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animal, Jg. 2, 3 - 2004
Q-Fieber
Auf Schafweiden kann Erreger lauern
(3.280 Zeichen)
(animal) “Seit Jahren größter Q-Fieber-Ausbruch in Deutschland” – so oder ähnlich lauteten 2003 die Schlagzeilen. Dabei betrafen die Erkrankungen nicht nur Tiere, sondern auch Menschen. Auch das Jahr 2004 begann wieder mit einer Schlagzeile: Im Landkreis Esslingen waren bereits Anfang Februar mehrere Personen an Q-Fieber erkrankt.
Erreger des Query-Fiebers – auch Balkan-Fieber genannt – ist Coxiella burnetii, ein Bakterium aus der Familie der Rickettsien. Es zeigt eine enge Verwandtschaft zu den beim Menschen gefürchteten Legionellosen. Als Zoonose befällt es vor allem Paarhufer: Schafe, Rinder und Ziegen. Es können aber auch Wildtiere wie Rehe und Füchse betroffen sein. Hunde oder Katzen, sogar Vögel sind ebenfalls gefährdet.
Coxiella burnetii ist außer in Neuseeland und der Antarktis weltweit verbreitet. In Deutschland kam es zu Ausbrüchen von menschliche Erkrankungen zum Beispiel in der Nähe von infizierten Schafherden (in Hessen) oder beim Besuch eines Bauernmarktes, auf dem ein infiziertes Lamm geboren wurde (in Westfalen).
Die Erreger werden durch Inhalation infektiösen Staubes übertragen - dies ist der häufigste Weg beim Menschen – oder durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Fäkalien. Im Tierbereich spielen infizierte Zecken und ihr Kot eine wichtige Rolle. Für Deutschland ist hierbei vor allem die Schafszecke Dermacentor marginatus als Überträger von Tier zu Tier zu nennen. Coxiella burnetii wurde aber auch in Läusen, Milben und Fliegen entdeckt.
Erkrankungen beim Tier erkennt man oft durch Aborte während der Trächtigkeit. Wird der Fötus ausgetragen, sind die Jungtiere ebenfalls infiziert. Infizierte Tiere bilden meist Antikörper, ohne dass der Erreger aber vollständig eliminiert wird. Das bedeutet, dass die Krankheit unter besonderen Bedingungen wieder aufflackern kann und damit die Tiere wieder ansteckend sind. Auch die Nachgeburt und das Fruchtwasser befallener Schafe gelten als hochinfektiös.
Neben Tieren können sich auch Menschen anstecken, bei denen es allerdings nur in etwa der Hälfte der Fälle zu schweren Erkrankungen kommt: Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen sowie Atemwegssymptome bis zur Lungenentzündung treten auf. Als Komplikation können Herz- oder Leberentzündungen (Hepatitis) hinzukommen. Besonders betroffen von schweren Erkrankungen sind Patienten mit Herzklappen-Fehlbildungen oder Schwangere, die zudem häufig Fehlgeburten haben.
Bei Tieren ist nur eine Therapie erforderlich, wenn sie hochträchtig sind. Breiter Einsatz zum Beispiel von Tetrazyklinen kann eine Herde nicht sanieren. Besser geeignet sind Methoden zur Verringerung des Zeckenbefalls, wie bei Schafen mit Pyrethroiden vor Beginn der Zeckensaison.
Um vor allem direkte Kontakte von Menschen zu infizierten Tieren und die von ihnen ausgehende Kontamination zu verhüten, gilt Folgendes: Schwangere sollten vor allem kalbende Kühe oder lammende Schafe meiden. Schafherden sollen nicht näher als 500 Meter von Wohngebieten weiden. In Streichelzoos sollen zum Beispiel Schafe regelmäßig untersucht werden. Auch für die Haltung und Ausstellung von Tieren bei Tierschaus oder im Zirkus sollen bestimmte Regeln eingehalten werden. So sollten hoch trächtige oder werfende Tiere überhaupt nicht ausgestellt werden.
In Gebieten mit einer Zunahme von Q-Fieber-Fällen muss eine systematische Erfassung der Durchseuchung der Tierherden sowie der Nach- und Totgeburten von Rindern und Schafen erfolgen.
Impfung
Für Tiere, etwa für Rinder, gibt es einen französischen Impfstoff, der im Einzelfall auch zum Einsatz bei Schafen erwogen werden kann. Für Menschen gibt es zum Beispiel in Australien einen Impfstoff, der aber wegen seiner schlechten Verträglichkeit bei uns nicht empfohlen ist.
