokken-Infektion (Serotyp B) handelte. Der Zustand der 17-Jährigen verbesserte sich stetig. Enge Kontaktpersonen wurden mit Antibiotika vorsorglich behandelt.
Dies ist der sechste Fall einer Meningokokken-Infektion in diesem Jahr in Köln.
(Marburg, 15.04.04) Erneut ist in Kempten ein 17-Jähriger an einer Meningokokken-Infektion erkrankt. Es handelt sich dabei um eine lebensbedrohlich verlaufende Blutvergiftung. Der Zustand des Jungen ist laut Auskunft des Gesundheitsamtes äußerst ernst. Natürlich werden auch hier die engen Kontaktpersonen vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Zudem bereitet den Ärzten Sorge, dass in den vergangenen sechs Monaten gehäuft Fälle auftreten. Bislang gibt es aber keine Hinweise, dass die einzelnen Fälle in Zusammenhang stehen.
Bei der 17-jährigen Wirtschaftsschülerin, der es nach Angaben der Allgäuer Zeitung vom 14.4. inzwischen besser geht, ist nun analysiert, dass es sich bei ihr um eine Infektion mit der impfpräventablen Meningokokken-Serogruppe C handelte. Der vierjährige Junge aus dem Ostallgäu, der auch in der vergangenen Woche erkrankt war, ist ebenfalls auf dem Wege der Besserung.
(Marburg, 13.04.04) Ein zehnjähriges Mädchen aus Engstingen ist nach Angaben des Schwäbischen Tagblatts vom 8. Mai an einer bakteriellen Meningitis erkrankt. Das Kind wurde in der Nacht zum Donnerstag (8.4.) in die Reutlinger Kreisklinik eingeliefert. Es besucht die Grundschule in Engstingen und ging bis zum Mittwoch noch in den Unterricht. Inzwischen hat das Reutlinger Kreisgesundheitsamt die Schule informiert. Laut Kreisgesundheitsamt sollten diejenigen Schüler/innen, die mit dem Kind engeren Kontakt hatten und über Kopf- und Nackenschmerzen klagen, dringend einen Arzt aufsuchen.
(Marburg, 08.04.2004) Eine 17-jährige Schülerin der Staatlichen Wirtschaftsschule Kempten (Klasse 11 Z b) aus dem Kreis Oberallgäu ist nach Angaben der Allgäuer Zeitung vom 8. April am vergangenen Dienstag mit einer Meningokokken-Sepsis in die Kemptener Klinik eingeliefert worden. Nach Aussage von Dr. Irmgard Harms vom Gesundheitsamt Sonthofen sei der Zustand der Schülerin kritisch, aber nicht mehr lebensbedrohlich.
Die beginnenden Osterferien erschweren die Ermittlungen der Kontaktpersonen in der Wirtschaftschule. Daher werden Lehrkräfte und Schüler der genannten Klasse gebeten, sich mit dem Gesundheitsamt Sonthofen in Verbindung zu setzen. Alle engen Kontaktpersonen wurden bereits mit Antibiotika behandelt.
Da die 17-Jährige am Samstag, den 3. April ein Rockfestival in Untrasried (Landkreis Ostallgäu) besuchte, sollen Festivalbesucher auf typische Symptome achten und gegebenenfalls sofort zu einem Arzt gehen.
Das Gesundheitsamt im Landratsamt Oberallgäu hat eine Hotline eingerichtet. Zwischen 8 und 12 Uhr sowie zwischen und 14 und 16 Uhr erhalten Anrufer am Karfreitag und Karsamstag auch von 10 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0 83 21/ 61 25 20 Auskünfte.
(Marburg, 06.04.04) aus dem Kreis Aachen meldet die Aachener Zeitung in ihrer online-Ausgabe vom 5. April eine Meningokokken-Erkrankung. Eine 17-jährige Schülerin aus Alsdorf wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag aufgrund einer Meningokokken-Meningitis ins Aachener Klinikum eingeliefert und wird auf der Neurologischen Intensivstation behandelt. Die Gesamtschülerin sei wegen eines Betriebspraktikums in den zurückliegenden drei Wochen nicht in der Schule gewesen, berichtet das Presseamt des Kreises. Vorsorglich mussten daher zunächst nur etwa 15 Personen aus dem näheren Umfeld prophylaktisch mit Antibiotika behandelt werden.
Das Gesundheitsamt des Kreises Aachen bietet ein Info-Blatt zum Thema Meningokokken-Meningitis an. Es kann unter der Telefonnummer 0 24 03/ 8 60-0 angefordert werden.
Aktuelle Fälle im März 2004
(Marburg, 16.03.04) Aus dem Landkreis Greiz (Thüringen) werden weitere Verdachtsfälle bakterieller Meningitis gemeldet. Wie die Ostthüringer Zeitung in ihrer Ausgabe vom 15. März berichtet, wurde am vergangenen Freitag ein 15-jähriger Schüler aus Berga mit Verdacht auf Meningokokken-Meningitis in die Kinderklinik des Kreiskrankenhauses Greiz eingewiesen. Nach Aussage des Amtsarztes, Dr. Rainer Kober, gehe es dem 15-Jährigen gut. Noch ist das Laborergebnis nicht ganz eindeutig.
Bis Sonntag wurden acht Kinder und Jugendliche sowie drei Erwachsene aus Berga in Kliniken nach Gera und Greiz zur Untersuchung geschickt. Allerdings hat sich der Verdacht einer Meningokokken-Erkrankung bei diesen Personen noch nicht bestätigt.
Alle Schüler der 9. Klassen und der Klasse 10a der Regelschule Berga sollen vorsorglich komplett in die Antibiotika-Prophylaxe einbezogen werden, wurde während einer Krisensitzung der Behörden am Sonntag entschieden. Diese Schülerinnen und Schüler werden erst am Mittwoch wieder zur Schule gehen.
Weitere Auskünfte erteilt das Greizer Gesundheitsamt: Tel.: 0 36 61/87 65 00 oder 87 65 12; außerhalb der Dienstzeiten: Tel.: 01 70/ 6 96 66 30.
(Marburg 15.03.04) Einen Todesfall, der in Folge einer Meningokokken-Infektion (Serotyp B) erfolgte, meldet der Kölner Stadt-Anzeiger in seiner online-Ausgabe vom 11. März. Ein einjähriger Junge aus dem linksrheinischen Norden Kölns erkrankte am vergangenen Dienstag und wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand verschlechterte sich dramatisch, er starb noch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Die Familienangehörigen des Kindes erhielten vorsorglich Antibiotika.
Fragen beantwortet das Gesundheitsamt der Stadt Köln telefonisch unter: 02 21/ 2 21-2 46 48 (montags bis donnerstags von 7.30 bis 16 Uhr und freitags von 7.30 bis 12 Uhr).
(Marburg, 15.03.04) Über zwei Fälle bakterieller Meningitis in Herne berichtet die Westdeutsche Allgemeine (WAZ) in ihrer online-Ausgabe vom 12. März. Zwei Kinder aus Wanne-Eickel, ein Säugling und ein Grundschüler, erkrankten. Nach Auskunft des Leiter des städtischen Fachbereichs Gesundheit, Rudolf Pinkal, wurden alle engen Kontaktpersonen ermittelt und erhielten eine Antibiothika-Prophylaxe. Die beiden erkrankten Kinder seien, so Pinkal, auf dem Weg der Besserung. Bei beiden Erkrankungsfällen wurden Meningokokken der Serogruppe B nachgewiesen.*
(Marburg, 12.03.04) Ein zweiter Fall bakterieller Meningitis ist im Landkreis Greiz (Thüringen) aufgetreten, berichtet die Ostthüringer Zeitung in ihrer Ausgabe vom 10. März. Ein 15-jähriges Mädchen aus Berga wurde am Montagabend mit Verdacht auf Meningitis in die Greizer Kinderklinik eingeliefert. Die Laboruntersuchungen bestätigten bereits am Dienstag, dass es sich um eine Meningokokken-Infektion handelt. Nach Auskunft des Amtsarztes, Dr. Reiner Kober, gehe es dem Mädchen den Umständen entsprechend gut. Alle engen Kontaktpersonen wurden aufgefordert, prophylaktisch Antibiotika einzunehmen.
Am 3. März war ein 16-jähriger Berufsschüler aus Daßlitzerkrankt. (Siehe Meldung vom 8. März) . Im Daßlitzer Fall – so Amtsarzt Dr. Kober - habe man über 40 Kontaktpersonen fest gestellt. Dr. Kober vermutet, dass eine Verbindung über den gemeinsamen Freundeskreis der Erkrankten besteht, da bis zu 20 Prozent der Jugendlichen Träger des Erregers sein können, ohne selbst zu erkranken.
(Marburg, 10.03.04) Aus dem niedersächsischen Ronnenberg (bei Hannover) meldete die dpa am 9. März den Tod einer 17-jährigen Schülerin, der vermutlich in Folge einer bakteriellen Meningitis eintrat. Die 17-Jährige wurde am Freitag mit hohem Fieber ins Krankenhaus gebracht und starb bereits am Samstag. Die Todesursache ist noch nicht genau geklärt. Vorsorglich wurden etwa 20 Personen mit Antibiotika behandelt. Bei dem Erreger handelt es sich um Meningokokken der Serogruppe C.*
(Marburg, 09.03.04) Über zwei Todesfälle in Rheinland-Pfalz berichtet der Trierische Volksfreund in seiner Ausgabe vom 08. März. Ein zweijähriger Junge aus Mettendorf (Kreis Bitburg-Prüm) starb am Freitag an einer Meningokokken-Sepsis (Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom). Bei dem Erreger handelt es sich um Meningokokken der Serogruppe C.*
Im Januar verstarb zudem ein 14 Monate alter Junge aus Schweich (Kreis Trier-Saarburg), der – nach Aussage der Zeitung – an Meningokokken Typ B erkrankt war.
(Marburg, 08.03.04) Aus Thüringen wird die Meningokokken-Erkrankung eines 16- Jährigen gemeldet. Wie die Ostthüringer Zeitung in ihrer Ausgabe vom 5. März berichtet ist der junge Mann aus Daßlitz (Kreis Greiz) am vergangenen Mittwoch erkrankt und wird nun in der Universitätsklinik Leipzig behandelt. Alle Kontaktpersonen wurden auf Veranlassung des Gesundheitsamtes des Landratsamtes Greiz intensiv aufgeklärt und mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 05.03.04) Ein dreijähriges Kind aus Hoyerswerda (Sachsen) erkrankte einer Meldung der Freien Presse vom 5. März zu Folge an Meningokokken- Meningitis. Bereits am Dienstag sei die Serogruppe bestimmt worden – es handelt sich um den Meningokokken-Typ B. Enge Kontaktpersonen wurden umgehend mit Antibiotika behandelt, so dass nach Aussage der Amtsärztin, Ilona Walter, eine Ansteckung nahezu ausgeschlossen sei.
