DGK e.V. -Jede Frau kann betroffen sein: Doch immer noch wird das Thema Brustkrebs verdrängt. Brustkrebs ist aber die häufigste Krebserkrankung von Frauen in Europa. In Deutschland erkranken nach aktuellen Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) jährlich über 55.10
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Sonderpressedienst 'Brustkrebs'
Juni 2006

Jede Frau kann betroffen sein: Doch immer noch wird das Thema Brustkrebs verdrängt. Brustkrebs ist aber die häufigste Krebserkrankung von Frauen in Europa. In Deutschland erkranken nach aktuellen Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) jährlich über 55.100 Frauen an Brustkrebs, davon etwa 23.200 im Alter unter 60 Jahren. Laut Statistischem Bundesamt sterben etwa 17.500 pro Jahr daran.

Meldungen wie diese erschrecken. Viele Frauen blenden das Thema aus: „Davon will ich nichts wissen!“ Dabei ist Brustkrebs im Frühstadium keineswegs eine aussichtslose Erkrankung! Immer spezifischere, individuell auf die Patientin zugeschnittene Therapiemöglichkeiten stehen heute zur Verfügung. Deshalb sollte die Devise lauten: Handeln statt verdrängen!


Brustkrebs: Gute Heilungschancen bei Früherkennung
Therapie hängt vom Stadium der Erkrankung ab
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(dgk) Diagnostik und Therapie von Brustkrebs haben sich erheblich verbessert. Entscheidend: eine frühzeitige Entdeckung des Tumors.

Der Brustkrebs ist der häufigste Krebs der Frau. Allein in Deutschland erkranken rund sieben Prozent der weiblichen Bevölkerung. Bei der Entstehung von Brustkrebs breiten sich Tumorzellen in den Milchgängen und, weniger häufig, in den Drüsenläppchen aus. Sie können zu bösartigen Tumorzellverbänden wachsen, dem Mammakarzinom. Wird dem Zellwachstum nichts entgegengesetzt, breitet sich der Tumor im Brustgewebe aus, bricht in die Lymph- und Blutbahnen ein und bildet schließlich in entfernten Organen Tochtergeschwülste (Metastasen).

Wenn das Karzinom frühzeitig erkannt wird und es noch nicht zur Bildung von Tochtergeschwülsten gekommen ist, kann die Krankheit vollständig geheilt werden. Der Früherkennung kommt daher eine entscheidende Bedeutung zu.

Brustkrebs verursacht im Frühstadium keine Beschwerden. Da die Heilungschancen am besten sind, wenn der Tumor früh entdeckt wird, sollten alle Register der Früherkennung gezogen werden – von der regelmäßigen Selbstuntersuchung der Brust über die Teilnahme an den Krebsvorsorge-Untersuchungen bis hin zur Mammographie, also der gezielten Röntgenuntersuchung der Brust im Rahmen des Mammographie-Screenings.

Therapiemöglichkeiten

Welche Therapie gegebenenfalls gewählt wird, hängt in erster Linie vom Stadium der Erkrankung ab, aber auch davon, ob der Tumor hormonsensibel ist oder nicht. In Frage kommen Operation, Bestrahlung, Chemo- und Hormontherapie bzw. eine Kombination dieser Therapiemöglichkeiten. Für jede Frau wird ein individueller Behandlungsplan zusammengestellt, in dem Nutzen und Nebenwirkungen genau gegeneinander abgewogen werden.

Ein Tumor im Frühstadium wird durch eine Operation entfernt. Wurde früher fast ausnahmslos die gesamte Brust amputiert, so wird diese Operationsform heutzutage in den seltensten Fällen angewendet, etwa dann, wenn mehrere Tumoren in der Brust gefunden wurden. Möglicherweise sind trotz Operation einige Krebszellen zurückgeblieben. Um diese abzutöten, wird sicherheitshalber die operierte Brust bestrahlt. Nach jeder brusterhaltenden Therapie sorgt die Bestrahlung dafür, dass die Rate der Lokalrezidive – also einer an derselben Stelle auftretenden Tumorerkrankung – deutlich gesenkt wird.

