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www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut
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Textanfang / Content
Juni 2005
Mobile Sonnenschutz-Beratung
Experten beraten kostenlos zum Thema Sonnenschutz und Hautkrebsprävention
(666 Zeichen)
(dgk) Kennen Sie die Eigenschutzzeit Ihrer Haut? Möchten Sie wissen, wie Sie am besten einer vorzeitigen Hautalterung vorbeugen können? Haben Sie bereits sonnenbelastete Zonen im Gesicht? Ihre Fragen rund um das Thema „Sonne und Haut“ beantwortet ein Expertenteam an Bord der Mobilen Sonnenschutz-Beratung, eine Gemeinschaftsaktion des Deutschen Grünen Kreuzes e. V., lokalen Hautärzten und der Dermokosmetischen Marke Eau Thermale Avène.
Die Beratungstour startet pünktlich zu Sommerbeginn am 21. Juni in Berlin und endet am 7. Juli in München. Die Untersuchungen stehen allen Interessierten kostenlos zur Verfügung.
Weitere Informationen rund um das Thema „Sonne“ und den genauen Standort des Mobils finden sie unter www.dgk.de und unter www.mobile-sonnenschutz-beratung.de.
Routenplan
Die Etappen der Mobilen Sonnenschutz-Beratung
(1.245 Zeichen)
(dgk) Das Deutsche Grüne Kreuz e.V. (DGK) fährt mit Unterstützung von Hautärzten und der Dermokosmetischen Marke Eau Thermale Avène mit einem Beratungsmobil quer durch die Republik, um Sonnen-Hungrige und -Ängstliche über gesunden Umgang mit UV-Strahlen aufzuklären.
Die Tour beginnt pünktlich
zum offiziellen Sommeranfang am 21. Juni.
Der Beratungsbus wird von Berlin bis München insgesamt 11 Städte besuchen. Die Besucher erwartet verschiedene Checks und Aktionen rund um das Thema „Sonne & Haut“. So kann man am Bus seinen Hauttyp ermitteln lassen und mit Hilfe einer UV-Kamera sonnenbelastete Stellen im Gesicht aufspüren. Ein Hautarzt kontrolliert einzelne Leberflecke.
Dabei möchten die Experten an Bord nicht die sommerlichen Freuden verderben, sondern aufzeigen, wie man gut geschützt und wohl dosiert genießen und gesund bleiben kann.
Nähere Informationen zu genauen Standorten des Mobils und Beratungszeiten finden Sie unter www.dgk.de und unter www.mobile-sonnenschutz-beratung.de.
Sonnen-Mobil: Die Route 2005
Datum | Stadt | Standort |
21. Juni | Berlin | Kurfürstendamm / Ecke Rankestr. |
22. Juni | Leipzig | Augustusplatz |
23. Juni | Dresden | Altmarkt |
24. Juni | Kassel | Nördlicher Friedrichsplatz |
27. Juni | Köln | Breitestr./Karstadt |
28. Juni | Düsseldorf | Schadowstraße / Tuchtinsel |
29. Juni | Hamburg | Lange Mühren (Saturn) |
4. Juli | Mainz | Gutenbergplatz |
5. Juli | Freiburg | Augustinerplatz |
6. Juli | Konstanz | Augustinerplatz |
7. Juli | München | Sendlinger-Tor-Platz |
Bildmaterial
Fotos können von Redaktionen in Schwarz-Weiß oder Farbe kostenlos per E-Mail angefordert werden unter: carola.hahn(à)kilian.de
Sonnenmobil, Foto: DGK


Informationen und Aktionen (1.574 Zeichen)
Das passiert am Mobil
► Fototyp-Bestimmung: Wie hoch ist die individuelle Eigenschutzzeit?
So verschieden Menschen sind, so unterschiedlich empfindlich reagieren sie auf die Sonne. Wie lange sich der Einzelne der Sonne aussetzen kann, hängt ab vom Fototyp, der Vorbräunung, dem Urlaubsziel, der Jahreszeit usw. Die Experten der Mobilen Sonnenschutz-Beratung bestimmen den Fototyp der Haut und ermitteln gleich den jeweils richtigen Lichtschutzfaktor für das kommende Urlaubsziel.
► UV-Kamera: Gibt es bereits sonnenbelastete Hautpartien im Gesicht?