(Marburg, 04.03.04) Aus Dinslaken (Kreis Wesel) wird ein Fall bakterieller Meningitis gemeldet. Ein dreijähriger Junge, der die städtische Kindertageseinrichtung Douvermannstraße besucht, wird seit Freitag stationär im Dinslakener St. Vinzenz- Hospital behandelt. Das Kind ist nach Aussage der Ärzte außer Lebensgefahr, berichtet die Neue Ruhr Zeitung am 2. März.
(Marburg, 02.03.04) Aus dem Kreis Aachen meldet die Aachener Zeitung vom 1. März einen weiteren Verdachtsfall bakterieller Meningitis. Ein vierjähriger Junge aus Eschweiler ist am Montagmittag in das Stolberger Bethlehem-Krankenhaus eingeliefert worden und wird seitdem dort behandelt. Etwa 90 Personen aus dem Umfeld des Kindes wurden prophylaktisch mit Antibiotika versorgt.
* Die Serogruppen-Zuordnung erfolgte auf der Basis der SurvStat-Web-Daten des Robert-Koch Instituts.
Aktuelle Fälle im Februar 2004
(Marburg, 25.02.04) Ein neun Monate alter Säugling aus Stolberg (Kreis Aachen) starb nach Angaben der Aachener Zeitung vom 24. Februar am vergangenen Donnerstag an den Folgen einer bakteriellen Meningitis. Die Antibiotika-Therapie kam laut Aussage des Ärztlichen Leiters des Kreis-Gesundheitsamtes, Joachim Zahmel, zu spät.
Dies ist der dritte Fall einer Meningokokken-Meningitis in Aachen innerhalb der vergangenen Wochen.
(Marburg, 23.02.04) Aus Bad Tölz wird ein Meningokokken-Fall gemeldet. Wie der Münchener Merkur berichtet, ist ein neunjähriges Mädchen, das die Unterstufe der Tölzer Förderschule besucht, am Wochenende an Meningokokken-Meningitis erkrankt und wird nun in der Haunerschen Kinderklinik der Universität München behandelt. Das Gesundheitsamt der Stadt Bad Tölz und die Schule versuchten am Sonntag, die 180 Schüler und Lehrkräfte zu informieren, die am Freitag Kontakt mit dem Mädchen gehabt haben könnten. Nach Auskunft des Gesundheitsamtschefs Dr. Franz Hartmann ist das Mädchen sehr schwer krank. Eine Serotypbestimmung liegt noch nicht vor.
(Marburg, 23.02.04) Wie die Nürnberger Nachrichten in ihrer Ausgabe von 23. Februar berichten, ist eine 16-jährige Schülerin aus Kempten (Landkreis Oberallgäu), die ebenfalls an Meningitis erkrankt war, außer Lebensgefahr. Die zuständige Sprecherin des Gesundheitsamtes in Sonthofen, Irmgard Harms, betonte, dass keine Verbindung zu dem Fall des am 14. Februar verstorbenen Gymnasiasten aus Marktoberdorf bestehe.
Die 16-jährige Gymnasiastin, die das Hildegardis-Gymnasium besucht, war am vergangenen Donnerstag in die Klinik eingeliefert worden. Bereits am Freitag wurde die Diagnose einer Meningokokken-Infektion bestätigt. Klassenkameraden der 16- Jährigen wurden mit Antibiotika behandelt.
Bei beiden Fällen wurden Meningokokken der Serogruppe C festgestellt.*
(Marburg, 18.02.04) Ein zweites Kind in Aachen (siehe Meldung vom 16.02.) ist binnen weniger Tage an einer Meningokokken-Hirnhautentzündung erkrankt. Es besteht aber offenbar keine Verbindung zwischen den beiden Fällen. Auch hier bekamen alle Familenangehörigen des sechsjährigen Schulkindes, enge Schulfreunde und Kontaktpersonen vorsorglich Antibiotika verordnet.
(Marburg, 17.02.04) Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtet in ihrer online-Ausgabe vom 17. Februar von einem Fall bakterieller Meningitis in Dortmund. Eine 18-jährige Schülerin des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums wurde am 11. Februar mit Verdacht auf Meningitis ins Bethanien-Krankenhaus eingeliefert. Am Samstag bestätigte sich der Verdacht einer Meningokokken-Infektion. Familienmitglieder und andere Kontaktpersonen, darunter auch 120 Mitschüler, haben eine Antibiotika-Prophylaxe erhalten.
(Marburg, 17.02.04) Der verstorbene 18-jährige Schüler aus Marktoberdorf im Allgäu ist höchstwahrscheinlich an einer Infektion gestorben, die vom Meningokokken-Typ B verursacht war. Die genaue Typisierung erfolgt jetzt im Nationalen Referenzzentrum für Meningokokken in Würzburg.
(Marburg, 16.02.04) Ein 18-jähriger Gymnasiast aus Marktoberdorf im Allgäu ist am Samstag vermutlich an einer Meningokokken-Hirnhautentzündung gestorben. Die Krankheit sei zunächst als "grippaler Infekt" ausgebrochen, verlief dann aber sehr akut. Trotz intensivmedizinischer Behandlung erlag der Schüler der schweren Infektion. Noch ist nicht bekannt, welcher Erregertyp die Krankheit verursacht hat, die Laborergebnisse werden für Dienstag erwartet. Die Familie und enge Kontaktpersonen wurden vorbeugend mit Antibiotika behandelt. Im Gymnasium liegen laut Information des Landratsamtes Infomationen aus.
Das Gesundheitsamt Ostallgäu beantwortet Fragen unter der Telefonnummer 0 83 42 / 911 - 622 oder - 623 von 8 bis 18 Uhr.
(Marburg, 16.02.04) Mittlerweile ist der Erreger bei dem erkrankten sechsjährigen Mädchen aus Aachen bekannt: Es handelte sich um eine Infektion mit dem Meningokokken-Typ B, gegen den nicht geimpft werden kann.
(Marburg, 11.02.04) In Lauta (Kreis Kamenz) ist vermutlich ein weiteres Kind an Meningokokken erkrankt. Wie die Sächsische Zeitung in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, ist ein vierjähriges Mädchen seit gestern im Klinikum Hoyerswerda. Das Landratsamt Kamenz teilte mit, dass bei der Vierjährigen der Verdacht einer durch Meningokokken verursachte Sepsis bestehe. Nach Auskunft der Sprecherin des Landkreises, Marion Günther, sind alle Personen, die im Verlauf der zurückliegenden sieben Tage engen Kontakt zum dem erkrankten Mädchen hatten, über notwendige Vorsorgemaßnahmen informiert worden.
Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes stehen für Beratungen unter der Rufnummer 0 35 78 / 32 53 00 zur Verfügung.
(Marburg, 10.02.04) In Aachen erkrankte eine Sechsjährige an Meningokokken- Meningitis. Wie die Aachener Zeitung in ihrer Ausgabe vom 10. Februar berichtet, ist das Kind, das eine Kindertagesstätte der Pfarre Herz-Jesu in Aachen besucht, nicht mehr in Lebensgefahr. Das Mädchen wurde am Samstag mit schweren Symptomen in die Klinik gebracht. Auf Veranlassung der Klinikärzte wurden Familienmitglieder und Kinder aus dem engeren Umfeld des Mädchens vorbeugend mit Antibiotika behandelt. Dennoch standen sowohl beim Gesundheitsamt wie auch bei den niedergelassenen Kinderärzten nach Auskunft des Gesundheitsamtsleiter Dr. Hubert Plum die Telefone nicht still. Die Kindertageseinrichtung Herz-Jesu musste nicht geschlossen werden.
Aktuelle Fälle im Januar 2004
(Marburg, 15.01.04) Ein 38-jähriger, aus Köln stammender Mann, ist an bakterieller Meningitis erkrankt. Die Westfalenpost berichtet in ihrer Ausgabe vom 15. Januar, dass der Kölner sich während eines Weihnachtsurlaubs an der amerikanische Westküste infiziert habe. Die ersten Symptome traten bereits während des Rückfluges auf. Da der 38-Jährige sich zunächst noch einige Tage in Siegen aufhielt, und sich die Symptome dort in der ersten Januarwoche verstärkten, wird er auf der Intensivstation des Siegener Krankenhauses behandelt. Nach Auskunft des Kreisgesundheitsamtes ist sein Zustand stabil.
(Marburg, 14.01.04) Aus Hoyerswerda/ Lauta (Kreis Kamenz, Sachsen) meldet die Sächsische Zeitung in ihrer Ausgabe vom 13. Januar die Meningokokken-Erkrankung eines Grundschulkindes. Der Drittklässler befindet sich seit Montag im Klinikum Hoyerswerda. In einer Informationsveranstaltung unterrichtete die Kamenzer Amtsärztin Ulrike Menzel am selben Tag Eltern, Schüler und Lehrer über die Situation und die notwendigen Schutzmaßnahmen (Antibiotikaprophylaxe). Bei dem Erreger handelt es sich um Meningokokken der Serogruppe B.*
Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Kamenz, das vom Hoyerswerdaer Gesundheitsamt über diese meldepflichtige Infektionskrankheit informiert worden war, stehen für Gespräche und Beratung (Tel. 0 35 78/ 32 53 00) zur Verfügung.
(Marburg, 12.01.04) Zwei Jugendliche, ein 16-jähriges Mädchen und ein 18-jähriger Junge aus Schönfeld (Kreis Riesa-Großenhain, Sachsen) sind an Meningitis erkrankt. Wie die Sächsische Zeitung am 9. Januar berichtet, geht es dem Schüler bereits besser, wohingegen der gesundheitlich Zustand der Großenhainer Mittelschülerin sehr kritisch ist. Bei beiden Fälle ergab die Serotypisierung, dass es sich um Meningokokken Serotyp B handelt. Sie seien jedoch von einander unabhängig, betonte ein Sprecher des Sächsischen Sozialministeriums. An beiden Schulen wurden Kontaktpersonen mit Antibiotika behandelt worden.
(Marburg, 02.01.2004) Aus dem Kreis Soest meldet die Westfalenpost vom 30. Dezember einen Fall von Hirnhautentzündung. Ein fünfjähriges Mädchen aus Erwitte wurde am Dienstag mit Verdacht auf Meningokokken-Meningitis in eine Kinderklinik in Lippstadt eingeliefert. Der Zustand des Kindes wird als kritisch bezeichnet.
Meningokokken-Fälle in 2003
Aktuelle Fälle im Dezember 2003
(Marburg, 18.12.03) Eine 15-jährigen Schülerin der Regelschule Hüpstedt im Unstrut- Hainich-Kreis ist an einer Meningokokken-Meningitis erkrankt. Wie die Thüringer Allgemeine in ihrer Ausgabe von 18. Dezember berichtet, ist die Hirnhautentzündung am Dienstag diagnostiziert worden. Der Zustand des Mädchens ist nach Auskünften der Ärzte stabil. Alle Kontaktpersonen erhielten eine Antibiotika-Prophylaxe.
