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Juni 2003
Beweglich bleiben - trotz Schmerzen!
Aufklärungskampagne: 'Rheumobil' macht in 19 deutschen Städten Station
(1.926 Zeichen)
(dgk) Bei schmerzenden Gelenken, Knochen, Muskeln oder Sehnen denken die meisten Menschen am allerwenigsten daran sich zu bewegen. Im Gegenteil: Wenn es bei jeder Bewegung pocht, sticht oder brennt, neigt man dazu, die betroffenen Körperstellen ruhig zu halten, in der Hoffnung, dass die Schmerzen nachlassen. Bei rheumatischen Erkrankungen ist dies jedoch genau der falsche Weg.
"Beweglich bleiben - trotz Schmerzen" heißt die Devise und nicht in Resignation verfallen. Denn nur durch regelmäßiges körperliches Training werden die Gelenke ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Bewegung fördert die Gelenkfunktionen, verzögert den Krankheitsverlauf und wirkt zugleich schmerzlindernd.
Unter dem Motto "Mobil gegen Rheuma-Schmerz" startet daher die Deutsche Rheuma-Liga e.V. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Grünen Kreuz e.V. und Abbott Immunology eine bundesweite Aufklärungskampagne. Vom 13. Juni bis zum 18. Juli macht ein speziell ausgerüsteter Lkw - das so genannte "Rheumobil" - in 19 deutschen Städten Station. Mit der Aktion möchte die Deutsche Rheuma-Liga möglichst viele Menschen motivieren, aktiv gegen den Rheuma-Schmerz vorzugehen und so die eigene Mobilität und Beweglichkeit zu verbessern.
Jeweils von 10 bis 18 Uhr erhalten alle Interessierten am "Rheumobil" kostenlose Beratungen unter anderem durch Fachleute wie Rheumatologen, Ergotherapeuten, Krankengymnasten und Apotheker sowie durch die Mitglieder der Deutschen Rheuma-Liga und des Deutschen Grünen Kreuzes. Außerdem wird am "Rheumobil" kostenloses Informationsmaterial abgegeben, und es stehen Geräte zur Schmerzmessung zur Verfügung. Für Unterhaltung sorgt ein buntes Rahmenprogramm.
"Mobil gegen Rheuma-Schmerz" - unter diesem Motto steht in diesem Jahr auch der "Tag des Rheumakranken" am 14. Juni. Er ist der Anlass für die Tour.
Im Internet erfahren Sie unter www.rheuma-liga.de oder www.dgk.de , wann das "Rheumobil" in Ihrer Nähe ist.
'Mobil gegen Rheuma-Schmerz': Tourdaten (1.099 Zeichen)
Beratungszeit: 10 bis 18 Uhr am "Rheumobil"
Weitere Informationen unter www.rheuma-liga.de oder www.dgk.de .
Zentrales Tour-Büro:
Telefon 0 64 21 / 2 93 - 1 19
E-Mail: rheumatour(à)kilian.de
Freitag, 13. Juni | Hamburg, Fußgängerzone Mönkebergstraße |
Montag, 16. Juni | Lübeck, Platz Schrangen |
Mittwoch, 18. Juni | Hannover, Steintor Platz |
Donnerstag, 19. Juni | Bad Arolsen, Hessentagstraße |
Freitag, 20. Juni | Schwerin, Südufer am Pfaffenteich |
Dienstag, 24. Juni | Neubrandenburg, Fußgängerzone, Treptower Straße |
Mittwoch, 25. Juni | Potsdam, Vorplatz Brandenburger Tor |
Donnerstag, 26. Juni | Berlin, Kurfürstendamm / Ecke Rankestraße |
Dienstag, 1. Juli | Frankfurt/Oder, Marktplatz am Rathaus |
Mittwoch, 2. Juli | Dresden, Westseite des Altmarkts |
Donnerstag, 3. Juli | Leipzig, Kleiner-Willy-Brandt-Platz |
Freitag, 4. Juli | Halle, Marktplatz, An den Hausmannstürmen |
Montag, 7. Juli | Magdeburg, Bahnhofsvorplatz |
Dienstag, 8. Juli | Jena, Ernst-Abbe-Platz |
Mittwoch, 9. Juli | Erfurt, Neuwerkstraße |
Freitag, 11. Juli | München, Sendlinger Tor |
Dienstag, 15. Juli | Stuttgart, Kronprinzenstraße / Ecke Büchsenstraße |
Donnerstag, 17. Juli | Saarbrücken, Reichsstraße "Am Brunnen" |
Freitag, 18. Juli | Koblenz, Fußgängerzone "Am Plan" |
Rheuma hat viele Gesichter und kann jeden treffen
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(dgk) "Rheuma? Das bekommt man doch erst, wenn man alt ist" - so denken viele, vor allem junge Menschen. Ein Trugschluss. An rheumatischen Erkrankungen leiden in Deutschland etwa vier Millionen Menschen. Mindestens die Hälfte aller Erwachsenen hat rheumatische Beschwerden. Doch nicht nur Erwachsene und alte Menschen sind betroffen: Etwa 15.000 Kinder und Jugendliche erkranken jährlich neu an Rheuma.
