DGK e.V. -Informationsdienst Ernährung Forschung Gesundheit (efg), Jahrgang 14, Ausgabe 3 - 2004 Themen: Schule, gesundes Frühstück, Pausensnack, Kohlenhydrate, glykämischer Index, Glyx, gesunde Ernährung, Fisch, Cholesterinspiegel, Körpergewicht, Winter, Bewegun
Gesundheitsinformationen zu:
Deutsches Grünes Kreuz, Schule, gesundes Frühstück, Pausensnack, Kohlenhydrate, glykämischer Index, Glyx, gesunde Ernährung, Fisch, Cholesterinspiegel, Körpergewicht, Winter, Bewegung, Sodbrennen, Refluxerkrankung, Kürbis, Marmelade, Bratäpfel
skip_nav

Suche

 

Service-Content

Anzeige

Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.erna-online.de
Ernährungs- und Allergieberatung
(Seite wird in Kürze umziehen)

 

www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

Weitere Links finden Sie hier

 

 


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Presse / 2004 - Jahrgang 14 / efg, Jg. 14, 3 - 2004
Ernährung Forschung Gesundheit
efg, Jg. 14, 3 - 2004

Fit für den Schultag!
(956 Zeichen)

Fit für den Schultag!(efg) Neues Faltblatt vom Deutschen Grünen Kreuz e. V. gibt Tipps zu gesundem Frühstück und Pausensnacks.

Jedes vierte Schulkind kommt morgens ohne Frühstück in die Schule. Etwa fünf Prozent der Schüler nehmen weder Frühstück noch Pausensnack ein, so eine Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) in Dortmund. Was viele nicht wissen: Kinder, die hungrig zur Schule gehen und kein Pausenfrühstück dabei haben, leiden häufig an Konzentrationsstörungen.

Was müssen Kinder morgens essen, damit sie fit sind? Was machen Eltern mit kleinen Frühstücksmuffeln? Welche Alternativen gibt es beim Pausensnack?

Tipps und Anregungen für ein gesundes Frühstück und leckere Pausensnacks bietet das Faltblatt „Gesunder Pausensnack – Fit für den Schultag!“ Interessierte können es mit einem adressierten und mit 0,55 € frankierten DIN-A6 lang - Rückumschlag kostenlos anfordern bei: Deutsches Grünes Kreuz e.V., Stichwort: Pausensnack, Postfach 1207, 35002 Marburg.


Gute Kohlenhydrate, schlechte Kohlenhydrate?
Der glykämische Index und seine Bedeutung für eine gesunde Ernährung
(5.031 Zeichen)

(efg) Glyx-Diät, Glyxfaktor, Glyxkur: Der Begriff „Glyx“ boomt bereits seit einigen Jahren. Glyx ist die Abkürzung für den Begriff glykämischer Index (GI). Bisher gibt es aber noch keine eindeutigen Belege, dass eine Ernährung mit dem glykämischen Index positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Eine vollwertige Kost bietet nach wie vor guten Schutz vor Zivilisationskrankheiten – und bringt automatisch einen niedrigen GI mit sich.

Der glykämische Index ist eine Maßzahl für die Wirkung eines Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel und sagt damit etwas über die Qualität der enthaltenen Kohlenhydrate aus. Wenn man ein Nahrungsmittel mit Kohlenhydraten isst, steigt der Blutzuckerspiegel auf einen bestimmten Höchstwert an und fällt wieder ab. Zur Ermittlung des GI werden Dauer und Höhe des Blutzuckeranstiegs nach dem Verzehr eines Test-Lebensmittels gemessen. Dieses Ergebnis wird ins Verhältnis gesetzt zum Wert von Glucose (Traubenzucker), manchmal auch zu Weißbrot. Je niedriger der Anstieg des Blutzuckerspiegels ausfällt, desto niedriger ist der glykämische Index des Lebensmittels.

