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Sondermeldung März 2010/1
Moderne Trinklösungen erleichtern Darmspiegelung

Früherkennung leicht gemacht:
Darmspiegelung ist heutzutage angenehmer als ihr Ruf


(Marburg, 15. März 2010) Darmkrebs ist die einzige Krebserkrankung, die sich durch Vorsorgemaßnahmen beinahe hundertprozentig verhindern lässt. Trotzdem werden allein in Deutschland jährlich rund 69.000 Fälle von Darmkrebs diagnostiziert, jedes Jahr sterben hierzulande ca. 27.000 Menschen an dieser Erkrankung, weil sie nicht rechtzeitig erkannt wurde. Denn Darmkrebs ist eine „stille“ Krankheit, es gibt meist keine Warnzeichen und Symptome – erst dann, wenn der Krebs bereits fortgeschritten ist. Dies macht Vorsorgeuntersuchungen so wichtig.

Leider fürchten sich viele vor der wichtigsten und aussagekräftigsten Untersuchung zur Früherkennung und Diagnose von Darmkrebs, der Darmspiegelung (Koloskopie). Vor allem die ihr vorhergehende Darmreinigung steht in dem Ruf, eine Qual zu sein. Was viele nicht wissen: Inzwischen gibt es moderne Trinklösungen, die die Darmreinigung angenehmer, leichter und weniger belastend machen.

Die Häufigkeit von Darmkrebs nimmt mit dem Lebensalter zu. Aber auch jüngere Menschen können an Darmkrebs erkranken, wenn in ihren Familien Darmkrebs gehäuft auftritt. Deshalb ist es für Familienangehörige von Darmkrebspatienten besonders wichtig, ihr persönliches Risiko abzuklären. Bei rund einem Drittel aller Darmkrebsfälle liegt eine erbliche Veranlagung vor. 

Ist in der Familie kein Fall bekannt, haben Patienten ab dem 51. Lebensjahr Anspruch auf einen Stuhltest, bei dem der Stuhl auf okkultes (verstecktes) Blut untersucht wird.
Ab dem 56. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Darmspiegelung. Ab dann kann man zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren durchführen lassen.
In Verdachtsfällen, wie zum Beispiel der erblichen Belastung oder aber bei Beschwerden wie Schmerzen, Blutarmut, Änderung der Stuhlgewohnheiten oder Blutungen werden die Kosten grundsätzlich von den Krankenkassen übernommen.
 
Nach wie vor ist die Darmspiegelung das beste und sicherste Vorsorge-instrument. Sie ermöglicht nicht nur eine umfassende Diagnose, sondern bietet gleichzeitig Therapiemöglichkeiten, wie zum Beispiel das Abtragen von Polypen (mögliche Vorstufen von Darmkrebs) oder die Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) für weitere Laboruntersuchungen. Eine Darmspiegelung ist risikoarm und lässt sich im Allgemeinen schmerzfrei durchführen.
Sie ist aber nur dann sinnvoll, wenn der Darm vorher gründlich gereinigt wurde. Ein sauberer Darm ist die Voraussetzung für eine sichere Diagnose. So kann der Arzt auch kleinste Veränderungen der Darmschleimhaut feststellen. Je sauberer der Darm ist, desto besser ist die Detailbeurteilbarkeit und umso leichter und schneller lässt er sich spiegeln.

Die bisherigen Methoden der Darmreinigung waren für manchen eine Tortur, die nicht selten zum Abbruch der Vorsorgeuntersuchung führte. Die Patienten mussten vier Liter einer stark salzigen Abführflüssigkeit trinken, was für viele eine körperliche Belastung war und häufig zu Übelkeit und Erbrechen führte. Andere Abführmittel belasteten den Körper durch starke Elektrolytverluste.

Inzwischen erleichtern moderne Trinklösungen die Darmreinigung erheblich. Die Patienten müssen nur noch jeweils am Vorabend und am Morgen der Untersuchung einen Liter eines in Wasser aufgelösten Pulverpräparats zu sich nehmen und ergänzend einen halben Liter Mineralwasser, Tee oder klare Brühe. Neben der um die Hälfte reduzierten Trinkmenge erleichtert auch ein angenehmer Geschmack die Einnahme des Präparats. Auch tagelange Diäten sind nicht mehr notwendig. Eine regelmäßige Darmkrebsvorsorge ist somit leichter denn je.

Weitere Informationen zum Thema Darmkrebs und Darmkrebsvorsorge finden Sie unter: Opens external link in new windowwww.darmspezialisten.de, Opens external link in new windowwww.darmkrebs.de und Opens external link in new windowwww.moviprep.de.


 

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