Um das Risiko, dass sich eine neue Geschwulst oder Metastasen bilden, noch mehr zu verringern, wird eine weitere, unterstützende Behandlung, die adjuvante Therapie, angeschlossen. Dabei handelt es sich um eine Chemo- oder/und eine Hormontherapie.

Bei der Chemotherapie gibt man Medikamente, die die Zellteilung hemmen. Diese Zytostatika greifen in erster Linie Krebszellen an, die sich besonders schnell teilen, und hindern sie daran, neue Zellen zu bilden. Der Nachteil der Chemotherapie ist, dass auch andere sich schnell teilende gesunde Zellen geschädigt werden können, zum Beispiel Zellen der Haarwurzeln oder des Knochenmarks. Typische Folge: der vorübergehende Haarausfall. Außerdem kann es zu Übelkeit und Erbrechen, Infektanfälligkeit durch eine Unterdrückung des Immunsystems sowie starke Müdigkeit und Abgeschlagenheit kommen.

Auch eine Hormontherapie kommt sowohl als adjuvante – also vorbeugende – Therapie als auch bei Brustkrebs, der bereits Metastasen gebildet hat, zum Einsatz. Sie ist, verglichen mit der Chemotherapie, relativ nebenwirkungsarm. Voraussetzung für ihren Einsatz ist, dass die Brustkrebstumoren hormonabhängig sind. Dies ist jedoch bei etwa zwei Drittel der Tumoren der Fall. Das neue Konzept der Hormontherapie: Aromatasehemmer sorgen dafür, dass Östrogen, das der Tumor zum Wachsen benötigt, gar nicht erst entsteht.


Brustkrebs – Ursachen und Risikofaktoren
Vererbung, Gewicht, Rauchen und gefährdete „Linke“
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(dgk) Die Mehrheit aller Patientinnen mit Brustkrebs, also etwa 90 bis 95 Prozent der betroffenen Frauen, erkranken „spontan“, ohne dass in ihrer Familie bereits häufiger Brustkrebs aufgetreten wäre oder ein einzelner Risikofaktor wirklich sicher als Auslöser gefunden werden kann. Man geht daher heutzutage davon aus, dass bei der Krankheitsentstehung viele verschiedene Einflüsse gemeinsam beteiligt sind.

Die Ursachen des Brustkrebses sind noch weitgehend unerforscht. Es lassen sich aber bestimmte Risikofaktoren nennen, die die Gefahr einer Brustkrebserkrankung erhöhen.