Die Kraft der Sonne wird immer noch unterschätzt. Dabei vergisst die Haut nichts: Besonders im Gesicht zeigt sich, ob die Haut schon viel Sonne abbekommen hat oder nicht. Mit Hilfe einer UV-Kamera wird eine Aufnahme des Gesichts erstellt. Auf dem Foto erkennt man besonders belastete Zonen. Das sind häufig die so genannten „Sonnenterrassen“: Nase, Wangenknochen, Oberlippe. Zeigen sich auf dem Bild Belastungen, werden dem Besucher Tipps für den besseren Schutz dieser Bereiche an die Hand gegeben.
► Sonnenpass: Tipps für den optimalen persönlichen Sonnenschutz
Die Ergebnisse aller Untersuchungen werden in einem „Sonnenpass“ festgehalten und den Besuchern als Gedächtnisstütze mitgegeben. Ein Expertenteam beantwortet alle Fragen rund um das Thema „Sonne und Haut“.
► Ärztliche Untersuchung: Gibt es auffällige Leberflecken oder „Sonnenallergien“?
Ein Dermatologe an Bord des Sonnen-Mobils kümmert sich um die medizinischen Fragen der Besucher: Gibt es auffällige Leberflecken? Gibt es Wechselwirkungen von Medikamenten und der UV-Strahlung? Liegt eine „Sonnenallergie“ oder „Mallorca-Akne“ vor? Wie schützen sich Menschen mit Hautproblemen am besten vor der Sonne? Besucher mit speziellen Problemen oder auffälligen Leberflecken werden an ortsansässige Dermatologen weitergeleitet.
Sind Sie fit für den Sommer? (1.237 Zeichen)
Eine strandtaugliche Figur ist nicht alles...
(dgk) Ob Sie körperlich fit für die nächste Badesaison sind, müssen Sie selbst entscheiden. Und ob Ihre Haut fit ist für die sommerlichen Strahlen, das erfahren Sie bei der Mobilen Sonnenschutz-Beratung des Deutschen Grünen Kreuzes e.V. und der Dermokosmetischen Marke Eau Thermale Avène.
Hier können Sie sich nicht nur untersuchen lassen, welcher Hauttyp Sie sind und welche Eigenschutzzeit Ihre Haut hat, sondern auch, welcher Sonnenschutzfaktor für Sie der Richtige ist. Denn trotz allen Genusses, den die Sonne bietet, ihre UV-Strahlen können der Haut auch Schaden zufügen. Deshalb ist es wichtig, schon bei den ersten Sonnenstrahlen im Frühling einige Regeln zu beachten:
- Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam an die Sonne. Die Länge des Sonnenbades sollte dem Hauttyp angepasst sein.
- Übrigens: Vorbräunen im Solarium bringt unter präventiven Gesichtspunkten betrachtet keine Vorteile. Besser ist es, die Haut einfach so langsam an die Sonne zu gewöhnen.
- Benutzen Sie Sonnenschutzmittel mit hohem UVA- und UVB-Breitbandschutz.
- Sonnencreme sollte nach dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“ 20 Minuten vor dem Sonnenbad reichlich auf alle unbekleideten Hautpartien aufgetragen werden.
- Auch gebräunte Haut muss weiterhin geschützt werden, um beispielsweise „Altersflecken“ und vorzeitiger Hautalterung vorzubeugen.
- Wenn Sie mehr über Ihre Haut, Sonnenschutz und Krebsprävention erfahren möchten, besuchen Sie doch das Sonnen-Mobil!
Mobile Sonnenschutz-Beratung: Service-Informationen (997 Zeichen)
Infos im Internet
Umfangreiche und gut verständliche Informationen rund um das Thema „Sonne und Haut“ finden sich auf der Homepage
- des Deutschen Grünen Kreuz e.V. www.dgk.de
- der Aktion „Mobile Sonnenschutz-Beratung“ www.mobile-sonnenschutz-beratung.de
- des Bundesamtes für Strahlenschutz www.bfs.de
- von Derminform, der Plattform für Hautärzte und Patienten www.derminform.de
Bildmaterial
Alle abgebildeten Fotos können im Zusammenhang mit den Artikeln von Redaktionen kostenlos per E-Mail angefordert werden: carola.hahn(à)kilian.de
Tourbüro
Wann das Mobil wo Station macht, und mit welcher Besetzung erfahren Sie von:
Jens Vaupel
Telefon 0 64 21 / 2 93 – 1 71, E-Mail: jens.vaupel(à)kilian.de
Interviewpartner
Gerne sind wir Redakteuren bei der Suche nach Experten und Interviewpartnern behilflich.