Aktuelle Fälle im November 2003
(Marburg, 21.11.03) Ein sechsjähriger Junge aus Luckenwalde (Kreis Teltow- Fläming) ist am vergangenen Dienstag mit Verdacht auf Meningokokken-Meningitis in das Potsdamer Krankenhaus eingeliefert worden. Wie die Märkische Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 20. November berichtet, geht es dem Kind, das noch am Dienstag eine Kindertagesstätte besuchte, den Umständen entsprechend gut. Nach Angaben des Leiters des Gesundheitsamtes, Günther Rauschmayer, seien an alle Kita-Kinder Antibiotika verteilt worden.
(Marburg, 19.11.03) Eine Meningokokken-Erkrankung eines dreijährigen Jungen wird aus Grafenhausen (Kreis Waldshut) gemeldet. Bereits am Montag informierte der behandelnde Kinderarzt das Gesundheitsamt Waldshut über seinem Verdacht. Wie der Südkurier in seiner Ausgabe vom 19. November berichtet, wurde die Diagnose bereits am Montagabend von einer Freiburger Klinik bestätigt. Enge Kontaktpersonen wurden durch das Gesundheitsamt informiert und aufgefordert, Antibiotika einzunehmen. Dem Kind geht es – nach Aussagen des Gesundheitsamtes – bereits besser.
(Marburg, 17.11.03) Ein 14-jähriger Schüler aus Kaufbeuren ist an bakterieller Hirnhautentzündung erkrankt und wird zurzeit im Kaufbeurer Krankenhaus behandelt. Wie die Allgäuer Zeitung vom 15. November berichtet, sei den engen Kontaktpersonen eine Antibiotikaprophylaxe empfohlen worden. Um welchen Serotyp es sich handelt, ist noch nicht bekannt. Nach Aussage von Dr. Frank Glogger vom Gesundheitsamt laufen die Laboruntersuchungen noch.
(Marburg, 11.11.03) Aus Gotha wird ein Fall bakterieller Meningitis gemeldet. Die Thüringer Allgemeine berichtet in ihrer Ausgabe vom 10. November, dass eine Frau am Wochenende aufgrund einer durch Meningokokken hervorgerufenen Hirnhautentzündung ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Nach Angaben des Gesundheitsamtes handelt es sich um den 23. Meningitis-Fall in Thüringen in diesem Jahr.
(Marburg, 07.11.03) Ein 16-jähriger Schüler aus Radeberg (Kreis Kamenz) ist an einer Meningokokken-Meningitis erkrankt. Die Sächsische Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 7. November, dass der Jugendliche am Mittwoch von seinem Hausarzt, der sofort die Diagnose Meningitis stellte, direkt ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Nach Auskunft der Amtsärztin Ulrike Menzel, geht es dem Patienten zufriedenstellend.
Zur genauen Typisierung des Erregers sind Gewebeproben ins Nationale Referenzzentrum für Meningokokken nach Würzburg geschickt worden.
Aktuelle Fälle im Oktober 2003
(Marburg, 30.10.03) Ein eineinhalbjähriges Mädchen aus Hallenberg (Hochsauerlandkreis) ist an einer Meningokokkeninfektion erkrankt, berichtet die Westfalenpost in ihrer Ausgabe vom 30. Oktober. Am Dienstagabend stellten die behandelnden Ärzte die Diagnose. Der Zustand des Kindes, das auf der Intensivstation behandelt wird, ist nach Auskünften von Dr. Peter Kleeschulte, Amtsarzt und Leiter des Gesundheitsamtes, stabil. Kontaktpersonen seien vom Kreisgesundheitsamt ermittelt und vorsorglich mit Antibiotika versorgt worden. Ein Zusammenhang zu den zwei anderen Meningokokken-Fällen im Hochsauerlandkreis besteht laut Kleeschulte nicht.
(Marburg, 29.10.03) Eine neunzehnjährige Abiturientin aus Cottbus (Brandenburg) ist an einer Meningokokken-Meningitis erkrankt. Die junge Frau wird im Krankenhaus behandelt und befindet sich bereits auf dem Weg der Besserung, berichtet der Berliner Kurier vom 29. Oktober. Kontaktpersonen erhielten eine Antibiotika- Prophylaxe
(Marburg, 23.10.03) Aus dem Hochsauerland-Kreis meldet die Westfalenpost vom 22. Oktober einen weiteren Fall bakterieller Meningitis. Ein neun Monate alter Junge aus Menden war am vergangenen Sonntag in das Krankenhaus Neheim-Hüsten eingeliefert worden. Nach Angaben des Krankenhauses ist das Kind auf dem Weg der Besserung.
Der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Volker Schmidt, ließ am Montag alle Kontaktpersonen ermitteln, die mit Antibiotika behandelt wurden. Dies ist der zweite Fall einer Meningokokken-Meningitis im Hochsauerlandkreis in diesem Monat.
(Marburg, 20.10.03) In Aalen (Ostalbkreis) starb eine 19-jährige Frau an den Folgen einer Hirnhautentzündung. Wie die Heilbronner Stimme in ihrer online-Ausgabe vom 13. Oktober berichtet, ist noch nicht sicher, ob es sich bei dem Erreger um Meningokokken gehandelt hat.
(Marburg, 17.10.03) Ein fünfjähriger Junge aus Arnsberg-Neheim (Hochsauerlandkreis) ist an einer Meningokokken-Infektion erkrankt. Nach Angaben der Westfalenpost vom 13. Oktober sei der Serotyp, der die Hirnhautentzündung des Kindes auslöste, noch nicht bestimmt. Das Kind wird im Hüstener Karolinen-Hospital behandelt; alle Kontaktpersonen erhielten eine Antibiotika-Prophylaxe.
(Marburg, 13.10.03) Aus Meerbusch (Kreis Neuss) wird ein Fall bakterieller Meningitis gemeldet. Dort erkrankte ein siebenjähriges Mädchen an Hirnhautentzündung, berichtet die Neuß-Grevenbroicher Zeitung in ihrer online- Ausgabe vom 10. Oktober. Nach Angaben des Leiters des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Michael Dörr, hat sich die Diagnose erst am Donnerstagabend durch Labortestungen bestätigt. Das Kind wurde seit Wochenbeginn in der Kinderklinik am Neusser Lukaskrankenhaus behandelt. Über den Gesundheitszustand des Mädchens ist derzeit nichts bekannt.
Die Ansteckungswahrscheinlichkeit geht nach Einschätzung von Dr. Dörr gegen Null, so dass im Rahmen eines abgestuften Maßnahmenkatalogs “auch nur die allerengsten Kontaktpersonen präventiv medikamentös versorgt” worden sind.
(Marburg, 10.10.03) Ein 23 Jahre alter Mann aus Siegburg (Großraum Bonn) verstarb am Montag nach Angaben des Generalanzeigers Bonn vom 09. Oktober an den Folgen einer Meningokokken-Sepsis. Das Kreisgesundheitsamt teilte am Donnerstag mit, dass es sich bei dem Erreger um Meningokokken des Serotyps C handelt.
Da der junge Siegburger an den Tagen vor seinem Tod eine Discothek und eine Gaststätte besuchte (am 4. Oktober: Diskothek "Steffi" auf dem Siegburger Phrix- Gelände und am 2. Oktober: Gaststätte "Der Zylinder" in Sankt Augustin-Menden), appelliert das Kreisgesundheitsamt an diese Personen, die sich dort ebenfalls aufhielten, auf Erkrankungssymptome wie Fieber, Schüttelfrost, starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und schwersten Krankheitsgefühlen zu achten und gegebenfalls sofort einen Arzt aufzusuchen. Weitere Informationen erteilt das Kreisgesundheitsamt unter der Rufnummer 0 22 41/ 13 35 35.
(Marburg, 08.10.03) Ein Fall bakterieller Meningokken-Meningitis wird aus dem Kreis Ahrweiler gemeldet. Ein vierjähriges Mädchen, das den Sinziger Kindergarten St. Peter besucht, wurde am vergangenen Wochenende intensivmedizinisch behandelt, nachdem die Mediziner eine Meningokokken-Infektion festegestellt hatten. Das Kind befinde sich bereits auf dem Weg der Besserung, berichtet die Kölnische Rundschau in ihrer Ausgabe vom 06. Oktober.
Das Gesundheitsamt richtet umgehend einen Krisenstab ein und konnten sofort über 80 Prozent der Eltern informieren. Alle Kinder und enge Kontaktpersonen erhielten eine Antibiotikaprophylaxe. Der Kindergarten blieb am Montag geschlossen.
Aktuelle Fälle im September 2003
(Marburg, 26.09.03) Ein sechs Wochen altes Baby aus Köln-Longerich starb laut Angaben der Kölnischen Rundschau vom 19. September an einer Meningokokken- Sepsis. Am Vormittag des 17. Septembers wurde der Säugling, nachdem die Mutter Hauteinblutungen bemerkte, in die Kinderklinik gebracht. Doch trotz intensivmedizinischer Bemühungen verstarb das Kind noch am selben Tag.
(Marburg, 01.09.03) Am 27. August verstarb ein 15-jähriger Schüler aus Erftstadt- Lechenich (Erftkreis) an den Folgen einer Meningokokken-Meningitis. Dr. Ernst Bohm, der Leiter des Gesundheitsamtes, gab an, dass in diesem Jahr bereits ein kleines Kind an Meningokokken erkrankt sei, dass jedoch wieder gesund wurde. Im Vorjahr habe es keine Meningokokken-Meningitis-Fälle im Erftkreis gegeben. 31 Personen aus dem engeren Umfeld des Jungen wurden prophylaktisch behandelt.
Aktuelle Fälle im August 2003
(Marburg, 27.08.03) Am vergangenen Donnerstag wurde ein Kindergartenkind aus Salzwedel (Altmarkkreis Salzwedel) mit Verdacht auf Meningitis in das Salzwedeler Krankenhaus eingeliefert. Wie die Magdeburger Volksstimme in ihrer Ausgabe vom 23. August mitteilt, stand die Diagnose bereits am Samstag fest: Meningokokken- Meningitis. Der Zustand des kleinen Jungen ist nach Aussage des Ärztlichen Direktor des Krankenhauses stabil. Etwa 200 Menschen wurden vorbeugend medikamentös behandelt.
Aktuelle Fälle im Juli 2003
(Marburg, 08.07.03) Eine 16-jährige Schülerin aus Köln ist vermutlich an Meningokokken erkrankt, berichtet der Kölner Stadtanzeiger in seiner online-Ausgabe vom 7. Juli. Die ersten Symptome (Fieber und Übelkeit) traten am vergangenen Samstag auf. Als am Sonntagvormittag die für Meningokokken-Erkrankungen typischen blauen Flecken auf dem Körper der 16-Jährigen sichtbar wurden, handelte die Mutter sofort und brachte das Mädchen ins Krankenhaus. Ihr Zustand wird derzeit als gut bezeichnet. Sie befindet sich auf der Intensivstation der Kinderklinik St. Augustin und wird mit Antibiotika behandelt.