  • 80 Prozent der Frauen erkranken nach dem 50. Lebensjahr, mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an, weil Fehler in der Zellteilung bei jedem Menschen wahrscheinlicher werden.
  • Ist die Mutter oder eine Schwester, also Verwandte ersten Grades an Brustkrebs erkrankt, so ist das Risiko einer Frau durchschnittlich zwei- bis dreimal höher als ohne erkrankte Verwandte. Eine Risikoerhöhung durch weiter entfernte Verwandte, etwa Tante oder Großmutter, gilt als nicht gesichert.
  • Ein sehr früher Beginn und ein spätes Ende der Regelblutung, das heißt eine verlängerte "hormonaktive" Zeit, also ein später Eintritt der Wechseljahre gilt ebenfalls als Risikofaktor.
  • Keine Geburt oder so genannte späte Erstgeburten: Das erste Kind sollte vor dem 30. Lebensjahr geboren werden, um statistisch einen Schutz vor Brustkrebs zu haben.
  • Auch fettreiche Ernährung, Rauchen (1) und regelmäßiger Alkoholkonsum sind ein zusätzlicher Risikofaktor. Ab 10 Gramm Alkohol pro Tag steigt das Brustkrebsrisiko um etwa 10 Prozent an.
  • Übergewicht steigert das Erkrankungsrisiko. Nach den Wechseljahren werden die männlichen Geschlechtshormone im Fettgewebe der Frau in Östrogene umgewandelt. Das kann gefährlich sein, denn eine langfristig erhöhte Östrogenkonzentration im Blut fördert die Entstehung von Brustkrebs: Das Hormon begünstigt das Wachstum und die Teilung von Zellen der Brustdrüse, dadurch steigt das Risiko einer Entartung zu Tumorzellen.
  • Ist eine Frau bereits an einer Brust erkrankt, so besteht ein erhöhtes Erkrankungsrisiko auch in der anderen Brust. Das erhöhte Risiko hängt unter anderem von der Art des Tumors, dessen Sitz und der Art der Erstbehandlung ab und kann individuell stark variieren.
  • Wird, wie häufig bei Frauen mit Wechseljahrsbeschwerden, eine Hormonersatztherapie (HRT) eingenommen, so kann ein geringfügig gesteigertes Brustkrebsrisiko nicht sicher ausgeschlossen werden (vergleichbar z. B. dem Risiko bei Fettsucht). Nach Absetzen geht das Risiko jedoch rasch zurück. Außerdem ist nicht gesichert, dass durch die Hormone ein Tumor tatsächlich ausgelöst wird, wahrscheinlicher ist es, dass ein bereits vorliegender Tumor im Wachstum stimuliert und damit früher entdeckt wird als es ohne HRT-Einnahme der Fall gewesen wäre. (2)
  • Nachtarbeit: Studien zeigen, dass durch Veränderung der Melatoninausschüttung bei chronischen Nachtarbeiterinnen die Brustkrebshäufigkeit erhöht ist. (3)
  • Gutartige Brusterkrankungen sind in der Regel nicht mit einem erhöhten Risiko verbunden. Eine Ausnahme bildet eine besondere Form der Mastopathie, einer häufig vorkommenden, eigentlich harmlosen Veränderung der Brustdrüse. Nur bei der Mastopathie mit Zellwucherungen untypischer Zellen (atypisch proliferierende Mastopathie), ist das Risiko erhöht.
  • Bei einer Studie (4) mit 12.000 Teilnehmerinnen machten niederländische Forscher eine überraschende Entdeckung: Linkshänderinnen haben ein bis zu doppelt so hohes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Die Forscher der Universität Utrecht hatten mehr als 12.000 Frauen untersucht, die zwischen 1932 und 1941 geboren wurden. Nach der Menopause hatten die Linkshänderinnen unter ihnen ein 40 Prozent höheres Brustkrebsrisiko als die Rechtshänderinnen. Ein Grund für das erhöhte Risiko könnte nach Ansicht der Wissenschaftler sein, dass Linkshänderinnen vor der Geburt in der Gebärmutter stärker mit dem weiblichen Geschlechtshormon Östrogen in Berührung kommen.


(1) Quelle: Cancer Causes and Control, Vol 11, 2000, Seiten 211 - 221
(2) Frauenarzt 47 (2006) Nr. 5, S. 435-439.
(3) z. B. die des Institute of Cancer Epidemiology der Danish Cancer Society unter Leitung des Mediziners Johnni Hansen, MT-Online D, uh - BBC Online News 16.10.2001
(4) Made K. Ramadhani und Cuno S.P.M. Uiterwaal, Julius Center for Health Sciences and Primary Care, University Medical Center Utrecht: British Medical Journal, 26. September 2005, DOI 10.1136/bmj.38572.440359.AE


Mit hoher Qualität dem Tumor auf der Spur
Mammographie-Screening in Deutschland
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(dgk) Wie kommt man dem Brustkrebs auf die Spur? Erfahrungen aus Nachbarländern zeigen: mit dem Mammographie-Screening, einer Reihenuntersuchung, die für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren derzeit bundesweit von der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte und Krankenkassen in Kooperation mit den Ländern eingeführt wird.

