DGK e.V. -Sonderpressedienst 'Verstopfung - Stau im Darm' November 2002
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Deutsches Grünes Kreuz, Abführmittel,Verstopfung,Darm-Fitness,Reizdarmsyndrom,Stress,Hektik
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Sonderpressedienst 'Verstopfung - Stau im Darm'
November 2002

Wie oft muss der Mensch müssen? (3.820 Zeichen)
 

(efg) Dr. Karin Uphoff vom Deutschen Grünen Kreuz beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Verstopfung.

Viele Menschen leiden unter Darmträgheit. Doch es wird selten darüber gesprochen - dem Thema haftet noch immer die Aura des Peinlichen oder Lächerlichen an. Dadurch haben die Betroffenen das Gefühl, alleine zu sein. Auf die wichtigsten Fragen zum Thema Verstopfung gibt Dr. Karin Uphoff Antwort. Dr. Uphoff leitet die Sektion Ernährung beim Deutschen Grünen Kreuz in Marburg.

Wann liegt überhaupt eine Verstopfung vor? Gibt es nicht auch übertriebene Vorstellungen, wie oft ein Mensch müssen muss?

Tatsächlich ist es eine weit verbreitete Annahme, dass jeder Mensch einmal täglich Stuhlgang haben sollte - das ist jedoch falsch. Zwischen dreimal täglich und dreimal wöchentlich gilt alles als normal. Von einer Verstopfung spricht man, wenn der Darm seltener als alle zwei bis drei Tage entleert wird oder der Stuhl zu hart ist, nur unter starkem Pressen oder mit einem Gefühl der unvollständigen Entleerung abgesetzt werden kann.

Wie viele Betroffene gibt es?

Man kann davon ausgehen, dass etwa ein Drittel der Bevölkerung zumindest zeitweise an einer Verstopfung leidet. Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Männer; die Häufigkeit nimmt mit steigendem Alter zu.

Welche Ursachen können der Verstopfung zu Grunde liegen?

Ein träger Darm kann viele Ursachen haben, zum Beispiel ballaststoffarmes Essen, zu wenig Bewegung oder Stress. Aber auch Hormonumstellungen, Alterungsprozesse, bestimmte Krankheiten oder Medikamente können eine Verstopfung auslösen oder daran beteiligt sein.

Was kann man dagegen tun?

Man kann selbst sehr viel tun, um die Verdauung anzuregen, zum Beispiel ballaststoffreich essen, also viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte. Gleichzeitig muss reichlich getrunken werden: Mindestens zwei Liter am Tag dürfen es schon sein. Auch tägliche Bewegung aktiviert den Darm. Und natürlich sollte man sich die Zeit nehmen, um in Ruhe auf die Toilette zu gehen.

Viele Menschen essen aber reichlich Obst und Gemüse und haben trotzdem Verstopfung. Kann es sein, dass Ballaststoffe nicht bei allen Menschen helfen?

Zunächst ist es wichtig, etwas Geduld zu haben: Die Wirkung der Ballaststoffe setzt nicht augenblicklich ein. Aber es ist auch richtig, dass Ballaststoffe in vielen Fällen nicht wirken, nämlich dann, wenn die Verstopfung von anderen als ernährungsbedingten Ursachen ausgelöst wird.

Was halten Sie von Abführmitteln?

Wenn Änderungen im Lebensstil keine Besserung der Beschwerden bringen, gibt es die Möglichkeit, Abführmittel zu verwenden. Es sollte jedoch ein gut verträgliches Mittel gewählt werden, gegen das keine gesundheitlichen Bedenken bestehen. Die Amerikanische Gastroenterologen-Vereinigung empfiehlt bei Verstopfung mit verlangsamtem Darmtransport neben Ballaststoffen und Mineralsalzen stimulierende Wirkstoffe wie Bisacodyl. Dies ist eine verträgliche und gut erforschte Substanz, die direkt die Muskulatur des Dickdarms anregt und so die Verdauung wieder in Gang bringt.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Wenn Schmerzen, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Schleim oder Blut im Stuhl auftreten, sollte unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden. Das gilt auch bei häufigem Wechsel von Verstopfung und Durchfall sowie bei Fieber, Erbrechen oder Verwirrtheit. Denn in schweren Fällen kann es zum Kotstau kommen. Dann muss der Patient unverzüglich ärztlich versorgt werden.
Generell ist es sinnvoll, bei länger anhaltenden Schwierigkeiten mit dem Stuhlgang einen Apotheker anzusprechen beziehungsweise beim Arzt die Ursachen abklären zu lassen. Verstopfung ist kein schicksalsgegebenes Übel, das man hinnehmen muss - es gibt verschiedene Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun.

