DGK e.V. -Informationsdienst Ernährung Forschung Gesundheit (efg), Jahrgang 14, Ausgabe 1 - 2004 Themen: Verstopfung, Durstlöscher, Energy-Drinks, Krankenkost, gesunde Kost, Pestizide, Krebserreger, Traubenkern, Fast Food
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Deutsches Grünes Kreuz, Verstopfung, Durstlöscher, Energy-Drinks, Krankenkost, gesunde Kost, Pestizide, Krebserreger, Traubenkern, Fast Food
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Ernährung Forschung Gesundheit
efg, Jg. 14, 1 - 2004

Verstopfung - ein Frauenproblem?!
Weibliche Hormone können Ursache von Darmträgheit sein
(2.166 Zeichen)

 

(efg) Mehr als sechs Millionen Deutsche leiden zumindest zeitweise an Verstopfung. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Wissenschaftler sind den Ursachen auf der Spur: Sie vermuten einen Zusammenhang zwischen weiblichen Hormonen und Darmträgheit.

Sowohl Östrogene als auch Progesteron haben eine beruhigende Wirkung auf die Muskulatur. "Der biologische Sinn dieser Wirkung besteht in einer Ruhigstellung der Gebärmuttermuskulatur während der Schwangerschaft", erklärt Professor Tilo Andus, Gastroenterologe aus Stuttgart. Die verminderte Darmtätigkeit sei dabei ein Nebeneffekt, so der Experte weiter.

Was für den begrenzten Zeitraum der Schwangerschaft wichtig und nützlich ist, belastet aber viele Frauen ein Leben lang. Weibliche Hormone hemmen durch die Ruhigstellung der Darmmuskulatur den Weitertransport des Nahrungsbreis. Der Entleerungsreflex wird seltener ausgelöst. Besonders in der zweiten Zyklushälfte ist die Darmentleerung verzögert, der Stuhl hart oder nur mit Pressen oder unter Schmerzen möglich.

Allgemeine Empfehlungen der Gastroenterologen sind eine ballaststoffreiche Ernährung mit reichlicher Flüssigkeitszufuhr und ausreichend Bewegung, die den Darm in Schwung bringt. Besonders zu meiden seien alle Maßnahmen, die auch dem gesunden Darm auf Dauer schaden würden. So sollten betroffene Frauen den Stuhlgang nicht unterdrücken sowie Stress und Hektik vermeiden.

Im Akutfall empfehlen Experten, nicht zu lang mit der Einnahme von Abführmitteln zu warten. Die Wirkung der meisten Mittel besteht darin, verhärteten Stuhl aufzuweichen und das Stuhlvolumen zu erhöhen. "Bei Verstopfung mit verlangsamten Transport des Darminhalts wirken Präparate mit dem Wirkstoff Bisacodyl am besten", meint hierzu Dr. Martin Fischer, Arzt und Apotheker aus Essen. Diese werden auch von der Amerikanischen Gastroenterologischen Gesellschaft (AGA) als Mittel der ersten Wahl bei verschiedenen Formen der Verstopfung empfohlen. Besteht die Verstopfung über einen längeren Zeitraum oder ist Blut im Stuhl zu erkennen, sollten Betroffene die Ursache unbedingt von einem Arzt abklären lassen.


Weitere Informationen zum Thema Verstopfung bei Frauen enthält das Faltblatt "Verstopfung - ein Frauenproblem?!", das Interessierte ebenso wie die ausführliche Broschüre mit dem Titel "Verstopfung - Was tun?", mit einem adressierten und mit 1,44 € frankierten DIN-A5-Rückumschlag kostenlos anfordern können bei:

Deutsches Grünes Kreuz e.V.
Stichwort Verstopfung
Postfach 1207
35002 Marburg


Zusatznutzen oder nur Durstlöscher?
Verbraucherzentralen geben Energy-Drinks schlechte Noten
(2.088 Zeichen)

 

(efg) Energy-Drinks und Co. enthalten an erster Stelle Wasser und Zucker und dann Substanzen, die uns laut Werbung fit machen, oder sogar "Flügel verleihen" sollen. "Beflügelt" wird dabei vor allem der Absatz dieser Getränke.