Als niedriger glykämischer Index gilt ein GI unter 55. Zu dieser Gruppe zählen Lebensmittel wie Milch, Joghurt, Nudeln, Hülsenfrüchte oder Blattgemüse. Ein mittlerer GI reicht von 55 bis 70, beispielsweise bei Roggenvollkornbrot, Apfelsaft oder Haushaltszucker. Einen hohen GI haben Lebensmitteln mit einem Index von 70 bis 100, unter anderem Weißbrot, Cornflakes oder Kartoffelpüree.
Befürworter der Glyx-Theorie raten zu einem bevorzugten Verzehr von Lebensmitteln mit einem niedrigen glykämischen Index.

Mehr Aussagekraft: Die glykämische Last

Die Reaktion des Körpers auf die Kohlenhydrat-Zufuhr hängt aber nicht allein vom glykämischen Index des Nahrungsmittels ab, sondern ganz entscheidend vom Gehalt an Kohlenhydraten. Deshalb wurde zusätzlich der Begriff der glykämischen Last (GL) eingeführt. Die glykämische Last berechnet sich aus dem glykämischen Index unter Berücksichtigung der Kohlenhydratmenge einer typischen Portion. Zur Beurteilung der Stoffwechsel-Wirkung eines Lebensmittels ist die glykämische Last besser geeignet als der glykämische Index.

Schwankende Werte

Die Werte für den glykämischen Index wurden in verschiedenen, überwiegend außereuropäischen Studien ermittelt. Sie schwanken oft erheblich und sind nicht ohne weiteres auf europäische Lebensmittel übertragbar. Außerdem gelten die Werte nur für einzelne Lebensmittel. Bei einer Mahlzeit werden jedoch normalerweise mehrere kohlenhydrathaltige Lebensmittel zusammen verzehrt. Sie beeinflussen sich in ihrer Wirkung auf den Blutzuckerspiegel gegenseitig – die Werte können nicht einfach addiert werden. Abhängig ist der glykämische Index auch von Erhitzung und Verarbeitungsgrad einer Speise sowie vom Fett- und Eiweißgehalt.

Eine weitere Schwierigkeit stellt die wissenschaftlich exakte Bestimmung des GI dar: Sowohl die Ergebnisse zwischen unterschiedlichen Testpersonen schwanken sehr als auch bei derselben Testpersonen von einem Tag zum anderen.

Die gezielte Berücksichtigung des glykämischen Index in der täglichen Ernährung wird durch diese gesammelten Beobachtungen erheblich in Frage gestellt.

Bedeutung des GI für eine gesunde Ernährung

Verschiedene Studien befassten sich damit, ob der bevorzugte Verzehr von Lebensmitteln mit einem niedrigen GI vor Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs schützen kann. Bis zum heutigen Zeitpunkt gibt es jedoch keinen eindeutigen Beleg dafür. Umstritten und bislang kaum systematisch untersucht ist zudem, ob eine Berücksichtigung des glykämischen Index dazu beiträgt, eine Gewichtszunahme zu vermeiden oder bei Übergewicht eine höhere Abnahme zu erreichen.

Einzig für Diabetiker ist der Nutzen einer Kost mit niedrigem GI weitgehend belegt. Für die große Gruppe von Menschen mit verminderter Glucosetoleranz, einer Vorstufe von Diabetes, wäre daher eine Auswahl ihrer Lebensmittel nach dem GI möglicherweise sinnvoll. Es besteht aber weiterer Forschungsbedarf.

Aufgrund der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage sieht die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) zur Zeit keine Veranlassung, das Konzept des GI in die bestehenden Ernährungsempfehlungen für Deutschland zu integrieren. Denn diese propagieren bereits einen gesteigerten Verzehr von Lebensmitteln mit einem niedrigen GI: Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn- und Milchprodukte sollten auf keinem Speiseplan fehlen. Die zehn Regeln der DGE für eine vollwertige Ernährung raten zudem zu einem sparsamen Verzehr von Weißmehlprodukten, zuckerhaltigen Getränken und Süßigkeiten, also Lebensmitteln mit hohem glykämischen Index.

