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animal, Jg. 1, 1 - 2003
Klein und gemein: Gefahr durch Neospora caninum
Neuer Hundeparasit bedroht Hund und Hornvieh
(2.822 Zeichen)
(animal) Er ist klein und gemein, verursacht Fehlgeburten und stellt eine tödliche Bedrohung für Hunde und Rinder dar. Sein Name: Neospora caninum.
Der "neue Hundeparasit", so die sinngemäße Übersetzung, wurde erstmals in den 80- er Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Gehirn eines Hundes entdeckt. Wenige Jahre später fanden Forscher den selben Erreger auch bei Rindern. Seitdem führen Wissenschaftler zwischen 20 und 40 Prozent aller unklaren Fehlgeburten bei Kühen auf das Treiben von Neospora caninum zurück. Nur: Wie kommt der Parasit vom Hund zum Hornvieh?
Landwirte scheinen die Antwort längst zu wissen: weil Hunde ihr Geschäft auf Wiesen und Weiden verrichten. Mit dem Kot wird nämlich auch der Erreger ausgeschieden, der dann von den Kühen aufgenommen wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Rinder auf der Weide frisches Gras fressen oder mit Heu gefüttert werden. Beim Rind gilt allerdings die Infektion über die Plazenta als einziger natürlicher Infektionsweg: Dabei überträgt eine bereits infizierte Kuh den Erreger während der Trächtigkeit auf ihr Kalb. Denn nicht jedes Tier, das sich angesteckt hat, wird auch augenfällig krank. Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass frischgeborene Kälber den Parasiten bereits in sich tragen - lange bevor sie das erste Mal ins Gras beißen.
Damit Neospora caninum sich entwickeln und verbreiten kann, benötigt der Einzeller zwei Wirte - einen Zwischenwirt (Rind) und einen Endwirt (Hund). Im Zwischenwirt lagert sich der Parasit im Gewebe ab, vorrangig in Muskeln, Gehirn und inneren Organen. Frisst ein Endwirt infiziertes Gewebe, kann sich Neospora caninum im Darm des Hundes vermehren und Dauerstadien ausbilden. Schließlich landen Kot und Parasit im saftigen Grün.
Der Erreger benutzt Hunde allerdings nicht nur als End-, sondern auch als Zwischenwirte. In diesem Fall siedelt der Parasit nicht im Darm, sondern befällt das Gewebe des Hundes - ähnlich wie bei Kühen. Trächtige Hündinnen, die den Parasiten als Zwischenwirt beherbergen, können daher ihren Nachwuchs infizieren, so dass bereits Welpen den Parasiten in Muskeln und Organen in sich tragen.
Doch ob Hornvieh oder Hunde - infizierte Tiere müssen nicht notwendig erkranken. In den meisten Fällen verursacht der Erreger keine oder nur leichte Krankheitszeichen. Erst wenn sich Neospora massiv vermehrt, treten Entzündungsreaktionen im Gehirn auf. Meist sind Gangstörungen die Folge: Die Tiere stolpern, haben keine Kraft mehr in den Beinen und zittern. In schlimmeren Fällen kommt es zu Fieber und Atembeschwerden, die vereinzelt auch zum Tod der erkrankten Tiere führen können. Besonders gefährdet sind Welpen und Jungtiere.
Bislang sind Neosporosen, also Infektionen mit Neospora caninum, eher selten. Aus diesem Grund erfolgt eine Diagnose oft erst nach mehreren Untersuchungen, da kaum ein Tierarzt an den neuen Hunde-Parasiten denkt. Da auch die Therapie oft problematisch ist, müssen hochgradig erkrankte Jungtiere im Regelfall eingeschläfert werden. Infizierte Muttertiere sollten nicht mehr zur Zucht verwendet werden.
Um Hunde vor der Infektionskrankheit zu bewahren, ist es ratsam, ausschließlich Trockenfutter anzubieten oder die Mahlzeiten selbst zu kochen. Auf rohe Rinderherzen oder andere Organe sollten Tierfreunde verzichten, da sie möglicherweise parasitär verunreinigt sind.
Zeckenstiche
Gefährliche Frühsommer-Meningonzephalitis (2.559 Zeichen)
(animal) Kleiner Vampir mit großer Wirkung: Zecken im Hunde- oder Katzenfell sind nicht nur eklig, sondern auch gefährlich. Genau wie Menschen können die Blutsauger auch den Vierbeiner mit lebensgefährlichen Krankheiten infizieren. Mit zahlreichen vorbeugenden Maßnahmen kann man Borreliose und Co. den Kampf ansagen.
