DGK e.V. -Spielplatz, Unfall, Unfallprävention, Kinder, Risiken, Sicherheit, Fahrradhelm, Kontrollen
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Sonderpressedienst 'Spielplatz'
Juli 2005

Kinderspielplätze – Orte für sorgloses Toben?
(1.551 Zeichen)

(pgk) Spielplätze sind leider nicht immer Orte für sorgloses Toben, sondern auch Quelle für vielfältige Unfallverletzungen. Neben typischen Unfallfolgen von Stürzen, wie Schürfwunden, und Prellungen, sind mitunter schwere Schädel-Hirnverletzungen, Knochenbrüche und sogar tödliche Unfälle durch Strangulation oder umstürzende Klettertürme zu registrieren.

Generell ist auf folgende Sicherheitsvorkehrungen auf Kinderspielplätzen zu achten:

  • Spielgeräte aus Holz oder Metall müssen fest verankert sein. Steh- und Sitzflächen sollten an ihrer Oberfläche eben sein und keine Beschädigungen (z.B. ausgebrochene Löcher, Holzsplitter) aufweisen.
  • Verschraubungen und Bolzen dürfen nicht vorstehen.
  • Um die Verletzungsgefahr der Kinder bei Stürzen zu verringern, sollten Betonsockel der Spielgeräte und andere im Boden befindliche harte Materialien nicht bis an die Oberfläche des Geländebodens reichen.
  • Der Spielplatzboden und Spielsand sollte frei von Glasscherben und spitzen Gegenständen (z.B. abgebrochene Spielzeugteile) sein.


Sicherheitsmängel und Verunreinigungen stellen eine Bedrohung für Kinder dar. Sie sollten gerade auf Kinderspielplätzen nicht hingenommen werden. Besorgte Eltern können sich an die zuständige Kommunalverwaltung oder die Gesundheitsämter wenden.

Eine detaillierte Anleitung zur Überprüfung von Sicherheitsvorkehrungen auf Spielplätzen hat das Forum Unfallprävention im DGK gemeinsam mit der Elterninitiative „Sichere Spielplätze“ und der Deutschen Gesellschaft für Kunststoff-Recycling (DKR) zusammengestellt. Sie kann unter dem Stichwort „Spielplatz-Check“ kostenfrei gegen Einsendung eines rückadressierten und mit 1,44 € frankierten DIN-A5-Umschlags beim DGK, Forum Unfallprävention, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg angefordert werden.


Gelber Sack leistet Beitrag zur Sicherheit
Recyclingkunststoff bietet Vorteile auf Spielplätzen
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(pgk) Auf Spielanlagen sind überwiegend Geräte aus Holz anzutreffen. Dieses natürliche Material weist auch bei regelmäßiger Pflege mit der Zeit Risse auf, wird an der Oberfläche rau oder sogar brüchig. Im Übergangsbereich zwischen Boden und Luft kann Holz aufgrund erhöhter Feuchtigkeit morsch und damit instabil werden.

Mittlerweile steht für Spielgeräte ein relativ neuer Werkstoff zur Verfügung: Recycelter Kunststoff. Dieser durch Wiederverwertung der Kunststoffverpackungen aus dem Gelben Sack gewonnene Werkstoff bietet Sicherheitsvorteile. Er ist witterungs-, frost- und UV-beständig. Außerdem ist er unempfindlich gegen Feuchtigkeit, Pilzbefall und Fäulnis. Risse an der Oberfläche und Verrottungsprozesse, die zur Instabilität führen, sind also ausgeschlossen. Mit recyceltem Kunststoff können somit Unfallrisiken und sogar Kosten für die Instandhaltung reduziert werden. Wie Holz lässt sich auch Recyclingkunststoff leicht vera-beiten. Man kann ihn sägen, bohren und schrauben. Beim Zuschnitt entstehen keine scharfen Kanten.

