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efg, Jg. 16, 2 - 2006
Folsäure: Das Vitamin für Wachstum und Schwangerschaft
Die Initiative Lobby für das Kind informiert
(2.883 Zeichen)
(efg) Für Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch ein Muss: eine reichliche Versorgung mit Folsäure. Aber auch die restliche Bevölkerung sollte auf eine ausreichende Aufnahme achten. Denn die Menschen in Deutschland nehmen im Durchschnitt nur etwa die Hälfte der empfohlenen Menge zu sich.
„Folsäure kommt in der Nahrung vor und ist ein Vitamin.“ Das wissen laut einer Befragung in Sachsen-Anhalt immerhin 60 Prozent der Schüler. Wofür der Körper Folsäure braucht und wann der Bedarf besonders hoch ist, damit kennen sich allerdings weniger als ein Prozent der befragten Jugendlichen aus. Dabei wäre dieses Grundwissen gerade für junge Frauen sehr wichtig. Denn Folsäure spielt eine besondere Rolle bei der Zellteilung und -neubildung. Besonders hoch ist der Bedarf in der Zeit des Wachstums – im Kindes- und Jugendalter sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Außerdem wird das Vitamin für den Eiweiß-Stoffwechsel und die Herstellung von körpereigenen Substanzen wie Hormonen, Adrenalin oder Lecithin benötigt.
Doch die Aufnahme von Folsäure über die Nahrung ist in Deutschland zu niedrig. Die meisten Menschen führen nur etwa die Hälfte der empfohlenen 400 Mikrogramm (µg) pro Tag zu sich. Noch seltener gelingt es schwangeren Frauen, ihren Bedarf zu decken – er liegt noch einmal um etwa ein Drittel höher.
Von den Folgen einer Folsäure-Unterversorgung sind zuerst Gewebe und Zellsysteme mit hohem Umsatz betroffen, beispielsweise Schleimhäute, rote und weiße Blutkörperchen. Zellteilung und Wachstum sinken. Es kommt zur Blutarmut (Anämie) und zu Entzündungen an den Schleimhäuten des Magen-Darm-Traktes. In der Schwangerschaft sind Neuralrohrdefekte beim Kind möglich, was zu schweren Missbildungen führen kann.
Bereits seit 1994 weisen medizinische Fachgesellschaften darauf hin, dass Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch täglich zusätzlich 400 µg Folsäure aufnehmen sollten.
Über folsäurereiche Nahrungsmittel, angereichertes Speisesalz oder über Nahrungsergänzungsmittel. Alexandra Renkawitz, Ernährungsexpertin beim Deutschen Grünen Kreuz e. V., empfiehlt für die folsäurereiche Winterküche: „Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grüne Gemüse und Salate wie Blattspinat, Feldsalat, Brokkoli oder Fenchel enthalten viel Folsäure. Als Geheimtipp gelten Weizenkeime – sie sind außerdem lecker und knackig, beispielsweise im Müsli, auf Salat oder im Eintopf.“
Weitere Informationen zum Thema Schwangerschaft und Entwicklung des Babys finden Sie auf der Internetseite www.lobby-fuer-das-kind.de.
Hinweis für Redaktionen: |
Backen ohne Ei und ohne Milch
So gelingt die Weihnachtsbäckerei auch bei Nahrungsmittel-Allergien
(3.026 Zeichen)
(efg) Auf Ei und Milch beim Backen zu verzichten, ist gar nicht so einfach. Doch wer einige Grundregeln beachtet, wird trotzdem leckere und lockere Gebäcke erhalten.
In den letzten Jahrzehnten haben allergische Erkrankungen stetig zugenommen. Acht Prozent der Kinder und drei Prozent der Erwachsenen leiden unter Nahrungsmittel-Allergien. Bei Kindern sind in 90 Prozent der Fälle Grundnahrungsmittel die Allergie-Auslöser: An erster Stelle stehen Hühnerei und Kuhmilch. Bei Erwachsenen treten hingegen eher Allergien gegen Kern- oder Steinobst, Nüsse, Kiwi, Karotte oder Sellerie auf.