Ansprechpartner für Journalisten
Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen können Sie sich jederzeit gerne wenden an:
Carola Hahn
Telefon 0 64 21 / 2 93 – 1 18, E-Mail: carola.hahn(à)kilian.de
Heike Stahlhut
Telefon 0 64 21 / 2 93 – 1 55, E-Mail: heike.stahlhut(à)kilian.de
Alexandra Renkawitz
Telefon 0 64 21 / 2 93 - 175, E-Mail: alexandra.renkawitz(à)kilian.de
Kinder an die Sonne! (2.591 Zeichen)
Die Besonderheit von Kinderhaut in der Sonne
(dgk) UV-Strahlen sind energiereich und aggressiv. Und Kinder sind ihnen ausgeliefert, denn sie haben ein „dünnes Fell“. Bei Babys oder Kleinkindern beträgt die Dicke nur etwa ein Fünftel der Erwachsenenhaut. Dünner ist vor allem die Hornhaut, der Teil der Haut, der die UV-Strahlung abhalten soll. Außerdem besitzen Kinder weniger Melanozyten. Diese Zellen produzieren den Hautfarbstoff Melanin, der sich schützend um die Zellkerne legt und sie so vor der UV-Strahlung schützt. Kinder können sich daher schlechter mit Hilfe der Bräunung schützen. Erwachsenenhaut besitzt ein Reparatursystem: Entsteht durch UV-Strahlung ein Schaden am Kern einer Hautzelle, so können ihre „Reparaturtrupps“ diesen oft noch reparieren. In der Kinderhaut sind diese Reparaturmechanismen jedoch noch nicht vollständig ausgebildet.
Das heißt: Die Haut der Kinder wird nicht nur schneller geschädigt, sondern sie kann diese häufigeren Schäden auch noch schlechter wieder reparieren.
Wenn man sich dies vor Augen führt wird klar, warum es heißt, „Jeder Sonnenbrand in der Kindheit erhöht das Melanomrisiko im Erwachsenenalter“. Die UV-Strahlung hat beispielsweise das Erbgut einer Hautzelle geschädigt, aber nicht so stark, dass sie abstirbt. Sie lebt weiter und teilt sich und vermehrt sich und gibt das geschädigte Erbgut weiter – und irgendwann, Jahrzehnte später entsteht vielleicht Hautkrebs daraus. Daher betonen Experten auch: „Die Haut vergisst nichts“.
Sonne lässt Leberflecken sprießen
Ein Risikofaktor für Hautkrebs ist eine hohe Anzahl von Leberflecken. Besonders viele Leberflecken haben Personen, die in ihrer Kindheit viel Sonne abbekamen. Auch deshalb ist es wichtig, Kinder besonders gut vor einem Übermaß an UV-Strahlung zu schützen.
Darf mein Kind überhaupt in die Sonne?
Natürlich sollen Kinder auch in die Sonne gehen! Allerdings gibt es Situationen, in denen man die Kleinen auf jeden Fall vor zu viel UV-Strahlung schützen sollte:
- bei intensiver Sonne, z. B. am Meer oder in den Bergen
- in der Mittagszeit, v. a. im Sommer
- bei langem Aufenthalt in der Sonne
- wenn die Haut noch nicht an die Sonne gewöhnt ist und
- bei besonders sonnenempfindlicher Haut.
So schützen Sie Ihr Kind am Besten
Kinder sollten mit Kleidung (Hemd, Hose, Hut) vor der Sonne geschützt werden. Und: Im Schatten spielt es sich am schönsten! Zudem sollte die nackte Haut mit einer guten Sonnencreme geschützt werden:
- Mit Produkten, die speziell für Kinder hergestellt sind und keine chemischen Filtersubstanzen enthalten (aus der Apotheke).
- Für den gesamten Körper bei normal sonnenempfindlichen Kindern empfiehlt sich eine Milch mit SPF (=sun protection factor) 25, für sonnenempfindliche Kinderhaut beispielsweise eine Milch mit SPF 40; für das Gesicht, das der Sonne oftmals länger ausgesetzt ist, empfiehlt sich eine Creme mit SPF 50+.
- Das Produkt ca. 20 Minuten vorher auftragen.
- Nachcremen besonders nach dem Baden nicht vergessen.
- Besonnungszeit im Auge behalten: Auch mit Sonnencreme kann man sich nicht unbegrenzt lange in der Sonne aufhalten.