Fazit: Wer jeden Tag reichlich Vollkornprodukte, Obst, Gemüse und Milcherzeugnisse zu sich nimmt, aber nur wenig zuckerreiche (und fettreiche) Nahrungsmittel, ernährt sich gesund und beugt Krankheiten vor. Dem glykämischen Index braucht man dann keine weitere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, zumal eine vollwertige Kost automatisch Lebensmittel mit einem niedrigen GI enthält.

Quelle: Ernährungs-Umschau 51 (2004) Heft 3 u. 4, S. 84-89, 128-131


Fisch: Gesund oder belastet?
Plädoyer für „guten“ Fisch
(4.209 Zeichen)

(efg) Etwa 15 Kilo Fisch verzehrt jeder Bundesbürger pro Jahr, Tendenz steigend. Die gesundheitsfördernden Wirkungen von Lachs, Forelle & Co sind vielfältig. Aber Fisch ist nicht gleich Fisch. Ein „guter Fang“ setzt eine intakte und natürliche Umwelt voraus.

Fischgerichte sind lecker, bekömmlich und haben eine Reihe gesundheitsfördernder Wirkun-gen. Selbst Verbraucher mit gemäßigt vegetarischer Ernährungsform sehen darin eine ideale Ergänzung ihrer sonst überwiegend pflanzlichen Kost. Aber ist Fisch noch so gesund wie früher, als die Gewässer noch voll davon, das Wasser sauber und das Fischleben ein natürliches war? Nein. Denn inzwischen wird Fischzucht in industriellem Ausmaß betrieben, die Gewässer sind verschmutzt und überfischt.

Fisch hat Klasse

Fisch enthält – je nach Herkunft und Nahrung – 12 bis 20 Prozent Eiweiß hoher biologischer Wertigkeit, Omega-3-Fettsäuren, aber keine Kohlenhydrate. Magere Arten sind daher kalorienarm, gleichzeitig jedoch reich an Mineralien wie Eisen, Jod, Selen und Kalium wie auch an Vitamin A, D und B12.

Fischfleisch hat wenig Bindegewebe. Das macht sein Fleisch besonders zart und leicht verdaulich – allerdings zerfällt es beim Garen leicht.

Im Gegensatz zu Fleisch darf Fisch auch gerne mal fett sein. Denn seine Fette sind hauptsächlich ungesättigt und daher gesundheitsfördernd. Zu den Magerfischen – unter einem Prozent Fett pro 100 Gramm – zählen Flunder, Kabeljau, Flussbarsch, Hecht oder Zander. Mittelfette Fische sind beispielsweise Rotbarsch, Sardine, Seehecht, Forelle oder Karpfen. Ab einem Fettgehalt von zehn Prozent handelt es sich um Fettfische, beispielsweise Aal, Heilbutt, Hering, Lachs, Makrele, Sprotte oder Tunfisch.

Omega-Fettsäuren fördern die Gesundheit

Omega-Fettsäuren sind langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Die wünschenswerte Zufuhr der besonders wichtigen Ome-ga-3-Fettsäuren liegt in Deutschland bei 0,3 bis 0,4 Gramm pro Tag, der tatsächliche Ver-zehr meist unter 0,1 Gramm.
Insbesondere die Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure (EPA, DHA), haben vielfältige positive Wirkungen: Zwei Portionen Fisch pro Woche verringern deutlich das Risiko für Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und normalisieren die Blut-fettwerte. Sie wirken entzündungshemmend, erhöhen die Durchblutung im Gehirn wie auch den Serotininspiegel, verringern die allgemeine Stressanfälligkeit und wirken der Makula-Degeneration – einer Erkrankung der Netzhaut – entgegen.
Lachs, Sardellen und Sardinen sind mit 1,5 bis 2 Gramm pro 100 Gramm besonders reich an diesen Omega-3-Fettsäuren.

