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efg, Jg. 12, 2 - 2002
Verstopfung - eine häufige Reisekrankheit (3.356 Zeichen)
(efg) Viele Menschen leiden im Urlaub unter Verstopfung. Mit etwas Umgewöhnungszeit und den richtigen Maßnahmen kann die ungetrübte Ferienfreude aber schnell wieder hergestellt werden.
Sommerzeit - Reisezeit. Doch leider bleibt die Freude nicht immer ungetrübt. Denn nicht nur die Haupt-Reisewege sind alljährlich verstopft, auch an gewissen anderen Orten kommt es bei vielen Reisenden zum Stillstand: Sehr viele Menschen leiden im Urlaub an Verstopfung. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Stress vor dem Beginn der Ferien, mangelnde Bewegung während der Anreise, der verschobene Tagesrhythmus, die ungewohnte Kost sowie ein gewisses Unbehagen vor fremden Toiletten bringen bei vielen Urlaubern die Verdauung durcheinander. Häufig wird auch vergessen, ausreichend zu trinken - auch das kann zu Schwierigkeiten mit dem Stuhlgang führen. Denn man benötigt umso mehr Flüssigkeit, je höher die Temperaturen steigen und je mehr man schwitzt.
Die folgenden Tipps bringen den Darm wieder in Schwung oder helfen schon im Vorhinein einer Verstopfung wirkungsvoll vorzubeugen:
- Reichlich trinken: Bei Verstopfung werden mindestens zwei Liter pro Tag empfohlen, bei großer Hitze entsprechend mehr. Jedoch sind Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol oder zuckerhaltige Erfrischungsgetränke nicht gut geeignet. Zu bevorzugen sind verdünnte Obst- und Gemüsesäfte, kalte Kräuter- oder Früchtetees sowie Mineralwasser. Übrigens regt Mineralwasser mit Kohlensäure den Darm stärker an als stilles Wasser. (Eis-)kalte Getränke verkürzen die Transportzeit der Nahrung. Ein Glas kühles Mineralwasser oder Saft gleich nach dem Aufstehen kann dem Darm erste Hilfe bringen.
- Viele Ballaststoffe: Obst, Gemüse und Getreideprodukte enthalten Ballaststoffe. Sie quellen im Darm und geben ihm die nötige "Füllung" zum Arbeiten. Deshalb unterstützt die typische Mittelmeerküche mit reichlich Salat, Gemüse und Obst den Darm hervorragend. Baguette oder Ciabatta sollte man aber öfter mal liegen lassen und stattdessen zu Vollkornprodukten greifen oder sich am Frühstücksbuffet ein Müsli mischen.
- Saure Lebensmittel und Sauermilchprodukte haben eine positive Wirkung auf das Darmgeschehen: Deshalb können Äpfel, Essig oder landestypische Joghurt- oder Kefir-Spezialitäten die Verdauung unterstützen.
- Manche Lebensmittel wirken stopfend: Schokolade, Bananen, schwarzer Tee oder Kakao sollten gemieden werden.
- Auf die Körpersignale achten: Wenn man Stuhldrang verspürt, ist es wichtig, sofort eine Toilette aufzusuchen. Sonst staut sich der Darminhalt und die Verstopfung wird schlimmer. Wem die hygienische Situation an fremden Orten zu schaffen macht, sollte schon zu Hause ein Desinfektionsspray in den Koffer packen.
- Auch Bewegung bringt den Darm in Schwung: Ob lange Strandspaziergänge, Beach-Volleyball oder andere Aktivitäten - körperliche Betätigung regt den Darm an.
- Für die Reiseapotheke: Experten empfehlen bei Darmträgheit neben Ballaststoffen stimulierende Wirkstoffe wie Bisacodyl oder Natriumpicosulfat. Diese wirken direkt und schnell am Ort des Geschehens: Sie regen die Muskulatur im Dickdarm an, bringen so die Darmbewegungen wieder in Gang und sind daher eine schnelle Hilfe bei der typischen "Reiseverstopfung". Gut geeignet sind Mittel in Dragéeform, da sie sich erst im Dickdarm - dem Ort der Störung - auflösen und außerdem praktisch mitzunehmen sind.
