DGK e.V. -DGK-Sondermeldung Februar 2006: Hilfe von Patient zu Patient. Beratungstelefon gibt Betroffenen Tipps, wie sie mit der chronischen Augenerkrankung Glaukom besser zurecht kommen können. Deutsches Grünes Kreuz für Gesundheit e.V.
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Sondermeldung Februar 2006
Hilfe von Patient zu Patient

Beratungstelefon gibt Betroffenen Tipps, wie sie mit der chronischen Augenerkrankung Glaukom besser zurecht kommen können

Neben seiner schon seit zwei Jahren außerordentlich rege genutzten Glaukom-Hotline zu medizinischen Fragestellungen bietet der Patienten-Selbsthilfeverband Initiative Auge e.V. ab Februar 2006 ein weiteres Beratungstelefon an.

Immer am letzten Montag im Monat
in der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr
können sich dann Glaukom-Patienten über die
gebührenfreie Rufnummer 0 800 / 01 12 118
mit persönlichen Fragen an eine erfahrene Mit-Patientin wenden.

Wer von seinem Augenarzt hört, dass er eine chronische Krankheit hat, ist zunächst schockiert und macht sich ganz selbstverständlich Sorgen, wie es weitergehen soll. Bei der Art und Weise, wie sich Menschen mit einer solchen Krankheit dann verhalten, könne man zwei Typen von Patienten unterscheiden, erklärt Hilde Huser von der Initiative Auge: den Passiven und den Aktiven.

Der Passive versucht die Diagnose so lange wie möglich zu ignorieren, er macht sich ein unrealistisches Bild von seiner Situation. Die Symptome und die möglichen Langzeitfolgen der Krankheit werden heruntergespielt oder ins Lächerliche gezogen. Die Verantwortung für die Therapie überlässt der Passive ganz dem Arzt oder anderen Personen; er selbst möchte damit möglichst nicht behelligt werden. Der passive Patient neigt daher dazu, seine Glaukommedikamente öfters zu vergessen, was dem Krankheitsverlauf natürlich nicht zuträglich ist, sondern die Probleme nur verschlimmert.

Der aktive Glaukom-Patient hingegen nutzt die Zeit, die ihm die chronische Krankheit bietet, um sich mit ihr intensiv auseinander zu setzen. Er spricht seine vorhandenen Ängste offen aus, sucht stets nach weitergehenden Informationen, die ihm helfen können, seine Erkrankung besser zu verstehen. Der Aktive will ein mündiger Patient sein, er will die Verantwortung für seine Behandlung selbst übernehmen und nicht einfach nur dem Arzt überlassen. Er weiß über die Notwendigkeit der konsequenten Anwendung der Augentropfen Bescheid, kennt den Nutzen regelmäßiger Augenkontrollen, führt einen Glaukom-Pass und informiert auch seinen Hausarzt über seine Krankheit.

Das neue Patienten-Beratungstelefon will Ansprechpartner für beide Patiententypen sein. Passiven Patienten fällt es womöglich leichter, anonym über ihre Krankheit und ihre Sorgen zu sprechen. Sie sollen motiviert werden, mehr Selbstverantwortung für den Erfolg ihrer Glaukom-Therapie zu übernehmen.

Beim Glaukom, auch Grüner Star genannt, handelt es sich um eine chronische Krankheit, bei der durch einen zu hohen Druck im Auge der Sehnerv fortschreitend zerstört wird. Ein Glaukom verursacht keine Schmerzen, in der Folge wird das Gesichtsfeld vom Rande her aber immer weiter eingeengt. Unbehandelt kann ein Glaukom zur Erblindung führen. Spezielle drucksenkende Augentropfen können die Krankheit verlangsamen oder stoppen.

Die 0 800 / 01 12 118 - Beratungstermine
bis April 2007 (immer 16 bis 18 Uhr)

27. November 2006
Ende Dezember fällt die Hotline aus!
29. Januar 2007
26. Februar 2007
26. März 2007
30. April 2006

 

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