Ist ein bestimmtes Lebensmittel zweifelsfrei als Ursache einer Allergie durch einen Allergologen festgestellt worden, so bleibt das konsequente Meiden des auslösenden Nahrungsmittels fast immer die einzige Behandlungsmöglichkeit. Nur in wenigen Fällen kann durch Erhit-zen die allergene Eigenschaft des Lebensmittels zerstört werden.
Ob beim Kochen oder bei der Weihnachtsbäckerei – für viele Menschen heißt es deshalb: Ohne Ei oder Milch! Milch kann beim Backen meist relativ einfach durch Wasser, Soja- oder Reismilch ersetzt werden, da sie vornehmlich als Flüssigkeitslieferant den Teig weich machen soll. Dagegen stellt die ‚Eifrage’ viele Hobbybäcker vor große Schwierigkeiten. Denn neben Aroma und Geschmack trägt Ei sehr zur Lockerung eines Gebäcks bei. Deshalb muss meistens mehr Backtriebmittel verwendet werden, beispielsweise Backpulver oder Natron. Ebenso muss die Flüssigkeit ersetzt werden, die die Eier in den Teig bringen würden.
Eine Reihe von Teigen kommt ganz ohne Ei oder Milch aus, zum Beispiel Hefeteig, Strudelteig oder Mürbeteig. Günstig für die Adventsbäckerei, denn Mürbeteig bildet die Grundlage für viele Weihnachtsplätzchen. Die Herstellung eines „1-2-3 Mürbeteigs“ ist ganz einfach: 1 Teil Zucker + 2 Teile Fett (zum Beispiel ei- und milchfreie Margarine) + 3 Teile Mehl. Diese Grundzutaten zusammen mit Backpulver, Salz, ‚weihnachtlichen’ Zutaten und Aromen verkneten; gut geeignet sind beispielsweise Rum, gemahlene Mandeln, abgeriebene Bio-Zitronenschale oder (echter) Kakao. Der Teig muss mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen, danach kann er ausgerollt, ausgestochen und die Plätzchen gebacken werden.Hinweis: Für in der Ernährungsberatung tätige Personen wie Ernährungswissenschaftler, Ärzte oder Apotheker hält das Deutsche Grüne Kreuz zur Unterstützung die Software ERNA & ALBERT (= Allergieberatungs-Tool) bereit. Die darin enthaltenen Informationen sind eine wertvolle Hilfe bei Nahrungsmittel-Allergien und -Unverträglichkeiten, wie beispielweise die obigen Tipps zum Backen ohne Ei. Infos zum Programm sowie eine Demoversion gibt es auf der Homepage www.erna-online.de oder per Mail unter erna(à)dgk.de.
Ei kann beim Backen ersetzt werden durch:
1 Esslöffel (EL) Sojamehl pro Ei, angesetzt mit jeweils 3 EL Wasser
½ Teelöffel (TL) Natron pro 100 g Mehl
1 TL Johannisbrotkernmehl pro Ei
1 kleine pürierte Banane; eventuell die Zuckermenge dann etwas reduzieren
Ei-Ersatzpulver aus dem Reformhaus
Märchenhaft lecker: Feldsalat
Schon Rapunzels Mutter empfand das größte Verlangen danach...
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(efg) Eine Vitaminspritze für die Winterzeit gefällig? Hier ist sie! Und statt des Piks gibt es besonderen Genuss...
Wer sagt denn, dass im Winter kein frischer Salat wächst? Da gibt es Nüsslisalat, Mausöhrchen, Ackersalat, Rapunzel, Lämmli, Sonnenwirbel oder Vogerlsalat. Okay, zugegeben – alles unterschiedliche Bezeichnungen für dasselbe Gewächs: den Feldsalat. Aber so vielseitig wie seine verschiedenen Namen ist das robuste Wintergewächs allemal. Denn sein leicht nussiger Geschmack harmoniert sowohl mit deftigen als auch mit feinen Zutaten. Ob Schinkenspeck, Croutons, Schafskäse, Obststücke oder geröstete Nüsse – es gibt 1.000 Varianten, das Wintergemüse abwechslungsreich zuzubereiten.