Bei Temperaturen von mindestens fünf Grad Celsius warten Zecken im Unterholz auf ihre Opfer. Haben sie einmal gestochen, können sie Zwei- und Vierbeiner mit Zeckenlähmung, FSME (Frühsommer-Meningonzephalitis) oder Borreliose anstecken. Die Zeckenlähmung tritt nur selten auf. Sie entsteht durch das Nervengift (Neurotoxin), das nur mit Eiern beladene Weibchen produzieren. Wird die Zecke nicht entfernt, treten nach fünf bis sieben Tagen erste Lähmungserscheinungen auf, die tödlich enden können. FSME tritt beim Tier ebenfalls äußerst selten auf und führt zu neurologischen Störungen. Borreliose bringt neurologische Ausfälle, Gelenkentzündungen und Entzündungen der Gehirnnerven-Wurzeln mit sich. Durch lange und hochdosierte Antibiotika-Behandlung ist Borreliose aber meistens wieder in den Griff zu bekommen.
Vorbeugende Maßnahmen
Im Gegensatz zum Menschen gibt es für Tiere sogar eine Borreliose-Impfung. "Ein gesundes Tier kann mit zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen grundimmunisiert werden. Die Impfung muss jährlich wiederholt werden", erklärt Tierarzt Dr. med. vet. Alexander Pack. Zusätzlich empfiehlt sich, die Zecken selbst abzuschrecken: Spezielle Halsbänder, Sprays, Tropflösungen und so genannte Spot- on-Präparate, die nur auf eine Körperstelle aufgetragen werden, sind beim Tierarzt erhältlich. Präparate aus dem Fachhandel zeigen oft nur eingeschränkte oder gar keine Wirkung. Ein altes Hausrezept rät zu Knoblauch. Es ist allerdings nicht nachgewiesen, dass die stinkende Knolle als Futterbeigabe oder Körperspray zuverlässig wirkt. Auf jeden Fall sollte der Hund nach jedem Spaziergang und die Katze mindestens einmal täglich nach Zecken abgesucht werden. Bevorzugte "Andock-Stellen" sind die gefäßreichen, dünnhäutigen Partien an Kopf, Hals, Schultern und Achseln.
Erste Hilfe bei Zeckenstichen
Hat dann doch mal eine Zecke zugeschlagen, muss sie so schnell wie möglich mit einer Zeckenzange entfernt werden. Dazu packt man den Schmarotzer dicht an der Haut des Tieres und zieht ihn mit einer leichen Links- oder Rechtsdrehung vorsichtig heraus. Die Drehrichtung ist dabei egal: "Zecken haben kein Gewinde". Die Einstichstelle kann mit Jod desinfiziert werden. Pack rät: "Wenn der Kopf der Zecke stecken bleibt, kann man ihn meistens mit einer feinen Pinzette entfernen. Im schlimmsten Fall muss der Tierarzt die Zecke mit einem kleinen Schnitt heraus nehmen." Nicht nur wirkungslos, sondern sogar gefährlich sind Vernichtungsarten wie Abbrennen und mit Öl oder Nagellackentferner beträufeln. Die Zecke bekommt dann so einen Schreck, dass sie noch schnell vor ihrem Tod den erregerhaltigen Darminhalt in die Einstichstelle erbricht.
K.O. durch Kolik
So vermeiden Sie das Risiko beim Pferd (1.615 Zeichen)
(animal) Unruhig dreht sich die Stute in der Box, schlägt mit den Hinterbeinen gegen den Bauch und wirft sich schließlich stöhnend zu Boden. Die Diagnose hat der Tierarzt schnell gestellt: Das Pferd hat eine Kolik.
Ganz allgemein werden krampfartige Schmerzen eines Hohlorgans im Bauchbereich als "Kolik" bezeichnet. Welche Ursachen für die Beschwerden verantwortlich sind, ist damit noch nicht gesagt. Eine Kolik ist daher ein bloßer Sammelbegriff für Bauchschmerzen, aber keine eigenständige Krankheit.
Koliken können sehr unterschiedlich verlaufen: Sie reichen von leichtem Bauchziehen mit Appetitlosigkeit bis hin zu stärksten Krämpfen mit Todesgefahr. Bei einer Kolik sollte immer ein Tierarzt gerufen werden: Er kann dem Tier sowohl die Schmerzen nehmen, als auch die Risiken abschätzen, die eine Kolik für das betreffende Pferd darstellen. Oft nehmen die Bauchkrämpfe so stark zu, dass aus dem anfänglichen Unwohlsein ein echter Notfall wird.