Erst zu Beginn der kommenden Woche wird mit den Laborergebnissen gerechnet. Sollte sich der Verdacht auf eine Menigokokken-Erkrankung bestätigen, wäre dies - in diesem Jahr - der neunte Fall in Köln.
Aktuelle Fälle im Juni 2003
(Marburg, 28.06.03) In Halle verstarb nach Angaben der Mitteldeutschen Zeitung am 24. Juni eine 20-jährige Gymnasiastin an Hinhautentzündung. Die Schülerin, die kurz zuvor ihre Abiturprüfung am Hanns-Eisler-Gymnasium abgelegt hatte, war am Montag mit akuten Symptomen in eine Klinik gebracht worden.
Es ist in diesem Jahr der dritte Todesfall in Sachsen-Anhalt der auf eine Meningokokken-Meningitis zurückzuführen ist. Insgesamt sind in Sachsen-Anhalt 34 Menschen an Meningokken-Erregern erkrankt.
(Marburg, 03.06.03) Eine 32-jährige Volkschullehrerin ist — wie das Neue Volksblatt vom 2. Juni berichtet — am vergangenen Freitag im Krankenhaus Kirchdorf an Meningitis (Hirnhautentzündung) gestorben. Die Frau war am Montag zuvor mit Fieber und Ohrenschmerzen ins Spital gekommen. Außer der Mittelohr- und einer Nebenhöhlenentzündung diagnostizierten die Ärzte auch die Meningitis. Trotz sofortiger Behandlung starb die Lehrerin. Auf Grund der Tatsache, dass es sich dabei um eine bakterielle Entzündung handelte, bestand zu keinem Zeitpunkt Ansteckungsgefahr — weder für die Schüler noch für das Spitalspersonal, betonten nun die Ärzte.
(Marburg, 03.06.03) Der Patriot vom 2. Juni und die Westfalenpost in der Ausgabe vom 3. Juni. berichten über einen weiteren Fall in Lippstadt: Eine 16 Jahre alte Schülerin aus Lippstadt ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag an den Folgen einer Blutvergiftung durch Meningokokken gestorben. Das evangelische Krankenhaus Lippstadt habe dem Gesundheitsamt des Kreises Soest den Tod der 16-Jährigen gemeldet.
Das Gesundheitsamt habe umgehend alle Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet und bis zum Sonntagmorgen 80 Kontaktpersonen prophylaktisch mit Antibiotika versorgt, so die Information des Kreises. Es handele sich um Familienangehörige, enge Bekannte und Klassenkameraden aus der Lippstädter Droste-Rose-Realschule.
Aktuelle Fälle im Mai 2003
(Marburg, 30.05.03) Nicht bestätigt hat sich der Verdacht auf Meningokokken- Meningitis bei der am vergangenen Sonntag im Alter von 28 Jahren verstorbenen Erzieherin einer Kindertagesstätte aus Bergisch Gladbach-Bensberg. Seit Mittwochmittag liegen die Laborergebnisse vor, berichtet der Kölner Stadtanzeiger in seiner Ausgabe vom 29. Mai. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, habe sich herausgestellt, dass bei der Frau, die aus Leverkusen stammt, nicht Meningokokken, sondern Pneumokokken der Auslöser der Meningitis waren. Dies bedeutet, dass keine besondere Ansteckungsgefahr gegeben war.
Der anfängliche Verdacht auf Meningokokken, eine heimtückische und auch ansteckende Form der Meningitis (Hirnhautentzündung), hatte das Kreisgesundheitsamt unverzüglich auf den Plan gerufen. Bereits am Sonntagnachmittag wurden über 90 Personen ermittelt, die mit der Erzieherin in engerem Kontakt standen, und vorsorglich mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 28.05.03) Am Sonntagnachmittag ist laut Angaben des Kölner Stadtanzeigers in der Ausgabe vom 28. Mai eine Kindergärtnerin aus Bergisch Gladbach an einer Infektion gestorben, die möglicherweise auf Meningokokken- Meningitis (Hirnhautentzündung) zurückzuführen ist. In einer Mitteilung aus dem Kreishaus hieß es dazu gestern, der endgültige Befund liege noch nicht vor. Um jegliches Infektionsrisiko auszuschließen, habe das Kreisgesundheitsamt aber sofort alle Kinder, Eltern und Mitarbeiter des Bensberger Kindergartens, die unmittelbaren Kontakt zu der Erzieherin gehabt haben, vorbeugend mit Antibiotika behandelt. Das Gesundheitsamt sei sich sicher, den Kreis der Kontaktpersonen vollständig ermittelt zu haben. Deshalb bestehe kein Anlass zur Besorgnis. Eine Ansteckungsgefahr bestehe nicht. Die meisten Eltern schickten ihre Kinder gestern dennoch vorsichtshalber nicht in den Kindergarten. Vor zwei Jahren war in Bergisch Gladbach ein Schüler an Hirnhautentzündung gestorben.
(Marburg, 22.05.03) Ein 18-jähriger Schüler des Oberstufenzentrums Konrad Wachsmann in Frankfurt / Oder wurde am Montagabend mit den Symptomen einer schweren Grippe ins Krankenhaus eingeliefert worden, in dem er nur wenige Stunden später starb. Das berichtet die Berliner Morgenpost in ihrer Ausgabe vom 22. Mai. Gestorben ist der Schüler an den Folgen einer Blutvergiftung, ausgelöst durch eine besonders aggressive Form der Meningokkoken-Meningitis. "Die Ärzte konnten nichts mehr für den Patienten tun", sagte Elke Reethen, amtierende Amtsärztin in Frankfurt (O.). Etwa 100 Personen erhielten eine Antibiotika-Prophylaxe.
Aktuelle Fälle im April 2003
(Marburg, 17.04.03) Nach Angaben des Kölner Gesundheitsamtes erkrankte ein einjähriger Junge aus Köln während eines Ostseeurlaubs an bakterieller Hirnhautentzündung. Wie die Schweriner Volkszeitung in ihrer Ausgabe von 17. April berichtet, habe das Kind schon vor der Abreise Fieber gehabt. Am Samstag traten weitere Symptome (unter anderem Hauteinblutungen) auf, worauf die Eltern das Kind sofort in die Rostocker Universitätsklinik brachten.
(Marburg, 09.04.03) An den Folgen einer Menigokokken-Sepsis starb am vergangenen Freitag ein zweijähriges Mädchen aus Eningen (Kreis Reutlingen). Wie das Schwäbische Tageblatt in seiner Ausgabe vom 9. April berichtet wurde das Kind am Freitag in die Kreisklinik am Steinenberg eingeliefert. Es handelte sich um den dritten Meningitis-Fall im Kreis Reutlingen in diesem Frühjahr.
(Marburg, 09.04.03) Von einem weiteren Todesfall im Altlandkreis Vohenstrauß (Kreis Neustadt, Bayern) berichtet Der neue Tag in seiner Ausgabe vom 08. April. Ein vier Monate alter Säugling aus Georgenberg starb am Sonntagabend im Weidener Klinikum an Meningokokken-Meningitis. Der Krankheitsverlauf war überaus rasant; noch am Samstagmorgen war der kleine Junge gesund. Gegen Mittag entwickelte das Baby Fieber, bis zum Abend verschlimmert sich der Zustand so, dass es in die Weidener Kinderklinik eingeliefert werden musste.
(Marburg, 09.04.03) Das 14-jährige Mädchen aus Schwerte, das seit Anfang März in Folge einer Meningokokken-Meningitis im künstlichen Koma lag, ist gestorben. Wie der Kölner Stadtanzeiger vom 08. April berichtet erkrankten im März insgesamt neun Kinder und Jugendliche aus Schwerte und Lünen an bakterieller Hirnhautentzündung.
(Marburg, 02.04.03) Am vergangenen Samstag wurde ein zweieinhalbjähriges Mädchen aus Rheinhausen (Kreis Duisburg) wegen einer Meningokokken-Meningitis in eine Kinderklinik eingeliefert. Die Neue Ruhr Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 31. März, dass es dem Kind nach Aussagen des Gesundheitsamtes bereits besser gehe. Weitere Erkrankungsfälle sind bislang nicht bekannt.
Aktuelle Fälle im März 2003
(Marburg, 28.03.03) Der sechste Meningitis-Fall wird aus Thüringen gemeldet. Dort erkrankte ein 12-Jähriger aus Ohrdruf (Kreis Gotha) am vergangenen Sonntag, berichtet die Thüringer Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 27. März. Der Junge wird in der Helios-Klinik in Erfurt behandelt.
Am vergangenen Sonntag wurde eine 18-jährige Dortmunderin mit Verdacht auf bakterielle Meningitis ins Krankenhaus eingeliefert. Wie die Neue Ruhr Zeitung am 28. März berichtet, bestehe keine Gefahr mehr für die junge Frau. Die Laboruntersuchung ergab, dass es sich um die Serogruppe B handelt.
(Marburg, 26.03.03) Zwei Meningitis-Fälle sind in Greifswald aufgetreten. Die Ostseezeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 26. März, dass bereits seit Dienstag vergangener Woche ein 17-Jähriger in der Kinderklinik der Ernst-Moritz-Arndt- Universität behandelt wird. Bei dem zweiten Fall handelt es sich um einen 19- jährigen Schüler, der am vergangenen Donnerstag ebenfalls in die Greifswalder Kinderklinik eingeliefert wurde.
Zehn Meningits-Fälle sind seit Jahresbeginn in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet worden. Die Erkrankung in Mecklenburg-Vorpommern sei vom Typus B, für den es nur die Antibiotika-Prophylaxe gibt, erklärt der Greifswalder Amtsarzt Ulrich Wurster.
(Marburg, 24.03.03) Über einen weiteren Meningitis-Todesfall in Berlin berichtet Die Welt in ihrer Ausgabe vom 24. März. Ein vierjähriger Junge aus Marzahn verstarb am vergangenen Mittwoch im Friedrichshainer Krankenhaus. Laut Zeitungsbericht seien die deutlichen Meningitis-Symptome zu spät erkannt worden. Am Vorabend war das Kind bereits mit Fieber, Durchfall, Kopf- und Gliederschmerzen ins Krankenhaus gebracht worden; der behandelnde Arzt habe die Symptome einer Meningitis jedoch nicht richtig gedeutet. Als das Kind dann zum zweiten Mal ins Friedrichshainer Krankenhaus gebracht wurde, habe man zwar sofort erkannt, um was es sich handelt; die sofort einsetzende Behandlung sei jedoch ohne Aussicht auf Erfolg gewesen, erläuterte Oberarzt Gerhard Wettlitz.
(Marburg, 19.03.03) Im Unterallgäu sind zwei Meningitsfälle aufgetreten. Ein 13- jähriges Mädchen, das in Mindelheim die Maria-Ward-Realschule besucht, wird auf der Intensivstation der Memminger Kinderklinik behandelt. Ihr Zustand ist laut Angaben des Gesundheitsamtes “kritisch, aber stabil”, berichtet die Augsburger Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 20. März. Der Erreger ist noch nicht festgestellt worden.
