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Generika-Broschüre
Original oder nachgeahmt? – Medikamentenwechsel mit Bedacht
Generika sind Nachahmerpräparate von Medikamenten, die sich schon seit Jahren unter einem Markennamen auf dem Markt befinden. Im Zuge der allgemeinen Kostensenkung im Gesundheitsbereich werden sie immer häufiger genutzt. Ihr Verordnungsanteil bei verschreibungspflichtigen Medikamenten liegt inzwischen bei 57 Prozent. Patienten verwenden sie, um Zuzahlungen zu sparen oder auch, weil die Originalmedikamente nicht mehr verordnet werden.
Doch der Kostenfaktor sollte nicht das einzige Argument bei der Entscheidung zwischen Original und Generikum sein. Bei bestimmten Erkrankungen und Personengruppen ist es sinnvoll zu überprüfen, ob ein Wechsel medizinisch oder auch psychologisch ratsam ist. Alten Menschen beispielsweise, die schon seit Jahren das gleiche Präparat genommen haben, fällt ein Medikamentenwechsel oft schwer und verunsichert sie.
Wie alle Arzneimittel unterliegen Generika verschiedenen Auflagen: Sie müssen in Menge und Qualität mit dem Original übereinstimmen und der Hersteller muss nachweisen, dass die Bioverfügbarkeit des Generikums vergleichbar ist. Das heißt, Geschwindigkeit und Menge, in der der Wirkstoff freigesetzt und am Wirkort verfügbar ist, sollte dem Original entsprechen. Trotzdem kann die Herstellung und die Verwendung unterschiedlicher Hilfsstoffe die Wirksamkeit des Generikums im Vergleich zum Original beeinträchtigen.
Unterschiede darf das neue Präparat in Bezug auf die Teilbarkeit (der einzelnen Tablette), der Farbe, Form und Oberfläche aufweisen. Allerdings: Auch wenn diese Faktoren keinen Einfluss auf die Wirkung des Arzneimittels haben, so können sie doch Nachteile für die Patienten bedeuten. Beispielsweise kann ein häufiger Wechsel von Medikamenten bei Menschen, die schlecht sehen, zu Verwechslungen führen oder eine rauere Oberfläche kann Probleme beim Schlucken verursachen.
Bei Erkrankungen, die eine Therapie mit sogenannten Retardpräparaten notwendig machen, sollte ein Wechsel nur nach sorgfältiger Absprache mit dem Arzt vorgenommen werden. Hierbei handelt es sich um Arzneistoffe, die nicht sofort den gesamten Wirkstoff abgeben, sondern diesen langsam nach und nach dem Körper zuführen. Dadurch wird ein möglichst konstanter Wirkstoffspiegel im Blut erreicht. Diese Wirkweise ist vor allem bei Langzeiterkrankungen wie Depressionen notwendig, um eine effektive Therapie zu erreichen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der bei Depressionen eingesetzte Wirkstoff Venlafaxin. Um mögliche Nebenwirkungen wie Übelkeit zu vermeiden, wurde das Originalpräparat so hergestellt, dass einerseits eine zu hohe Konzentrationen im Blut vermieden und gleichzeitig die nur einmal tägliche Einnahme ermöglicht wird. In den Nachahmerpräparaten sind diese Eigenschaften nicht unbedingt gewährleistet.
Auch bei anderen Erkrankungen sollte ein Wechsel nur unter Aufsicht eines Arztes gemacht werden, zum Beispiel bei Herz-Rhythmus-Störungen, Asthma oder Diabetes.
Die neue Broschüre „Generika - Medikamentenwechsel mit Bedacht“ informiert über Kosten und Nutzen von Generika und zeigt auf, in welchen Fällen es sinnvoller sein kann, beim Originalpräparat zu bleiben. Sie kann kostenlos, gegen einen adressierten und mit € 1,45 frankierten DIN-A5-Rückumschlag angefordert werden unter:
Deutsches Grünes Kreuz
Stichwort: Generika
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Abb. 1: Die Teilbarkeit für eine individuelle Dosis ist nicht immer auf Generika übertragbar (Quelle: fotolia)
Abb. 2: Patienten sind verunsichert, wenn sich Farbe und Form des Medikaments verändern (Quelle: shutterstock)
Abb. 3: Broschüren-Cover
Die Abbildungen können unter roswitha.seim(à)kilian.de angefordert und im Zusammenhang mit diesem oder dem unten stehenden Pressetext verwendet werden.
Pressetext: DGK-Broschüre informiert zum Thema Generika
Krankheiten sind nicht nur belastend für Körper und Seele, sondern sie strapazieren auch den Geldbeutel. Bei chronischen Erkrankungen, die eine Dauermedikation erfordern, stehen dem Patienten hohe Kosten ins Haus. Da fällt die Entscheidung für ein Generikum um so leichter. Doch was sind Generika eigentlich und sind sie wirklich für jeden geeignet?
Was sind Generika? Generika sind Nachahmerpräparate von Medikamenten, die bereits seit längerem unter einem Markennamen auf dem Markt existieren. In Wirkstoff und Dosierung müssen sie dem Originalpräparat entsprechen. Abweichungen kann es jedoch z.B. im Bereich der Bioverfügbarkeit geben, also in der Geschwindigkeit, in der ein Medikament im Körper freigesetzt wird. Diese und andere Faktoren sind bei schwerwiegenden Erkrankungen kritisch abzuwägen.
Für wen sind Generika geeignet? Prinzipiell für alle. Generika sind häufig eine kostengünstige Alternative. Man sollte jedoch darauf achten, in welchen Bereichen Medikamente gewechselt werden, denn nicht alle Arzneimittel sind blind austauschbar. Bei schwerwiegenden Erkrankungen bedarf es einer gründlichen Abklärung mit dem Arzt. Sie sollten daher unbedingt mit ihrem Arzt oder Apotheker sprechen, bevor sie eine Umstellung auf Generika in Erwägung ziehen.
Wo gibt es ausführliche Informationen zum Thema? Ausführlichere Informationen zum Thema Generika finden sie in der neuen Broschüre „Generika – Medikamentenwechsel mit Bedacht“. Sie können sie kostenlos, gegen einen adressierten und mit € 1,45 frankierten DIN-A5-Rückumschlag anfordern unter:
Deutsches Grünes Kreuz
Stichwort: Generika
Schuhmarkt 4
35037 Marburg