Weil’s „cool“ ist, wenn’s „hot“ ist
Kinderhaut braucht besonderen Schutz
(dgk) Klar, dass Top, Rock oder Hose und die neuen Sandalen mit müssen, wenn es in den nächsten Wochen an sonnigen Tagen raus geht. Aber fehlt da nicht noch was? Kappe und Sonnenbrille, ja. Noch was! Sonnenschutzmittel! Aber welches? Und von wo? Zunächst sollte man die Eigenschutzzeit (EZ) seiner Haut kennen: Die Zeitspanne in der die Haut draußen sicher keinen Schaden wie zum Beispiel einen Sonnenbrand davon trägt. Das sind bei Kindern maximal 10 Minuten. Bei Jugendlichen hängt die EZ vom „Fototyp“ ab: Besonders Hellhäutige haben höchstens 10 Minuten, Sonnenempfindliche etwa 20 Minuten, normal Bräunende eine halbe Stunde Eigenschutz. Bei südländisch-dunkler Haut ist die Spanne länger. Gebräunte Haut hat einen etwas höheren Eigenschutz als blasse.
Auf jeder Flasche oder Tube Sonnenschutzmittel steht eine Zahl, der LSF (Lichtschutzfaktor) bzw. englisch SPF (sun protection factor). Dieser Wert, multipliziert mit der persönlichen Eigenschutzzeit und durch zwei geteilt ergibt die Spanne, wie lange man mit diesem Mittel auf der sicheren Seite ist. Zu kompliziert? Ok, eigentlich reichen für junge Haut zwei Stärken: Faktor 25 für vorgebräunte und sonnenunempfindliche Haut, Faktor 50 für helle Haut. Produkte mit rein mineralischen bzw. ohne synthetische Filtersubstanzen vermeiden die Belastung der Haut mit Chemie. Junge Haut ist nämlich noch wesentlich dünner und empfindlicher als die von Erwachsenen und braucht stärkeren Schutz. Der bleibt aber nur erhalten, wenn man öfters mal nachcremt. Baden, Schwitzen, Sand und abtrocknen, rubbeln den Film auf der Haut nämlich ab, auch bei wasserfesten Mitteln. Übrigens: Auch auf dem Fahrrad oder den Inlinern – Sonnenschutz gehört immer auf die nackte Haut. Die bräunt auch unter hohen Faktoren! Und wo wird man beraten, welches Mittel passt? In Apotheken.
Fototypbestimmung (1.768 Zeichen)
Deutsches Grünes Kreuz e.V.
Testen Sie sich selbst. Wie lichtempfindlich ist Ihre Haut?
Kreuzen Sie an, was auf Sie zutrifft:
HAARFARBE
I mit Rotstich | II blond | III brünett | IV schwarz |
AUGENFARBE
I hellblau | II blau, grün | III braun, grau | IV dunkelbraun |
SOMMERSPROSSEN
I sehr viele | II viele | III wenige | IV keine |
HAUTFARBE UNGEBRÄUNT
(Überprüfen Sie dies an der Innenseite Ihrer Arme)
I sehr hell | II hell | III mittel | IV dunkel |
SONNENBRAND
I sehr schnell | II schnell | III selten | IV kaum |
BRÄUNUNGSGRAD
I nie braun | II leicht gebräunt | III mittel gebräunt | IV stark gebräunt |
ERGEBNIS:
Überwiegend Antwort I: Fototyp I
Sie haben eine sehr sonnenempfindliche Haut mit einer Eigenschutzzeit von höchstens 5 bis 10 Minuten. Schützen Sie Ihre Haut mit Sonnencreme mit LSF 40 oder 50+, vor allem, wenn Sie in den Urlaub fahren. Meiden Sie die pralle, intensive Sonne.
Überwiegend Antwort II: Fototyp II
Sie haben eine sonnenempfindliche Haut mit einer Eigenschutzzeit von 10 bis 20 Minuten. Gewöhnen Sie die Haut langsam an die Sonne. Schützen Sie Ihre Haut auch, wenn Sie schon ein wenig gebräunt ist. Empfehlenswert: LSF 25 bis 40
Überwiegend Antwort III: Fototyp III
Sie haben eine wenig sonnenempfindliche Haut mit einer Eigenschutzzeit von 20 bis 30 Minuten. Doch auch Sie sollten Ihre Haut nicht überschätzen. Benutzen Sie anfangs eine Creme mit LSF 25, später können Sie zu niedrigeren Faktoren greifen.