Koliken entstehen vorrangig aufgrund von plötzlichen Futterwechseln. Folgende Faktoren erhöhen das Kolikrisiko:
- Wechsel der gefütterten Heusorte
- Wechsel des gefütterten Kraftfutters oder Getreides
- Verfütterung von Rundballen
- Fütterung von mehr als 2,7 Kilogramm Hafer pro Tag
- Einschränkung des Weideauslaufs
- Fütterung von verdorbenen oder gefrorenen Futtermittel
Rundballen scheinen die Kolikneigung zu erhöhen, da sie mehr Feuchtigkeit enthalten als gewöhnliche Heuballen. Wurmkuren sollen dagegen das Risiko senken, da starker Wurmbefall ebenfalls Koliken auslösen kann. Weitere Ursachen für das schmerzhafte Leiden sind eingedrungene Fremdkörper, Darmvorfälle, Verschlingung von Darmabschnitten oder Operationen.
Bis der Tierarzt kommt, sollte das Pferd in Bewegung bleiben und im Schritt geführt werden. Liegt das Tier bereits und verweigert das Aufstehen, sollte es mit einer Decke vor Auskühlung geschützt werden.
Infektionskrankheiten bei Fischen
Die häufigsten Erkrankungen unserer geschuppten Freunde (3.832 Zeichen)
(animal) Pilze, Parasiten, Bakterien und Viren können Krankheiten bei Fischen verursachen. Im folgenden finden Sie kurze Beschreibungen der einzelnen Krankheiten und zehn wichtige Regeln zur Vorbeugung.
Krankheiten durch Parasiten
Als Parasiten bezeichnet man ganz unterschiedliche Krankheitserreger wie einzellige Parasiten, Würmer und verschiedene Gliedertiere, zum Beispiel Fischläuse. Allen gemeinsam ist, dass Sie von ihrem Wirt (dem Fisch) leben und ihm, treten sie in großer Zahl auf, schaden.
Eine der häufigsten Krankheiten, die durch einzellige Parasiten verursacht wird, ist die Weißpünktchenkrankheit. Der Parasit, der sie auslöst, heißt Ichthyophthirius multifiliis. Man kann eine Infektion leicht an den weißen Pünktchen (etwa 0,2 bis 1 Millimeter groß) erkennen. Die kranken Fische haben Schwierigkeiten bei der Atmung und schnappen an der Wasseroberfläche nach Luft. Manche scheuern sich auf dem Beckengrund. Die Brustflossen sind gegen den Körper gepresst, die Flossen sind zusammengeklemmt. Erkrankte Fische sollte man schnell von den gesunden trennen, da die Krankheit sehr ansteckend ist. Beim Tierarzt gibt es wirksame Medikamente gegen diese Krankheit.
Würmer können die Haut, die Kiemen, den Darm und selten die Leber der Fische befallen. Hautwürmer verletzen die Haut und verursachen Juckreiz und eine vermehrte Bildung von Schleim. Kiemenwürmer behindern vor allem die Atmung der Fische. Alle Wurmerkrankungen führen in der Regel zu einer Abmagerung und Dunkelfärbung der Fische.
Fischläuse lösen meist Juckreiz aus. Die Fische werden scheu und scheuern sich bei jeder Gelegenheit.
Verschiedene Anti-Parasiten-Mittel sind bei Ihrem Tierarzt oder in Ihrem Fachgeschäft erhältlich.
Pilzbefall
Pilzkrankheiten befallen grundsätzlich Fische, die bereits geschwächt oder gestresst sind. Kontrollieren Sie also bei einem Pilzbefall die Wasserbedingungen. Darüber hinaus breitet sich ein Pilz auch gerne auf Hautverletzungen aus wie sie beispielsweise bei Kämpfen oder bei einer unsanften Behandlung entstehen. Ein Pilz erweckt den Anschein, als ob "Baumwolle" in den Schattierungen Weiß bis Grau auf dem Fischkörper oder seinen Kiemen wächst. Medikamente zur Pilzbekämpfung gibt es bei Ihrem Tierarzt oder in Ihrem Fachgeschäft.