Bei einem 12-jährigen Jungen, der die Volksschule in Amendingen (Memminger Stadtteil) besucht, handelt es sich um eine Meningokokken-Meningitis. Beide Fälle stehen nicht miteinander in Verbindung. Dr. Wolfgang Glasmann vom Gesundheitsamt Unterallgäu betonte, dass kein Anlass zur Panik besteht. Alle Kontaktpersonen wurden mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 19.03.03) Ein fünfjähriges Mädchen aus dem Kreis Kleve ist mit Verdacht auf Meningokokken-Meningitis ins Krankenhaus eingeliefert worden, berichtet die Neue Ruhr Zeitung am 19. März. Das Kind zeigte bereits am vergangenen Freitag erste Symptome und wurde am Montag ins Geldener Krankenhaus eingeliefert. Eine Serotypbestimmung im Krankenhaus ergab nun, dass es sich um den Sero-Typ B handelt, gegen den nicht geimpft werden kann.
(Marburg, 19.03.03) Über zwei neue Meningitis-Fälle berichtet die Leipziger Volkszeitung am 18. März. Wie das Gesundheitsamt des Kreises Leipziger Land und das Landratsamt des Vogtlandkreises mitteilten, sind zwei Schülerinnen an bakterieller Meningitis erkrankt. Eine 17-jährige Schülerin des Geithainer Conrad- Felixmüller-Gymnasiums und ein 14-Jährige aus Markneukirchen, die bereits am Sonntag in das Vogtlandklinikum nach Plauen gebracht wurde.
(Marburg, 19.03.03) Eine 15-Jährige aus Wurzen (Muldentalkreis, Sachsen) erkrankte ebenfalls an Menigitis. Wie die Leipziger Volkszeitung in ihrer Ausgabe vom 17. März berichtet, habe das Gesundheitsamt bereits am vergangenen Donnerstag, als das Mädchen in die Klinik eingeliefert wurde, mit einer umfangreichen Prophylaxe begonnen. Amtsärztin Regine Krause-Döring bestätigte, dass es sich um eine Meningokokken-Meningits handelt. Der Zustand der Schülerin, die die Mittelschule-Nord besucht, ist nach Angaben des Chefarztes am Wurzener Krankenhaus stabil: "Das Mädchen befindet sich schon wieder auf dem Weg der Besserung."
(Marburg, 18.03.03) Ein weiterer Todesfall aufgrund bakterieller Hirnhautentzündung wird aus Rheinland Pfalz gemeldet. Wie der Kölner Stadtanzeiger in seiner Ausgabe vom 17. März berichtet, starb ein 15-Jähriger aus Maikammer am vergangenen Samstag in einer Frankfurter Klinik, in die er verlegt worden war. Zwei Tage zuvor bestätigte sich der Verdacht einer Meningokokken-Infektion, teilte das Kreisgesundheitsamt Landau mit.
(Marburg, 17.03.03) Zwei Tage nachdem in Köln ein 76-Jähriger an Meningitis verstarb, ist ein weiterer Fall bakterieller Hirnhautentzündung in der Rheinmetropole aufgetreten. Wie der Kölner Stadtanzeiger in seiner Ausgabe vom 17. März berichtet, erkrankte eine 55-jährige Frau, deren Zustand als stabil bezeichnet wird. Das Laborergebnis ist eindeutig: Es handelt sich um eine Meningokokken-Infektion. Die Familienangehörigen der Frau wurden vorsorglich mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 14.03.03) Der tödliche Meningokokken-Falle in Kamenz - wir berichteten am 13. März über den 13-Jährigen - wurde nach Angaben des Gesundheitsamtes Kamenz durch die Serogruppe C verursacht. Der Erregernachweis wurde durch die Landesuntersuchungsanstalt Dresden geführt.
(Marburg, 14.03.03) Die Netzzeitung vom heutigen 14. März berichtet: In Köln ist ein 76-jähriger Mann an den Folgen einer Meningokokken-Infektion gestorben. Er war am Freitag mit Fieber und Rückenschmerzen in ein Krankenhaus eingeliefert worden, meldet die Nachrichtenagentur ddp. Das Kölner Gesundheitsamt teilte jetzt mit, der Rentner sei bereits am vergangenen Samstag einer dramatisch verlaufenden bakteriellen Blutvergiftung erlegen.
Ein fünfjähriger Junge aus Frankfurt/Oder ist am Mittwochabend ins Klinikum Frankfurt eingeliefert worden, meldet AFP. Er sei inzwischen außer Lebensgefahr, so eine Sprecherin des Krankenhauses am Donnerstagmorgen.
Eine Grundschule im Berliner Bezirk Gatow (Spandau) ist am heutigen Freitag geschlossen worden. In der vorangegangenen Nacht war ein elfjähriger Schüler wahrscheinlich an einer hochinfektiösen Hirnhautentzündung gestorben. Die behandelnden Ärzte seien sich zu 98 Prozent sicher, dass der Junge mit Meningitis- Erregern infiziert war. Eine genaue Identifizierung der Bakterien oder Viren stehe jedoch noch aus, meldet die Nachrichtenagentur AP.
Im nordrhein-westfälischen Hamm starb bereits am Mittwoch ein acht Monate altes Baby an der Krankheit.
(Marburg, 14.03.03) Die an einer Meningitis-Menogokokken-Infektion erkrankte 18- jährige Schülerin der Gesamtschule Mutterstadt aus der der Verbandsgemeinde Freinsheim schwebt nach wie vor in Lebensgefahr, berichtet Die Rheinpfalz am 14. März. Ihre Verfassung sei zwar stabiler, aber weiter kritisch, wie der Schuldezernent des Kreises Ludwigshafen, Beigeordneter Michael Elster, am Donnerstag sagte, Bei ihr sei in der Nacht zum Dienstag der Verdacht auf diese gefährliche Form der Hirnhautentzündung bestätigt worden. Elster zufolge liegt die junge Frau auf der Intensivstation des Heidelberger Uniklinikums.
(Marburg, 14.03.03) Nur zwei Tage, nachdem ein Kölner an Meningitis verstarb, berichtet der Kölner Stadtanzeiger in der aktuellen Ausgabe von einem erneuten Fall einer bakterieller Hirnhautentzündung - dem fünften in diesem Jahr. Betroffen ist eine 55-jährige Frau, bei der neben Symptomen eines grippalen Infektes auch kleine Hauteinblutungen festgestellt wurden. Laborergebnisse liefrten am Donnerstag den Beweis, dass die Frau tatsächlich an der lebensgefährlichen Meningokokken- Infektion erkrankt ist. Vorsorglich erhielten auch ihr Ehemann, ihr Sohn und dessen Freundin Antibiotika.
Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass keinerlei Zusammenhang mit den in den vergangenen Wochen aufgetretenen Fällen von Meningitis bestünde. Außerdem beruhigen die Verantwortlichen, dass in einer Millionenstadt wie Köln selbst zehn und mehr Fälle, die in der Regel in der nasskalten Jahreszeit auftreten, noch im statistischen Durchschnitt liegen würden.
(Marburg, 14.03.03) In der Territorial-Infanterie-Rekrutenschule Aarau sind in den vergangenen Tagen zwei Fälle von viraler Meningitis beziehungsweise von Meningokokken aufgetreten, melden das Zofinger Tagblatt und die Aargauer Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Die beiden erkrankten Rekruten wurden notfallmässig in das Kantonsspital Aarau verlegt. Sie sind inzwischen außer Lebensgefahr. Beim Meningokokken-Fall ordnete der Waffenplatzarzt im über 400-köpfigen Rekrutenbestand eine Antibiotika-Prophylaxe an.
(Marburg, 13.03.03) Ein 13-Jähriger aus Kleinwolmsdorf im Landkreis Kamenz ist an Meningitis gestorben. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Nach Angaben einer Sprecherin des Sozialministeriums Dresden ist er das erste Opfer der Krankheit in diesem Jahr in Sachsen. Es gebe derzeit elf weitere Krankheitsfälle. Die Mitschüler des 13-Jährigen seien vorsorglich geimpft worden, die gesamte Schule sei zudem vorsorglich geschlossen worden.
Damit sind mittlerweile drei Bundesländer von tödlichen Fällen der Hirnhautentzündung betroffen.
(Marburg, 13.03.03) An einer Meningokokken-Sepsis starb am Montag ein zweijähriger Junge aus Morsbach im oberbergischen Kreis. Das berichtet die Meinerzhagener Zeitung vom 13. März. Nach Auskunft von Dr. Jorg Nürmberger, Leiter des Kreisgesundheitsamtes, hatte der Kleine schon in der vorigen Woche an einer Erkältung gelitten. Vorsorglich wurden alle Kontaktpersonen mit Antibiotika behandelt. Am Wochenende erkrankte ein Junge in Ründeroth an Meningitis, ist aber schon auf dem Weg der Besserung.
(Marburg, 13.03.03) Ein fünfjähriger Junge ist nach einem Bericht der Märkischen Oderzeitung in Podelzig (Märkisch-Oderland) an schwerer Hirnhautentzündung erkrankt. Er werde derzeit im Klinikum Frankfurt (Oder) behandelt. Nach Angaben des Krankenhauses bestehe für den Jungen keine akute Lebensgefahr.
(Marburg, 13.03.03) Der neue Tag berichtete bereits am 10. März, dass im Schwandorfer Ortsteil Bubach ein 17-Jähriger an ansteckender Meningitis erkrankt ist. Der junge Mann war am Samstag in den Nachmittagsstunden von Sanitätern in das Schwandorfer Krankenhaus eingeliefert und von dort unverzüglich in die Regensburger Klinik der Barmherzigen Brüder weiterverlegt worden. Sein Zustand sei ernst, hieß es noch am Sonntag. Alle Kontaktpersonen sind ausfindig gemacht worden.
(Marburg, 12.03.03) Mit Verdacht auf eine Meningokokken-Infektion ist am Montag eine Schülerin aus dem Landkreis Bad Dürkheim ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Rheinpfalz berichtet in ihrer Ausgabe vom 12. März, dass nach Aussage des Kreis-Schuldezernenten Michael Elster der Zustand der jungen Frau, die in die Klasse 11 der Integrierten Gesamtschule (IGS) Mutterstadt geht, sehr ernst ist. Allen Personen, die in engen Kontakt zu der Erkrankten standen, wurde ein Chemoprophylaxe empfohlen. Angelika Heitlinger vom Ludwigshafener Gesundheitsamt betont, dass für die anderen Schüler und Lehrer kein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung besteht. Im Verbreitungsgebiet des Ludwigshafener Gesundheitsamts treten nach Auskunft der Medizinerin jährlich zwei bis drei Fälle von Hirnhautentzündung auf.
(Marburg, 11.03.2003) Der 12-jährige Schüler aus Lünen, der seit Sonntag in einer Klinik in Datteln behandelt wird, ist – nach Berichten der Neuen Ruhr Zeitung vom 10. März – doch an einer Meningokokken-Meningitis erkrankt. Sein Zustand ist jedoch nicht lebensbedrohlich.