Überwiegend Antwort IV: Fototyp IV
Sie haben eine sonnenunempfindliche Haut mit einer Eigenschutzzeit von 30 bis 40 Minuten. Sie werden braun, sobald die Sonne auf Ihre Haut scheint. Bei sehr langem Aufenthalt in der Sonne oder bei sehr intensiver Sonneneinstrahlung sollten Sie Ihre Haut dennoch schützen. Dafür reichen Cremes mit einem LSF 10 oder 20 aus.
WAS BEDEUTET EIGENSCHUTZZEIT?
Die Eigenschutzzeit gibt an, wie lange man ungeschützt in der Sonnen bleiben kann. Mit einem Sonnenschutzmittel kann das Sonnenbad verlängert werden. Der Lichtschutzfaktor (LSF oder SPF) gibt an, wie viel länger man nach Auftragen gefahrlos in der Sonne bleiben kann. Das heißt: Mit einem SPF von 25 darf ein Mensch mit Fototyp 1 und einer Eigenschutzzeit von 5 Minuten 125 Minuten lang in der Sonne bleiben.
Was ist das Richtige für Ihre Haut? (1.704 Zeichen)
Die Faktoren und Fototypen
(dgk) Wer vor 20 Jahren Lichtschutzfaktor fünf benutzt hat, galt schon als Exot: „damit wirst du nie braun“. Normal war Faktor zwei und drei. Heute wissen wir mehr:
1. Auch mit hohen Faktoren bräunt die Haut. 2. Die Sonnenschutzmittel vergangener Tage konnten nur UVB-Strahlen filtern. Damit haben sie die Entstehung von Sonnenbrand zwar unterdrückt. Durch das Fehlen von UVA-Filtersubstanzen wurde aber chronischen Hautschäden den Weg bereitet, denn dieser Anteil vom Spektrum der ultravioletten Strahlen konnte ungehindert in die Haut eindringen. Heute haben viele Sonnenschutzmittel Breitbandfiltersysteme wie zum Beispiel Tinosorb S® oder MPI-Sorb®. Die Untergrenze der Faktoren bzw. Sun Protection Factors (SPF) trägt inzwischen der gestiegenen Strahlungsintensität Rechnung und ist auf die Zahl 12 vorgerückt. Dabei sind diese Produkte nur für vorgebräunte, sonnenunempfindliche Haut gedacht. Rothaarige und / oder hellhäutige Menschen benötigen ultra hohen Schutz, und der liegt bei SPF 50+.
Welcher Faktor für welche Haut?
Jeder Haut- und Pigmenttyp benötigt ein anderes Produkt. Ob Gel, Creme, Stift oder Milch ist nicht nur eine Frage der persönlichen Vorliebe, sondern auch des Hauttyps und der verwendeten Filtersubstanzen im Sonnenschutzmittel. Manche Filter sind fettlöslich, manche nur wasserlöslich, manche lösen sich gar nicht, sondern befinden sich in einer „Suspension“, eine Flüssigkeit mit fein verteiltem Feststoff. Deshalb: Die richtige Galenik bzw. Konsistenz zum Haut- und Fototyp wählen. Ausführliche Beratung gibt es in Apotheken.
Schutz für die normale und empfindliche Haut
| Schutz Faktor (SPF) | Ultra hoch | Sehr hoch | Hoch | mittel |
Körper | Spray | x | x | x | x |
| Milch | x | x |
|
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Gesicht | Creme (trockene Haut) | x | x | x |
|
Gesicht | Gel-Creme (normale H) | x |
| x |
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Besonders empfindliche | Sunblockerstift |
| x |
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Schutz für Kinder und Allergiker: ohne synthetische Filtersubstanzen
| Schutz Faktor (SPF) | Ultra hoch | Hoch |
Körper | Milch | x | x |
Gesicht | Creme | x |
|
Gesicht | Stift | x |
|
Sonne & Senioren (2.489 Zeichen)
Aktinische Keratosen sind Zeichen chronischer Sonnenüberlastung
(dgk) Immer öfter hören Menschen ab etwa dem 40. Lebensjahr beim Hautarzt die Diagnose „aktinische Keratose“. Eine aktinische (auch: solare) Keratose ist eine durch Sonnenlicht bedingte Verhornungsstörung der Haut. Hellhäutige Menschen, die sich häufig und lange im Freien aufhalten, können sie entwickeln, bei dunklen Hauttypen sind sie äußerst selten.