Das Programm ersetzt keinesfalls die übliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung, sondern ergänzt sie: Bei der oft als „Krebsvorsorge“ bezeichneten Untersuchung ist die Mammographie nicht enthalten, sondern lediglich das Abtasten der Brust. Der Bergriff „Krebsvorsorge“ ist nicht ganz richtig: Denn dem Krebs kann man damit nicht vorbeugen, sondern ihn unter Umständen so frühzeitig erkennen, dass er noch gut behandelbar ist. Man „beugt“ also nicht „vor“, sondern „erkennt früh“!

Die Teilnahme am Mammographie-Screening ist selbstverständlich freiwillig und kostenlos. Das Neue daran: Sie ist nach den Qualitätskriterien der EU standardisiert. Auf diese Art kann Brustkrebs schon im Vor- oder Frühstadium nachgewiesen werden.

Bei dem Screening-Programm handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie), die hohen Qualitätsanforderungen an Geräte, Personal und Ärzte unterliegt. Regelmäßige Fortbildungen der Ärzte (Gynäkologen und Radiologen), eine Doppelbefundung der Röntgenbilder durch zwei verschiedene Ärzte, im Verdachtsfall auch durch ei-nen dritten Arzt, und eine regelmäßige Kontrolle der technischen Geräte sind Pflicht. Bei unauffälligem Befund werden die Frauen in zwei Jahren wieder eingeladen. Sollte sich aus den Röntgenaufnahmen die Befürchtung einer Krebserkrankung ergeben, werden weitere Untersuchungen zur Abklärung dieses Verdachts vorgenommen.

Die Anfragen, die die Hotline „Mammographie-Screening und Prävention“ des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) erreichen, zeigen, dass noch erheblicher Bedarf an Infor-mation besteht. 70 Prozent der Anruferinnen waren zwischen 50 und 69 Jahre alt, also genau die Zielgruppe des Screening-Angebots. Die Fragen betrafen bisher hauptsächlich Zeitpunkt und Ort, an dem das Screening eingeführt wird. Großes Interesse besteht auch an grundsätzlichen Aspekten: Was ist ein Screening? Wie läuft es ab? Was ist der Unterschied zur bisherigen Mammographie?

Eigentlich sollte dieses Großprojekt, das bereits 2002 vom Bundestag beschlossen wurde, bis Ende 2005 in allen Bundesländern umgesetzt sein, aber der Start verzögerte sich, meist aus organisatorischen Gründen.

Doch inzwischen sind die ersten Screeningeinheiten gestartet: in Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Westfalen-Lippe und Nordrhein. Im Laufe des Jahres sollen flächendeckend die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Brandenburg folgen. Das Saarland, Schleswig-Holstein, Sachsen und Sachsen-Anhalt werden erst 2007 in die Regelversorgung gehen.

Wenn Sie Fragen zum Screening in Ihrer Region haben: Die Hotline des DKFZ „Mammographie-Screening und Prävention“ ist montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr erreichbar unter der Telefonnummer 0 62 21 / 42 41 42.

Das Deutsche Grüne Kreuz e. V. bietet weitere Informationen zum Mammographie-Screening auf www.dgk.de/brustkrebs. Und unter www.mammographie-screening.org/die_karte/die_karte_barrierefrei.php finden Sie stets die aktuellen Informationen zum Stand des Screenings in Ihrem Bundesland, und unter www.senologie.org/patienten/brustzentren.php sämtliche zertifizierten Brustzentren, nach Bundesland geordnet.


Brustkrebs: Selbstuntersuchung zur Früherkennung
Einmal pro Monat abtasten!
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(dgk) Brustkrebs macht normalerweise weder Schmerzen noch andere typische Beschwerden. Frauen sollten daher einmal im Monat selbst ihre Brust abtasten. Das rät das Deutsche Grüne Kreuz e.V. (DGK) in Marburg. Denn frühzeitig erkannt, ist Brustkrebs heilbar. Die Selbstuntersuchung ist dabei eine wichtige Ergänzung zur regelmäßigen Abtastung durch den Arzt bei der Krebsfrüherkennungsuntersuchung und zum Mammographie-Screening für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Spätestens vom 30. Lebensjahr an sollten Frauen mit dem Abtasten beginnen. Der beste Zeitpunkt ist eine Woche nach Beginn der Periode.

