DGK e.V. -25. April 2009: Aktionstag gegen Meningitis
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Sondermeldung April 2009/1
25. April 2009: Aktionstag gegen Meningitis

Der beste Schutz ist eine Impfung

Am Samstag, 25. April 2009, findet der 1. World Meningitis Day statt. Initiiert wurde dieser Gedenktag von der Confederation of Meningitis Organisations (CoMO). Diese 2004 gegründete Organisation vernetzt weltweit Gruppen und Vereine, die sich auf nationaler und regionaler Ebene um Aufklärungsarbeit zum Thema Hirnhautentzündung (Meningitis) bemühen. Ziel des Aktionstages ist es, auf diese schwere Erkrankung und ihre mitunter fatalen Folgen hinzuweisen. Zugleich wird dazu aufgerufen, beim Arzt nach Impfungen gegen Meningitis zu fragen und Impflücken zu schließen.

Meningitis führt weltweit zu schweren Erkrankungen. Todesfälle, Behinderungen geistiger und körperlicher Art können die Folge einer Infektion sein. Eine solche Krankheit stellt eine extrem große Belastung für Familien dar. Hervorgerufen wird die Hirnhautentzündung durch Bakterien oder Viren. So können zum Beispiel die Meningokokken- oder Pneumokokken-Bakterien (man spricht dann auch von einer eitrigen Hirnhautentzündung) oder Masern- und Mumps-Viren eine Hirnhautentzündung hervorrufen. Eine virale Meningits verläuft in der Regel milder und hat seltener Folgeerscheinungen. Es ist sehr wichtig, den Erreger festzustellen, da der Behandlungserfolg davon abhängt – bei Bakterien müssen schnellstmöglich Antibiotika verabreicht werden.

Wie äußert sich eine Meningitis?

Die Meningitis beginnt mit starkem Krankheitsgefühl wie Abgeschlagenheit, Schüttelfrost, hohem Fieber, Erbrechen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Krämpfen oder Bewusstseinsstörungen. Als typisches Zeichen einer Hirnhautentzündung tritt die Nackensteifigkeit auf. Dabei ist die Beweglichkeit eingeschränkt oder der Patient zeigt einen Widerstand und hat Schmerzen beim Vorbeugen des Kopfes. Bei Säuglingen kann neben dem fast immer auftretenden Fieber die Symptomatik zunächst wenig eindeutig sein: Er ist teilnahmslos oder unruhig, möchte nicht trinken und ist berührungsempfindlich. Zunächst winzige, dann sich vergrößernde rot-violette Hautflecken (durch Einblutung in die Haut) und Kreislaufkollaps sind Hinweise auf einen lebensbedrohenden Krankheitsverlauf, der sowohl bei Meningitis, aber noch häufiger bei der Sepsis, einer „Blutvergiftung“, auftritt.

Die Zahl der Erkrankungsfälle ist von Land zu Land unterschiedlich. In Ländern südlich der Sahara etwa kommt es jedes Jahr zu Meningitis-Epidemien verursacht durch Meningokokken.
In Deutschland erkranken allein durch Meningokokken (Bakterien) jährlich zwischen 500 und 700 Menschen. Wird eine Meningokokken-Erkrankung zu spät erkannt, verläuft sie häufig tödlich. Starke Behinderungen wie Taubheit, Amputationen von Gliedmaßen, Lähmungen und Entwicklungsstörungen bleiben bei bis etwa zehn Prozent der Erkrankten zurück. Kommt es zusätzlich zur Meningitis zu einem blutvergiftungsähnlichen Verlauf, sind Todesfälle und bleibende Schädigungen noch häufiger.

Impfschutz gegen Meningitis prüfen

Der Vorbeugung kommt deshalb die entscheidende Rolle zu.
In Bezug auf den Meningitis-Schutz muss bei Kindern und Jugendlichen überprüft werden, ob die Impfungen gegen Mumps, Masern, Haemophilus influenzae Typ b (nur erforderlich bei Kindern bis einschließlich 4 Jahre), Meningokokken C und Pneumokokken (bei Kindern bis zum 2. Geburtstag) sowie für Bewohner von Risikogebieten gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) vollständig vorliegen.