Bakterienbefall
Bakterieller Befall kann in Form von Geschwüren, Hautausschlägen oder Faulen der Haut bzw. der Kiemen auftreten. Antibakterielle Mittel bekommen Sie in Ihrem Fachgeschäft. In schweren Fällen erhalten Sie zusätzlich Antibiotika bei Ihrem Tierarzt.
Viruskrankheiten
Viruserkrankungen treten wahrscheinlich häufiger auf als generell vermutet wird. Eine bekannte Viruskrankheit ist die Lymphocystisinfektion, die man auch Knötchenkrankheit nennt. Bei dieser Krankheit bilden sich kleine, weiße, traubenförmige Geschwülste überall auf dem Körper des Fisches. Glücklicherweise ist diese Infektion selten tödlich. Zur Zeit gibt es noch keine Medikamente gegen Virusinfektionen bei Fischen. Der beste Rat ist, den betroffenen Fisch unter optimalen, stressfreien Bedingungen zu halten. So kann sein Immunsystem das Virus eventuell besiegen.
Vorbeugen ist besser als Heilen!
Hier die zehn goldenen Regeln zur Vermeidung von Fischkrankheiten:
- Kaufen Sie Fische immer bei Händlern oder Züchtern mit gutem Ruf. Kaufen Sie niemals einen Fisch, der krank aussieht.
- Halten Sie einen neuen Fisch für zwei bis vier Wochen in Quarantäne in einem zusätzlichem, kleinem Aquarium.
- Achten Sie immer auf die Wasserqualität im Aquarium. Stellen Sie sicher, dass die Wasserbedingungen (Temperatur, pH-Wert) für die Fischart, die Sie halten, richtig sind.
- Der Raumbedarf von Fischen ist unterschiedlich. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf, wie viele Fische Sie höchstens in Ihrem Aquarium halten können. Als grobe Faustregel können Sie von einem Wasserbedarf von etwa zwei Litern Wasser pro Zentimeter Fisch ausgehen.
- Kaufen Sie keine Fische, von denen bekannt ist, dass sie mit ihren Aquariumsgenossen kämpfen oder sie drangsalieren.
- Entfernen Sie tote oder sterbende Fische; sie könnten sonst das Aquarium vergiften oder Krankheiten übertragen.
- Füttern Sie immer Nahrungsmittel von hoher Qualität und lieber zuwenig als zuviel.
- Verwenden Sie kein Futter, das das Wasser trübt, und entfernen Sie nicht gefressenes Futter aus dem Becken.
- Entfernen Sie tote Pflanzenteile und reinigen Sie Steine und Dekoration zweimal im Jahr gründlich.
- Reinigen Sie Filter und Luftpumpen regelmäßig, wenn nötig wöchentlich.
Katzeklo ... ja, das macht die Katze froh
Unsauberkeit kann Hinweis auf Erkrankungen sein (Zeichen)
Plötzliche Unsauberkeit kann mehrere Ursachen haben - bis hin zu ernsthaften Krankheiten. Diabetes oder Nierenversagen kann zum Beispiel ein Grund sein. Dann produzieren die Tiere soviel Urin, dass man mit dem Auswechseln der Streu nicht nachkommt. Im Allgemeinen raten Tierärzte, mehrere Katzentoiletten aufzustellen, damit sich Mieze immer ein sauberes Örtchen suchen kann.
Die Katzentoilette ist grundsätzlich, wenn sie benutzt wurde, zu säubern. Sensible Tiere ignorieren sie sonst. Wichtig ist die richtige Menge und Sorte Streu. Das Tier muss den Kot ordentlich verbuddeln können. Fremde Streusorten boykottieren sensible Katzen oft. Probieren Sie aus, welches Ihre Katze mag. Hat Mieze eine Streusorte akzeptiert, bleiben Sie am besten dabei. An ein anderes Gefühl unter den Pfoten oder an einen fremden Geruch gewöhnen sich viele Katzen nur widerwillig. Meiden Sie Desinfektionsmittel beim Säubern des Katzenklos, diese Gerüche können Mieze nämlich regelrecht stinken. Auch die Größe und Höhe des Katzenklos spielen eine große Wohlfühlrolle. Die Toilette muss reichlich Platz zum Hinhocken bieten und einen hohen Rand, damit die Streu beim Scharren nicht durch die Gegend fliegt. Ein Dach über dem Kopf - also ein geschlossenes Klo - mögen die meisten Katzen nicht. Sie bevorzugen für ihre stillen Momente gute Rundumsicht.