Zunächst empfehle sich eine Inspektion vor dem Spiegel, erläutert das DGK. Dabei sollte darauf geachtet werden, ob sich die Brust in ihrer Form, Größe oder Lage verändert hat.

Anschließend werden beide Arme über den Kopf gehoben. Dabei muss beachtet werden, ob die Brüste der Bewegung folgen. Dann streckt man den linken Arm nach oben und legt die rechte Hand flach auf die linke Brust. Mit der jeweiligen Handfläche wird bei geraden und geschlossenen Fingern die Brust mit kreisenden Bewegungen auf Knoten und Verhärtungen abgetastet. Dieses Vorgehen wird auf der anderen Seite wiederholt – mit der linken Hand an der rechten Brust. Dann wird die Brustwarze vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger gedrückt. Sollte dabei Flüssigkeit austreten, achten Sie auf deren Farbe und Beschaffenheit. Schließlich werden auch die beiden Achselhöhlen mit der flachen Hand nach eventuellen Knotenbildungen abgetastet. Anschließend wird die Selbstuntersuchung im Liegen fortgesetzt: Dabei liegt der linke Arm angewinkelt unter dem Kopf.

Handelt es sich bei den Absonderungen aus der Brustwarze um ein blutiges, milchiges oder wässriges Sekret? Tritt es nur aus einer Brustwarze aus? Werden Verhärtungen oder Knoten ertastet oder hat sich die Brust in anderer Weise verändert? Gibt es einen neu aufgetretenen Größenunterschied der Brüste? Dann steht unverzüglich ein Besuch beim Arzt an. Das gilt den Experten zufolge auch dann, wenn sich die Brüste beim Heben der Arme unterschiedlich verhalten oder wenn sich eine der Brustwarzen nach innen zieht. Anlass für einen Arztbesuch sind zudem Hautveränderungen im Bereich der Brustwarze, plötzlich auftretende und nicht mehr abklingende Entzündungen oder Rötungen einer Brust, Knoten oder vergrößerte Lymphdrüsen in der Achselhöhle und aus der Brustwarze austretende Sekrete.

Erschrecken Sie nicht, wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bei sich entdecken sollten. Das heißt noch lange nicht, dass Sie Brustkrebs haben! In den allermeisten Fällen ist nicht Brustkrebs die Ursache der Symptome.


Brustkrebs Infotage
Patientinnen fragen – Experten antworten
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Brustkrebs – vorbeugen, früh erkennen, früh behandeln. Ihre Chance(dgk) Das Deutsche Grüne Kreuz e.V. (DGK) startete bereits im April 2005 die Aufklärungsaktion „Brustkrebs – vorbeugen, früh erkennen, früh behandeln. Ihre Chance“. Zum Start der Kampagne, die zunächst nur in Bayern, dann bundesweit durchgeführt wurde, fanden bereits zahlreiche Informationsveranstaltungen mit Vorträgen, Podiumsdiskussion und individuellen Gesprächen mit Experten statt.

Ziel der Veranstaltungen ist es, die Frauen zwischen 50 und 69 Jahren unter anderem über die zusätzliche Möglichkeit der Früherkennung, das Mammographie-Screening, zu informieren. Dazu konnte das DGK namhafte Mediziner auf den Gebieten der Diagnostik und der Therapie von Brustkrebserkrankungen und die Buchautorin Annette Rexrodt von Fircks (u.a. „Ich brauche euch zum Leben. Krebs – wie Familie und Freunde helfen können“) gewinnen. Die Experten halten Vorträge zu den unterschiedlichsten Aspekten – Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie von Brustkrebs – und sorgen damit für ein breites Spektrum an Informationen. Die Referenten stehen nach der jeweiligen Veranstaltung auch für persönliche Fragen zur Verfügung.