Was der Volksmund "Rheuma" nennt, gliedert sich in eine Vielzahl von Beschwerden, die durch Entzündungen, Verschleiß oder Stoffwechselstörungen ausgelöst werden. Hinter den Symptomen können mehr als 400 verschiedene Krankheiten stecken. Mediziner sprechen daher von "Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises". Dazu zählen Arthrose und rheumatoide Arthritis ebenso wie Fibromyalgie, Morbus Bechterew oder Sklerodermie.
Das Gefährliche an rheumatischen Erkrankungen ist, dass sie die Bewegungsfunktionen einschränken, Gelenke zerstören, aber auch Herz, Nieren, Augen und andere Organe befallen können. Eine sehr schwerwiegende rheumatische Erkrankung ist beispielsweise die juvenile (jugendliche) chronische Arthritis, die vor dem 16. Lebensjahr auftritt. Die Erkrankung kann außer den Gelenken auch innere Organe schädigen sowie Haut und Augen angreifen.
Rheumakranke leiden zumeist unter enormen Schmerzen, wodurch ihre Lebensqualität oft dramatisch sinkt. Rheumatische Erkrankungen führen nicht selten zu gesellschaftlicher Isolation, zum Verlust des Arbeitsplatzes oder zu familiären Krisen. Viele Betroffene sind auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Daher ist es besonders wichtig, aktiv gegen die Schmerzen vorzugehen und die eigene Mobilität und Beweglichkeit zu erhalten. Je früher eine geeignete Therapie eingeleitet wird, desto besser lassen sich Folgeschäden vermeiden.
Schmerzen begleiten jede rheumatische Erkrankung
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(dgk) Bei rheumatischen Erkrankungen unterscheidet man - abhängig von der Ursache - zwei große Gruppen: die entzündlichen rheumatischen Erkrankungen und die degenerativen rheumatischen Erkrankungen.
Die rheumatoide Arthritis ist typischer Vertreter der entzündlichen rheumatischen Erkrankungen. Arthrosen dagegen gehören zu den degenerativen Erkrankungen, die hauptsächlich durch Abnutzung und Verschleiß in den Gelenken entstehen.
Eine weitere Gruppe rheumatischer Erkrankungen ist unter dem Begriff "Weichteilrheumatismus" zusammengefasst. Diese Erkrankungen betreffen vor allem Sehnen, Sehnenscheiden, Schleimbeutel und Muskeln. Alle rheumatischen Erkrankungen haben jedoch eines gemeinsam: Schmerzen.
Als Ursachen rheumatischer Erkrankungen werden Störungen des Immunsystems, erbliche Veranlagung oder Veränderungen im Muskelstoffwechsel diskutiert. Die Ursachen der meisten Erkrankungen konnten bislang nicht restlos geklärt werden. Auch Virus-Infektionen oder spezielle Darmbakterien stehen im Verdacht, rheumatische Erkrankungen auszulösen.
Warum Bewegung so wichtig ist
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(dgk) Schmerzen verleiten oft dazu, sich zu schonen und sich möglichst wenig zu bewegen. Rheumakranke müssen jedoch aktiv werden. Körperliche Aktivitäten wirken sich positiv auf die Nährstoffversorgung der Gelenke aus. Bewegung fördert die Gelenkfunktionen, verzögert den Krankheitsverlauf und wirkt zugleich schmerzlindernd.