Kontra Fisch

Doch es gibt auch einige Argumente gegen den Genuss von Fisch: Durch die Verschmut-zung der Gewässer gelangen Schwermetalle in den Fisch, zum Beispiel Quecksilber, wie auch hochgiftige Organo-Zinn-Verbindungen, chlorierte Kohlenwasserstoffe oder Pflanzenschutzmittel. Besonders die Bestände in Mittelmeer, Nord- und Ostsee sind betroffen. Fetter Fisch enthält mehr Schadstoffe als Magerfisch, Fisch aus Binnengewässern und Küstennähe mehr als Hochseefisch. Stark belastet sind Aal, Bonito, Hecht, Heilbutt, Rotbarsch, Schwertfisch, Stör und Tunfisch. Hinzu kommen Wachstumsförderer, Antibiotika, Antiparasitika und andere Tiermedikamente. Sie werden in modernen Fischfarmen verabreicht, um eine massenhafte Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern.

Wegen Überfischung der Meere wird beispielsweise vom Verzehr von Kabeljau und Aal abgeraten: Der Kabeljau ist zu einer Rarität geworden, Aale sind vom Aussterben bedroht. Auch die Bestände von Alaska-Seelachs (Fischstäbchen, 35 Prozent Anteil am Weltmarkt), Tunfisch, Schellfisch, Scholle und Flunder gehen stark zurück.

Fisch - auf die Auswahl kommt es an!Auf die Auswahl kommt es an

Beim Kauf von Fisch sollten Herkunft und Haltung ein wichtiges Kriterium sein. Empfehlenswerte Arten sind Forelle, Hering, Karpfen, Lachs, Makrele, Sardine, Seelachs und Sprotten. Die meisten der genannten Arten kommen jung auf den Tisch.

Ob Wildfang oder kommerzielle Zucht – gesund kann nur ein Fisch sein, der naturnah in sauberen Gewässern lebt. Inzwischen gibt es in der Teichwirtschaft und für Seefischarten zertifizierte Aquakulturen, die nach „Bio-Kriterien“ arbeiten.


Cholesterinspiegel und Körpergewicht steigen im Winter
Viel Bewegung und gesunde Ernährung jetzt besonders wichtig
(2.499 Zeichen)

(efg) Im Verlauf der Jahreszeiten ändern sich die Cholesterinwerte im Blut wie auch die Pfunde auf der Waage. Menschen mit Werten im „kritischen Bereich“ sollten im Winter besonders auf ihre Gesundheit achten.

Blutfettwerte wie auch Körpergewicht scheinen jahreszeitlichen Schwankungen zu unterliegen. Für die kommende kalte Jahreszeit bedeutet das schlechte Nachrichten: Mit sinkender Temperatur steigen sowohl die Cholesterinwerte im Blut wie auch der Body-Mass-Index (BMI) an.

Wissenschaftler der Universität von Massachusetts haben in der amerikanischen Fachzeitschrift „Archives of Internal Medicine“ ihre Forschungsergebnisse zu schwankenden Cholesterinwerten vorgestellt. Sie hatten 517 gesunde Personen ein Jahr lang vierteljährlich untersucht. Der durchschnittliche Cholesterinspiegel lag bei Männern bei 222 Milligramm pro Deziliter Blut (mg/dl), schwankte aber um 3,9 mg, mit einer Spitze im Dezember. Der Wert der Frauen lag im Durchschnitt bei 213 mg/dl, mit Schwankungen von 5,4 mg, und lag im Januar am höchsten. Auch wenn diese Schwankungen zunächst gering erscheinen, führten sie doch dazu, dass im Winter 22 Prozent mehr Teilnehmer den kritischen Wert von 240 mg Cholesterin überschritten. Besonders stark veränderten sich die Cholesterinwerte bei Patienten mit einer Hypercholesterinämie, das heißt bei krankhaft erhöhtem Cholesterinspiegel.