Die Infotage werden jeweils zusammen mit Kliniken, Brustzentren, der Aktion Bewusstsein für Brustkrebs, Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V., BAD, KID, dem Berufsverband der Frauenärzte und vielen weiteren Kooperationspartnern veranstaltet. Begleitende Ausstellungen oder Modenschauen runden das Programm jeweils ab.

Auch in diesem Jahr wird die Aktion fortgesetzt. Veranstaltungen fanden bereits in Offenbach, Rendsburg, Berlin und Mainz statt. Am 24. Juni geht es weiter in Starnberg, voraussichtlich am 20. September in Braunschweig. 


Apotheken Beratungs- und Spendenaktion 2006
für krebskranke Mütter und ihre Kinder
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RvF-Logo_kleiner(dgk) Das Deutsche Grüne Kreuz e. V. (DGK) begleitet in diesem Jahr das Projekt „Gemeinsam gesund werden“ der Rexrodt von Fircks Stiftung für krebskranke Mütter und ihre Kinder. Im Mai 2006 startete bundesweit die Apotheken-Beratungs- und Spendenaktion, die der Stiftung (www.rvfs.de) zu Gute kommt. Spender erhalten in den teilnehmenden Apotheken nicht nur ein Spendenbändchen und Informationen zur Stiftung, sondern auf Wunsch auch umfangreiches Material zum Thema Brustkrebs.

Annette Rexrodt von FircksKinder können durch das hautnahe Miterleben von kranken Müttern und durch die sich daraus ergebenden furchterregenden Gespräche der Kinder untereinander, traumatisiert werden – mit gravierenden Folgen im späteren Leben. „Trifft Krebs Mutter oder Vater von Kindern, die noch zu Hause leben, stehen diese meist alleine mitten im Chaos, vergessen und einsam, weil alle viel zu sehr mit sich selbst und dem Erkrankten beschäftigt sind. Für die Belastungen, denen die Kinder im Verlauf der Krebserkrankung eines Elternteils ausgesetzt sind, haben die Eltern häufig kein oder nur ein eingeschränktes Empfinden, was verständlich ist,“ weiß Annette Rexrodt von Fircks aus eigener Erfahrung. Sie selbst erkrankte mit 35 Jahren an Brustkrebs als Mutter von drei kleinen Kindern. In Deutschland gibt es etwa 150.000 Kinder mit einem an Krebs erkrankten Elternteil.

Ziel des Projektes ist es, an Krebs erkrankten Müttern und ihren Kindern Unterstützung für einen heilsamen Umgang miteinander zu geben, damit beide, Mutter und Kind, die vielschichtigen Probleme der Krise besser lösen können. Erstmalig wird es eine gemeinsame Rehabilitationsmaßnahme für Mütter und ihre Kinder geben. Während eines dreiwöchigen Aufenthalts betreut ein interdisziplinäres Team bestehend aus Gynäkologen, Psychoonkologen, Kinderpsychologen, Physiotherapeuten und Sozialpädagogen Mutter und Kind. Das Projekt wird als Modellvorhaben unter der Leitung des international renommierten Immunologen, Prof. Dr. mult. Kurt S. Zänker, wissenschaftlich betreut und evaluiert.