Meist ist es nur eine kleine Stelle auf einem besonders lichtexponierten Bereich. Ohrläppchen, Nasenflügel, Stirn, Schläfe, Glatze; seltener im Nacken und auf den Handrücken. Die wenige Zentimeter große Rötung mit unebener, rauer Oberfläche bereitet keine Beschwerden wie Jucken oder Brennen, ist aber sehr empfindlich und blutet leicht. Später ist sie eventuell von einer gelblich-schuppigen Kruste überzogen. Männern fällt oft auf, dass sie auf der Haut einen Punkt haben, der bei der Rasur leicht aufreißt und schlecht heilt.
Eine aktinische Keratose entsteht durch jahrzehntelange ungehinderte Einwirkung von Sonnenlicht. Sie ist keine Krebserkrankung, kann aber eine Vorstufe zum so genannten „weißen Hautkrebs“ sein. Wenn die veränderten Zellen bis zur Lederhaut vordringen und auch äußerlich sichtbar blumenkohlartig zu wuchern beginnen, dann ist vermutlich Stachelzellkrebs (Spinaliom) entstanden. Die Wahrscheinlichkeit für diesen Übergang beträgt 15 Prozent. Stachelzellkrebs ist ein potentiell bösartiger, also Tochtergeschwülste ausbildender Tumor der Haut.
Es gibt noch eine zweite Art von Krebs, der als weißer Hautkrebs bezeichnet wird: das Basalzellkarzinom (Basaliom). Im Unterschied zum Stachelzellkrebs bilden Basalzellkarzinome sehr selten Metastasen. Zudem entstehen sie nicht aus aktinischen Keratosen. Sie neigen aber zum Wuchern und dringen sogar in Knorpel und Knochen ein. Die Abgrenzung zwischen den genannten Krebsformen und der aktinischen Keratose ist dem Laien kaum möglich. Anders als beim gefürchteten schwarzen Melanom werden beim weißen Hautkrebs keine Pigmente eingelagert. Weißer Hautkrebs hat also eine der Haut ähnliche Farbe und wird deshalb leicht übersehen. Der Arzt muss eine Probe entnehmen und sie zur Untersuchung in ein Labor schicken.
Aktinische Keratosen werden ebenfalls oft kaum wahrgenommen. Eine Therapie ist aber ratsam, denn von frühzeitig entfernten Malen geht keine Krebsgefahr mehr aus. Als Therapie standen lange Zeit physikalische und chirurgische Techniken im Vordergrund, was oft zu Vernarbungen führte. In den vergangenen Jahren wurden schonende Methoden entwickelt, die auch optisch zu einem einwandfreien Resultat führen. Dem Hautarzt stehen zur Behandlung mehrere Mittel zur Verfügung. Äußerlich aufgetragen, teilweise in Kombination mit gezielter UV-Bestrahlung, bringen sie gezielt die veränderten Zellen zum Absterben, gesunde Haut wächst nach. Welche Methode die Richtige ist, ist nicht zuletzt eine Frage des kosmetischen Anspruchs an das Ergebnis.
Prüfen Sie Ihr Risiko – ein kleiner Hautkrebs-Check (777 Zeichen)
(dgk) Nicht der einzelne Sonnenbrand erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Es sind ganz verschiedene Faktoren, die seiner Entstehung den Weg bereiten.
- Familiäre Vorbelastung: Wer nahe Verwandte hat, die an Hautkrebs erkrankt sind, hat ein erhöhtes Risiko, selbst auch daran zu erkranken.
- Sonnenempfindliche Haut: Wer sehr sonnenempfindlich ist (Fototyp I = sehr helle Haut, die zu Sonnenbrand neigt), hat ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.
- Viele Muttermale: Menschen mit mehr als 50 Muttermalen bzw. Leberflecken haben ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.
- Schubweise intensive Sonnenexposition: Kurzzeitige, aber sehr intensive Sonneneinstrahlung (z. B. im Süden am Meer) kann das Hautkrebsrisiko erhöhen.
- Häufige Sonnenexposition: Sehr häufige Sonneneinstrahlung kann das Hautkrebsrisiko erhöhen.
- Sonnenbrände in Kindheit und Jugend erhöhen das Hautkrebsrisiko.
Sonnen-Physik (1.746 Zeichen)
Ultraviolette Strahlen sind energiereich und aggressiv
(dgk) Die Temperaturen steigen, gute Laune macht sich breit. Jung und Alt zieht es in die Sonne. Doch bevor man sich sorglos räkelt, sollte man sich klar machen: Die UV-Strahlung der Sonne ist energiereich und aggressiv.
