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Grüner Star: Hochdruck im Auge
08. bis 13. Mai 2006
4. Nationale Aktionswoche
gegen Grünen Star und Makuladegeneration
Schätzungsweise ein bis zwei Millionen Bundesbürger leben unerkannt mit einem zu hohen Augendruck. Aktionswoche im Mai will aufklären und zur Vorsorge aufrufen. Erstmals wird auch die ebenso häufige altersabhängige Makuladegeneration ein Thema sein.
(dgk) „Glaukom: Früherkennung rettet Augenlicht“ so lautet das Motto der 4. Nationalen Aktionswoche gegen den Grünen Star (Glaukom), mit der das Deutsche Grüne Kreuz e.V., die Patientenvereinigung Initiative Auge e.V. und der Bundesverband der Augendiagnostikcenter e.V. (BADC) die Bevölkerung vom 08. bis 13. Mai 2006 zur Früherkennung der Augenkrankheit Grüner Star aufrufen.
Dass ein zu hoher Blutdruck das Herz-Kreislaufsystem schädigen kann, dürfte den meisten Menschen bekannt sein. Weitaus weniger wissen allerdings um die Gefahr, die von einem Überdruck im Inneren des Auges für das Sehvermögen ausgeht. Etwa eine Million Bundesbürger sind schon am Glaukom erkrankt, mindestens eine weitere Million Menschen leben mit einem noch nicht entdeckten, aber gefährlich hohen Augeninnendruck, der auf Dauer unbehandelt das Augenlicht kosten kann.
Wie hoch das persönliche Risiko tatsächlich ist, kann nur durch eine eingehende Früherkennungsuntersuchung beim Augenarzt herausgefunden werden. Doch diese Chance wird in Deutschland noch viel zu selten genutzt. Ein Grund dafür ist wohl, dass die Kosten der Früherkennung seit einigen Jahren nicht mehr von den Krankenkassen übernommen werden. Die Veranstalter der Aktionswoche wollen deshalb das Problembewusstsein in der Bevölkerung schärfen und die Menschen zur Übernahme von mehr Eigenverantwortung für die Gesundheit motivieren. 20 Euro sollte die Gesundheit der Augen Wert sein.
Der Grüne Star raubt das Augenlicht schleichend und heimtückisch. Das Sehvermögen verschwindet erst punktuell, dann breiten sich die Lücken im Gesichtsfeld flächenartig aus. Schmerzen treten keine auf, scharf Sehen können die Betroffen oft auch noch lange, weshalb sie die Krankheit meist erst viel zu spät bemerken. Was bis dahin aber am Sehnerv zerstört wurde, lässt sich auch durch die beste Therapie nicht wiederherstellen. Frühzeitig entdeckt und mit modernen Medikamenten wirksam behandelt kann der Krankheitsverlauf jedoch zumeist gestoppt und das Augenlicht erhalten werden. Wer über 40 Jahre alt ist, sollte deshalb unbedingt alle ein bis zwei Jahre zur Kontrolle beim Augenarzt vorbeischauen. Spezielle Augendiagnostikcenter (ADC) bieten darüber hinaus modernste Verfahren zur Glaukom-Früherkennung und zur Therapiekontrolle an.
Ergänzend zur Glaukom-Aufklärung soll während der diesjährigen Aktionswoche auch über die Risiken der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) informiert werden. Bei der AMD handelt es sich um eine chronisch fortschreitende Netzhauterkrankung. Die Krankheit äußert sich dadurch, dass in der Blickmitte die Sehschärfe immer mehr abnimmt, Farben verblassen, gerade Linien erscheinen krumm. Breiten sich die Netzhautschäden weiter aus, nimmt man im Mittelpunkt des Blickfeldes nur noch einen grauen Fleck war, Gesichter werden nicht mehr erkannt, Lesen oder Autofahren ist kaum mehr möglich.
Im Aktionszeitraum können sich Ratsuchende und Interessierte bei Augenärzten, Augendiagnostikcentern sowie zahlreichen Gesundheitsämtern und Apotheken über die Krankheitsbilder Glaukom und AMD, die Vorsorgeuntersuchungen und die Behandlungsmöglichkeiten des Grünen Stars und der AMD informieren. Tage der offenen Tür und Vortragsveranstaltungen In vielen Augendiagnostikcentern und Augenklinken ergänzen das Informationsprogramm.
Das Plakat kann als jpg-Datei angefordert werden unter
roswitha.seim(à)kilian.de.
Ihr Ansprechpartner für die Aktionswoche Glaukom 2006 ist: Dr. Ingolf Dürr, Organisationsbüro im Deutschen Grünen Kreuz, Tel.: 0 64 21 / 293 - 174, Fax: 0 64 21 / 293 - 774, E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de.
Zusatz-Info: Die Initiative Auge und das DGK bieten ganzjährig eine Glaukom-Hotline an, über die sich Glaukom-Patienten Rat von einer Augenärztin beraten lassen können. Diese Hotline ist jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr geschaltet. An jedem letzten Montag im Monat in der Zeit von 16 bis 18 Uhr können sich Glaukom-Patienten darüber hinaus über ein Beratungstelefon praktische Tipps von Mitbetroffenen holen. Für beide Termine lautet die gebührenfreie Rufnummer: 0800-0112118.
Die Initiative Auge e. V. ist der größte Selbsthilfeverband für Glaukom-Patienten in Deutschland. Das Deutsche Grüne Kreuz e.V. zählt hierzulande zu den ältesten Organisationen für Gesundheitsaufklärung und -information.