Eine der „neueren“ Schutzimpfungen ist die gegen Meningokokken C. Alle Kinder ab dem vollendeten 12. Lebensmonat sollen eine Impfung mit Meningokokken-C-Konjugat-Impfstoff erhalten, so steht es seit 2006 im Standardimpfkalender. Die Ständige Impfkommission rät darüber hinaus, auch bei allen älteren Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Geburtstag die Impfung nachzuholen. Da besonders Kinder in den ersten beiden Lebensjahren und Jugendliche von Meningokokken-Infektionen betroffen sind, ist es besonders wichtig, auf den Impfschutz dieser Altersgruppen zu achten.


Woran erkennt man eine bakterielle Hirnhautentzündung?

Allgemeine Symptome sind:
·    Fieber
·    Erbrechen
·    Kopfschmerzen
·    Nackensteifigkeit
·    Benommenheit
·    Lichtempfindlichkeit
·    Gelenkschmerzen
·    rot-violette Hautflecken (=Hauteinblutungen).

Bei Säuglingen und Kleinkindern ist eine Infektion, die anfangs oft einer starken Erkältung oder Grippe sehr ähnelt, schwer zu erkennen. Eltern sollten bei ihnen daher zusätzlich auf Symptome achten wie:
·    Teilnahmslosigkeit
·    Unruhe
·    Nahrungsverweigerung, evtl. zusammen mit Erbrechen oder Durchfall
·    Berührungsempfindlichkeit (das Kind will nicht gehalten werden)
·    hohes, schrilles Schreien oder Wimmern
·    das Baby lässt sich schlecht wecken
·    blasse oder fleckige Haut.

Beobachten Eltern eines der folgenden Warnzeichen bei ihrem Kind, sollten sie
unverzüglich einen Arzt aufsuchen:
·    Nackensteifigkeit, der Rücken ist nach hinten gebogen, der Kopf „bohrt“ sich in das Kissen.
·    rot-violette Hautflecken/Hauteinblutungen, die dauerhaft sind und auch nicht verschwinden,         
      wenn man mit einem Trinkglas dagegen drückt.

Bei Verdacht sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Lieber einmal zuviel bzw. unbegründet zum Arzt gehen als einmal zu wenig! Meningitis muss möglichst früh erkannt werden. Dann kann man unverzüglich mit einer intensiven Behandlung starten.

Noch Fragen?

Informationen zu Impfungen im Internet finden Sie unter:
Opens external link in new windowwww.agmk.de und www.dgk.de

Broschüre: „Aus heiterem Himmel“
Die Broschüre erhalten Sie gegen Zusendung eines
mit 1,45 Euro frankierten DIN-A5-Rückumschlages an:
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Stichwort: Broschüre „Aus heiterem Himmel“
Postfach 12 07
35002 Marburg






Telefonische Beratung:
jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr, Tel. 06421 293-188 in der Impfsprechstunde des Deutschen Grünen Kreuzes e. V.

Anfragen per Mail an impfen(à)kilian.de

Biker gegen Meningitis

Motorrad-Corso am World Meningitis Day im Kreis Heinsberg

Am Samstag, 25. April, findet anlässlich des World Meningitis Days in Geilenkirchen (Kreis Heins-berg, Nordrhein-Westfalen) ein Motorrad-Corso statt. Die Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK) beim Deutschen Grünen Kreuz e. V. unterstützt die Veranstaltung „Biker gegen Meningi-tis“ der Elterninitiative Kelly.
Um 10.30 Uhr beginnt die Aktion auf dem Beamtenparkplatz in Geilenkirchen. Nach einer Begrü-ßung durch Vertreter der Initiative wird eine Familie zu den Besuchern sprechen, deren Tochter an Meningokokken-Meningitis erkrankt ist.
Im Anschluss daran starten die „Biker“ ihren etwa 25 km langen Motorrad-Corso.
Wer nicht mitfahren möchte, kann die Zeit bei Kaffee und Kuchen auf dem Veranstaltungsplatz verbringen, bis die Motorradfreunde wieder zurückkommen.
Anmeldung für den Motorrad-Corso: vorstand@initiative-kelly.eu

Veranstaltung: „Biker gegen Meningitis“
Ort: Beamtenparkplatz in 52511 Geilenkirchen
Zeit: 10.30 bis etwa 18:00 Uhr
 
Spendenaufruf:
Sie möchten die Arbeit der Initiative und Veranstaltungen wie „Biker gegen Meningitis“ unterstüt-zen?

Spendenkonto Initiative Kelly
Konto-Nr.: 1401882954, KSK-Heinsberg/Gangelt, BLZ: 31251220
Weitere Informationen unter www.initiative-kelly.eu und www.agmk.de

 

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