Hauptnavigation
- 1: Presse.
- 1.1: Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk).
- 1.2: Archiv.
- 1.3: Sondermeldungen.
- 1.4: Podcast.
- 1.5: DGK-Gesundheitstipps .
Auszeichnungen / Qualitätssiegel

![]()
Wir befolgen den HONcode Standard.
Kontrollieren Sie dies hier.

Service-Content
Gesundheitslinks
www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online
www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)
www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz
www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)
www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)
www.erna-online.de
Ernährungs- und Allergieberatung
(Seite wird in Kürze umziehen)
www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut
Weitere Links finden Sie hier
Textanfang / Content
efg, Jg. 13, 2 - 2003
Extra groß macht extra dick
Anstieg der Portionsgrößen fördert Übergewicht
(3.628 Zeichen)
(efg) Die Packungen und Portionsgrößen sämtlicher Nahrungsmittel sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Viele Menschen hören aber erst auf zu essen, wenn der Teller oder die Tüte leer ist. Dementsprechend nehmen sie mehr Nahrung zu sich als sie brauchen. Übergewicht ist damit vorprogrammiert.
Enthielt vor etwa 30 Jahren die "normale" Tüte Gummibärchen noch bescheidene 75 Gramm, gehören mittlerweile Tüten mit 200, 250 oder sogar 500 Gramm längst zum Standard. Auch viele der angebotenen Fertiggerichte werden immer größer und energiereicher, während Schnellrestaurants und Fast-Food-Ketten besonders für ihre Mega-Maxi-Menüs werben. Doch nicht nur die Portionen verschiedener Snacks und Lebensmittel nahmen im Lauf der Jahre immer weiter zu - auch die Anzahl übergewichtiger Kinder und Erwachsener stieg stetig an.
Aktuelle Studien betonen den Zusammenhang zwischen Portionsgröße und Energieaufnahme: Je größer die angebotenen Essensmengen sind, desto mehr wird auch verspeist. Was auf den ersten Blick banal klingt, ist keineswegs natürlich. Normalerweise bestimmt das Sättigungszentrum im Gehirn, wann wir satt sind und den Löffel aus der Hand legen. Dieses Verhalten bezeichnen Wissenschaftler als "innenreizabhängiges Essen".
Viele Menschen hören allerdings erst dann mit dem Essen auf, wenn der Teller Nudeln oder die Tüte Chips leer sind - egal wie groß die verdrückten Portionen sind. Dieses Essverhalten ist "außenreizabhängig". Anstelle des Stopp-Signals aus dem Gehirn orientieren sich diese Menschen an äußeren Hinweisen wie leeren Tellern oder Tüten. Nicht mehr das Sättigungsgefühl, sondern bloße Portionsgrößen entscheiden über die Menge der einverleibten Nahrungsmittel.
Dieses Essverhalten ist in Zeiten der Großverpackungen und Supersize-Menüs fatal, denn extra große Portionen liefern extra viele Kalorien. So nahm beispielsweise die Portionsgröße von Schokoriegeln zwischen 1990 und 1996 um 53 Prozent zu. Die Portionsmenge von Kartoffelchips stieg zwischen 1959 und 2000 sogar um 300 Prozent. Derselbe Trend zeichnet sich in Fast-Food-Restaurants ab: Während ein normal großes Menü weniger als 1.000 Kilokalorien (984 kcal) hat, bringen es Mega- Menüs bereits auf mehr als 1.250 Kilokalorien. Versuche zeigten, dass diese zusätzlich aufgenommenen Kalorien während den nachfolgenden Mahlzeiten nicht kompensiert oder eingespart werden.
Neue Studien belegen zwar den Zusammenhang zwischen Portionsgröße und Energieaufnahme; doch bislang fehlen Untersuchungen, die einen direkten Zusammenhang zwischen Portionsgröße und Gewichtszunahme beweisen. Auf Grundlage der bisherigen Ergebnisse erkennt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) allerdings in den vergrößerten Portionsmengen eine mögliche Ursache für den weltweiten Anstieg von Übergewicht.
Für den Alltag bedeutet dies konkret, dass beim Einkauf im Supermarkt die Portionsgröße sorgfältig ausgewählt werden sollte. Dies gilt besonders für Süßigkeiten, Knabberartikel und Fertigspeisen. Der Kauf kleinerer Portionen ist zwar häufig teurer, erspart aber lästige Diäten oder gesundheitsschädliche Gewichtszunahmen. Grundnahrungsmittel wie zum Beispiel Butter, Mehl, Zucker oder Nudeln können dagegen bedenkenlos auch in kostengünstigen Großpackungen erworben werden.