Außerdem fanden die Forscher heraus, dass das Volumen des Blutplasmas im Sommer größer ist als im Winter, also im Sommer mehr Blut im Körper zirkuliert. Höhere Temperaturen und mehr körperliche Aktivität sind hierfür die Ursache. Die Schwankungen der Cholesterinwerte konnten in vielen Fällen durch diese „Verdünnung“ des Blutes im Sommer beziehungsweise eine „Verdickung“ des Blutes im Winter erklärt werden.

Eine Gruppe österreichischer Forscher hatte bereits im Oktober 2003 frühere Untersuchungen bekräftigt, dass auch das Körpergewicht sich mit den Jahreszeiten verändert. Bei dieser Studie waren 100 Teilnehmer mit einem BMI von durchschnittlich 24,8 zu Beginn des Winters gestartet. Der BMI stieg bis zum Frühjahr auf 27,0 an, sank bis zum Sommer aber wieder auf 24,5 und blieb bis zum Herbst mit 25,6 etwa konstant. Unterschiedlich hohe körperliche Aktivität wie auch ein anderes Essverhalten werden als Ursachen der Schwankungen angesehen. Da jahreszeitliche Einflüsse den Erfolg gewichtsreduzierender Maßnahmen beeinträchtigen könnten, forderten die Wissenschaftler, diesen Tatsachen bei Abnehm-Programmen Rechnung zu tragen.


Hilfe bei Sodbrennen und Refluxerkrankung
Kleine, eiweißreiche Mahlzeiten mindern Beschwerden
(2.809 Zeichen)

(efg) Viele Menschen leiden unter Sodbrennen. Die Umstellung auf vier bis sechs kleine, eiweißreiche Mahlzeiten, die Reduzierung des Körpergewichts und das Meiden bestimmter Lebensmittel mildern das Übel beträchtlich.

Reflux kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Rückfluss. Gemeint ist damit meist der Rückfluss von Magensäure oder Mageninhalt in die Speiseröhre (gastroösophageale Refluxerkrankung). Die rückfließende Magensäure reizt die Schleimhaut der Speiseröhre. Das macht sich durch brennende Schmerzen hinter dem Brustbein bemerkbar, die auch als Sodbrennen bezeichnet werden, und bis zum Hals und Oberbauch ausstrahlen können. Es kann zu Entzündungen der Speiseröhre kommen.

Als Ursache wird eine Funktionsstörung des Muskels angesehen, der die Speiseröhre im unteren Teil umgibt. Seine Aufgabe ist es, die Speiseröhre zwischen den Mahlzeiten zum Magen hin zu verschließen und somit den Rückfluss des Mageninhalts zu verhindern. Funktioniert dieser Schließmechanismus nicht richtig, gelangt Magensäure in die Speiseröhre – mit den eben beschriebenen Folgen.

Ernährung bei Refluxerkrankung

Eine Umstellung der Lebensgewohnheiten bewirkt meistens eine enorme Erleichterung. Leichte Symptome lassen sich in der Regel dadurch in den Griff bekommen, in den anderen Fällen vermindern sie die Beschwerden beträchtlich:

  • Vier bis sechs kleine Mahlzeiten sind besser als wenige große. Das letzte Essen am Tag sollte knapp ausfallen und drei Stunden vor der Bettruhe eingenommen werden.
  • Kleine, eiweißreiche Mahlzeiten haben einen günstigen Einfluss auf den Schließmechanismus, wie zum Beispiel Naturjoghurt, Rührei oder magerer Fisch. Fett- und zuckerreiche Speisen hingegen beeinträchtigen den Schließmechanismus.
  • Betroffene sollten keinen Alkohol trinken, vor allem abends. Denn Alkohol schwächt den Speiseröhren-Muskel. Aus demselben Grund sind auch zu meiden: Süßigkeiten (besonders Schokolade), süße Getränke, Kaffee, schwarzer Tee, scharfe Gewürze, Zitrusfrüchte und Nikotin. Fettreiche Speisen, zum Beispiel fette Fleisch-, Fisch-, und Käsesorten, Frittiertes, Chips, Mayonnaise oder Sahnesoßen sollten durch die fettarmen Varianten ersetzt werden, beispielsweise durch mageres, gedünstetes Fleisch, fettarme Käsesorten und Milchprodukte und so weiter.
  • Menschen mit Übergewicht sollten versuchen, ihr Normalgewicht zu erreichen. Denn die überzähligen Pfunde erhöhen den Druck im Bauch – im Liegen kann das dazu führen, dass der Mageninhalt leichter nach oben „gedrückt“ wird.