(Marburg, 11.03.2003) In Sachsen (Arnsdorf bei Dresden) ist ein 13-jähriger Schüler am vergangenen Sonntag an Meningitis gestorben. Nach Angaben der Sächsischen Zeitung liege zwar eine genau Laboruntersuchung noch nicht vor, die Mediziner seien jedoch sehr sicher, dass es sich um eine bakterielle Hirnhautentzündung gehandelt habe. Der 13-Jährige ist laut Angaben von Wilfried Oettler (Sozialministerium) das erste sächsische Todesopfer von Meningokokken-Meningitis in diesem Jahr. Jährlich erkranken 35 bis 45 Menschen im Freistaat an bakterieller Hirnhautentzündung.
(Marburg, 11.03.2003) Die Berliner Morgenpost berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe von zwei weiteren Meningokokken-Erkrankungen in Berlin. Eine 15-Jährige aus Marzahn-Hellersdorf wird seit Samstag im Klinikum Uckermark in Schwedt behandelt. Die Schülerin habe typische Symptome (Kopfschmerzen, Fieber, Nackensteifigkeit und blaue Flecken) gehabt, beschreibt der Leiter der Kinderklinik im Klinikum Uckermark, Professor Volker Wahn. "Wir gehen davon aus, dass wir die Krankheit im Griff haben", erläuterte der Professor.
Erst gestern wurde bekannt, dass ein 60-jähriger Taxifahrer aus Berlin bereits am 19. Januar an einer bakteriellen Meningitis gestorben ist. Er wurde im Reinickendorfer Humboldt-Klinikum behandelt. Er habe bis wenige Stunden vor seinem Tod noch Passagiere befördert, so die Zeitungsmeldung. Die Passagiere seien aber nach Einschätzung der behandelnden Ärzte nicht gefährdet gewesen. Deshalb habe man darauf verzichtet, sie ausfindig zu machen, sagte Engelmann-Renner.
(Marburg, 10.03.03) Am vergangenen Donnerstag ist ein 11-jähriger Junge im Berliner Bezirk Gatow (Spandau) an einer Hirnhautentzündung gestorben. Die Grundschule, die der Viertklässler besuchte, wurde am Freitag geschlossen; Mitschülern und Familienangehörigen wurde empfohlen, sich prophylaktisch mit Antibiotika behandeln zu lassen, berichtet die Netzzeitung in ihrer Ausgabe vom 10. März.
(Marburg, 10.03.03) Die Tageszeitung (TAZ) erwähnt in ihrer Ausgabe vom 10. März einem weiteren Meningitis-Fall in Berlin. Eine 30-jährige Frau wird im Universitätsklinikum Benjamin Franklin wegen Gehirnhautentzündung behandelt. Allerdings handelt es sich hier um eine durch Viren verursachte Meningitis; die Frau schwebt nicht in Lebensgefahr.
(Marburg, 10.03.03) Aus Schwerte wird ein weiterer Erkrankungsfall gemeldet, nachdem am vorletzten Wochenende fünf Kinder an Meningitis erkrankten, von denen ein 14-jähriges Mädchen verstarb. Die Westfälische Rundschau berichtet in ihrer Ausgabe vom 10. März, dass ein sechsjährige Junge am Freitagabend in die Kinderklinik in Hamm eingeliefert worden sei. Erste Loboruntersuchungen lassen nach Auskunft der Gesundheitsdezerentin des Kreises Unna, Gabriele Warminski- Leitheußer, darauf schließen, dass es sich nicht um eine Meningokokken-Meningitis handelt. Ein weiterer Meningitis-Verdachtsfall wird aus Lünen gemeldet. Dort wurde ein 12-jähriger Junge in eine Klinik eingewiesen.
(Marburg, 07.03.2003) In Schwerte gibt es einen weiteren Fall einer Hirnhautentzündung durch Meningokokken. Fünf weitere Schüler im Alter von 13 bis 15 Jahren (vier Mädchen, ein Junge), die gemeinsam eine Gesamtschule besuchen, waren schon vorher erkrankt, eine 14-Jährige ist gestorben. Wie Dr. Bernhard Jungnitz vom Gesundheitsamt in Unna gegenüber der AGMK äußerte, wurde in einem Fall der Meningokokken-Typ C sicher nachgewiesen. Da es sich um einen Ausbruch handelt, die erkrankten Personen also in Kontakt zueinander standen, ist davon auszugehen, dass auch die anderen Schüler an diesem Erregertyp erkrankt sind. Bislang gebe es aber keine Impfempfehlung.
(Marburg, 07.03.03) Aus dem östlichen Ruhrgebiet werden drei weitere Meningitis- Erkrankungen gemeldet. In Hamm starb am Mittwoch eines der drei erkrankten Babys, berichtet die Westfalenpost in ihrer Ausgabe vom 06. März. Nach Angaben des Gesundheitsamtes ist noch unklar, ob diese drei Neuerkrankungen in einem Zusammenhang mit den Meningitis-Fällen von Schwerte stehen. (Siehe Meldung vom 3. März)
(Marburg, 07.03.03) Weiterer Meningitis-Fall in Niedersachsen: Die Erkrankung einer Grundschülerin aus Bungerhof (Delmenhorst) vor einer Woche ist nach Angaben des Delmenhorster Gesunheitsamtes ein Einzelfall, berichtet der Weser-Kurier am 07. März. Keine weiteren Meningits-Fälle sind gemeldet worden. Maßnahmen wie eine Schulschließung waren nicht notwendig, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Helge Schumann. Alle Personen, die engen Kontakt mit dem Mädchen gehabt hatten, seien informiert und über die Notwendigkeit einer vorbeugenden Behandlung aufgeklärt worden.
Auch in Kölnist eine 32-jährige Frau erkrankt. Vorausgegangen waren Anzeichen eines grippalen Infektes. In Bad Oeynhausen liegt eine 15-jährige Schülerin des Schulzentrums Helpsen in der Klinik. Für alle, die nach dem 26. Februar Kontakt zu ihr hatten, wurde eine vorsorgliche Antibiotika-Einnahme verordnet. Der 13-jährige Schüler, der mit Verdacht auf Meningitis in das Mindener Klinikum eingeliefert wurde, ist auf dem Weg der Besserung.
In Mecklenburg-Vorpommern sind seit Jahresbeginn vier Menschen an einer Meningokokken-Meningitis erkrankt. Die Situation sei nicht dramatisch, sondern für die Jahreszeit normal, so Dr. Martina Littman vom Landesgesundheitsamt in Rostock.
(Marburg, 05.03.03) In Helpsen (Kreis Schaumburg, Niedersachsen) ist ein Fall bakterieller Meningokokken-Meningitis aufgetreten. Wie die Schaumburger Nachrichten am 05. März meldeten, ist eine 15-jährige Schülerin des Schulzentrums Helpsen an Meningitis erkrankt. Ihr Zustand ist lebensbedrohlich, sie wird derzeit in einer Klinik in Bad Oeynhausen behandelt. Auf Veranlassung der Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Hedwig Pietsch, wurden alle Mitschüler und Eltern bezüglich des Falles informiert und aufgefordert, vorbeugend eine Chemoprophylaxe durchzuführen, falls sie nach dem 26. Februar einen engen Kontakt zu dem erkrankten Mädchen hatten.
(Marburg, 03. 03.2003) Zurzeit häufen sich wieder Fälle von Hirnhautentzündungen durch Meningokokken. An einer Gesamtschule in Schwerte bei Dortmund gibt es einen Ausbruch. Eine 14-jährige Schülerin bereits gestorben, vier weitere Jugendliche aus derselben Klasse werden in der Kinderklinik Dortmund behandelt. Ihr Zustand ist Besorgnis erregend. Die Gesundheitsbehörden haben reagiert, die Schulen in Schwerte bleiben am Rosenmontag und Karnevalsdienstag geschlossen.
Unter einem Ausbruch versteht man zwei oder mehr Fälle desselben Bakterientyps innerhalb von vier Wochen innerhalb einer Schulklasse, Spielgruppe, Wohnheim oder auch Kaserne. Die Betroffenen stehen also in direktem Kontakt zueinander.
Immer wieder reagiert die Bevölkerung mit Panik, wenn Meningokokken- Erkrankungen auftreten. Das ist verständlich, aber nur für Personen, die direkten Kontakt zu einem Erkrankten hatten, besteht wirklich Gefahr. Diese müssen sich umgehend einer vorsorglichen Behandlung mit Antibiotika unterziehen. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, ein weiteres Ausbreiten der Infektionen zu verhindern, indem die Gesundheitsbehörden eine Impfung empfehlen. Voraussetzung ist, dass es sich um einen Bakterientyp handelt, gegen den Impfungen schützen (Meningokokken-Typ C, A, Y, W-135).
Aktuelle Fälle im Februar 2003
(Marburg, 24. 02.03) In München ist bereits am vergangenen Dienstag (24.02) ein 20 Monate altes Mädchen gestorben. Es war zu Besuch bei den Großeltern in Oberau (Landkreis Garmisch- Partenkirchen), erkrankte am Montag und starb in der Nacht zum Dienstag in einer Kinderklinik. Ursache der Hirnhautentzündung ist hier vermutlich eine Blutvergiftung durch Meningokokken-Bakterien.
Der vor zwei Wochen an Hirnhautentzündung erkrankte vier Jahre alte Junge aus Murnau, ebenfalls Landkreis Garmisch-Partenkirchen, ist inzwischen wieder gesund, Zwischen den beiden Fällen bestand - anders wie in Schwerte - kein Zusammenhang.
(Marburg, 28.02.03) Seit anderthalb Wochen werden drei Jugendliche aus Huchting (Bremen) aufgrund bakterieller Hirnhautentzündung in Krankenhäusern behandelt. Der Weser-Kurier zitiert in seiner Ausgabe vom 28. Februar einen Sprecher der Senatspressestelle: “Bisher gibt es keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen den Erkrankungsfällen." Weder gingen die drei auf die selbe Schule, noch hätten sie Kontakt zu einander gehabt. Daher sieht das Gesundheitsamt bisher nicht die Gefahr einer Epidemie.
(Marburg, 27.2.03) Eine 18-jährige Auszubildende aus Heilbronn ist an einer Meningitis gestorben. Das gab das Städtische Gesundheitsamt am 27.02. bekannt. Die Ärzte kämpften zehn Tage lang gegen die bakteriellen Hirnhautentzündung durch Meningokokken an, dennoch starb die junge Patientin am Samstag in einem Krankenhaus. Ihre Familie, Arbeits- und Schulkollegen waren frühzeitig informiert und - falls nötig - mit Antibiotika versorgt worden.