Wer Schnellrestaurants besucht, sollte ebenso bewusst kleinere Portionen wählen oder sich für spezielle Kindermenüs entscheiden. Auch ein Blick auf die Zusammenstellung der Gerichte ist ratsam: Oft gibt es große Unterschiede hinsichtlich des Fett- und Energiegehalts der Speisen. Wer es genau wissen will, informiert sich zuvor im Internet über die Produkte der Fast-Food-Ketten.
Quelle: T. Ellrott: "Zunehmende Portionsgrößen - ein Problem für die Regulation der Nahrungsmenge", in Ernährungsumschau, Nr. 9 - 2003
'Grüne Fee': Mit Vorsicht zu genießen
Absinth ist wieder 'trendy'
(2.058 Zeichen)
(efg) Die Spirituose Absinth enthält hohe Alkoholmengen. Bei einigen Bittergetränken wird außerdem die gesetzliche Höchstmenge an Thujon deutlich überschritten.
Absinth zählt zu den neuen Modegetränken. Das Bittergetränk wird wegen seiner smaragdgrünen Farbe auch als "Grüne Fee" oder "Grüne Hölle" bezeichnet. Es weist zum Teil sehr hohe Alkoholwerte auf und enthält den Inhaltsstoff Thujon. Thujon, eine Wirksubstanz des Wermutkrauts, ist ein starkes Nervengift. Es kann Halluzinationen, epileptische Krämpfe und psychische Schäden hervorrufen.
Absinth wird aufgrund des Thujons die Erzeugung besonderer Rauschzustände zugeschrieben. Deshalb war die Spirituose bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts besonders unter Künstlern und Schriftstellern beliebt. Der starke Missbrauch des Kultgetränks der Belle Epoque führte 1923 zu einem Verbot in nahezu allen westlichen Staaten. Die Aufhebung des Absinth-Verbots Ende 1981 änderte wenig an der Rechtslage: Weiterhin blieb die Verwendung von Wermutöl und Thujon untersagt; Absinth war jahrzehntelang nur in Portugal, Spanien und Dänemark erhältlich. In der dem Europarecht 1998 angepassten Aromenverordnung ist zwar die Verwendung von Thujon weiterhin verboten, erlaubt ist jedoch die Verarbeitung thujonhaltiger Bestandteile und Extrakte aus Pflanzen.
In einer aktuellen Studie hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Thujongehalte von 30 in Deutschland im Handel befindlichen Absinthgetränken untersucht. Der größte Teil der Spirituosen enthielt weniger als 10 mg Thujon pro Liter und liegt damit weit unter dem gesetzlichen Höchstwert von 35 mg pro Liter. Allerdings überschritten drei der untersuchten Bittergetränke die gesetzlichen Bestimmungen mit Gehalten bis zu 44,9 mg Thujon pro Liter deutlich. Nach Ansicht des BfR ist jedoch nicht zu erwarten, dass der Verbraucher gesundheitsschädigende Mengen an Thujon zu sich nimmt. Jedoch rät das BfR vom regelmäßigem Konsum größerer Mengen dieser Bitterspirituose ab wegen der zum Teil sehr hohen Alkoholgehalte.
Harry Potter und der magische Schokoriegel
Über Schokolade, Gesundheit und Psyche
(3.392 Zeichen)
(efg) Eine gesundheitsfördernde Wirkung von Schokolade ist leider nur Wunschdenken. Dennoch kann sie - in kleinen Mengen genossen - wundersam positive Effekte auf die Psyche haben.
In der magischen Welt des Harry Potter hilft Schokolade nicht nur gegen Kälte und Grippe, sie ist auch das ultimative Mittel gegen das Dunkle und Böse. So sind Schokoriegel die einzige Medizin gegen Dementoren, Wesen, die jedes Glücksgefühl aus ihren Opfern saugen.
Auch in der realen Welt wird Schokolade fast magische Kräfte zugesprochen. Der zarte Schmelz ist für viele Menschen Seelenfutter, Belohnung oder besondere Wonne. In der Winterzeit, wenn es früh dunkel wird, greifen viele Menschen zur schokoladigen Waffe gegen das Stimmungstief.