Dreimal täglich ... nur mit Wasser (2.783 Zeichen)
Pillen nicht mit Saft, Milch oder Tee schlucken
(efg) Wohl jeder weiß, dass man Pillen nicht mit einem Schluck Bier oder Wein herunterschlucken sollte. Aber wie sieht es aus mit Milch oder Fruchtsaft? Die Wahl des falschen Getränks kann nicht nur die Wirkung von Medikamenten beeinträchtigen. Es besteht sogar die Gefahr, dass Nebenwirkungen verstärkt oder gehäuft auftreten.
Wer Arzneimittel einnehmen muss, sollte diese mit viel Wasser hinunter schlucken. Dann reicht die Flüssigkeit aus, das Medikament im Magen aufzulösen. Damit weder Kapseln noch Tabletten im Hals hängen bleiben, ist eine aufrechte Haltung notwendig. Nur dann kann der Körper die Wirk-stoffe auch aufnehmen.
Zur Einnahme von Medikamenten sind Getränke wie Milch, Grapefruitsaft und andere Obstsäfte, Cola-Getränke, Limonaden, Kaffee, schwarzer, grüner oder Mate- Tee nicht geeignet. Deren Begleit- oder Inhaltsstoffe können die Aufnahme des Wirkstoffes verzögern oder sogar verhindern. Der Effekt: Wenn die notwendige Arzneimittel-Konzentration im Blut nicht vorhanden ist, können die Wirkungen des Medikamentes abgeschwächt sein oder gar nicht eintreten.
Zusammen mit Milchprodukten ist beispielsweise die Wirkung von Antibiotika gleich null. Der Grund: Die in den Medikamenten enthaltenen Tetracykline verbinden sich mit dem Kalzium aus der Milch im Körper zu schwer löslichen Komplexen. So entstehen Klümpchen, die zu groß sind, um über die Darmwand an ihren Wirkungsort - die Blutbahn - zu gelangen. Resultat: Das Antibiotikum wird einfach verdaut und dann ausgeschieden. Ganz auf Milch, Joghurt und Quark müssen Sie aber nicht verzichten: Mehr als zwei Stunden vor und nach der Tabletteneinnahme sind sie erlaubt.
Falsche Getränke in Verbindung mit Medikamenten können sogar für verstärkte Nebenwirkungen sorgen: Während der Zeit, in der Medikamente eingenommen werden müssen, sollte man zum Beispiel auf Grapefruitsaft grundsätzlich verzichten. Die in ihm enthaltenen Flavonoide lassen die Wirkstoffe zahlreicher Medikamente ansteigen und können beispielsweise Bluthochdruck auslösen. Dies gilt auch für Bitterorangen, die in manchen Orangenkonfitüren und -marmeladen enthalten sind.
Bei Obstsäften oder Limo gilt: Vorsicht bei Mitteln zum Schutz der Magenschleimhaut. Oft enthalten säurehemmende Arzneien Aluminiumsalze, die im Mix mit Limo und Saft eine chemische Reaktion auslösen können. Eine eher seltene, aber dramatische Folge: Muskelzucken, Krämpfe, geistige Verwirrung.
In der Regel gelangen die Wirkstoffe eines Medikamentes auf nüchternem Magen eingenommen schneller in den Körper und entfalten so auch früher ihre Wirkung. Andere Medikamente wiederum werden am besten mit einer Mahlzeit aufgenommen. Erkundigen Sie sich deshalb vorher auf jeden Fall bei Ihrem Arzt oder Apotheker, zu welcher Zeit Sie das Medikament einnehmen sollen.
Kinderteller 'Mittelmeer' oder mitgebrachtes Gläschen? (2.078 Zeichen)
Kulinarische Genüsse im Ausland auch für die Kleinen
(efg) Nicht nur mancher Erwachsene hat im Urlaub Probleme mit dem Essen - auch und gerade Kinder tun sich häufig schwer mit unge-wohnten Speisen. Eltern sollten sich daher schon vor der Reise über die Gegebenheiten vor Ort informieren.
Gerade in südlichen und weit entfernten Ländern sind kulinarische Köstlichkeiten des Hotelchefkochs nicht immer etwas für Kinder. Ungewohnte Gewürze vermiesen den Kleinen den Geschmack. Zu fettiges oder öliges Essen schlägt ihnen auf den Magen. Die geliebten Pommes sind in der Fremde zu dick, zu labbrig und "gar nicht wie bei Mama".