Die Verbraucherzentralen haben die bundesweit insgesamt 238 ACE-Getränke, Energy-Drinks, Sportler-Getränke, probiotische Milchgetränke, Frühstücksdrinks, Wellness- und Vitamingetränke unter die Lupe genommen. Fazit: Von Zusatznutzen kann keine Rede sein. Die weit überzogenen Darstellungen zu gesundheitsfördernden Wirkungen der verschiedenen Zutaten entbehren zumeist jeglicher wissenschaftlicher Grundlage.

Die so genannten funktionellen Getränke versprechen Fitness, Wellness, Leistung (Power) oder Gesundheit. Als Wirksubstanzen fanden die Verbraucherschützer 103 verschiedene Inhaltsstoffe von Apfelessig und Aloe vera über Johanniskraut, Kombucha, Taurin und Vitaminen bis hin zu Zitronengras.
In einigen Fällen entpuppten sich die angeblichen Heilsbringer sogar als potenziell gesundheitsschädlich. Problematisch sei vor allem die Anreicherung mit Beta- Carotin. Aus Studien ist bekannt, dass Beta-Carotin in isolierter Form schon bei einer täglichen Aufnahme von nur 20 Milligramm bei starken Rauchern und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen Gesundheitsschäden verursachen kann.

Energy-Drinks enthalten vor allem Koffein. In Deutschland sind pro Softdrink maximal 250 Milligramm Koffein pro Liter erlaubt. Manche Energy-Drinks überschreiten allerdings diesen Grenzwert. Sie dürfen deshalb zwar in Deutschland nicht hergestellt, paradoxerweise wohl aber verkauft werden. Nicht nur für Kinder und Jugendliche kann die anregende Wirkung zum Problem werden. Zum Durstlöschen sind Energy-Drinks deshalb nicht empfehlenswert. Außerdem: Mit 125 Kilokalorien pro 250-Milliliter-Dose sind Energy-Drinks kleine Kalorienbomben.
Neben Wasser, Zucker, B-Vitaminen, Koffein, Zitronensäure, Aroma- und Geschmacksstoffen weisen die Energy-Drinks auch noch Stoffe wie Inosit, Glucuronolacton und Taurin auf. Diese Substanzen sind bei uns nicht oder nur eingeschränkt als Lebensmittelzusatzstoffe erlaubt.

Der ausführliche Bericht "Funktionelle Getränke - Alkoholfreies mit Zusatznutzen? ", eine Kurzfassung und ein Kurzbericht zu den rechtlichen Grundlagen sind unter www.verbraucherzentrale.de/fundrinks oder www.vzbv.de/go/presse abrufbar.


Krankenkost soll nicht krank machen
Die Ernährung im Krankenhaus entspricht oft nicht den Anforderungen an eine gesunde Kost
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(efg) Die Verpflegung in den Kliniken erfüllt häufig nicht die Empfehlungen der Fachgesellschaften für eine gesunde Ernährung. Eine Verbesserung des Speisenangebots scheint dringend geboten.

Wer im Krankenhaus liegt, sollte darauf vertrauen können, dass die Ernährung eine gleich hohe Qualität besitzt wie die übrige medizinische Betreuung. Die tatsächliche Situation sieht allerdings anders aus. Eine Arbeitsgruppe um Professor Manfred J. Müller vom Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde der Christian- Albrechts-Universität in Kiel hat hierzu eine Untersuchung im Klinikum Kiel durchgeführt. Die Ergebnisse bestätigen frühere Studien. Es wird zu viel Fleisch und Wurst, aber zu wenig Fisch und frisches Obst gegessen. Dadurch nehmen die Patienten im Übermaß Fette, Cholesterin und gesättigte Fettsäuren zu sich, aber deutlich zu wenig Jod und Folsäure. Auch die Aufnahme von Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Vitamin D, Vitamin E, Eisen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist zu gering.

Die Ursachen für die ungesunde Ernährung sind vielfältig. Zum einen spielen wirtschaftliche Gesichtspunkte bei der Gestaltung der Speisepläne eine große Rolle. Zum anderen möchten die Einrichtungen sich nach den Wünschen der Patienten richten - und die wählen häufig das ihnen attraktiver scheinende, aber weniger gesunde Angebot. Zum Beispiel das Tagesdessert statt des frischen Obstes. Besonders nährstoffreiche Mahlzeiten, beispielsweise vegetarisches Essen oder Salatteller, finden nur geringe Beachtung.