(Marburg, 5.02.03) In Forchheim, Oberfranken, ist am Montag, 3. Februar, ein Meningokokken-Todesfall aufgetreten. Laut Gesundheitsamt handelt es sich um eine "Infektion des Subtypen C". Das eineinhalb Jahre alte Mädchen hatte am Sonntagnachmittag mit seinen Eltern ein Faschingsfest in Gunzendorf besucht und am Abend hohes Fieber bekommen. Das berichtet die Nürnberger Zeitung vom 5. Februar. Die Eltern gaben dem Kind Fieberzäpfchen und suchten am nächsten Morgen den Arzt auf. Da zeigte das Kind schon Hautblutugen. Der Zustand verschlechterte sich dramatisch und das Kind verstarb noch am Morgen. Weitere Erkrankungen seien bisher nicht bekannt geworden. Trotzdem empfiehlt das Landratsamt allen Besuchern des Kinderfaschings, einen Arzt aufzusuchen - „egal, wie sie sich fühlen“, betonte Frau Dr. Brüggmann vom Gesundheitsamt Forchheim.
Treten in einer Region gehäuft Meningokokken-Fälle auf, können die Gesundheitsämter den betroffenen Bevölkerungsgruppen eine Impfung empfehlen. Das geht natürlich nur, wenn es sich um einen Meningokokken-Typ handelt, gegen den geimpft werden kann, zum Beispiel Typ C, der in diesem Fall nachgewiesen wurde. Dazu stehen auch für Kleinkinder wirksame Konjugatimpfstoffe zur Verfügung.
(Marburg, 4.02.03) Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen wurden innerhalb einer Woche zwei Verdachtsfälle von Meningokokken-Meningitis gemeldet, die sich bei weiteren Untersuchungen bestätigt haben. Betroffen waren ein 4 Monate alter Säugling aus Karlshuld und eine eine 16-jährige Berufsschülerin aus Weichering. Beide Patienten sind noch im Krankenhaus, aber auf dem Weg der Besserung: Das berichtet die Augsburger Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 4. Februar.
Bei der 16-Jährigen, die eine Berufsschule in Ingolstadt besuchte, wurden Kontaktpersonen aus der ganzen Region mit Hilfe der Nachbargesundheitsämter Eichstätt, Pfaffenhofen und Ingolstadt ermittelt und auf die Erkrankung sowie die medikamentöse Vorbeugung hingewiesen. Ihnen wurde eine vorbeugende Medikamentengabe empfohlen. Bei dem vier Monate alten Säugling beschränkte sich der Kreis der Kontaktpersonen weitestgehend auf die Familie.
Aktuelle Fälle imJanuar 2003
(Marburg, 23.01.03) In Starzach, Kreis Tübingen, ist eine junge Frau an Meningokokken-Meningitis erkrankt. Der Schwarzwälder Bote zitiert in seiner Ausgabe vom 23. Januar eine Warnung des Gesundheitsamtes: Am vergangenen Freitag habe die Frau einen Faschingsball in Wachendorf besucht. Da Kontaktpersonen von Erkrankten vorsorglich behandelt werden sollten, appellieren die Behörden an alle Besucher dieser Veranstaltung, sofort zum Hausarzt zu gehen, wenn sie Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen oder Apathie beobachten.
(Marburg, 08.01.03) Nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes des Odenwaldkreises erkrankte ein 16-Jähriger aus Brensbach an einer Meningokokken- Meningitis. Das Darmstädter Echo berichtet in seiner Ausgabe vom 24. Dezember, dass der Heranwachsende in der Woche vor Weihnachten erfolgreich in einer Darmstädter Klinik behandelt worden sei. Seinen Zustand bezeichneten die Mediziner als stabil.
Meningokokken-Fälle in 2002
Aktuelle Fälle im Dezember 2002
(Marburg, 20.12.02) Ein zweijähriges Mädchen ist im Landkreis Augsburg an einer Meningkokken-Meningitis erkrankt. Nach Angaben des Gesundheitsamtes im Landkreis Augsburg sei das Kind am vergangenen Wochenende in ein Augsburger Krankenhaus eingeliefert und auf der Intensivstation behandelt worden. Wie die Augsburger Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 18. Dezember berichtet, ist der Zustand des Kindes stabil. Alle Kontaktpersonen sind vorbeugend mit Antibiotika behandelt worden.
(Marburg, 10.12.02) Der am Montag in Bundeswehrkrankenhaus Ulm gestorbene Soldat ist wie vermutet einer Meningokokken-Blutvergiftung erlegen. Das berichtet die Stuttgarter Zeitung vom 06. Dezember. Die Erkrankung des 19-Jährigen aus Schnellroda in Sachsen-Anhalt war am vergangenen Montagmorgen bekannt geworden. Wegen der befürchteten Ansteckungsgefahr saßen zeitweise 1.300 Soldaten in der Rommelkaserne in Dornstadt bei Ulm fest. Wie Generalarzt Gerd Wallner am Donnerstag bestätigte, besteht für weitere Personen aber keine Gefahr mehr.
(Marburg, 03.12.02) Am Montag verstarb ein 19-jähriger Soldat im Alb-Donau-Kreis vermutlich an einer Meningokokken-Meningitis. Die Stuttgarter Nachrichten berichten in ihrer Ausgabe vom 03. Dezember, dass der Wehrpflichtige sich am Montagmorgen krank gemeldet habe. Noch am Vormittag sei er wegen des dramatischen Verlaufs der Erkrankung ins Bundeswehrkrankenhaus in Ulm eingeliefert worden. Blutgerinnungsstörungen gehörten zu den Symptomen, berichtet der Leiter der Intensivstation, Peter Hausding. Die Meningokokken-Infektion sei nach Ansicht des Mediziners bislang nur ein Verdacht.
(Marburg, 02.12.02) Ein 16-jähriger Schüler aus Wermelskirchen (Rheinisch Bergischer Kreis) ist am Mittwoch mit Verdacht auf eine bakterielle Hirnhautentzündung in eine Bonner Klinik eingeliefert worden. Der Remscheider Generalanzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom 2. Dezember, dass auf Anordnung des Kreisgesundheitsamtes alle Mitschüler und Eltern der Schule, die der Jugendliche besucht, schriftlich informiert worden seien. Alle Personen aus dem engeren Umfeld des Schülers erhielten verbeugend Antibiotika.
Aktuelle Fälle im November 2002
(Marburg, 29.11.02) Über einen weiteren Fall bakterieller Meningits im Raum Köln berichtet der Kölner Stadtanzeiger in seiner Ausgabe vom 28. November. Ein neun Monate alter Säugling aus Porz ist am Montag ins Krankenhaus eingeliefert worden. Neben hohem Fieber zeigte sich bei dem Säugling die für eine Sepsis typischen Hautblutungen. Der Gesundheitszustand des Kindes, das mit Antibiotika behandelt wird, ist laut Aussagen der Ärzte stabil. Die Serogruppe der Meningokken-Infektion ist noch nicht bekannt.
(Marburg, 27.11.02) Höchstwahrscheinlich an einer Meningitis ist ein 18-jähriger Gymnasiast aus Schwetzingen gestorben, berichtet der Morgen in seiner Ausgabe vom 26.November 2002. Der junge Mann aus der Gemeinde Ketsch wurde am Sonntagabend in das Mannheimer Theresienkrankenhaus eingewiesen, wo sich sein Zustand binnen weniger Stunden dramatisch verschlechtert hatte.
Dem Gesundheitsamnt Rhein-Neckar-Kreis wurden im vergangenen Jahr drei Meningokokken-Erkrankungen gemeldet.
(Marburg, 25.11.02) Ein 18-jähriger Schüler aus dem Landkreis Hof ist am vergangenen Mittwoch an den Folgen einer Meningokokken-Infektion gestorben. Die Frankenpost berichtet in ihrer Ausgabe vom 22. November über den äußerst dramatischen Verlauf der Krankheit. Nach Auskunft des Leiters der Abteilung Gesundheitswesen im Landratsamt Hof, Dr. Thomas Schörner, habe der Schüler noch am Dienstag ohne jegliche Beschwerden am Sportunterricht teilgenommen. Gegen Abend sei er mit den Symptomen Fieber, Übelkeit und Kopfschmerzen in das Hofer Klinikum gebracht worden. Nachdem die Diagnose “Meningokokken-Meningitis, Typ B'' gestellt worden war, wurde er in die Intensivstation verlegt. Bereits am nächsten Morgen sei der Erreger in die Blutbahn gelangt. ,,Von da an war die Krankheit medizinisch nicht mehr beherrschbar'', sagte Dr. Schörner. Der junge Mann starb nach nur zwei Stunden an einer Menigokokken-Sepsis. Bei fünf Personen aus dem engeren Umfeld des Schülers, die vorbeugend zur Beobachtung ins Klinikum gebracht wurden, sei eine Liquoruntersuchung durchgeführt worden. Der Verdacht einer Infektion bestätigte sich nicht.
(Marburg, 25.11.02) Mit Verdacht einer Meningokokkeninfektion ist am vergangenen Mittwoch ein vierjähriges Mädchen aus Gera ins Krankenhaus eingeliefert worden. Nach Angaben der Thüringischen Landeszeitung vom 22. November zeigte das Kind typische Symptome einer Hirnhautentzündung. Die 170 Kinder, die in denselben Kindergarten gehen, wurden vorbeugend mit Antibiotika behandelt.
(Marburg, 15.11.02) Vorgestern erkrankte in Bocholt ein Junge an einer Meningokokken-Infektion des Typs B. Der Verlauf war dramatisch, das Kind starb gestern abend. Inzwischen sind die Eltern der Spielkameraden, die mit dem Jungen dieselbe Kindergartengruppe besuchen, informiert und den Kindern entsprechende Medikamente zur Prophylaxe verabreicht worden. Eine Gesundheitsaufseherin wird im Kindergarten die Räume am Wochenende desinfizieren lassen. Der diensthabende Arzt/die Ärztin sind in Bocholt auch am Wochenende jederzeit zu erreichen: Feuerwehrleitstelle des Kreises Borken, Tel. 0 28 61 / 98 09 10. Gegen den Meningokokken-Typ-B gibt es keine Impfstoffe.
(Marburg, 14.11.02) Ein dreijähriges Mädchen aus Bornheim-Walberberg (Rhein-Sieg Kreis) ist in der Nacht zum Donnerstag an den Folgen einer Meningokokken- Meningitis gestorben. Wie der Bonner Generalanzeiger in seiner Ausgabe vom 14. November berichtet, handelt es sich um den nicht impfpräventablen Typ B. Das Kind war am vergangenen Samstag in eine Klinik in Köln eingeliefert worden.
(Marburg, 13.11.02) Die Meningitis-Fälle im Kreis Gießen (Buseck) sind nach Angaben zuständigen Kreisbeigeordneten Dietlinde Elies durch Viren hervorgerufen worden. Dies berichtet der Gießener Anzeiger in seiner Ausgabe vom 13. November. Elies zu Folge reiche eine "normale Hygiene" aus, um eine weitere Übertragung zu vermeiden. Da es sich nicht um Fälle einer bakteriellen Menigits handelt, ist auch keine weitere Antibiotika-Prophylaxe erforderlich.