Weitere Informationen zur Verwendung dieses recyceltem Werkstoffes sind im Internet unter www.spielplast.de oder www.dkr.de zu finden.


Fahrradhelm – auf dem Spielplatz ein tödliches Risiko
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(pgk) Im Straßenverkehr bieten Helme für Radfahrer einen nachgewiesenen Schutz vor Schädel-Hirnverletzungen bei Sturzunfällen. Auf Spielplätzen, also beim Klettern und Toben an Spielgeräten, stellen die Schutzhelme allerdings ein erhöhtes Unfallrisiko dar. Denn mit den Haltegurten können die Helme an engen Fangstellen oder Seilknoten hängen bleiben und zur Strangulationsgefahr werden. Zudem können spielende Kinder, die auf dem Spielplatz einen Fahrradhelm tragen, an engen Einstiegen und Durchlaufbarrieren, die meist an Kletter- und Rutschgeräten anzutreffen sind, mit dem Helm so heftig anstoßen, dass schwere Genickverletzungen die Folge sein können. Diese Unfallrisiken durch Fahrradhelme gelten übrigens nicht nur an Spielgeräten, – auch beim Klettern auf Bäumen bestehen ähnliche Gefahren.

Das Forum Unfallprävention im Deutschen Grünen Kreuz e.V. rät Trägern von Spielplätzen deshalb dazu, im Eingangsbereich von Spielplatzanlagen kindgerechte Warnhinweise in Form von Piktogrammen aufzustellen, mit denen Kinder und Eltern aufgefordert werden, die Fahrradhelme zum Spielen abzunehmen.

Ergänzung: Die in Mode gekommenen langen Schlüsselbänder, die so „praktisch“ um den Hals gehängt werden können, werden auf Spielgeräten selbstverständlich auch zur Erstickungsgefahr.

d-011-03-01-dgk-helm-ab-kinder-piktogramm-rgb-kl Dieses Piktogramm kann als jpg-Datei in Farbe oder Schwarz-Weiß angefordert werden (Adresse siehe Seite 5 unter Service).


Regelmäßige Sicherheitskontrollen sind notwendig
(1.128 Zeichen)

(pgk) Da spielende Kinder drohende Gefahren nicht immer erkennen und die Folgen ihrer Spielaktivitäten nicht vollends voraussehen können, ist die Einhaltung von Sicherheitsstandards auf Spielplätzen erforderlich. Witterungseinflüsse, Verschleiß oder auch Vandalismus hinterlassen Spuren an Spielgeräten, die schwerwiegende Folgen haben können.

Für Spielplätze gelten folgende Prüfintervalle, die regelmäßig vorgenommen werden müssen:

    • Sichtkontrolle: Je nach Nutzung des Spielplatzes mindest wöchentlich durchzuführen. Offensichtliche Mängel, wie Beschädigungen und fehlendes Fallschutzmaterial sollen dabei erkannt werden.
    • Funktionskontrolle: Alle ein bis drei Monate vorzunehmen, um Funktion und Stabilität der Spielgeräte zu überprüfen. Dazu gehört zum Beispiel das Nachziehen von Schraubverbindungen und das Schmieren von Gelenkverbindungen.
    • Hauptinspektion: Diese jährlich durchzuführende Überprüfung dient zur Feststellung des betriebssicheren Zustandes einer Spielanlage und der Spielgeräte. Sämtliche Bauteile, auch die unterhalb der Erdoberfläche, müssen kontrolliert werden.


Wenn die Ursache eines Unfalls auf mangelnde Sicherheitsstandards, unzureichende Kon-trollen und Wartungsarbeiten zurückzuführen sind, ist der Träger des Spielplatzes in der Verantwortung.