Dabei könnte das Speisenangebot durch zum Teil geringfügige Änderungen sehr verbessert werden. Die Wissenschaftler schlugen vor, mehr Kartoffeln, Getreideprodukte, Rohkost, Obst und Fisch zu verarbeiten, gleichzeitig aber die angebotene Fleischmenge zu verringern.

Doch die Umsetzung solcher Vorschläge erweist sich oft als schwierig. Deshalb merkten die Experten kritisch an, dass die Bedeutung eines gesunden Ernährungsangebots in den Kliniken zur Zeit nur einen geringen Stellenwert zu haben scheine. Medizinisch gesehen ergibt eine im Krankenhaus fortgesetzte ungesunde Ernährung jedoch keinen Sinn.


Pestizide auf Obst und Gemüse
Empfehlenswert: Einheimische Produkte der Saison
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(efg) Obst und Gemüse sind gesund! Doch wer weiß, mit welchen Mitteln die Früchte behandelt wurden, damit sie so makellos und frisch aussehen? In den vergangenen Jahren wurden wiederholt Pestizide bei ausländischem Obst und Gemüse in alarmierenden Mengen gefunden.

Jährlich werden weltweit etwa fünf Millionen Tonnen Pestizide, so genannte Pflanzenschutzmittel, hergestellt. 35.000 Tonnen davon werden auf deutschen Äckern versprüht. Von den in der Europäischen Union zugelassenen mehr als 800 Pflanzenschutzmittelarten kontrollieren Lebensmittelüberwachungs-Behörden jedoch nur 150. Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) bewertet das Gesundheitsrisiko für jeden Gift-Stoff einzeln; Wechselwirkungen untereinander oder mit Medikamenten werden nicht berücksichtigt.

Handel ignoriert Pestizid-Funde


Bereits Anfang 2000 fand der Bundesverband Deutscher Fruchthandelsunternehmen (BVF) Spuren von Pflanzenschutzmitteln auf importierten Paprikafrüchten. Im vergangenen Jahr machte Greenpeace bei 54 Stichproben im gesamten Bundesgebiet erneut alarmierende Pestizidfunde. Besonders betroffen sind Tafeltrauben, Erdbeeren und Paprika aus Italien und Spanien, in denen unter anderem Spuren von Unkrautvernichtungsmittel, Nervengift und Insektenwachstumshemmer gefunden wurden (Methamidophos, Chlorpyrifos und Pyriproxyfen).
44 Prozent der Paprikaproben waren belastet, 93 Prozent der Trauben. Dabei lag die Pestizid-Belastung jeder fünften Paprika und jeder vierten Tafeltraube sogar über dem festgelegten Grenzwert. In 80 Prozent sämtlicher untersuchter Lebensmittel fand sich mehr als nur ein Giftstoff. Viele Pestizide enthalten neben dem eigentlichen Wirkstoff auch gesundheitsschädliche Zusatzstoffe, zum Beispiel Substanzen, die im Körper wie Hormone wirken. Diese Zusatzstoffe werden nicht kontrolliert. Akute Wirkung beim Verzehr von pesti-zidhaltigem Obst und Gemüse können Übelkeit, Schwindel und Tinnitus, Gleichgewichts- und Sehstörungen bis hin zu Muskelkrämpfen und Herzrhythmusstörungen sein.

Geprüft wird nur auf Gifte, die für das Lebensmittel zugelassen sind


Ergebnisse des Umweltamtes belegen, dass 17,5 Prozent aller Kopfsalate und 38,5 Prozent aller Eichblattsalate Rückstände eines lediglich für Raps, Ziergehölze und Baumschulen zugelassenen Unkrautvernichtungsmittels enthalten. Da sich die normalen Kontrollen nur auf die für das jeweilige Lebensmittel zugelassenen Pestizide beschränken, bleiben solche Belastungen durch andere Mittel meist unbemerkt. So passieren gesundheitsschädliche Zusatzstoffe die Kontrollen, weil sie nicht für die jeweilige Frucht- oder Gemüsesorte zugelassen sind.