Erkundigen Sie sich daher vor dem Buchen, welche Küche das Hotel anbietet. Sind die Gaumenfreuden weniger exotisch, gibt es für die Jüngeren in vielen Hotels spezielle Kindermenüs, die aber oft nur aus Spaghetti mit Tomatensauce bestehen. Aber nur von Nudeln oder Kartoffeln vom Büffet zu leben, macht keinen Spaß und ist auf die Dauer ungesund.
Ebenso wichtig ist die Information, ob das Urlaubsdomizil einen 24-Stunden-Service für Essen und Trinken anbietet. Vielleicht muss mitten in der Nacht ein warmes Glas Milch mit Honig für den Jüngsten oder ein Fläschchen für den Säugling her. Nahrungsmittel wie Joghurt und Obst vor Ort zu kaufen ist in deutschen Touristenhochburgen kein Problem. In Supermärkten finden sich oft auch deutsche Produkte, die aber meist deutlich teurer verkauft werden als hierzulande. Durchfallmedikamente gehören sicherheitshalber auf jeden Fall in die Reiseapotheke.
Für die Kleinsten sollten mitgenommene Gläschen bruchsicher verpackt werden, denn Koffer und insbesondere Reisetaschen werden oft geworfen oder gequetscht. Bei Brei oder Milchpulver im Gepäck darf der Wasserkocher oder Tauchsieder nicht fehlen. Das ist meist schneller und praktischer, als wenn erst der Hotelpage gebeten werden muss oder auf einem altersschwachen Herd im Appartement Wasser erhitzt wird. Doch: Leitungswasser eignet sich in manchen Ländern nicht zum Kochen und oft nicht mal zum Zähneputzen. Große Flaschen mit einwandfrei abgefülltem Wasser gibt es im Hotel oder Supermarkt zu kaufen.
Brokkoli gegen Magengeschwür (849 Zeichen)
(efg) Ein Inhaltsstoff im Brokkoli erweist sich als wirksam gegen das magenschädigende Bakterium Helicobacter pylori. Eine Infektion mit diesem Bakterium ist häufig die Ursache für Magengeschwüre und begünstigt vermutlich das Entstehen von Magenkrebs. Nur in etwa 80 Prozent aller Fälle lässt sich eine Helicobacter-Infektion mit Antibiotika erfolgreich behandeln. Brokkoli könnte hier vielleicht für eine kostengünstige Therapie genutzt werden, berichten Dr. Jed Fahey von der John Hopkins University in Baltimore und sein französisch-amerikanisches Forscherteam in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Proceedings". Das Gemüse enthält Sulforaphan und greift auch Bakterien an, die gegen Antibiotika widerstandsfähig sind. Weiterer Vorteil: Sulforaphan greift auch dort an, wo herkömmliche Medikamente nicht wirken, etwa im Innern der Zelle.
Tolle Knolle, knubbelige Köstlichkeit (5.131 Zeichen)
Wissenswertes rund um den Erdapfel
(efg) Frischer Spargel mit "neuen" Kartoffeln - der Frühling bietet besondere Wonnen. Die lukullischen Genüsse gehören unbedingt auch dazu. Ob die traditionelle grüne Soße an Gründonnerstag oder der erste Spargel im Mai - erst durch die "neuen" Kartoffeln werden sie zu etwas Besonderem. Und ab da begleitet uns der Erdapfel durchs ganze Jahr, ob beim Grillen, beim Kartoffelfeuer oder als Beilage zum Weihnachtsmenü. Grund genug, die tolle Knolle einmal un-ter die Lupe zu nehmen.
Ob "Christa", "Sieglinde", "Desiree", oder "Nicola", ob gekocht oder gebraten, gestampft, zu Klößen verarbeitet, als Chips oder Pommes - mehr als 100 Kilogramm isst jeder Bundesbürger im Durchschnitt jährlich. Insgesamt gibt es hierzulande 176 heimische Kartoffelsorten. Die Kartoffel ist nach wie vor ein wichtiges Grundnahrungsmittel in Deutschlands Küchen. Weltweit werden jährlich 290 Millionen Tonnen geerntet, 3.500 gezüchtete und 1.500 wilde Sorten. Heute ist die Kartoffel vom deutschen Speisezettel nicht mehr wegzudenken.