Seinen Namen hat der „Gewöhnliche Feldsalat“ im Übrigen daher, dass er früher wild auf den Feldern wuchs. Erst etwa ab Ende des 17. Jahrhunderts wurde er kultiviert und angebaut. Seine „inneren Werte“ hat er sich dennoch weitgehend bewahrt: Die grünen Rosetten sind besonders reich an Vitamin A, Beta-Karotin und Vitamin C. Auch an Mineralstoffen haben sie einiges zu bieten, besonders Kalium und Eisen.
Noch ein Rezept gewünscht? Nicht nur für Feiertage eignet sich die Zubereitung mit gerösteten Walnüssen, filetierten Orangenscheiben und Radieschenstücken. Angerichtet wird mit einer Salatsoße aus Walnussöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und etwas Zucker. Guten Appetit!
AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
Genuss und Gesundheit – ein tolles Team!
Genießer leben gesünder
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(efg) Wer gesund bleiben will, sollte lernen, zu genießen. Denn Menschen, die genießen können, pflegen einen gesünderen Lebensstil, haben mehr Freude am Leben – und tun somit mehr für ihre Gesundheit.
Die Advents- und Weihnachtszeit steckt voll sinnlicher Genüsse: der Duft selbst gebackener Plätzchen, das Festessen im Kreis der Familie, der gemütliche Plausch bei Punsch und weihnachtlichen Süßigkeiten... Doch häufig meldet sich im Hinterkopf eine hartnäckige Stimme und flüstert: „Achtung, viele Kalorien!“ oder „Nicht nur faul rumsitzen!“ Wie soll da Genießen, Wohlbefinden und Gesundheit miteinander zusammenhängen?
Was auf den ersten Blick widersprüchlich scheint, passt in Wirklichkeit bestens zueinander: Genuss und Gesundheit. Professorin Dr. Tanja Hoff von der Evangelischen Fachhochschule Freiburg hat dieses Phänomen in einer gleichlautenden Studie 2002 untersucht. Das Ergebnis stimmt froh: Genießen verbessert die Stimmung, erhöht die Selbstakzeptanz, Motivation und persönliche Leistung. „Menschen, die eine optimistische Lebensorientierung an den Tag legen, gepaart mit Lebensfreude und Genussfähigkeit, leben gesünder,“ so Hoff. „Denn sie achten mehr auf ausgewogene Ernährung, treiben öfter Sport und sind häufiger an der frischen Luft.“ Allerdings kann Genuss auch mit negativen Wahrnehmungen verknüpft sein, zum Beispiel mit Schuldgefühlen oder Angst vor ablehnenden Reaktionen Dritter. Dann wird Genuss zu ‚Sünde’, ‚Gesundheitsgefährdung’ oder ‚möglicher Sucht’. Das macht deutlich: Nicht jeder Mensch kann unbeschwert ‚genießen’.
Welcher Genusstyp sind Sie?
In ihrer Untersuchung hat Tanja Hoff drei verschiedene Genusstypen ermittelt:
Der Genießer versteht Genuss ausschließlich positiv und verbessert damit das eigene Wohlbefinden. Dabei spielt nicht nur die Qualität des Konsumierten eine Rolle, sondern auch das Wie. So gehören für ihn zu einem guten Essen beispielsweise auch Zeit, eine angenehme Kommunikation und ein stilvolles Ambiente.
Genussunfähige verbinden mit Genuss fast ausschließlich Nachteile. Sie konsumieren eher passiv und genussmittelorientiert. Auch fehlen ihnen Kenntnisse und Vorstellungsvermögen für ein sinnenfreudiges Genießen wie beispielsweise bei der Zubereitung von Speisen oder der Vielfalt von Kräutern und Gewürzen.