Vielen Dank für das Gespräch, Frau Dr. Uphoff.


Abführmittel: Was hilft, wenn nichts mehr hilft... (2.830 Zeichen)
 

(efg) Verstopfung ist ein weit verbreitetes Problem. Dieser Überblick zeigt auf, was es bei der Anwendung von Abführmitteln zu beachten gilt.

Etwa 4 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahren verwenden Abführmittel, das sind 2,6 Millionen Menschen. Geeignete Präparate können in vielen Situationen hilfreich sein. Jedoch sollten die Anwendungshinweise genau beachtet werden. Über Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Mittel gibt die folgende Übersicht Auskunft.

Füll- und Quellmittel

Dies sind Substanzen mit großem Wasseraufnahmevermögen. Zum Beispiel zählen Ballaststoff-Präparate wie Weizenkleie oder Leinsamen dazu. Sie quellen im Darm auf, wodurch der Stuhl weicher und die Darmtätigkeit angeregt wird. Allerdings bewirken Ballaststoffe nur bei einem Teil der Betroffenen eine Besserung. Außerdem benötigen sie eine große Menge Flüssigkeit zum Quellen. Wird nicht genug getrunken, kann sich die Verstopfung verstärken. Blähungen treten häufig als unangenehme Begleiterscheinungen auf.

Wasserziehende Mittel

Hierzu gehören Mineralsalze wie Glauber- oder Bittersalz, bestimmte Zucker wie Milchzucker oder Lactulose sowie die künstliche Substanz Polyethylenglykol. Diese Mittel bewirken den Einstrom von Wasser in den Darm. Um diese Wassermenge zur Verfügung zu haben, muss sehr viel getrunken werden. Mineralsalze sind ungeeignet für eine längere Anwendung oder bei Bluthochdruck, Herz- oder Nieren-Erkrankungen, denn sie stören den Wasser- und Salzhaushalt. Milchzucker, Lactulose und Polyethylenglykole sind gesundheitlich unbedenklich. Als Nebenwirkung kommt es bei den Zuckern häufig zu vermehrter Gasbildung.

Anthrachinonhaltige Mittel

Pflanzliche Abführmittel wie Aloe, Faulbaumrinde oder Rhabarberwurzel enthalten als Wirkstoffe Anthrachinone. Weil es sich um pflanzliche Präparate handelt, werden sie oft für schonend gehalten. Doch das Gegenteil ist der Fall: Sie sind drastisch wirkende Mittel. Außerdem besteht Gefahr für den Wasser- und Salzhaushalt, die normale Darmtätigkeit kann unumkehrbar gestört werden und sie fördern möglicherweise Krebs. Daher dürfen diese Mittel nur in kleinen Packungsgrößen für die akute Verstopfung mit kurzfristigem Bedarf abgegeben werden. Kinder, Schwangere oder Stillende dürfen sie nicht verwenden.

Die Darmmuskulatur anregende Mittel

Präparate mit den Wirkstoffen Bisacodyl oder Natriumpicosulfat wirken direkt im Dickdarm. Sie regen die Tätigkeit der Darmmuskulatur an und bringen auf diese Weise die Darmfunktion wieder in Gang. Bisacodyl wird neben Ballaststoffen und Mineralsalzen von der Amerikanischen Gastroenterologen-Vereinigung bei Verstopfung mit verlangsamtem Transport des Darminhaltes ("Darmträgheit") empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft dieses Präparat als unentbehrliches und sinnvolles Arzneimittel ein.


Verstopfung, AbführmittelFotos, Grafik und Illustration können Sie sich farbig oder schwarz-weiß von uns per Mail im JPEG-Format senden lassen. In Verbindung mit den Texten ist die Verwendung der Bilder kostenlos.