Stärkere oder länger anhaltende Beschwerden müssen ernst genommen und ärztlich behandelt werden. Denn es könnten sich Geschwüre bilden wie auch Narben, die die Speiseröhre verengen.
Noch ein Tipp für die Nacht: Schlafen mit erhöhtem Oberkörper verhindert oder mindert den Rückfluss des Mageninhalts in die Speiseröhre.


Kürbis: Gesunder Herbstschmaus
Doch Vorsicht bei bitteren Exemplaren!
(1.530 Zeichen)

(efg) Kürbis ist ein gesundes und leckeres Gemüse für Herbst und Winter. Bittere Früchte dürfen aber nicht verwendet werden: Sie enthalten giftige Curcurbitacine.

Kürbis: Gesunder Herbstschmaus Die orangeroten Pfundskerle sind wieder da. Und mit ihnen deftige Eintöpfe und süß-saure Chutneys. Aber auch auf dem Rohkostteller macht sich das gesunde Gemüse gut. Es hat nur wenig Kalorien, liefert aber viele Vitamine und Mineralstoffe, zum Beispiel Karotin, Vitamin A, Vitamin E und Kalium.

Doch nur der Speisekürbis (Curcurbita) ist zum Verzehr geeignet, Zierkürbisse und bitter schmeckende Früchte dürfen nicht verwendet werden. Die ursprünglichen Wildformen aller Kürbisgewächse enthielten Curcurbitacine. Diese giftigen, bitter schmeckenden Substanzen wurden aus den kultivierten Formen herausgezüchtet, sind aber in den Wild- und Zierformen noch vorhanden. Es kann vereinzelt zu spontanen Rückmutationen oder über die Befruchtung durch Bienen zu Kreuzungen zwischen Wild- und Kulturform kommen. Diese Früchte sehen dann zwar wie Speisekürbisse aus, enthalten aber die Curcurbitacine. Sie können Erbrechen, Durchfall mit Kolikschmerzen oder starken Speichelfluss auslösen, in seltenen Fällen Kopfschmerzen oder Herzrasen.

Ähnliches gilt für die „Verwandtschaft“ in der Familie der Kürbisgewächse: Auch Gurken, Zucchini, Melonen oder Wassermelonen können giftige Stoffe beinhalten. Um sicher zu gehen, sollte man vor der Zubereitung ein Stück des Kürbis oder das Ende der Gurke oder Zucchini kosten. Schmeckt es bitter – ausspucken und die gesamte Frucht wegwerfen.


Marmelade ist nicht Marmelade...
Was kommt da eigentlich auf‘s Frühstücksbrot?
(1.500 Zeichen)

(efg) Konfitüre und Gelee bestehen aus Fruchtmark oder Fruchtsaft, Marmelade hingegen aus Zitrusfrüchten.

Ob auf Toast, im Crêpe oder Bratapfel – Marmeladen konservieren den fruchtigen Geschmack des Sommers. Doch streng genommen heißt unser Marmeladenbrot eigentlich „Konfitürenbrot“.

Die Konfitürenverordnung regelt die Verwendung von Früchten zu Marmelade, Konfitüre und Gelee wie auch deren Bezeichnung. Die Verordnung setzte im Oktober 2003 eine Richtlinie des EU-Rates in deutsches Recht um und gilt verbindlich für alle Hersteller seit 11. Juli 2004.