Nach ihrer Ankunft aus Südamerika im 16. Jahrhundert hielt man das blühende Kraut (solanum tuberosum), das die Spanier mitbrachten, zunächst für eine Zierpflanze, und sie wurde in Parks und Gärten von Adeligen und Reichen angebaut. Es dauerte ziemlich lange, bis die Bevölkerung die Kartoffel als Nahrungsmittel erkannte. Denn roh schmecken die Knollen wirklich nicht. Die grünen Blätter und die grünen Knollen sind sogar giftig. Nur die unterirdischen Früchte sind genießbar.
Erst Maria Theresia und Kaiser Friedrich II. erkannten die Bedeutung der Kartoffel in Zeiten von schlechten Ernten und Hungersnöten und sie verpflichteten die Bauern, Saatkartoffeln anzubauen. Im 19. Jahrhundert wur-de die Kartoffel dann zum wichtigsten Nahrungsmittel. Als nach 1945 die Lebensmittel knapp wurden, pflanzte man sie sogar wieder in städtischen Parks an.
Die Kartoffel enthält viele Mineralien und Vitamine, ist damit die fünftwichtigste Nahrungspflanze überhaupt. Sie enthält 75 Prozent Stärke, des Weiteren Proteine und sehr wenig Fettsäuren. 100 g Kartoffeln haben nur 68 Kalorien (285 kJ), das sind ungefähr so viele, wie ein Apfel hat. Die Kartoffel besteht zu rund 77 Prozent aus Wasser und im Übrigen aus geballter Energie. Die Kohlenhydrate sind schnelle Energielieferanten. Die Ballaststoffe brauchen wir für ein gut funktionierendes Verdauungssystem. Das Kartoffel-Eiweiß ist von der Menge her zwar gering, seine biologi-schen Wertigkeit aber sehr gut. Es enthält Aminosäuren, die für unseren Organismus lebenswichtig sind.
Die Kartoffel ist nicht nur kalorienarm, sondern auch ein Vitamin-Tresor. Besonders reichlich ist Vitamin C vertreten - zuständig für die Abwehr von Infekten sowie die Steigerung der Konzentration und Leistung. Daneben spielen die Vitamine B1, B2 und B6 eine wichtige Rolle - sie sind zuständig für starke Nerven, gute Sehkraft, feste Fingernägel, gesunde Haut, ein kräftiges Herz und vieles andere.
Weltweit werden etwa ein Drittel des Ertrages als Tierfutter verwendet, der große Teil geht aber in die Nahrungsmittelerzeugung und den täglichen Verzehr: Egal ob Schnaps, Pommes oder Marmelade - aus der Kartoffel lässt sich einiges zaubern. Die sehr frühen Kartoffelsorten wandern schon ab Mai/Juni in unsere Kochtöpfe, die mittelspäten bis sehr späten Sorten erst ab Oktober. Ob sie allerdings als Kartoffelsalat, Pellkartoffeln oder als Reibekuchen auf dem Teller landen, sollte vom Kochtyp - festkochend, vorwiegend festkochend oder mehligkochend - abhängen.
Die Frage der Lagerung von Kartoffeln ist heute nicht mehr so von Bedeutung wie noch in früheren Zeiten, da unsere Keller nicht mehr so dunkel und kalt sind. Heutzutage gibt es abgepackte oder lose Ware, die man schnell verbrauchen und nach Bedarf kaufen kann. Wer sich dennoch größere Mengen zulegen möchte, sollte die Knollen dunkel, trocken und gut durchlüftet bei vier bis acht Grad Celsius lagern. Das gilt für alle Sorten. Die Schale darf nicht beschädigt und die Oberfläche muss trocken sein. Grüne Stellen an Kartoffeln sind immer großzügig wegzuschneiden.
Die Kartoffel ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, werden doch beispielsweise wir Deutschen von den Franzosen "Kartoffel" genannt - allerdings leider nicht nur, weil wir sie lieben, sondern auch wegen unserer oft ähnlich gestalteten Körperformen. Sprichwörtlich heißt es: Wer die "größten Kartoffeln" hat, ist vielleicht ein einflussreicher Mensch, ironi-scherweise aber auch der dümmste Bauer. Der Ausdruck "rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln" meint das Chaos bei unterschiedlichen Anweisungen bei militärischen Manövereinsätzen seit 1881: Sollen die Soldaten die Kartoffeläcker zwecks Tarnung nun betreten oder wegen der möglichen Flurschäden lieber nicht?