Da das empfindliche Knorpelgewebe in den Gelenken nicht von Blutgefäßen durchzogen ist, bekommt es alle lebenswichtigen Nährstoffe von der Gelenkflüssigkeit. Diese Flüssigkeit wird in der Gelenkinnenhaut gebildet und durchspült den Knorpel bei jeder Bewegung. So gelangen die Nährstoffe an alle notwendigen Stellen, und gleichzeitig werden Abbauprodukte abtransportiert. Das Gelenk bleibt "funktionstüchtig" und der Krankheitsverlauf kann verzögert werden.
Bewegung fördert zudem die Durchblutung im Bereich der betroffenen Körperstellen, der Stoffwechsel wird gesteigert, und schmerzfördernde Substanzen werden verstärkt abtrans-portiert. Daher nehmen Bewegungs- und Sportprogramme sowie die Physiotherapie neben der Therapie mit Medikamenten einen wichtigen Platz bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen ein.
Sport für Muskelkraft und Ausdauer (1.506 Zeichen)
(dgk) Muskeln verkümmern, Sehnen verkürzen sich, Gelenke versteifen - das sind die Folgen, wenn sich rheumakranke Menschen nicht ausreichend bewegen. Die Bewegungs- und Sporttherapie soll dem entgegenwirken. Ziel der Therapie ist, die Beweglichkeit zu verbessern, die Muskelkraft zu stärken und die allgemeine Ausdauer zu erhöhen.
Bei der Auswahl der Sportart sollte man darauf achten, dass sie die Gelenke schont, die Beschwerden nicht verstärkt und kein hohes Verletzungsrisiko birgt. Außerdem ist es wichtig, Überlastungen zu vermeiden und ausreichend Ruhepausen einzulegen.
Bei rheumatischen Erkrankungen werden häufig Sportarten wie Schwimmen im warmen Wasser, Fahrradfahren, Walking, Aquajogging oder Wald- und Skilanglauf empfohlen. Für manche Rheumatiker sind auch Sportarten wie Reiten, Volley- und Basketball oder Golf geeignet. Bewegungs- und Sportprogramme machen jedoch nur dann Sinn, wenn man sie regelmäßig, am besten täglich ausübt und darauf achtet, dass sie auch wirklich die Muskulatur kräftigen und die Beweglichkeit der Gelenke fördern, einschließlich der Wirbelsäule.
Wichtig ist, bei der Wahl der Sportart in jedem Fall einen Arzt zu konsultieren.
Ein Funktionstraining für spezielle rheumatische Erkrankungen bieten unter fachlicher Anleitung beispielsweise die Selbsthilfegruppen der Deutschen Rheuma-Liga an.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.rheuma-liga.de sowie in der Broschüre "Mobil gegen Rheuma-Schmerz", die Sie bei der Deutschen Rheuma-Liga anfordern können. (Adresse siehe Service-Informationen)

Gelenkschonende Sportarten wie Fahrradfahren eignen sich für rheumakranke Menschen besonders gut.
Foto: DGK (jpg-Datei)
Physiotherapie - für viele Betroffene ein ständiger Begleiter (858 Zeichen)
(dgk) Neben den Sport- und Bewegungsprogrammen ist die Physiotherapie ein wesentlicher Bestandteil zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen. Die therapeutischen Maßnahmen bestehen vor allem aus Krankengymnastik, Massagen, Warmwasser-Gymnastik, Wärme- und Kältetherapie, Medizinischen Bädern, Gelenkschutz- und Selbsthilfetraining sowie Elektrotherapie.
Eingesetzt wird diese eigenständige Behandlungsform etwa während eines Klinikaufenthaltes, im Rahmen der Rehabilitation oder während der ambulanten Therapie.
Viele Betroffene brauchen physiotherapeutische Behandlung als ständige Ergänzung ihrer Therapie. Ziel der Physiotherapie ist die Verbesserung der Beweglichkeit, die Linderung der Schmerzen, die Begrenzung von Entzündungsreaktionen sowie die Korrektur oder Vermeidung von Fehlstellungen, die etwa das Entstehen einer Arthrose begünstigen können.

Warmwasser-Gymnastik ist eine Form der physiotherapeutischen Behandlung, auf die viele Rheumakranke als ständige Ergänzung ihrer Therapie angewiesen sind.