Besonders für sensible Tiere ist der richtige Standort sehr wichtig. Katzen brauchen Ruhe fürs Geschäft. Musik, Durchgangsverkehr und zugige Flure empfinden viele Tiere als Bedrohung.
Ist der passende Platz fürs Klo gefunden - ruhige Ecken eignen sich besonders, weil Mieze dann nur noch zwei Seiten sichern muss - sollte es dann auch dauerhaft dort bleiben. Denn muss Mieze ihr Klo erst lange suchen, vergeht ihr vielleicht die Lust dazu und sie benutzt einen von ihren Menschen unerwünschten Ort.
TIPPS:
Wenn Bello Pillen schlucken muss (993 Zeichen)
(animal) Für einen Hund sind Pillen nichts Selbstverständliches. Wenn Ihr Hund Medizin braucht, sollten Sie wissen, wie er sie trotzdem einnimmt. Es kann schwierig sein, Ihr Tier dazu zu bewegen, Tabletten zu nehmen, die der Tierarzt verschrieben hat. Es gibt jedoch einige Tricks, die sich bei vielen Heimtierhaltern und Tierärzten bewährt haben. Wenn Sie Ihrem Heimtier das nächste Mal eine Tablette geben müssen, versuchen Sie es mit einer der folgenden Methoden:
Foto: DGK
- Zerkleinern Sie die Tablette, und mischen Sie Pulver oder Bröckchen unter die Nahrung bzw. in einen Leckerbissen.
- Verstecken Sie die Tablette in einem Klumpen der Lieblingsnahrung Ihres Tieres oder auch in einem an sich verbotenem Leckerbissen wie süßem Brotaufstrich. - Bitten Sie Ihren Tierarzt um einen "Pilleneingeber", eine Art Spritze, mit der die Tablette in den Rachen geführt wird.
- Massieren Sie sanft die Kehle, um das Schlucken anzuregen.
- Fragen Sie Ihren Tierarzt, ob es Alternativen zur Tablette, zum Beispiel flüssige Medizin, gibt.
- Wenn Sie überhaupt nicht weiterkommen, geben Sie unbedingt Ihrem Tierarzt Bescheid. Eventuell wird er dann die Medikamente per Spritze verabreichen müssen.
Katzenkiller Teebaumöl (1.115 Zeichen)
(animal) Teebaumöl genießt den Ruf, ein natürliches und nebenwirkungsfreies Heilmittel zu sein. Aus diesem Grund greifen immer mehr Tierbesitzer auf Teebaumöl zurück - sei es, um Flöhe zu verscheuchen oder kleinere Wunden zu betupfen. Katzenhalter sollten jedoch vorsichtig sein: Bereits wenige Tropfen vom Öl der australischen Pflanze reichen aus, um die geliebten Samtpfötchen ins Jenseits zu befördern.
Zu den typischen Symptomen einer Teebaumöl-Vergiftung zählen Gangstörungen, Zittern, Unruhe und Abmagerung, die im weiteren Verlauf oft zum Tod der Katze führen.
Die Giftigkeit des Teebaumöls erklärt sich durch seinen Gehalt an Phenolen und Terpenen. Während der Fellpflege nehmen Katzen diese Stoffe in toxischen Mengen auf und erkranken.
Phenole sind aromatische Hydroxylverbindungen, während Terpene in den ätherischen Ölen von Pflanzen vorkommen. Beide Stoffgruppen sind in der Natur weit verbreitet und zeichnen sich durch einen meist angenehmem Duft aus. Da Phenole und Terpene für Katzen toxisch sind, sollten Besitzer auch andere ätherische Öle meiden, beispielsweise von Oregano, Thymian oder Zimt.
Grundsätzlich gilt: Was Menschen gut tut, kann für Haustiere eine tödliche Gefahr darstellen. Aus diesem Grund gehört die Behandlung eines Tieres immer in die Hände eines Veterinärmediziners.
Knabberspaß für Wellensittiche (1.118 Zeichen)
(animal) Knackige Körner haben Wellensittiche zum Fressen gern. Doch ebenso lieben sie frische Kost wie Äpfel und Karotten, Löwenzahn und Blattsalat. Grünfutter stellt eine willkommene Abwechslung im Speiseplan der kleinen Sänger dar und versorgt die Piepmätze mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen. Doch damit die Vögel bedenkenlos futtern können, sollten Sie folgende Hinweise beachten:
- Achten Sie darauf, dass die verfütterten Pflanzen frisch und sauber sind.