Jedoch ist es ein gut gepflegtes und weit verbreitetes Gerücht, dass Schokolade aufgrund ihrer Inhaltsstoffe gesund sei und glücklich mache. Wahr ist, dass in ihr Stoffe wie Koffein, Phenylethylamin und Polyphenole enthalten sind. Sie stimulieren das zentrale Nervensystem, regen das Glücks- und Lustempfinden an oder stehen im Ruf, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Um jedoch eine wirksame Konzentration dieser Stoffe zu erreichen, müssten etwa 20 Kilogramm Schokolade auf einmal verspeist werden. Diese Menge wäre dem Glücks- und Lustempfinden gewiss nicht zuträglich.
Auch der tägliche Stress lässt uns zur Schokolade greifen. Sie soll Psyche, Seele und Geist besänftigen, stabilisieren und stärken. Jedoch muss so genannten Chocoholics gesagt sein, dass der regelmäßige Genuss von Praline, Schokoriegel oder Tafelschokolade ihrer Gesundheit nicht gut tut. Bei einem Gehalt an 35 Prozent Fett und bis zu 50 Prozent Zucker ist eine Tafel Milchschokolade eine Energiebombe von 526 Kalorien. Zudem stellte die Britische Organisation zur Förderung von psychisch gesundem Essen "Food and Mood" fest, dass der Genuss von Schokolade Stress verursachen kann. Zusammen mit Zucker, Koffein und Alkohol steht sie an der Spitze der "Stressoren für die Stimmung". Ein Grund dafür könnte sein, dass das schlechte Gewissen direkt nach dem Naschen einsetzt. Für Psyche und Körper ist es somit ratsam lieber weniger Schokolade zu essen, die dann aber wirklich zu genießen.
Der weiche Schmelz gilt dennoch seit Jahrhunderten als ‚Heilmittel allen Übels', als ‚Lebenselixier' und ‚Speise der Götter'. Vielleicht, weil tiefe Erinnerungen wachgerufen werden? Der Mensch wächst in süßem Fruchtwasser heran, genießt süße Muttermilch und ist durch uralte Menschheitserfahrungen darauf programmiert, dass süß schmeckende Früchte nicht giftig sind und viel Energie liefern. Zudem besteht der Schoko-Geschmack aus 500 Aromen. Das sind zweieinhalb Mal mehr als in jedem anderen Lebensmittel. Zusätzlich erregt die bei Körpertemperatur schmelzende Masse die Geschmacksknospen der Zunge intensiver als alle anderen Nahrungsmittel. Wen kann es da verwundern, dass jeder Mensch im Jahr durchschnittlich 8,2 Kilogramm der süßen Leckerei genießt?
Eine Analyse der Inhaltsstoffe allein kann also die magische Wirkung dieser Süßigkeit auf Menschen nur sehr unzureichend erklären. Schokolade ist nicht nur profanes Nahrungsmittel, sondern steht gleichzeitig für Schönheit, sinnliche Erotik und Genuss. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass Magie und Wirksamkeit dieser Waffe gegen das Dunkle und Böse nur erhalten bleiben, wenn sie in Maßen und zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt wird.
'Some like it hot'
Die Wirkung von Chili & Co
(1.213 Zeichen)
(efg) Capsaicin ist ein Scharfstoff in Chili und Cayennepfeffer. Bei seinem Genuss treten dieselben Nervenzellen in Aktion, die auch für die Weiterleitung von "heiß und schmerzhaft" zuständig sind.
Wenn's draußen kalt und ungemütlich wird, finden scharfe Gerichte wieder besonders hohen Anklang. Denn Chili con carne & Co heizen von innen ein. Einer der hierfür zuständigen Inhaltsstoffe heißt Capsaicin. Forscher der Universität von Kalifornien in San Francisco haben durch Versuche mit Capsaicin herausgefunden, wie die Wahrnehmung "scharf" ans Gehirn weitergeleitet wird. Verblüffend dabei ist, dass es keine eigenen Sinneszellen für "scharf" gibt. Statt dessen aktiviert Capsaicin im Mund Nervenzellen, die eigentlich durch hohe Temperaturen ausgelöste Schmerzreize ans Gehirn weiterleiten. Zum Beispiel, wenn wir uns den Mund an heißem Kaffee verbrennen. Es gibt also eigentlich gar keinen Geschmack "scharf", sondern nur den Sinneseindruck "Schmerz".
