DGK e.V. -Meldung vom Deutschen Grünen Kreuz zum Welt-Diabetes-Tag 2008: Kaffee senkt das Diabetes-Risiko
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Sondermeldung zum Weltdiabetestag am 14. November 2008

Senkt Kaffee das Risiko für Typ-2-Diabetes?
Was die Forschung bislang über die Zusammenhänge von Kaffeekonsum und Diabetes herausgefunden hat

(dgk) Die Diabetes-Häufigkeit steigt weltweit in besorgniserregender Weise. Bereits 40 Prozent der Deutschen im Alter zwischen 55 und 74 Jahren sind von Typ-2-Diabetes betroffen, die Gesamtzahl der Diabetiker nähert sich hierzulande der 8-Millionen-Marke. Einig ist man sich darin, dass einer der wichtigsten Ursachen für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes der Lebensstil ist. Wie verschiedene Lebensstilfaktoren die Diabetesentwicklung beeinflussen, versucht die Forschung herauszufinden. Sehr spannende, und sicher noch nicht allgemein bekannte Erkenntnisse haben sich dabei in den letzten Jahren bezüglich der Auswirkungen des Kaffeegenusses auf das Diabetesrisiko ergeben.

Vor allem die aktuelleren wissenschaftlichen Untersuchungen weisen daraufhin, dass der regelmäßige Genuss von Kaffee das Risiko für einen Typ-2-Diabetes deutlich senken kann. So kam eine niederländische Studie aus dem Jahr 2002 zu dem Ergebnis, dass der Genuss von mindestens sieben Tassen Kaffee täglich das Diabetesrisiko halbierte. Auch eine schwedische Studie von 2004 ergab eine Verringerung des Diabetesrisikos bei steigendem Kaffeekonsum. In den Niederlanden prüfte man, welchen Einfluss verschiedene Lifestyle-Faktoren im Hinblick auf eine Diabetes-Prävention haben. Das geringste Risiko zeigte sich bei Personen, die täglich vier bis sieben Tassen Kaffee zu sich nahmen.

Eine ebenfalls sehr interessante Beobachtung aus dem Jahr 2006 ist, dass der mäßige Genuss von koffeinhaltigem und entkoffeiniertem Kaffee das Typ-2-Diabetesrisiko bei jungen Frauen und Frauen im mittleren Alter verringern kann. Die Forscher folgern daraus, dass für diese Risikoreduzierung vermutlich nicht das Koffein, sondern ein anderer Inhaltsstoff des Kaffees verantwortlich ist. Welche Substanzen im Kaffee am wahrscheinlichsten für den präventiven Einfluss des Getränks verantwortlich zu machen sind, muss noch geprüft werden. Möglicherweise spielen hier sogenannte Antioxidanzien (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente) eine wichtige Rolle, die oxidativen Stress im Körper abbauen und so helfen können, zahlreichen Erkrankungen vorzubeugen. Solche Antioxidanzien sind bekanntermaßen im Kaffee reichlich enthalten.

Im Hinblick auf den Typ-2-Diabetes ist aus gesundheitlicher Sicht eine Einschränkung der täglichen Kaffeemenge weder bei Diabetikern noch bei Gesunden grundsätzlich notwendig, sagt Dr. Rüdiger Schmitt-Homm vom Deutschen Grünen Kreuz.

Wer sich darüber hinaus einen schnellen Überblick verschaffen will, was die Wissenschaft noch über weitere interessante Kaffee-Wirkungen auf die Gesundheit herausgefunden hat, der kann umfangreiche Informationen dazu auch auf der Internetseite Opens external link in new windowwww.kaffee-wirkungen.de finden.

 

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