Anfragen an: margot.boucsein(à)kilian.de

Quelle: DGK/Dümpelmann






Stress und Hektik schlagen auch auf den Darm (1.420 Zeichen)
 

(efg) "Was für ein Tag - ich hatte nicht mal Zeit, zur Toilette zu gehen!" Dieser Stoßseufzer von Frau M. kommt sicher einigen bekannt vor. Ob Mutter oder Manager - ein stressiger Alltag hinterlässt Spuren. Auch die Darmtätigkeit wird davon nachhaltig beeinflusst. Denn das Essen wird in Eile heruntergeschlungen; für Ruhephasen oder so "unproduktive" Tätigkeiten wie der Gang zum stillen Örtchen fehlt die Zeit. Doch wenn der Stuhlgang unterdrückt wird, staut sich der Darminhalt und es kommt zur Verstopfung. Mit der Zeit verlernt der Darm dann sogar, das Signal "Stuhldrang" zu geben - chronische Probleme sind vorprogrammiert.
Dagegen unterstützt ein einigermaßen geregelter Tagesablauf mit regelmäßigen Mahlzeiten die Arbeit des Darms. Und auch Pausen und Ruhephasen sollten eingeplant werden. Eine weitere gute Medizin: Höre auf deinen Körper! Wenn sich die körperlichen Bedürfnisse melden, ist eben mal eine kleine Auszeit dran - "wichtige Geschäfte" wickelt man auch nicht in zwei Minuten ab. Bei "erlernter" Verstopfung ist es sogar möglich, diese Vorgänge wieder zu trainieren und dem Körper einen bestimmten Zeitpunkt "anzugewöhnen". Dazu kann man ausnutzen, dass die morgendliche Aktivität und ein ordentliches Frühstück die Darmtätigkeit anregen. Unnötiges Pressen ist aber auf jeden Fall zu vermeiden. Mit ein bisschen Geduld klappt "es" dann bald wieder von allein.


Tipps für die Darm-Fitness (2.840 Zeichen)
 

(efg) "Hauptsache, die Verdauung ist in Ordnung." Mit diesen Worten entlässt die Radio-Moderatorin ihre Zuhörer aus der Samstagabend-Sendung. Und wie wahr. Denn wenn es Störungen im Darm gibt, sind Unwohlsein, Völlegefühl oder Kopf-schmerzen häufig unangenehme Begleiter. Auch das Immunsystem kann geschwächt werden.

Täglich werden einige Liter Speisebrei durch den Darm geschleust und in feinste Bestandteile zerlegt. Die Nährstoffe werden ins Blut aufgenommen, der unverwertbare Rest wird ausgeschieden. Auf diese Weise erhält unser Körper die Energie und alle Baustoffe, die er benötigt. Doch dem Darm wird so allerhand zugemutet: riesige Arbeitsberge oder Kurzarbeit, Hektik und Stress, zu viel Fett und zu viel Zucker. Viele Menschen nehmen sich nicht mal die Zeit für die "Abfallbeseitigung". Kein Wunder, dass da so manches Verdauungsorgan nicht mehr mitspielen möchte.

Zeit also für ein bisschen "Darmpflege". Die folgenden Tipps helfen, die Darmgesundheit zu erhalten oder wieder zu erlangen. Bei schwerwiegenderen Störungen sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

So hält man seinen Darm gesund:

  • Mit Ruhe und Genuss essen. Mahlzeiten sollten in entspannter Atmosphäre eingenommen und gründlich gekaut werden.
  • Viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte verzehren. Die darin enthaltenen Ballaststoffe unterstützen den Darm bei seiner Arbeit.
  • Reichlich trinken. Der Körper benötigt mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit am Tag. Gut geeignete Getränke sind Mineralwasser, Saftschorlen, Kräuter- und Früchtetees.
  • Bewegung tut dem ganzen Körper gut - und bringt auch den Darm in Schwung.
  • Sich Zeit nehmen für "wichtige Geschäfte": auf die Körpersignale hören.


Bei Neigung zu Verstopfung helfen:

  • Saure Lebensmittel und Sauermilchprodukte wie saures Obst, Sauerkraut, Essig, Joghurt oder Buttermilch. Sie haben eine anregende Wirkung auf den Darm.
  • Kühle Getränke verringern die Transportzeit der Nahrung.
  • Eingeweichte Backpflaumen, Weizenkleie oder Leinsamen können dem Darm erste Hilfe bringen.
  • Auch Bauchmassage und Morgengymnastik (Bauch- und Beckenbodenmuskulatur!) wirken unterstützend.
  • Stopfende Lebensmittel sollten gemieden werden. Dazu zählen Bananen, Schoko- und Schokoprodukte, schwarzer Tee und Kakao. Auch Lebensmittel mit viel Zucker oder aus hellem Mehl sollten nur wenig verzehrt werden.


