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Aktuelles
29.08.08 11:00

60 Jahre Deutsches Grünes Kreuz: Prävention bleibt das oberste Ziel

 

Zum festlichen Empfang anlässlich der 60-Jahr-Feier des Deutschen Grünen Kreuzes in Marburg gratulierten viele Weggefährten und Prominente aus Politik und Wissenschaft.

Jubiläum

Am 28. August 1948 trat das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) während einer Tagung in Frankfurt am Main zum ersten Mal öffentlich in Erscheinung. Am 29. August 2008, also 60 Jahre und einen Tag später, feierte die älteste gemeinnützige Organisation für gesundheitliche Vorsorge in Deutschland dieses Ereignis mit einem festlichen Empfang im historischen Rathaussaal der Universitätsstadt Marburg an der Lahn.

Zu den prominenten Gratulanten gehörten Rolf Schwanitz, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, der hessische Staatsminister Volker Hoff, der Gesundheitsdezernent des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Dr. Karsten McGovern sowie Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel. Mehr als 100 weitere deutsche und internationale Gäste wurden vom Präsidenten des Deutschen Grünen Kreuzes, Prof. Dr. Rolf Harzmann, zur Feier herzlich begrüßt.

Die Ehrenpräsidentin des Bundesselbsthilfeverbandes Osteoporose,  Frau Hildegard Kaltenstadler, erinnerte an die aufsehenerregende Aufklärungskampagne des DGK, die das Thema Osteoporose national und  international in den Blickpunkt rückte. Die Ausstellung mit Bildern des umstrittenen Fotografen Oliviero Toscani, die im Jahr 2005 nach einer Tournee durch viele europäische Städte auch in Berlin zu sehen war, wurde auch von Dr. Hans von Stackelberg als ein Beispiel für die erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit des DGK beschrieben.

Unter dem Motto „DGK – gestern, heute und morgen“ schlug der geschäftsführende Vorstand des DGK in seiner Ansprache einen Bogen von den Anfängen des Vereins über groß angelegte nationale und internationale Aufklärungskampagnen bis hin zur zukünftigen Ausrichtung der Organisation mit individuell zugeschnittenen Gesundheitskonzepten, die eine gezielte wirksame Prävention für jeden Einzelnen ermöglichen.

„Mit der Fokussierung auf das Individuum wird der Tatsache Rechnung getragen, dass jeder Mensch einzigartig ist. Wir unterscheiden uns unter anderem durch unsere genetische Ausstattung, unsere körperliche Verfassung, Lebensumstände und Gewohnheiten“, erklärte von Stackelberg. Demzufolge sei es sinnvoll, auch bei der Vorsorge die individuellen Unterschiede und Bedürfnisse der Menschen zu berücksichtigen.

Die bewährte Beratungs- und Aufklärungsarbeit zu allen Fragen rund um die Gesundheit werde der Verein mit seiner aus 60-jähriger Erfahrung erworbenen Kompetenz weiter fortsetzen. Aber durch alle Materialien, Presseartikel und sonstige Publikationen werde sich als roter Faden das Konzept der individualisierten Prävention ziehen. „Dieser Ansatz soll in Zukunft zum Markenzeichen unserer Organisation werden“, erklärte von Stackelberg.

Mit dieser konsequenten Weiterentwicklung des Präventionsgedankens übernimmt der traditionsreiche Verein – wie  schon oft in seiner Geschichte – eine Vorreiterrolle: Das DGK setze in die Praxis um, was von Experten gefordert, von der gegenwärtigen Gesundheitspolitik aber nicht energisch genug unterstützt werde, so von Stackelberg.

Dr. Rüdiger Schmitt-Homm, einer der Projektleiter des DGK, hat Anfang des Jahres mit seinem „Handbuch Anti-Aging & Prävention“ eine umfassende Zusammenstellung aktueller, internationaler Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Prävention vorgelegt. Das im Marburger VERLAG im KILIAN, einer Tochtergesellschaft des DGK, erschienene und mit dem Health Media Award 2008 ausgezeichnete Buch dient dem DGK als Leitfaden für seine medizinisch-wissenschaftliche Ausrichtung.

Auch Prof. Dr. med. Stefan Willich konstatierte in seinem Festvortrag „Zukunft der Präventionsmedizin“, der gesundheitlichen Vorbeugung werde in Deutschland im Vergleich zur kurativen Medizin zu wenig Beachtung geschenkt. Willich, Direktor des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Charité in Berlin, setzt sich seit Jahren dafür ein, dass der Stellenwert der Prävention gestärkt und mit entsprechendem Ressourceneinsatz wissenschaftlich erprobt wird

Dr. Sigrid Ley-Köllstadt, Leiterin Medizin und Wissenschaft im DGK, nutzte den Jubiläumsempfang, um die DGK-Spendenaktion „Kinder für Kinder gegen Malaria“ offiziell abzuschließen. Seit 2004 hatte das DGK zur Teilnahme an dem Projekt „Roll back Malaria“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgerufen, an dem sich mehr als 6.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland beteiligten. Dabei kamen in den vier Jahren 100.000 Euro zusammen. Als Vertreter des äthiopischen Gesundheitsministeriums eigens angereist war Dr. Zerihun Tadesse, der den Gutschein zum Kauf von 11.000 Moskitonetzen mit sichtlich großer Freude in Empfang nahm.


 

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