Der Genusszweifler weiß zwar um die Möglichkeiten, sich selbst zu verwöhnen, hat dabei aber ständig ein schlechtes Gewissen: Für ihn ist Genuss kein Weg, das eigene Wohlbefinden zu verbessern. Er weiß weder, wie er mit gutem Gewissen genießen soll, noch was.
Schule des Genießens
Die Entwicklung eines genussorientierten Lebensstils findet im Elternhaus statt. Nichtgenießer haben häufig Eltern, bei denen Genuss als ‚Sünde’ galt. Aber kann man Genießen später noch lernen? „Ja, man kann und man muss sogar!“, meint Dr. Rainer Lutz, Psychologe an der Philipps-Universität Marburg. In seiner „Kleinen Schule des Genießens“ weist der Wissenschaftler darauf hin, dass zunächst genussfeindliche Muster („Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“) erkannt und durch genussfördende ersetzt werden müssen. Im nächsten Schritt solle man seine Aufmerksamkeit bewusst auf das Genießen richten – und sich Zeit dafür nehmen. Denn Genießen geht nicht ‚nebenbei’. Aber Lutz betont auch: „Genuss ist nicht unbegrenzt möglich – und vom Konsum zu unterscheiden: Nicht Quantität soll im Mittelpunkt stehen, sondern Qualität.“ Zudem solle jeder seine persönlichen Vorlieben beim Genießen herausfinden – wofür es jedoch keiner besonderen Ereignisse bedarf: Genuss ist alltäglich!
Es sind also die kleinen schönen Dinge des Alltags, die es neu zu entdecken und zu zeleb-rieren gilt: Den Duft und Geschmack einer Tasse Kaffee, eines Weines oder eines leckeren Essens. Die Sonne im Gesicht spüren. Sich an einer gemütlichen Atmosphäre oder an Ge-selligkeit erfreuen. Vielleicht braucht es dafür etwas Übung – die aber lohnt sich: Mit steigender persönlicher Genussfähigkeit verbessert sich auch die Lebenszufriedenheit und das Ge-sundheitsverhalten. In diesem Sinne: Eine genussvolle Adventszeit!
Falsche Ernährung so schädlich wie Rauchen
Niederländische Experten berechnen gesundheitliche Folgeschäden
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(efg) Wissenschaftler der staatlichen niederländischen Behörde für Gesundheit und Umwelt, RIVM, haben die gesundheitlichen Folgen von Übergewicht und Fehlernährung berechnet. Demnach gehen den 16,4 Millionen Niederländern durch Fehlernährung jedes Jahr 245.000 gesunde Lebensjahre verloren, bezeichnet als ‚DALYs’. DALYs geben die Lebenszeit an, die im Vergleich zur maximalen Lebenserwartung durch Krankheit beeinträchtigt wird oder durch vorzeitigen Tod verloren geht (Disability Adjusted Live Years). Hinzu kommen weitere 215.000 durch Übergewicht verursachte DALYs. Damit liegen Übergewicht und Fehlernährung in derselben Größenordnung wie das Rauchen und richten zusammen sogar einen höheren Schaden an als der Konsum von Tabakwaren. Dieser kostet die Niederländer jährlich 350.000 gesunde Lebensjahre.
Die künftigen Prioritäten der Behörde sollen deshalb auf die Vermittlung einer gesunden Ernährung gelegt werden – hier lassen sich hohe ‚Gesundheitsgewinne’ erreichen. Insbesondere dem Übergewicht soll entgegengewirkt werden, um einen Rückgang der Lebenserwartung zu verhindern. Eine ‚integrierte Strategie’ soll zum Ziel führen: Lebensmittelindustrie und Handwerk müssten die Zusammensetzung der Lebensmittel weiter verbessern. Gesundheitserziehung, Informationskampagnen und Training von praktischen Fähigkeiten sollen den Verbrauchern angeboten werden, damit die Menschen in ihrer Ernährung die ‚richtige Wahl’ treffen können. Gleichzeitig müsse die Politik die passenden Rahmenbedingungen schaffen, beispielsweise in der Preispolitik und mit Richtlinien für die Gemeinschaftsverpflegung.