- Bieten Sie weiterhin Körner an.
- Wilde Kräuter wie Löwenzahn oder Vogelmiere sollten vor der Fütterung gewaschen und trocken getupft werden, um mögliche Schadstoffe zu entfernen.
- Stellen Sie Ihrem Vogel nur kleine Menge zur Verfügung und entfernen Sie die Reste am Abend.
- Bieten Sie das Grünfutter regelmäßig an, etwa zwei bis drei Mal pro Woche, um Verdauungsstörungen zu vermeiden.
Obst und Salate sind für Wellensittiche nicht nur gesund. Das Grünzeug ist auch ein probates Mittel gegen Langeweile, da die Vögel lange etwas zu beißen haben. Im Vergleich zum Grünfutter ist die traditionelle Körnerkost reinstes Fast-Food.
Für angenehmen Zeitvertreib sorgen auch frische Zweige von Äpfel- oder Birnenbäumen, Weiden, Ahorn oder Haselnuss. Werden die Äste in den Käfig gehangen, können sich Wellensittiche stundenlang mit Knabbern beschäftigen. Angenehmer Nebeneffekt: Das lästige Benagen von Käfig und Sitzstange entfällt.
AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
Infektionsrisiko Hundefell (2.199 Zeichen)
(animal) Das Fell von Hunden kann mit einer weitaus größeren großen Zahl von Eiern des Hundespulwurms Toxocara canis kontaminiert sein als der Erdboden. Zu diesem Fazit kommen Wissenschaftler aus Großbritannien und Irland. Für ihre Untersuchungen, deren Ergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift "The Veterinary Record" veröffentlicht wurden, hatten sie Fellproben von 60 Hunden von verschiedenen Orten in Irland und Großbritannien untersucht. In jeder vierten Fellprobe wurden sie fündig. Bei einer näheren Untersuchung von 71 Eiern erwiesen sich 4,2 Prozent als "embryoniert" und 23,9 Prozent als "im Prozess der Embryonierung befindlich".
Dabei waren die gefundenen Mengen beachtlich. Bei den "embyonierten" Eiern wurde 180 und bei den "im Prozeß der Embryonierung befindlichen" Eier wurde 20 pro Gramm Fell entdeckt. Die Autoren weisen darauf hin, dass dies Mengen weit über denen liegen, die gewöhnlich im Erdboden gefunden werden. Somit gehe von direkten Kontakt mit Hunden ein weitaus größeres Infektionsrisiko aus als von kontaminiertem Erdboden.
Der Hundespulwurm - Toxocara canis - ist ein häufiger Parasit von Hund, Wolf und Fuchs. Der Mensch kann sich mit so genannten "embryonierten" Eiern des Hundespulwurms infizieren. Während sich in Hund, Wolf oder Fuchs als Endwirt die befruchteten Eier zu erwachsenen, etwa 16 cm langen Hundepulwürmern entwickeln, erfolgt im Menschen die Entwicklung des Hundespulwurms nur bis zum Larvenstadium. Als Wanderlarven (Larva migrans viszeralis) führen sie beim Fehlwirt Mensch zur so genannten "Toxocariasis". Häufig verläuft die Infektion symptomlos. Das Blutbild der Patienten zeigt häufig (80 Prozent) eine deutliche Vermehrung der eosinophilen Granulozyten. Ebenso ist das Gesamt-Immunglobulin E (IgE) im Blut erhöht. Außerdem können als klinische Symptome zusätzlich Fieber (80 Prozent), eine krankhafte Vergrößerung der Leber (Hepatomegalie), Husten mit asthmatischen Beschwerden (70 Prozent), Magen-Darm-Beschwerden oder Nesselsucht (Urtikaria) auftreten. Ebenso neurologische Symptome, wie zum Beispiel epileptische Anfälle oder Lähmungserscheinungen bei Wanderlarvenbefall des Gehirns (20 Prozent), Endophthalmitis (Infektion im Inneren des Auges) oder Chorioretinitis (Aderhaut- und Netzhautentzündung des Auges) bei Wanderlarvenbefall des Auges, der zur Erblindung des betroffeneren Auges führen kann. Diese Erkrankungen können noch Jahre nach der Ansteckung auftreten.
Quelle: Wolfe A. and I. P. Wright, Human toxocariasis and direct contact with dogs, The Vet Record, Vol 152, Number 14, pp 419-422, 5th April 2003
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