Sonnenschein enthält neben den sichtbaren optischen Strahlen einen „unsichtbaren“ Anteil, das ultraviolette Licht, kurz als UV-Licht bezeichnet. Hierbei handelt es sich um elektromagnetische Strahlung mit besonders kurzer Wellenlänge. Der Bereich von 280 bis 320 Nanometer (nm) wird als UV-B-Licht bezeichnet, der von 320 bis 380 nm als UV-A-Licht.
Wer sich spärlich bekleidet und ungeschützt in der Mittagssonne ein Schläfchen gönnt, verursacht schwer wiegende Schäden in seiner Haut. Die hohe Energie der ultravioletten Strahlen verändert in den Hautzellen die Struktur von Proteinen und Nukleinsäuren. Besonders aggressiv ist das UV-B-Licht. Treffen zu viele UV-B-Strahlen auf die Haut, so rufen sie eine Entzündung hervor: den Sonnenbrand. Die Haut rötet sich, später wirft sie Blasen. Die Blasenbildung dient dem Selbstschutz: Zellen mit geschädigter oder zerstörter Erbsubstanz sollen sich nicht weiter teilen beziehungsweise vermehren können und werden deshalb abgestoßen. Bei weniger stark betroffenen Zellen können lichtbedingte Schäden in der Erbsubstanz bis zu einem gewissen Grad wieder behoben werden. Über Nacht werden „Reparaturproteine“ aktiv und bessern beschädigte DNA-Stränge aus. Werden dabei Zellen mit angeschlagener Erbsubstanz „übersehen“ kann genau in diesem Moment der Grundstein zum Hautkrebs gelegt werden.
Die Wirkung der UV-A-Strahlung offenbart sich nicht so direkt, ist aber viel nachhaltiger. Die Strahlung dringt bis tief in die Lederhaut ein und zerstört dort die elastischen Moleküle. Die Haut wird faltig und schlaff, es kommt zu vorzeitiger Hautalterung. UV-A-Licht wirkt sich zudem negativ auf die Binde- und Hornhaut am Auge aus. Außerdem werden durch die Freisetzung von Entzündungsmediatoren Hautreaktionen wie „Mallorca-Akne“ und „Sonnenallergie“ ausgelöst.
Sonnen-Nahrung (2.379 Zeichen)
Sonnenschutz und erste Hilfe mit Tomaten, Quark und Co.
(dgk) Was haben Sonnenbrand und Hautschäden mit Ernährung zu tun? Eine ganze Menge! Die Sonne ist beispielsweise für die Produktion von Vitamin D zuständig. An Carotinoiden reiche Nahrung bietet einen gewissen Schutz vor UV-Strahlen. Im Küchenschrank finden sich einige Helfer gegen Sonnenbrand.
Gut für die Knochen: Vitamin D
Vitamine sind wichtige Stoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Ausnahme: Vitamin D. Der Mensch kann es in der Haut selbst produzieren: mittels UV-B-Licht. Erst im Alter ist die Fähigkeit zur Vitamin-D-Bildung deutlich herabgesetzt. Deshalb ist es wichtig, dass sich ältere Menschen täglich draußen aufhalten. Oder reichlich Vitamin-D-reiche Lebensmittel verzehren. Gute Quellen dafür sind Fisch, Ei und Margarine.
Sonnenbeschützende Nahrungsmittel
Ein gewisser Schutz vor Sonnenbrand ist durch bestimmte Lebensmittelinhaltsstoffe möglich. So haben Wissenschaftler die vorbeugende Wirkung von Carotinoiden untersucht. Die Gabe dieser Antioxidanzien erhöhte die Hautpigmentierung und verminderte bei Bestrahlung mit künstlichem UV-Licht die Intensität von Hautrötungen. Forscher schätzen, dass nach mehrwöchiger Einnahme von 25 mg Carotinoiden die Wirkung dem Lichtschutzfaktor 2,4 entspricht.
Auch wer täglich Tomaten isst, verringert sein Risiko, einen Sonnenbrand zu bekommen. Studien haben gezeigt, dass täglich 40 Gramm Tomatenmark, zusammen mit 10 Gramm Olivenöl, nach zehn Wochen das Sonnenbrand-Risiko deutlich senken. Der Inhaltsstoff der Tomate, der für diese Schutzwirkung verantwortlich gemacht wird, heißt Lycopin. Er gehört auch zur Gruppe der Carotinoide und gibt Tomaten ihre intensive rote Farbe. So ganz verwundert die schützende Wirkung der von Pflanzen hergestellten Carotinoide nicht: In Pflanzenteilen unter der Erde dienen sie als Schutz vor Infektionen, oberirdisch schützen sie die Blätter vor UV-Strahlung.