Steht auf der Verpackung „Konfitüre extra“, müssen mindestens 450 Gramm (g) Fruchtmark pro Kilogramm Erzeugnis verwendet werden, bei „Gelee extra“ 450 g Fruchtsaft. Zur Produktion von „Konfitüre“ oder „Gelee“ darf der Hersteller zehn Prozent weniger Fruchtmark oder -saft verarbeiten. Besteht der Gelee aus schwarzen oder roten Johannisbeeren, Sanddorn, Hagebutten oder Quitten genügen 350 g Fruchtsaft oder -mark. Besondere Inhaltsvorgaben gelten bei Produkten mit exotischen Früchten wie Ingwer oder Passionsfrucht.

Der landläufig benutzte Begriff „Marmelade“ ist im rechtlichen Sinn ausschließlich einer Zubereitung aus Zitrusfrüchten vorbehalten. Vorgeschrieben sind mindestens 20 Prozent Fruchtanteil pro Kilogramm, davon mindestens 75 g Stückchen aus der Fruchtschale – das verleiht der Marmelade ihren charakteristischen Geschmack. Bei „Gelee-Marmelade“ wird die Fruchtschale bis auf einen kleinen Anteil fein geschnittener Stückchen entfernt.


Die süße Alternative: Bratäpfel
Der Zipfel und Zapfel...
(995 Zeichen)

Kinder, kommt und ratet, was im Ofen bratet!
Hört, wie's knallt und zischt. Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel, der Kapfel, der goldbraune Apfel!

(efg) Zu keiner Gelegenheit werden so viele Süßigkeiten gegessen wie in der Weihnachtszeit. Das stellt nicht nur für Zähne und Körpergewicht eine gefährliche Attacke dar. Doch es muss nicht immer Süßes aus der Tüte sein – Dominosteine, Plätzchen & Co haben eine gesunde Konkurrenz: Bratäpfel.

Traditionell sollen Bratäpfel bereits am Nikolaustag an die Großzügigkeit des Heiligen Nikolaus erinnern und Geldbeutel wie auch Goldklumpen symbolisieren, die der Bischof an arme Leute verschenkte. Als altes Hausmittel ist der lauwarme, mit etwas Honig übergossene Bratapfel bekannt. Er soll gegen Halsschmerzen und Heiserkeit helfen.

Dann also los! Die Zubereitung von gefüllten Bratäpfeln ist ganz einfach: Kerngehäuse der Äpfel ausstechen, die Früchte in eine gefettete Auflaufform setzen. Die Höhlung mit einer Masse aus Rosinen, Konfitüre, grob gehackten Mandeln oder Nüssen füllen. Wer mag, kann die Äpfel noch mit Zimt bestäuben, dann bei 180 Grad 45 Minuten backen. Besonders lecker mit Vanillesoße!


SERVICE

Bildmaterial
Die Fotos können von Redaktionen in schwarz-weiß oder Farbe kostenlos per E-Mail angefordert werden unter:
heike.brinkmann-reitz(à)kilian.de
margot.boucsein(à)kilian.de (Sekretariat)

Ansprechpartner
Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen wenden Sie sich gerne an:
Heike Brinkmann-Reitz
Telefon: 0 64 21 / 2 93 – 1 72
E-Mail: heike.brinkmann-reitz(à)kilian.de

Faltblatt
Das Faltblatt “Gesunder Pausensnack – Fit für den Schultag!” können Interessierte mit einem 0,55 € frankierten DIN-A6-Rückumschlag
bestellen bei:
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Stichwort: Pausensnack
Postfach 1207
35002 Marburg


V.i.S.d.P.

Herausgeber:
DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.


Redaktion:
Dipl. oec. troph. Heike Brinkmann-Reitz (verantw.)
Michaela Berg

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:
Deutsches Grünes Kreuz
im Kilian
Redaktion efg
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 172
Telefax: 0 64 21 / 2 93 - 772

 

Fusszeile / Impressum