Quelle: Kreijl, C. et al: Our food, our health. Healthy diet and safe food in the Netherlands. Hrsg.: National Institute for Public Health and the Environment, Bilthoven, Netherlands.
MELDUNG
Zimtplätzchen: Aber sicher!
Keine Gesundheitsgefährdung beim Selberbacken mit Ceylon-Zimt
(2.537 Zeichen)
(efg) Warnungen vor hohen Cumaringehalten in Zimtsternen haben für Verunsicherungen bei den Verbrauchern gesorgt. Selbst gebackene Zimtkekse mit Ceylon-Zimt können aber bedenkenlos verzehrt werden.
Tägliche Meldungen zum Gesundheitsrisiko durch belasteten Zimt verunsichern zurzeit die Verbraucher und trüben die vorweihnachtliche Stimmung. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat einen maßvollen Verzehr von zimthaltigem Weihnachtsgebäck empfohlen. Denn der darin enthaltene Aromastoff Cumarin kann bei sensiblen Menschen die Leber schädigen, wenn cumarinhaltige Produkte über einige Wochen konsumiert werden. ‚Erwischt’ man eine Ware mit hohem Cumaringehalt, kann die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge bei Kleinkindern bereits mit 3 Zimtsternen erreicht werden, bei Erwachsenen mit 15 Zimtsternen. Zudem muss der zusätzliche Verzehr anderer zimthaltiger Speisen Berücksichtigung finden, beispielsweise Lebkuchen, Zimtschnecken oder Milchreis mit Zimt und Zucker.
Zimt wird aus der Innenrinde des Zimt-Baumes gewonnen. Je nach Herkunft und Art unterscheidet sich das Gewürz aber zum Teil erheblich in seiner Zusammensetzung. Der so genannte echte oder Ceylon-Zimt enthält lediglich unbedenkliche Spuren an Cumarin. Dagegen weist der billigere Cassia-Zimt (beispielsweise China- oder Padang-Zimt) teilweise hohe Cumaringehalte auf. Kontrollen von staatlichen Untersuchungsämtern ergaben außerdem wesentlich höhere Cumaringehalte in Zimtpulver und Zimtkapseln für Diabetiker als in Stangenzimt.
Wie aber kann man Ceylon- von Cassia-Zimt unterscheiden? Bei Zimtpulver ist dies für den Verbraucher nicht möglich. Auch auf die Hersteller-Angaben kann man sich – falls vorhanden – nicht unbedingt verlassen. Anders bei Zimtstangen: Eine Ceylon-Zimt-Stange ähnelt im Querschnitt einer angeschnittenen Zigarre – mit mehreren feinen Rindenlagen. Hingegen wird bei Cassia-Zimt nur eine relativ dicke Rindenschicht zu einem Röllchen eingerollt.
Eine gute Bezugsquelle für Zimtstangen ist die Apotheke. Apothekerin Irene von Majewski vom Deutschen Grünen Kreuz e. V. erläutert dazu: „Apotheken haben die Möglichkeit, von ihren Rohstofflieferanten vorgeprüfte Ware zu bestellen. Danach sollten die Kunden einfach fragen.“ Weiterhin empfiehlt von Majewski, Zimt-Stücke oder -stangen am besten erst kurz vor dem Gebrauch in einem Mörser zu pulverisieren: „Dadurch erhält man ein hervorragendes Aroma!“ Für das selbst hergestellte Weihnachtsgebäck lohne sich der Mehraufwand deshalb doppelt.
Denn wer möchte an Weihnachten schon die Plätzchen zählen?
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