(Marburg 06.11.02) Vier Meningitis-Fälle im Gießener Raum geben Anlass zur Sorge. Noch ist der Erreger nicht identifiziert, die Laboruntersuchungen laufen auf Hochtouren. Am 24. Oktober wurde ein Sechsjähriger in der Gießener Kinderklinik mit Verdacht auf bakterielle Hirnhautentzündung eingeliefert. Prophylaktisch wurde die Schwester des kleinen Patienten mit Antibiotika behandelt. Die Vierjährige erkrankte am 29. Oktober. Wieder Verdacht auf bakterielle Hirnhautentzündung. Am 2. November erkrankte ein drittes Kind. Er spielte zusammen mit dem Sechsjährigen in derselben Kindergartengruppe. Am Sonntag erkrankte eine Mutter an Meningitis. Sie hat zwei Kinder im Kindergarten, allerdings aber keinen Kontakt zu Erkrankten. Dr. Barbara Breitbach vom Gesundheitsamt in Gießen beruhigte: "Alle Erkrankungen waren am Anfang schwer, aber es ist dann eine schnelle Besserung eingetreten". Allen Erkrankten geht es inzwischen wieder gut.
Bakterien wie Meningokokken kommen als Erreger von Hirnhautentzündung in Frage. Möglicherweise sind aber bei den vier Patienten in Gießen Viren die Ursache und nicht Bakterien, wie zunächst vermutet. Die Labortests auf Viren sind aufwändig, das Ergebnis wird am Wochenende erwartet.
Aktuelle Fälle im Oktober 2002
(Marburg 11.10.02) Der in der Nacht zum Mittwoch gestorbene dreijährige Junge aus München erlag einer speziellen Verlaufsform der Meningokokken-Sepsis, dem so genannten Waterhouse- Friderichsen-Syndrom. Das ergab eine Untersuchung am Donnerstag, berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer Ausgabe vom 11. Oktober.
(Marburg 10.10.02) Ein dreijähriger Junge aus München starb am Mittwoch vermutlich an den Folgen einer schweren Meningokokken-Sepsis. Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 10. Oktober, dass das Kindergartenkind in der Nacht mit typischen Symptomen einer Blutvergiftung in die Kinderklinik vom Dritten Orden eingeliefert worden sei und innerhalb weniger Stunden verstarb. Die behandelnden Ärzte der Kinderklinik vermuten Meningokkoken als Verursacher der Krankheit. Das städtische Gesundheitsreferat hat sowohl die Kindergartenleitung als auch alle Eltern aufgefordert, ihren Kindern ein geeignetes Antibiotikum verschreiben zu lassen.
Aktuelle Fälle im August 2002
(Marburg, 05.08.02) Aus dem Kreis Bayreuth werden laut Angaben des Nordbayerischen Kuriers vom 2. August drei Meningitisfälle gemeldet. In einem Kindergarten der Ortschaft Eckersdorf sind drei Kinder an Meningitis erkrankt. Der Kindergarten wurde vorsorglich am Mittwoch geschlossen.
Aktuelle Fälle im Juli 2002
(Marburg, 26.07.02) Die Würzburger Bevölkerung ist verunsichert: In der vergangenen Woche traten zwei neue Verdachtsfälle von Hirnhaut-Entzündungen auf. Der zuletzt gemeldete Fall hat sich nicht als Meningokokken-Infektion bestätigt. Seit Beginn des Jahres, so die Süddeutsche Zeitung vom 26. Juli, erkrankten insgesamt sechs Menschen an der Meningokokken-Meningitis. Eine Schülerin war an den Folgen der Krankheit gestorben. Die Typisierung der Bakterien ergab in zwei Fällen Typ B, einmal Typ C und einmal Y. Typ Y kommt hierzulande sehr selten vor,Typ B in etwa 20 Prozent der Fälle. Gegen beide kann geimpft werden, während es gegen Typ B keinen Impfstoff gibt.
(Marburg, 10.07.02) Ein weiterer Fall bakterieller Meningitis wird aus Nordrhein Westfalen gemeldet. Nach Angaben der Westdeutschen Zeitung vom 9. Juli ist eine 14-jährige Schülerin aus Willich am vergangenen Freitag in ein Krankenhaus in Krefeld eingeliefert worden. Ihr Zustand sei lebensbedrohlich.
(Marburg, 08.07.02) Die 14-Jährige an Meningitis erkrankte Schülerin aus Rheinbach verstarb laut Angaben des Gesundheitsamtes des Rhein-Sieg-Kreises sechs Tage nach dem Auftreten der ersten Symptome am vergangenen Donnerstag an den Folgen der Infektion. Die Schülerin lag zuvor im Koma. Dies berichtet die Kölnische Rundschau in ihrer Ausgabe vom 7. Juli.
(Marburg, 03.07.02) Eine 14-jährige Schülerin aus Rheinbach ist nach Angaben des Bonner Generalanzeigers in seiner Ausgabe vom 2. Juli an einer schweren Meningitis erkrankt und liegt im Koma. Am Samstag traten die ersten Symptome auf, woraufhin das Mädchen am Sonntag in ein Bonner Krankenhaus eingeliefert wurde. Noch ist laut Angaben des Kreisgesundheitsamtes nicht ganz geklärt, um welchen Typ Meningokokken-Erreger es sich handelt.
Aktuelle Fälle im Juni 2002
(Marburg, 25.06.02) In Hagen, Westfalen, ist in der vergangenen Woche ein Kind mit Meningokokken-Meningitis ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Westfalenpost berichtet in ihrer Ausgabe vom 25. Juni, dass alle Kontaktpersonen ermittelt und mit Antibiotika behandelt worden seien.
(Marburg, 17.06.02) Über eine Meningokokken-Meningitis mit tödlicher Folge berichtet der Nordkurier in seiner Ausgabe vom 14. Juni. Ein 17-jähriges Mädchen aus Burg Stargard war am Dienstag ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo sie noch am selben Abend verstarb. Da das Mädchen noch am Vortag am Unterricht einer Beruflichen Schule teilgenommen hatte, wurden vorsorglich 63 Kontakt-Personen mit Antibiotika behandelt, teilte das Gesundheitsamt Neustrelitz mit.
Aktuelle Fälle im Mai 2002
(Marburg, 29.05.02) Ein schwerer Fall von Meningitis ist in Lebach (Saarland) aufgetreten. Ein Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums erkrankte an Meningokokken. Bereits am Freitag wurde das Gesundheitsamt in Saarlouis eingeschaltet, berichtet die Saarbrücker Zeitung am 29. Mai. Etwa 200 mögliche Kontaktpersonen wurden vorbeugend mit Medikamenten behandelt.
(Marburg, 23.05.02) Aus Baden-Württemberg meldet der Reutlinger General Anzeiger in seiner Ausgabe vom 23. Mai einen weiteren Meningitis-Fall. Ein vierjährige Junge aus Pfullingen erkrankte an Hirnhautentzündung und wird derzeit im Reutlinger Kreiskrankenhaus stationär behandelt.
(Marburg, 22.05.02) Im Kreis Bocholt (Nordrhein Westfalen) ist ein einjähriger Junge an Meningokokken-Meningits erkrankt. Die Neue Ruhr Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 21. Mai, dass sich der Gesundheitszustand des Kindes stabilisiert habe. Die Erkrankung wurde dem Kreis Bocholt am Pfingstmontag gemeldet.
(Marburg, 21.05.02) Ein weiterer Meningitis-Verdachtsfall ist in Baden-Württemberg aufgetreten. Der Reutlinger Generalanzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom 18. Mai von einem sieben Jahre alten Jungen aus Trochtelfingen, der mit Verdacht auf eine Hirnhautentzündung am vergangenen Donnerstag ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
(Marburg, 17.05.02) In Bad Fredeburg, Hochsauerlandkreis, verstarb ein eineinhalbjähriges Kind am vergangenen Dienstag am Waterhouse-Friderichsen- Syndrom, einer dramatisch verlaufenden Blutvergiftung. Diese kann sich aus einer bakteriellen Hirnhautentzündung entwickeln. Der hochakute Verlauf lies keine Typisierung des Erregers zu.
(Marburg, 16.05.02) In Köln erkrankte ein 64-Jähriger an bakterieller Hirnhautenzündung. Der Rentner ist damit nach Angaben der Kölner Rundschau das achte Meninigokoken-Opfer seit Jahresbeginn in der Millionenstadt Köln. Der Patient wird mit Antibiotika behandeln, sein Zustand wird als kritisch bezeichnet. Er liegt seit dem vergangenen Wochenende im Koma.
(Marburg, 08.05.02) Ein neuer Fall bakteriell verursachter Hirnhautentzündung beunruhigt die Kölner Bevölkerung. Wie der Kölner Stadtanzeiger am 7. Mai berichtete, handelt es sich bei der lebensbedrohlichen Erkrankung eines 27-Jährigen um den siebten Fall innerhalb von vier Monaten. Das Kölner Gesundheitsamt betonte in einer Stellungnahme, dass es sich nicht um einer außergewöhnliche Häufung von Meningitisfällen handele. Allerdings sollte die Bevölkerung auf die eine Hirnhautentzündung ankündigenden Symptome wie beispielsweise hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Nackensteifigkeit achten.
Aktuelle Fälle im April 2002
(Marburg, 30.04.02) In Bad Homburg (Hessen) ist ein elfjähriger Junge vermutlich an einer eitrigen Hirnhautentzündung (Meningokokken-Meningitis) erkrankt. Laut Frankfurter Rundschau vom 27. April schwebt das Kind in Lebensgefahr. Mitschüler und Eltern, Lehrer und die Familienangehörigen des Erkrankten sollen sich entsprechend einer Empfehlung des Gesundheitsdienstes des Hochtaunuskreises medikamentös behandeln lassen, um einer Erkrankung vorzubeugen.
(Marburg, 25.04.02) Ein Fall von bakterieller Hirnhautentzündung (Meningitis) ist am Dienstag (23. April) bei einem Schüler des Regino-Gymnasiums Prüm nachgewiesen worden. Das berichteten Kölnische Rundschau und Bonner Rundschau am 24. April. Alle Schüler und Lehrer, die mit dem erkrankten 18-Jährigen in Kontakt gekommen sind, wurden vom Gesundheitsamt Prüm über die notwendigen Schritte der Vorsorge informiert. Lebensgefahr bestehe für den Jungen nach Auskunft des Gesundheitsamts nicht, so die Presse.
Einen weiteren Fall meldete ebenfalls am 24. April die Sächsische Zeitung. Im Niederschlesischen Oberlausitzkreis erkrankte eine Schülerin des Gymnasiums Niesky an einer ansteckenden Hirnhautentzündung (Meningitis epidemica). Die Erkrankung sei plötzlich während einer Klassenfahrt nach Italien aufgetreten. Das in Kenntnis gesetzte Gesundheitsamt veranlasste umgehend die Prophylaxe mit Antibiotika. Kontaktpersonen in Niesky sowie die mitreisenden Mitschüler und Aufsichtspersonen in Italien erhielten die notwendigen Medikamente.