Meldepflicht
In Deutschland sind Q-Fieber-Infektionen bei Mensch und Tier meldepflichtig.
Quellen:
RKI: RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten, Erstveröffentlichung Epidemiol. Bulletin 37/2002, aktualisiert September 2003; www.rki.de
RKI: Epidemiol. Bulletin 8/2004
Buchholz, Udo: Rickettsiose: Q-Fieber; Deutsches Ärzteblatt 100, 30, Juli 2003, S. 1557
Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg: Erforderliche Maßnahmen beim Auftreten von humanen Q-Fieber-Epidemien; www.landesgesundheitsamt.de
Dackellähme: das Kreuz mit dem Kreuz
Nicht nur Teckel sind betroffen
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(animal) Bandscheibenvorfälle treten nicht nur bei Menschen auf, sondern auch bei Hunden. Ähnlich wie bei Frauchen oder Herrchen verursacht der Vorfall auch bei den Vierbeinern stärkste Schmerzen, die mit Lähmungen der Hinterbeine – seltener auch der Vordergliedmaßen – einhergehen können.
Entgegen der volkstümlichen Bezeichnung “Dackellähme” trifft die Erkrankung nicht nur Dackel, sondern auch andere Rassen. Besonders krankheitsanfällig sind Hunde mit langem Rückgrat wie Pekinesen, Spaniel, Bassets oder Schäferhunde. Statt von Dackellähme sprechen Tierärzte daher lieber von Diskopathie.
Eine Diskopathie kann sich in unterschiedlichen Schweregraden äußern. Bei einem leichteren Fall ist der Bindegewebsring, der die Bandscheibe an Ort und Stelle hält, noch intakt. Die Bandscheibe ist aber bereits vorgewölbt und drückt schmerzhaft auf das Rückenmark. Als Folge wölben die betroffenen Hunde den Rücken auf und entwickeln einen wankenden Gang.
Wird dagegen nichts unternommen, entwickelt sich meist ein vollständiger Bandscheibenvorfall. Dabei reißt der Bindegewebsring und die Bandscheibe tritt in den Wirbelkanal. Als Folge treten stärkste Schmerzen sowie Lähmungen im Bereich der Hintergliedmaßen auf. Versucht der betroffene Hund zu laufen, zieht er in Sitzstellung seine Beine hinter sich her.
Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Bei leichteren Fällen kommen Arzneimittel zum Einsatz, die die Entzündung hemmen und die Muskeln entspannen. Schmerzmittel wird der Tierarzt dagegen nur in seltenen Fällen verabreichen, denn der Schmerz schützt das Tier vor falschen Bewegungen. Grundsätzlich sind Springen oder Treppenlaufen für die betroffenen Hunde tabu.
Bei einem vollständigen Bandscheibenvorfall mit Lähmungen ist eine Operation oft unvermeidbar. Die betroffenen Tiere müssen dem Arzt allerdings sehr zügig vorgestellt werden, damit der Eingriff erfolgreich verläuft. Doch ob leicht oder schwer: Ein Bandscheibenvorfall fordert Geduld. Oft dauert es Wochen, bis die Beschwerden des Hundes nachlassen – ganz wie beim Menschen.
Immer mehr Krankheiten im Meer
Herpes bei Schildkröten, Stress bei Austern
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(animal) Eine Langzeitstudie der Cornell University (www.cornell.edu) und des National Center for Ecological Analysis and Synthesis (NCEAS) (www.nceas.ucsb.edu/) belegt die Zunahme von Krankheiten bei den meisten Arten von Meeresorganismen. Die Studie zeigt, dass vermehrt Krankheiten bei Meeresbewohnern wie Säugetieren, Weichtieren und Seeigeln auftreten. Dies gilt jedoch nicht für Fische. Grund für Letzteres ist jedoch nicht die Abnahme der Krankheiten bei Fischen, sondern die Abnahme der Fischbestände selbst. Zurückzuführen ist dies auf Überfischung der Meere und andere Faktoren.
Die Studie deckt zum Beispiel auf, dass Meeresschildkröten immer häufiger an Tumoren leiden, die von einem Herpesvirus ausgelöst wurden. Weichtiere, wie zum Beispiel gezüchtete Austern, weisen immer häufiger Stresssymptome auf, die durch Klimaveränderung und Aquakultur-Praktiken hervorgerufen werden können. Einzig Seegras und Haie zeigen keinen Anstieg von Krankheiten. Auch unter ihnen gibt es zwar Krankheiten, sie scheinen aber nicht häufiger aufzutreten.