Wussten Sie, dass es in München ein Kartoffelmuseum gibt, und die Kartoffel die erste Pflanze im Weltraum war? Auch in der Verpackungsindustrie leistet die Knolle gute Dienste. Schließlich wird Kartoffelstärke zur Her-stellung von Papier, Pappe und als Grundstoff für die pharmazeutische Industrie verwendet. Selbst als Plastikersatz kann die Kartoffel Anwendung finden.
Schmackhafte Tipps für das sommerliche Grillvergnügen (2.638 Zeichen)
(efg) Sobald sich der Frühling von seiner sonnigen Seite zeigt, wird in vielen Haushalten der heimische Grill aus dem Keller geholt und der erste Grillabend geplant. Damit dieser auch für die Gesundheit ein voller Erfolg wird, sollten einige Regeln beachtet und bestimmte Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.
Für ein gesundes Grillvergnügen sollten magere Fleischstücke wie Nackenkoteletts, Steaks, Lende oder Geflügel als Grillgut bevorzugt werden. Auf keinen Fall auf den Grill gehören gepökelte Fleisch- oder Wurstwaren wie Fleischwurst, Schinkenspeck, Bockwürste oder Kasseler. Durch die starke Erhitzung dieser Fleischstücke beim Grillen reagiert das in diesen Lebensmitteln enthaltene Nitritpökelsalz mit Fleischeiweiß: Es entstehen krebserregende Substanzen, so genannte Nitrosamine.
Aber es muss ja nicht immer (nur) Fleisch auf den Rost: In Alufolie gegrillt schmecken Fischsorten wie Lachs, Thunfisch oder Forellen, aber auch Schafskäse vorzüglich. Und immer mehr Grillfans - darunter nicht nur Vegetarier - entdecken das Gemüse: Pur oder mit einer Gewürzmarinade eingepinselt kann man saftige, festfleischige Gemüsesorten wie Zwiebeln, Paprika, Maiskolben, Auberginen, Zucchini und Champignons hervorragend grillen. In der heißen Glut werden auch kurz vorgekochte und in Alufolie gewickelte Kartoffeln gar.
Wichtig: Das Grillgut sollte nicht zu dunkel werden, denn mit zunehmender Dunkelfärbung nimmt in der Regel der Gehalt an möglicherweise gesundheitsgefährdenden Begleitstoffen zu. Gegebenenfalls sollten stark verbrannte Stellen möglichst entfernt werden. Damit kein Fett in die offene Glut tropft, sollte der Grillrost mit Alufolie belegt oder das Grillgut in speziellen Alu- Grillschalen zubereitet werden. Gelangt flüssiges Fett in die glühende Holzkohle, entstehen bei dessen Verbrennung Benzpyrene, stark krebserregende Substanzen. Diese steigen mit dem Rauch wieder nach oben und gelangen so auf das Grillgut. Vermeiden lässt sich diese Reaktion auch durch die Verwendung von Elektro- oder Gasgrillgeräten oder Holzkohlegrills mit seitlicher Feuerstelle. Als Brennstoffe gänzlich ungeeignet sind Altpapier und Holz, weil sich bei deren Verbrennung giftige Gase entwickeln. Holzkohle und -briketts sollten 30 bis 60 Minuten gut durchglühen, bis das erste Grillgut aufgelegt wird.
Weil sich Mikroorganismen in der sommerlichen Hitze schnell vermehren, darf man beim Grillen die Lebensmittelhygiene nicht vernachlässigen: Salmonellen und andere Krankheitserreger haben keine Chance, wenn das Grillgut - vor allem Fleisch und Wurstwaren - sowie mayonnaisehalti-ge Salate bis zu ihrer Verwendung gut gekühlt bleiben.
V.i.S.d.P.
Herausgeber:
DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.
Redaktion:
Dr. oec. troph. Karin Uphoff (verantw.)
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Dipl. oec. troph. Sabine Schmid
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