Tipps für Einkauf und Zubereitung


Trotz alledem sollte man sich den Appetit auf frisches Obst und Gemüse nicht verderben lassen. Denn keine andere Lebensmittelgruppe liefert so viele Vitamine und Mineralstoffe bei so wenig Kalorien. Mit einigen wenigen Maßnahmen kann die Schadstoffbelastung gering gehalten werden: Generell sollte man Produkte aus heimischem Anbau und aus der je-weiligen Jahreszeit bevorzugen. Früchte und Gemüse sollten gründlich gewaschen werden, am besten mit einer speziellen Gemüsebürste unter fließendem Wasser. Wer ganz sicher gehen möchte, kann auf ökologisch angebaute Erzeugnisse zurückgreifen.


Klein aber oho - der Traube Kern
Zellschützender Inhaltsstoff beugt Zivilisationskrankheiten vor
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(efg) Bei der Herstellung von Wein bleibt Schale und Kern der Traube zurück. Doch was bisher als Abfall entsorgt wurde, hat es in sich. Denn im Traubenkern findet sich das bisher stärkste bekannte Antioxidans.

Im Jahr 1948 entdeckte Jack Masquelier, damals Bio-Chemie-Student, eher zufällig einen Stoff im Häutchen, das die Erdnuss umgibt. Heute kennen wir diese Substanz unter dem Namen Oligomere Proanthocyanidine - kurz OPC. Über das Wissen zur Gewinnung und Wirkung dieses Stoffes verfügten die Urvölker jedoch schon lange vorher. Der Entdecker und Seefahrer Jack Cartier (1491-1557), der als Begründer des französischen Kolonialreiches in Nordamerika gilt, wurde 1535 auf einer Expedition vom Wintereinbruch überrascht. Das Schiff saß fest und viele Männer fielen durch einseitige Ernährung dem Skorbut (Verbluten durch Zellverfall) zum Opfer. Das Wissen einheimischer Indianer rettete Cartier und seine Schiffsbesatzung vor dem sicheren Tod. Aus OPC-haltiger Rinde und Nadeln eines Pinienbaumes stellten sie ein Heilmittel her, das die erkrankte Besatzung innerhalb kürzester Zeit gesunden ließ.

OPC findet sich nicht nur in Rinde und Nadeln der Pinie und in der Erdnuss, sondern vor allem in roten Beeren wie Johannisbeeren, Holunder und roten Weintrauben. Das aus dem Kern der Weintraube gewonnene OPC ist 18,4-fach stärker in seiner antioxidativen, zellschützenden Wirkung als Vitamin C und 50-fach stärker als Vitamin E. Es ist der ideale Vitamin-Partner, da es die Wirkung der Vitamine A, C und E aktiviert und verzehnfacht. Gelegentlich wird OPC auch "Rostschutzmittel" oder "Vitamin P" genannt. Dr. med. J. Beuth vom Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Universität zu Köln bezeichnet den Traubenkern sogar als "antioxidative Bombe".

Antioxidative Stoffe sind in der Lage, aggressive, zellschädigende Substanzen im Körper zu neutralisieren. OPC wird innerhalb von Minuten aufgenommen und bleibt bis zu 72 Stunden wirksam. Es stärkt die Widerstandskraft der Kapillargefäße, fördert die Ausscheidung eingelagerter Giftstoffe und unterstützt die Stabilität von Sehnen, Knorpeln, Knochen und Binde-gewebe. Damit gilt es als wirkungsvoller Verteidiger gegen Herz-, Kreislauf- und Gefäßprobleme, Allergien, Immunschwäche, Gelenkschmerzen und sogar Krebs. Zudem passiert es wie Vitamin C die Blut-Hirn- Schranke und schützt die Gehirnzellen vor Oxidation. Dort wirkt es effektiv gegen Parkinson, Alzheimer, Multiple Sklerose, Epilepsie und Senilität.

OPC aus Traubenkernen wird in vielfältiger Form angeboten, beispielsweise als kalt gepresstes Traubenkernöl, Traubenkernnudeln oder -riegel. Dem Traubenkernmehl - es weist die höchste Konzentration an OPC auf - wurde 2003 der Spezialitätenpreis der CMA verliehen. Weitere Informationen zum Thema und leckere Rezepte finden Sie im Ratgeber "Power aus dem Traubenkern" im Kilian Verlag.