Bei Neigung zu Durchfall helfen:

  • Geriebene Äpfel: Apfel waschen, Kerngehäuse entfernen, mit Schale reiben und mit etwas Zitronensaft beträufeln.
  • Der Alltag sollte ruhiger und regelmäßiger gestaltet, tägliche Entspannungsphasen eingeplant werden.
  • Extreme meiden: Nicht zu heiß, zu kalt, zu scharf oder zu stark gewürzt essen.
  • Einige Lebensmittel wirken stopfend wie Bananen, Kakao oder Heidelbeertee sowie schwarzer Tee in Maßen. Fettarme und fettreduzierte Lebensmittel sind zu bevorzugen.



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Chronische Verstopfung beeinträchtigt das Immunsystem (1.985 Zeichen)
 

(efg) In einer Moskauer Studie wurde der negative Einfluss einer anhaltenden Verstopfung auf das Abwehrsystem nachgewiesen. Der abführende Wirkstoff Bisacodyl hatte in diesen Fällen einen günstigen Effekt auf das Immunsystem.

Dünn- und Dickdarm sind von einer großen Anzahl von Keimen besiedelt. Diese natürliche Darmflora schützt uns vor Krankheiten, indem sie die Ansiedlung anderer, eventuell schädlicher Keime verhindert. Darüber hinaus gibt es eine enge Verbindung zum Immunsystem, da mehr als 60 bis 70 Prozent unserer Abwehrfähigkeit aus dem Darm stammen. Welche Auswirkungen hat eine chronische Verstopfung auf die Zusammensetzung der Keime und auf das Immunsystem? Was bewirkt in diesem Zusammenhang ein Abführmittel? Diesen Fragen hat sich das Staatliche Forschungsinstitut für Dickdarmerkrankungen in Moskau zugewendet. In einer Studie wurden chronisch verstopfte Patienten untersucht. Es zeigte sich, dass sich bei ihnen die Besiedlung des Darms verändert hatte: Unerwünschte Keime wie zum Beispiel Escherichia coli oder Staphylococcus aureus hatten sich stark vermehrt. Dadurch waren bestimmte Teile des Immunsystems in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Darüber hinaus war die Abwehrleistung der weißen Blutkörperchen geschwächt. Besteht zusätzlich zur Verstopfung eine Virus- oder bakterielle Infektion, so kann sich damit das Risiko für eine ganze Reihe von Erkrankungen erhöhen.

Nach der Eingangsuntersuchung wurden die Patienten mit Bisacodyl behandelt. Diese in Abführmitteln enthaltene Wirksubstanz regt die Muskulatur des Darms an. Der Darminhalt wird dadurch weitertransportiert und schließlich ausgeschieden. Die einmonatige Behandlung mit Bisacodyl führte bei den meisten Messergebnissen zu einer Normalisierung der Immunwerte. Die Forscher kommen daher zu dem Schluss, dass dieses auch bei uns gebräuchliche Abführmittel einen günstigen Einfluss auf das Immunsystem von Menschen mit chronischer Verstopfung hat.


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Verstopfung bei Reizdarmsyndrom (2.805 Zeichen)

 
(efg) Das Reizdarmsyndrom ist eine häufige Erkrankung in der westlichen Welt. Zu den wichtigsten Symptomen gehören Verstopfung wie auch Durchfall und krampfar-tige Bauchschmerzen.

Das Reizdarmsyndrom ist eine Erkrankung unserer Zeit - mitverursacht durch Stress, Hektik und Druck im Alltag. In Deutschland sind rund 20 Prozent der Bevölkerung mehr oder weniger stark betroffen. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, bei der vor allem die Funktion des Dickdarms gestört ist. In einzelnen Darmsegmenten kommt es zu besonders starken, schmerzhaften Kontraktionen der Muskulatur. Sie verursachen krampfartige Bauchschmerzen und Probleme mit dem Stuhlgang. Denn die Kontraktionen sind unkoordiniert und stören die natürliche Vorwärtsbewegung des Darminhaltes. So kommt es zu Verstopfung oder Durchfall, die sich abwechseln können.