Aber nicht alle Menschen profitieren von der Wirkung der Carotinoide. Für Raucher besteht sogar eine Warnung vor Carotin-Präparaten: Bei ihnen erhöht Beta-Carotin in höherer Dosierung das Lungenkrebsrisiko und das Risiko, an Darmgeschwüren zu erkranken.
Hilfe aus dem Küchenschrank
Wer trotz aller Vorsorge die Intensität der Sonne unterschätzt hat, muss den Brand „löschen“. Hier helfen Après-Soleil-Produkte und Acetylsalicylsäure – oder Hausmittel. Die Zutaten sind meist vorrätig: Kalte Wickel mit Schwarztee oder verdünntem Essig auftragen. Quark oder Joghurt hilft den betroffenen Stellen auch, ebenso das Wannenbad mit einer Tasse aufgelöster Instant-Haferflocken. Aus den Mittelmeerländern kommen Druidentipps vom Ölbaum: Die sonnenbelastete Haut mit purem Olivenöl, Olivenöl und Zitronensaft oder Olivenöl mit geriebener Kartoffel einreiben. Gute Besserung!
Sonnen-Medizin (1.234 Zeichen)
Sonne & Medikamente vertragen sich nicht immer
(dgk) Durch den Trend zu ausgiebigen Sonnenbädern tauchen in Arztpraxen immer häufiger Patienten mit eigentümlichen Hautveränderungen auf. Das Spektrum der Symptome reicht von Hautrötungen über braune Flecken bis hin zu juckenden Bläschen und Quaddeln.
Was Sonnenanbeter meist nicht wissen: Es gibt einen möglichen Zusammenhang zu eingenommenen oder auf die Haut aufgetragenen Medikamenten. Ein Beispiel dafür sind Breitspektrumantibiotika, die Tetracycline enthalten. Wer ein solches Antibiotikum einnimmt, muss damit rechnen, selbst bei kurzem Sonnenbad einen starken Sonnenbrand davon zu tragen. Andere Medikamentengruppen, bei denen es zu unerwünschten Hautreaktionen unter Sonneneinstrahlung kommen kann, sind Arzneien zur Behandlung von Diabetes und Herzkreislauferkrankungen. Folgen sind neben verstärkter Neigung zu Sonnenbrand auch Hautausschläge. Frauen, die die Pille nehmen oder schwanger sind, entwickeln manchmal unschöne braune Flecken im Gesicht, vor allem im Bereich der Augen oder Oberlippe.
In selteneren Fällen kann es durch Einnahme oder äußere Anwendung von Medikamenten zu „fotoallergischen Reaktionen” kommen. Sie äußern sich in flächigen Hautausschlägen. Ausgerechnet Antihistaminika, also Medikamente, mit denen man Allergien behandelt, können diese Hautreaktionen hervorrufen. Gleiches gilt für Sulfonamide, die in einigen harntreibenden Medikamenten und in Antidiabetika enthalten sind.
Künstliche Sonnen besser meiden (699 Zeichen)
(dgk) Besonders Personen, die sich unter der Solariensonne bräunen möchten, sollten unerwünschte Nebenwirkungen von Medikamenten von vornherein ausschließen. Durch die extrem hoch dosierte UV-A-Strahlung der künstlichen Sonne droht großflächiger starker Sonnenbrand. Im Zweifelsfalle gilt: Lassen Sie die Finger von der Sonnenbank und fragen Sie stattdessen Ihren Arzt, ob Sie Selbstbräuner benutzen dürfen.
Wer Medikamente einnimmt, sollte vor einem ausgiebigem Sonnengenuss unbedingt durch den Arzt oder Apotheker abklären lassen, ob sich die Arzneien mit der Sonne vertragen. Falls nicht, muss die Haut besonders gut durch Kleidung, starke Sonnencreme und Schatten vor den UV-Strahlen geschützt werden. Auf Urlaub in einem Gebiet mit sehr intensiver Sonneneinstrahlung sollte dann besser verzichtet werden.
V.i.S.d.P.
Herausgeber:
DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.
Redaktion:
Alexandra Renkawitz (verantw.)
Heike Stahlhut
Michaela Berg
Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten an:
Deutsches Grünes Kreuz
im Kilian
Redaktion dgk
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Telefon: 0 64 21 / 2 93 -174
Telefax: 0 64 21 / 2 93 -774