Spielwert – mit Sicherheit
(1.340 Zeichen)

(pgk) Wesentliche Elemente kindlicher Entwicklung sind Spiel und Bewegung. Denn dadurch lernen Kinder ihren Körper, ihre eigenen Fähigkeiten, ihre Umgebung und ihre Mitmenschen kennen. Diese vielfältigen Erfahrungen mit sich und der Umwelt sind wichtig, um Selbstsicherheit und Selbstvertrauen zu erwerben. Spielplätze leisten einen wichtigen Beitrag für die Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten von Kindern. Sie bieten Gelegenheiten für freies Spiel, in dem Kinder ihren eigenen Interessen und Impulsen folgen, mit kindlichem Forscherdrang experimentieren und soziale, motorische und kognitive Lernerfahrungen sammeln.

An die Gestaltung von Spielplätzen sind vielfältige Anforderungen gestellt. Zu attraktiven Spielanreizen, die körperliche und geistige Fähigkeiten anregen und fördern, gehört auch das Ausprobieren der eigenen Grenzen. Allerdings sollte für diese „Grenzerfahrungen“ ein sicherer Rahmen gewährleistet sein. Sicherheit auf Kinderspielplätzen bedeutet, unter Berücksichtigung aller technischen und gestalterischen Möglichkeiten potenzielle Gefahren so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig vielfältige Spielanreize zu schaffen. Auf der Grundlage der Europäischen Norm für Spielplätze sind Freude am Abenteuer und Bestehen eines Risikos als Bestandteil des Spielwertes im Rahmen kalkulierter spielerisch-sportlicher Betätigung sogar erwünscht. Ein Spielplatz zeichnet sich allerdings nicht deshalb durch einen hohen Spielwert aus, weil der Sicherheitszustand in einer abenteuerlichen Verfassung ist.


Holzfressendes Monster auf Spielplatz gesichtet
(1.493 Zeichen)

(pgk) „In der Nacht ist ein Monster auf dem Spielplatz gewesen. Dieses Monster ernährt sich von Holz, es hat an allen Spielgeräten nach Futter gesucht. Dort, wo es am Holz geknabbert hat, sind nun morsche, brüchige Stellen oder Risse im Holz.“

Mit dieser kleinen Geschichte werden Kinder aufgefordert, Spielgeräte genauer unter die Lupe zu nehmen und spielerisch Unfallrisiken und Verletzungsgefahren auf Spielplätzen zu erkunden.

Witterungseinflüsse, Verschleiß oder auch Vandalismus hinterlassen Spuren an Spielgeräten, die schwerwiegende Folgen haben können. Knochenbrüche, Prellungen, Hautwunden, Verstauchungen und Gehirnerschütterungen gehören zu den typischen Verletzungen bei Spielplatzunfällen.

Überwiegend sind auf Spielanlagen Geräte aus Holz anzutreffen. Dieses natürliche Material weist auch bei regelmäßiger Pflege mit der Zeit Risse auf, wird an der Oberfläche rau oder sogar brüchig. Im Übergangsbereich zwischen Boden und Luft kann Holz aufgrund erhöhter Feuchtigkeit morsch und damit instabil werden. Mittlerweile steht für Spielgeräte ein relativ neuer Werkstoff zur Verfügung: Recycelter Kunststoff. Dieser durch Wiederverwertung der Kunststoffverpackungen aus dem Gelben Sack gewonnene Werkstoff bietet Sicherheitsvorteile. Er ist witterungs-, frost- und UV-beständig. Außerdem ist er unempfindlich gegen Feuchtigkeit, Pilzbefall und Fäulnis. Risse an der Oberfläche und Verrottungsprozesse, die zur Instabilität führen, sind also ausgeschlossen. Mit recyceltem Kunststoff können somit Unfallrisiken und sogar Kosten für die Instandhaltung reduziert werden.

Weitere Informationen zur Verwendung dieses recyceltem Werkstoffes sind im Internet unter www.spielplast.de oder www.dkr.de zu finden.


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Klaus Afflerbach
Telefon: 0 64 21 / 2 93 – 132
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Redaktion:

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