Für die Therapie gibt es keine Standardmethode. Jedem Patienten wird, abhängig vom Beschwerdebild, eine individuelle Behandlung zusammengestellt. Die berufliche, soziale und familiäre Situation sollte genau betrachtet werden. Entspannungsübungen, regelmäßige Bewegung oder psychologische Beratung helfen Stress, Überforderung oder hohen Druck im Alltag zu verringern.

In manchen Fällen werden zusätzlich Medikamente verordnet, zum Beispiel entkrampfende Mittel. Bei hartnäckiger Verstopfung empfiehlt die amerikanische Gastroenterologen-Vereinigung (AGA) Ballaststoffe oder Mineralsalze. Wird hiermit keine Besserung erzielt, sollte der Wirkstoff Bisacodyl eingesetzt werden. Er ist gut verträglich und sorgt dafür, dass die Darmmuskulatur wieder koordiniert arbeitet.

Eine geeignete Ernährung kann die Symptome wesentlich mildern. Sie soll den Darm in seiner Aufgabe unterstützen, ihm aber keine reizenden Stoffe liefern. Da die Verträglichkeit von Lebensmitteln beim Einzelnen sehr unterschiedlich ist, muss jeder selbst herausfinden, welche Speisen ihm gut tun. Schlecht bekömmliche Nahrungsmittel sind konse-quent zu meiden. Zu süßes, salziges, fettes oder stark gewürztes Essen ist ungeeignet, auch blähende Speisen sollten besser nicht verzehrt werden. Eine ballaststoffreiche Ernährung bewährt sich bei einem Teil der Patienten gut, bei anderen hingegen bringt nur eine faserarme Schonkost Besserung. Es sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit geachtet werden. Außerdem ist es wichtig, langsam und in angenehmer Atmosphäre zu essen und lieber kleinere Mahlzeiten einzunehmen.

Symptome, die auf ein Reizdarmsyndrom hinweisen:

  • Schmerzen im rechten und linken Unterbauch;
  • Beschwerden werden durch Essen verstärkt, jedoch durch Stuhlgang gelindert;
  • Symptome treten tagsüber auf, aber nicht nachts;
  • Unregelmäßigkeiten beim Stuhlgang, zum Beispiel abwechselnd Verstopfung und Durchfall, Blähungen, Schleim im Stuhl;
  • Verstärkte Beschwerden bei Stress.



ReizdarmFotos, Grafik und Illustration können Sie sich farbig oder schwarz-weiß von uns per Mail im JPEG-Format senden lassen. In Verbindung mit den Texten ist die Verwendung der Bilder kostenlos.


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Verstopfung im All (570 Zeichen)
 

(efg) Selbst im All werden Menschen von Verstopfung geplagt. So wurde von den russischen Kosmonauten Deschurow und Tjurin an Bord der Internationalen Raumstation ISS berichtet, dass sie trotz spezieller Ernährungspläne unter einer ausgeprägt trägen Verdauung litten.
Wie wurde das Problem gelöst? Im zuständigen Institut für medizinisch-biologische Probleme packten die Mitarbeiter ein spezielles kosmisches Esspaket für den nächsten Lebensmitteltransport von der Erde: Die Weltraumfahrer hatten getrocknete Pflaumen, Aprikosen und Nüsse bestellt.


Broschüre
 


Verstopfung - Was tun?Die Broschüre "Verstopfung - Was tun?" enthält weitere, ausführliche Informationen zum Thema. Sie kann durch Einsendung eines adressierten und mit 1,44 Euro frankierten DIN-A5-Rückumschlags kostenlos angefordert werden bei:

Deutsches Grünes Kreuz e. V
Stichwort: Broschüre Verstopfung
Postfach 1207
35002 Marburg




V.i.S.d.P.
 

Herausgeber:

DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

Redaktion:

Dipl. oec. troph. Heike Brinkmann-Reitz (verantwortl.)
Dipl. oec. troph. Sabine Schmid
Michaela Berg

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:

Deutsches Grünes Kreuz
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Redaktion efg
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93-0
Telefax: 0 64 21 / 2 29 10

 

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