Die Ergebnisse der Studie werden im Magazin Public Library of Science Biology (www.plosbiology.org) veröffentlicht. Jessica Ward, Doktorandin der Cornell University und Hauptautorin der Studie, stellt zu den rückläufigen Fischbeständen folgenden Vergleich an: “Ohne Zweifel gibt es immer weniger Fälle von Lungenentzündung bei Veteranen des zweiten Weltkrieges, das heißt jedoch nicht, dass die Veteranen gesünder werden. Sie werden einfach weniger, und genauso ist es auch mit Fischbeständen.” Tatsächlich gibt es unter einigen Fischspezies nur noch so wenige Exemplare, dass keine Untersuchungen über einen Anstieg der Krankheiten mehr möglich sind.C. Drew Harvell, Cornell-Professor für Ökologie und Evolutionsbiologie, bemerkt, dass dies die erste quantitative Studie ist, die zum Ergebnis kommt, dass Krankheiten bei Tieren in Ozeanen im Steigen sind. Schwierig war es vor allem, frühere Daten mit Vergleichszahlen zu finden. Es wurde auf Literatur zurückgegriffen und gezählt, wie oft Krankheiten bei Meerestieren früher schon aufgetreten waren. Eine Gegenprobe wurde gleichzeitig mit der Verbreitung von Waschbären-Tollwut, einer am Land sehr häufigen Krankheit unter Tieren, gemacht, und verglichen, wie viele Fälle von Waschbär-Tollwut es in der Literatur gibt und wie diese Zahlen in der Realität heute aussehen. Da die Zahlen übereinstimmten, kann man also auf frühere Literaturangaben zurückgreifen.
Ekzemerpferde: Gefahr durch Desensibilisierung
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(animal) Um Allergien zu lindern, können Desensibilisierungen hilfreich sein. Besitzer von Ekzemer-Pferden sollten allerdings vorsichtig sein: Die bislang erhältlichen Lösungen, die zur Desensibilisierung in der Veterinärmedizin verwendet werden, können für die betroffenen Tiere gefährlich werden. Darauf macht Professor Wolfgang Leibold aufmerksam, Leiter der Immunologie der Tierärztlichen Hochschule in Hannover.
“Die Desensibilisierung ist eine gute Sache und kann zur Heilung einer Allergie führen, sofern ein klar definiertes Allergen zur Verfügung steht, wie zum Beispiel die allergieauslösenden Anteile am Bienen- oder Wespengift”, erklärt Leibold: “Nur wenn man mit gereinigten und für den einzelnen Patienten zuverlässig nachgewiesenen allergieauslösenden Substanzen behandelt, darf man von einer allergiespezifischen Immuntherapie sprechen. Bei Pferden, die auf Speichelbestandteile bestimmter Insektenarten allergisch reagieren, ist der Versuch einer Desensibilisierung allerdings problematisch: Statt genau definierter Allergene kommen Lösungen aus zerkleinerten Insekten zum Einsatz. Diese Lösungen enthalten etwa zu 0,1 Prozent die eigentliche allergieauslösende Substanz, aber zu 99,9 Prozent andere Stoffe. Dies eine allergiespezifische Immuntherapie zu nennen, ist Vortäuschung falscher Tatsachen, die zudem gefährlich sein kann."
Die Gefahr einer Behandlung mit solch undefinierten Lösungen besteht darin, dass das Immunsystem des Pferdes auch gegen andere Substanzen in diesem Gemisch sensibilisiert wird. Dadurch kann die allergische Reaktionsbereitschaft auf zusätzliche Substanzen ausgeweitet werden, selbst wenn sich unter einer derartigen Desensibilisierungsbehandlung die Allergie für einige Wochen oder Monate bessern oder vorübergehend verschwinden sollte. “Statt einer De-Sensibilisierung findet häufig eine Hyper-Sensibilisierung (= Allergisierung) statt”, warnt der Experte.
Wenn Zecken auf den Hund kommen
Was hilft wirklich?
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(animal) Kaum steigen die Temperaturen über zehn Grad Celsius, beginnt auch schon die Zeit der Blutsauger. Hunde, die durch den Wald stromern, fangen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Zecken ein. Um Waldi, Bello und Co. vor ungebetenen Besuch zu schützen und den kleinen Biestern den Appetit zu verleiden, bietet der Handel eine Vielzahl von Produkten an. Zur Auswahl stehen Halsbänder, Sprays, Spot-on-Präparate, Pulver oder Shampoos. Viele dieser Anti-Parasitaria sind mittlerweile auch in Apotheken oder Drogerien erhältlich. Doch nicht alle Zeckenmittel sind wirksam oder für jeden Hund geeignet. Welches Produkt für Ihren Vierbeiner in Frage kommt, erfahren Sie bei Ihrem Tierarzt. Nur dieser kann Sie ausführlich beraten und auf mögliche Nebenwirkungen aufmerksam machen.