Somit wäre das feurige Brennen im Mund erklärt, wenn wir auf eine Chilischote beißen. Die Engländer haben das wohl schon immer "gewusst". Denn die unterschiedlichen Bedeutungen "heiß" und "scharf" gibt es im Englischen nicht - beides wird mit "hot" übersetzt.
Frisch aus der Presse: ERNA 2004
Das Ernährungsberatungs-Programm des Deutschen Grünen Kreuzes
(1.316 Zeichen)
(efg) ERNA, die Ernährungsberatungs-Software des Deutschen Grünen Kreuzes, erscheint im November neu.
ERNA ist das Ernährungsberatungs-Programm des Deutschen Grünen Kreuzes. Im November erscheint die CD vollständig aktualisiert und um einige wichtige Funktionen erweitert. Das Programm richtet sich speziell an Ärzte und Apotheker sowie alle in der Ernährungsberatung Tätigen. In einer großen Einführungsaktion wird ERNA bis zum Ende des Jahres 2003 zu einem herabgesetzten Einführungspreis angeboten.
Welche Lebensmittel enthalten Cholesterin? Wie nehme ich endlich ab? Mit solchen Fragen werden Ärzte oder Apotheker häufig konfrontiert. Leider fehlt meist die Zeit, detailliert auf Ernährungsprobleme der Patienten einzugehen. Hier hilft ERNA mit umfassenden Informationen und Unterlagen weiter.
ERNA 2004 bietet Informationen zu 22 ernährungsmitbedingten Erkrankungen, einschließlich Lebensmitteltabellen und Tageskostplänen. Ernährungsprotokolle können ausgewertet werden. Für 10.000 Lebensmittel hält ERNA die Angaben zu jeweils 60 Inhaltsstoffen bereit. Ernährungslexikon, E-Nummern-Liste und Kontaktadressen-Verzeichnis bilden ein umfassendes Nachschlagewerk. Regelmäßige Online-Updates halten ERNA auf dem neuesten Stand.
Ausführliche Informationen und eine Demoversion bietet die ERNA-Homepage: www.dgk.de/erna.
Hausmittel Honig
Heilmittel bei Erkältungen und Verletzungen
(2.746 Zeichen)
(efg) Honig wird seit alters her als Heilmittel bei Erkältungen und Verletzungen eingesetzt. Neue Forschungen belegen jetzt die Wirksamkeit dieser süßen Medizin.
Jetzt im Herbst beginnt wieder die Zeit von Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Nach statistischen Angaben leidet jeder erwachsene Deutsche zwei bis drei Mal pro Jahr an einer Erkäl-tung. 67 Prozent der Erkälteten bevorzugen Hausmittel wie beispielsweise Honig, um die lästigen Symptome in den Griff zu bekommen. Doch nicht nur bei Erkältungen wird Honig als Heilmittel benutzt. Auch als Mittel zur Wundbehandlung wird Honig von alters her eingesetzt, besonders bei schlecht heilenden, eitrigen Wunden.
Doch was steckt eigentlich hinter der Empfehlung, Erkältungen und Wunden mit Honig zu behandeln? Wissenschaftler aus Wales und der Schweiz sind den Geheimnissen des Honigs auf der Spur.
Honig enthält neben vielen anderen Inhaltsstoffen Gluconsäure, Wasserstoffperoxid und Inhibine. Die Gluconsäure sorgt für ein saures Milieu im Honig. Dadurch werden viele Keime an der Vermehrung gehindert. Wasserstoffperoxid schädigt den Stoffwechsel der Krankheitserreger. Als Inhibine bezeichnet man eine Gruppe verschiedener entzündungshemmender Wirkstoffe, zum Beispiel Lysozym, Flavonoide und aromatische Säuren. Ihre Zusammensetzung und Wirkmechanismen sind allerdings noch nicht vollständig erforscht. Außerdem rückt der Honig den Krankheitserregern mit einem physikalischen Trick auf die Pelle: Durch den hohen Gehalt an Zucker entzieht er den Keimen Wasser. Sie trocknen aus und sterben ab. Bei der Wundbehandlung wird Honig äußerlich auf die Verletzung aufgetragen. Dadurch wird die Wunde luftdicht verschlossen.