Foto: DGK (jpg-Datei)
Alltagstaugliche Bewegungs-Tipps (1.922 Zeichen)
(dgk) Stehen Sie beim morgendlichen Zähneputzen aufrecht vor dem Waschbecken? Halten Sie beim Staubsaugen den Rücken gerade? Hat Ihr Bürostuhl eine hohe Rückenlehne, die sich der Form Ihrer Wirbelsäule anpasst? Wenn Sie sich über solche vermeintlichen Kleinigkeiten bisher noch keine Gedanken gemacht haben, wird es höchste Zeit. Denn fehlerhafte Körperhaltungen können sich summieren und die Entstehung von Arthrosen und anderen rheumatischen Erkrankungen fördern.
Wenn Sie ein paar einfache Regeln im alltäglichen Leben beherzigen, kann Sie dies schon einen großen Schritt weiterbringen. Das gilt zumindest für die Prävention gegen Rückenschmerz im Allgemeinen.
- Halten Sie beim morgendlichen Zähneputzen den Rücken gerade. Ein kleiner Ausfallschritt bei gestrecktem Rücken bringt der Wirbelsäule bereits eine spürbare Erleichterung.
- Achten Sie auf einen hochwertigen Bürostuhl mit ausreichend langer Rückenlehne, die die Form der Wirbelsäule unterstützt. Wer lange sitzt, sollte zudem regelmäßige Bewegungspausen einlegen.
- Aber auch langes Stehen oder Gehen belastet die Gelenke. Bequeme Schuhe mit Sohlen, die das Körpergewicht gut abfedern, verschaffen den Gelenken Entlastung. Außerdem sollten Sie höhere Absätze vermeiden. Denn Becken und Zehen werden dadurch falsch belastet und die Bildung eines Hohlkreuzes gefördert.
- Bei der täglichen Hausarbeit können Sie die Wirbelsäule entlasten, indem Sie beispielsweise die Arbeitsflächen auf der richtigen Höhe anbringen und beim Staubsaugen den Rücken gerade halten.
- Gehen Sie beim Heben schwerer Gegenstände in die Knie, tragen Sie Einkäufe nicht einseitig und schwere Gegenstände möglichst nah am Körper.
- Auch beim Schlafen kommt es auf die richtige Haltung an. Dabei hilft Ihnen eine mittelharte Matratze, die die natürliche Wölbung der Wirbelsäule unterstützt.
In speziellen Kursen können Sie zudem Übungen zum Gelenkschutz kennen lernen.

Wer lange sitzt, sollte regelmäßige Pausen mit Bewegungsübungen einlegen, um Rückenschmerzen vorzubeugen.
Foto: DGK (jpg.Datei)
Service-Informationen
Info-Broschüren
Ausführliche Informationen zum Thema Rheuma enthält die Broschüre "Mobil gegen Rheuma-Schmerz", die Sie kostenlos anfordern können. Bezugsadresse:
Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Stichwort: "Mobil gegen Rheuma-Schmerz"
Maximilianstraße 14
53111 Bonn
Bildmaterial
Die Fotos können von Redaktionen in Schwarz-Weiß oder Farbe kostenlos per E-Mail (JEPG-Format) angefordert werden unter: rheumatour(à)kilian.de.
Aktuelle Fotos von der Tour "Mobil gegen Rheuma-Schmerz" finden Sie im Internet unter www.dgk.de.
Kontaktadressen
Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen können Sie sich gerne wenden an:
Deutsches Grünes Kreuz e.V.
Stichwort: "Mobil gegen Rheuma-Schmerz"
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Ansprechpartner:
Klaus Arndt Hueter
Telefon: 0 64 21 / 29 3 - 1 62
E-Mail: klaus-arndt.hueter(à)kilian.de
Mirko Konrad
Telefon: 0 64 21 / 29 3 - 1 73
E-Mail: mirko.konrad(à)kilian.de
Zentrales Tourbüro
Telefon: 0 64 21 / 29 3 - 1 19
E-Mail: rheumatour(à)kilian.de
Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Stichwort: "Mobil gegen Rheuma-Schmerz"
Maximilianstraße 14
53111 Bonn
Ansprechpartner:
Susanne Walia (Referentin für Öffentlichkeitsarbeit)
Telefon: 02 28 / 7 66 06 11
E-Mail: bv(à)rheuma-liga.de
V.i.S.d.P.
Herausgeber:
DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.
Redaktion:
Mirko Konrad (verantw.)
Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:
Deutsches Grünes Kreuz
im Kilian
Redaktion dgk
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93 -1 19
Telefax: 0 64 21 / 2 93 - 7 19