Power aus dem Traubenkern. Küche der Ursprünglichkeit: Qualität, Genuss, Gesundheit.
Buchtipp
Winfrid Heinen "Power aus dem Traubenkern. Küche der Ursprünglichkeit: Qualität, Genuss, Gesundheit." VERLAG im KILIAN, Marburg 2003, 172 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 3- 932091-86-8.



MELDUNGEN:
Vorsicht beim Aufblasen von Luftballons
Das Gummi der bunten Dekoration kann krebserregende Stoffe enthalten
(1.687 Zeichen)

 

(efg) Um unnötige Belastungen mit Nitrosaminen zu vermeiden, sollten Luftballons mit einer Luftpumpe aufgeblasen werden. Kinder sollten das bunte Spielzeug nicht in den Mund nehmen.

Kinder lieben die farbenfrohen, vielseitigen Ballons. Und kauen oder lutschen auch mal daran herum. Doch das sollten Eltern und Erzieherinnen verhindern, denn es können dabei gefährliche Stoffe freigesetzt werden. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart hat Luftballons aus Gummi auf die Abgabe von Nitrosaminen untersucht. Die Bilanz ist bedenklich: Aus allen getesteten Luftballons können Nitrosamine abgegeben werden, wenn man sie in den Mund nimmt. N-Nitrosamine zählen zu den stärksten krebserregenden Substanzen. Sie entstehen in Folge eines Verfahrens, das den Gummi so elastisch macht.

2003 wurden in dem Labor des CVUA 14 Luftballons aus dem Handel untersucht. 93 Pro-zent davon lagen über dem Richtwert von 10 Mikrogramm N-Nitrosamine pro Kilogramm Material. Schon 2001 waren Luftballons auffällig, wobei die Abgabe an N- Nitrosaminen im Durchschnitt deutlich niedriger lag als bei den aktuell untersuchten Proben. Die Hersteller wurden deshalb aufgefordert, die Abgabe an Nitrosaminen zu minimieren. Denn technisch ist es möglich, die Bildung dieser Substanz zu verringern oder gar zu verhindern, indem man die Rezeptur verändert. Strengere Regelungen für Luftballons werden vom Gesetzgeber diskutiert und sind nach Ansicht der Forscher dringend erforderlich.

Fazit:

Die gefundenen Gehalte an Nitrosaminen sind laut Untersuchung der CVUA nicht akut gesundheitsbedrohlich, doch die Belastung des Körpers mit problematischen und nachweislich krebserregenden Stoffen ist unnötig und vermeidbar.
Eine Luftpumpe zum Aufpumpen schützt vor unnötigem Kontakt. Kinder sollten Luftballons nicht längere Zeit im Mund behalten und auf ihnen herumlutschen oder kauen. Außerdem sollten die Ballons lichtgeschützt, nicht zu lange und kühl gelagert werden.


Gewagtes Experiment
30 Tage Essen aus dem Schnellrestaurant
(949 Zeichen)

 

(efg) Ein amerikanischer Dokumentarfilmer hat ausprobiert, wovon viele Kinder und Jugendliche träumen - täglich essen im Schnellrestaurant. Das Ergebnis: Fast Food macht dick und krank.

Morgan Spurlock, amerikanischer Regisseur, hat einen Dokumentarfilm über ein ungewöhnliches Experiment gedreht: 30 Tage Fast-Food-Ernährung. Das "Versuchskaninchen" war er selbst. Einen Monat lang durfte er nur bei einer bekannten Schnellrestaurant-Kette essen und trinken - drei Mal am Tag. Schon nach einigen Tagen traten Kopfschmerzen und Depressionen ein, Spurlock erbrach seine Nahrung. Nach dem Selbstversuch hatte der Filmschaffende 12 Kilogramm zugenommen, sein Cholesterinspiegel war von 165 auf 230 Milligramm pro Deziliter gestiegen, die Leberwerte hatten sich deutlich verschlechtert.
Immerhin sieht der Regisseur nun seine Ausgangsfrage beantwortet, warum so viele Amerikaner dick sind. Und sein Film "Super Size Me: A Film of Epic Portions" erhielt auf dem Sundance Festival den Preis für die beste Dokumentarfilm-Regie.

Quelle:
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/kino/16627/1.html


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