Die antibiotischen Wirkstoffe im Honig rücken sogar den gefürchteten Stämmen der Staphylococcus-Bakterien zu Leibe. Da in den vergangenen Jahren Resistenzen gegen Antibiotika stark zugenommen haben, interessiert sich die Wissenschaft wieder besonders für die Inhaltsstoffe des Honigs. Sie hofft, wirksame Behandlungen gegen widerstandsfähige Krankheitserreger zu finden.
Die Wirksamkeit des Honigs bei Erkältungen und Verletzungen ist also kein Ammenmärchen. Inzwischen hat auch die Industrie reagiert und honigimprägnierte Verbände und Wundbandagen entwickelt. Die Experten warnen jedoch bei der Behandlung schlecht heilender Wunden vor Selbstversuchen. Denn es ist unsicher, ob der Honig aus dem Supermarkt während der Produktion erhitzt wurde und noch ausreichend entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.
Heiße Milch mit Honig erfreut sich bei Husten und Heiserkeit besonderer Beliebtheit. Am besten kommen die Honigwirkstoffe jedoch zur Geltung, wenn man sich einen Löffel der süßen Speise langsam auf der Zunge zergehen lässt. Oder den Honig im Kräutertee genießt.
Weihnachtsfreuden ohne Reue
Leicht genießen in der Adventszeit
(2.259 Zeichen)
(efg) Der Duft von frisch gebackenen Plätzchen zieht durch die Wohnung: Es ist bald Weihnachten. Auf dem Nikolausteller locken die Süßigkeiten, auf dem Weihnachtsmarkt der Glühwein. Doch wie soll man durch diese Zeit kommen, ohne etliche Kilos zuzulegen?
Genießen und trotzdem Maß halten, heißt das Motto. Wer auf kulinarische Freuden nicht verzichten und trotzdem über die Festtage fit bleiben möchte, findet hier die passenden Tipps:
- Süßigkeiten und Plätzchen sind etwas Besonderes. Man sollte sie in kleinen Mengen und in aller Ruhe bewusst genießen - statt sie nebenbei und tütenweise "reinzustopfen". Drei Dominosteine schmecken genauso wie zehn.
- Obst und Gemüse liefern dem Körper viele Vitamine und Mineralstoffe. Und die braucht er gerade im Winter, damit das Abwehrsystem gut funktioniert. Über den Tag verteilt sollten es fünf Portionen Obst und Gemüse sein.
- Zu viele Süßigkeiten können die Verdauung lahm legen. Dagegen helfen ballaststoffreiche Nahrungsmittel. Vollkornprodukte, Obst und Gemüse gehören deshalb reichlich auf den Speisezettel. Warum nicht mal ein paar neue Rezepte mit Vollkornmehl ausprobieren? Die Zeiten, in denen Vollkornkekse trocken waren und langweilig schmeckten, sind ja zum Glück vorbei.
- Ob Glühwein, Punsch oder das Glas Wein zum Festessen: Mehr als ein bis zwei Gläser alkoholische Getränke sollten es nicht sein. Und auch das nicht jeden Tag. Denn Alkohol erhöht das Kalorienkonto erheblich und schwächt außerdem das Immunsystem. Ein alkoholfreier Fruchtpunsch aus Tee und frischem Obstsaft schmeckt lecker, liefert jede Menge Vitamine und ist für Groß und Klein geeignet.
- Um dem Übergewicht keine Chance zu geben, darf auch im Winter ausreichende Bewegung nicht fehlen. Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft trainieren außerdem die Abwehrkräfte des Organismus.
- Zum Festessen muss es ja nicht jedes Jahr die fette Gans sein. Auch fettarme Fleisch- und Fischsorten lassen sich exquisit zubereiten. Frische Blattsalate eignen sich hervorragend als Vorspeise. Und zum Nachtisch gibt es dann eine lecker-leichte Früchte-Mousse oder einen exotischen Obstsalat.
Gesund genießen hat also nichts mit asketischem Verzicht zu tun - es kommt nur auf das Maß des "Guten" an. In diesem Sinne: Genussvolle Feiertage!
V.i.S.d.P.
Herausgeber:
DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.
Redaktion:
Dipl. oec. troph. Heike Brinkmann-Reitz (verantw.)
Dipl. oec. troph. Sabine Schmid
Michaela Berg
Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:
Deutsches Grünes Kreuz
im Kilian
Redaktion efg
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 172
Telefax: 0 64 21 / 2 93 - 772