Annette Rexrodt von Fircks mit ihrer FamilieAnnette Rexrodt von Fircks mit ihrer Familie
Quelle: Rexrodt-Stiftung


Brustkrebs – vorbeugen, früh erkennen, früh behandeln. Ihre Chance
3. überarbeitete Auflage der DGK-Broschüre
(1.093 Zeichen)

(dgk) Noch immer denken etliche Frauen, dass Brustkrebs „in der Familie liegt" oder die Röntgenstrahlen der Mammographie-Geräte Brustkrebs verursachen können. Viele gehen auch davon aus, dass die Diagnose Brustkrebs automatisch das Todesurteil bedeutet. Wussten Sie, dass alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zusätzlich zu der jährlichen Krebsfrüherkennungs-Untersuchung auch alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammographie haben? Beides wird von den Krankenkassen bezahlt und ist kostenlos. Der Grund für diese neue Früherkennungs-Untersuchung: Wenn Brustkrebs frühzeitig erkannt wird, kann er gut behandelt werden und ist in den allermeisten Fällen heilbar.

Lesen Sie alles Wissenswerte über Brustkrebs – Früherkennung, Mammographie-Screening, Diagnose, Therapie – in der 3. überarbeiteten Auflage der Broschüre „Brustkrebs – vorbeugen, früh erkennen, früh behandeln. Ihre Chance“ des Deutschen Grünen Kreuzes e.V.

Die Broschüre erhalten Sie gegen Zusendung eines mit € 1,45 frankierten DIN-A5- Rückumschlages an:
Deutsches Grünes Kreuz
Stichwort: Brustkrebs
Schuhmarkt 4
35037 Marburg

Größere Stückzahlen können wir nur gegen Erstattung der Versandkosten abgeben. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte an Frau Anette Weber unter der Telefonnummer 0 64 21 / 2 93 – 1 23.
Brustkrebs – vorbeugen, früh erkennen, früh behandeln. Ihre Chance]


Fotos und Grafiken
[Selbstuntersuchung der Brust

Abb. 1
Die Selbstuntersuchung der Brust sollte monatlich erfolgen. Foto: pixtal

Wenn Brustkrebs früh erkannt und behandelt wird, liegen die Heilungschancen bei 90 Prozent

Abb. 2
Wenn Brustkrebs früh erkannt und behandelt wird, liegen die Heilungschancen bei 90 Prozent. Foto: pixtal

Frauen schützen sich am besten vor Brustkrebs, indem sie sich zunächst informierenAbb. 3
Frauen schützen sich am besten vor Brustkrebs, indem sie sich zunächst informieren: über die Entstehung, über Risikofaktoren sowie über Möglichkeiten der Früherkennung und der Vorbeugung.
Foto: PhotoAlto

Auch bei Brustkrebs den Mut nicht verlierenAbb. 4
Auch bei Brustkrebs ist die „Kopf-in-den-Sand-Methode“ – die in den wenigsten Lebenslagen weiterhilft – nicht die richtige.
Foto: PhotoAlto

Früherkennung ist lebenswichtigAbb. 5
Früherkennung ist lebenswichtig: So können die Operationen heutzutage in den allermeisten Fällen brusterhaltend durchgeführt werden
Foto: stockbyte

Mehr als 90 Prozent der Tumoren im Frühstadium können geheilt werdenAbb. 6
Mehr als 90 Prozent der Tumoren im Frühstadium können geheilt werden. Und dies mit weitaus schonenderen Methoden als sie früher angewendet wurden.
Foto: imagesource

Aufbau der weiblichen Brust

Abb. 7
Aufbau der weiblichen Brust Grafik: DGK

Ablauf des Mammographie-Screening-Programmes

Abb. 8
Ablauf des Mammographie-Screening-Programmes. Grafik: DGK

Aktionsplakat der Kampagne „Brustkrebs – vorbeugen, früh erkennen, früh behandeln. Ihre Chance“Abb. 9
Aktionsplakat der Kampagne „Brustkrebs –
vorbeugen, früh erkennen, früh behandeln. Ihre Chance“

Selbstuntersuchung der BrustAbb. 10
Selbstuntersuchung der Brust.
Grafik: DGK


Service

Infos im Internet

Umfangreiche und gut verständliche Informationen rund um das Thema „Brustkrebs“ finden sich auf der Homepage des Deutschen Grünen Kreuzes e. V. unter www.dgk.de/brustkrebs

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