Für Katzen ist einzig der Wirkstoff Fipronil als Spray oder Spoton zur Zeckenprophylaxe zugelassen.
Zeckenstiche sind nicht nur lästig, sondern unter Umständen auch gefährlich. So können die kleinen Spinnentiere bedrohliche Krankheiten übertragen wie zum Beispiel Borreliose, Babesiose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). (siehe Kasten)
Wichtig: Mit einer speziellen Zeckenzange lassen sich die Insekten fassen und unter sanftem Zug aus der Haut ziehen. Keinesfalls sollte man sie zuvor mit Öl abtöten, denn gerade im Todeskampf setzen Zecken ihren möglicherweise infektiösen Speichel ab.
Halsbänder
Etwa zehn Prozent der angebotenen Halsbänder gegen Zecken leisten gute Dienste. Bevor Sie jedoch unnötig Geld ausgeben, sollten Sie Ihren Tierarzt fragen, welche Produkte sinnvoll sind. Ein genereller Nachteil von Halsbändern ist, dass sie oft gesundheitsbedenkliche Wirkstoffe enthalten. Auch müssen sie ständig getragen werden. Das kann für Jagdhunde problematisch sein, da sie sich mit dem Halsband im Unterholz verfangen können. Zudem müssen sie möglichst vor dem Schwimmen ausgezogen werden.
Inzwischen gibt es ein Halsband, das den gegen Milben und Insekten hochwirksamen und für Hunde ungiftigen Stoff Deltamethrin enthält. Zudem breitet sich Deltamethrin durch die Fettschicht der Haut über den ganzen Körper aus, da es im Blut unlöslich ist.
Seit Ende 2002 ist der Wirkstoff Deltamethrin für Hunde auf dem Markt. Deltamethrin wird weltweit in enormen Mengen produziert und in der Landwirtschaft großflächig als Insektizid eingesetzt. Es gilt als das effektivste aller bekannten Insektizide und Akarizide. Eine toxische Wirkung auf Säuger und Vögel ist dagegen nur bei extremer Überdosierung nachweisbar. Da es durch Sonnenlicht zerstört wird und biologisch abbaubar ist, reichert es sich nicht in der Nahrungskette an. Hoch toxisch ist es allerdings für Fische, in denen es aber nur in Ausnahmefällen nachgewiesen wurde.
Sprays
Die meisten Sprays sind nur wenig wirksam. Oft stört jedoch der starke Geruch Zwei- wie Vierbeiner gleichermaßen.
Spot-on-Präparate
Die Tropfen werden direkt ins Nackenfell der Hunde geträufelt. Einige der Produkte sind hochwirksam, andere nur mäßig. Auch hier hilft der Tierarzt bei der Wahl des richtigen Mittels und gibt Tipps für die Anwendung.
Pulver und Shampoos
Shampoos oder Pulver halten Zecken oft wenig auf Abstand. Bewährt hat sich aber ein neues Produkt mit dem Wirkstoff Deltamethrin – als Halsband und Shampoo erhältlich –, das vor allem bei der in südlichen Ländern weit verbreiteten Leishmaniose wirksam ist. Es ist verschreibungspflichtig und ausschließlich beim Tierarzt erhältlich.
Die häufigsten bei uns durch Zecken übertragbaren Krankheiten |
Was Sie schon immer wissen wollten:
(1.153 Zeichen)
Warum Hunde...
... ihr Spielzeug mit dem Maul schütteln
Wölfe brechen auf diese Weise ihrer Beute das Genick, sie “beuteln” es. Im Spiel imitieren Hunde dieses angeborene Verhaltensmuster.
... sich in Mist oder Aas wälzen
Viele Hunde wälzen sich in stark riechenden Dingen wie Jauche oder Mist. Dadurch versuchen sie, ihren eigenen Geruch zu überdecken, um sich leichter an die Beute anschleichen zu können. Suhlen sich Hunde dagegen in Aas, wollen sie anderen Rudelmitgliedern einen Futterfund anzeigen.
... heulen
Wölfe, Kojoten oder Schakale heulen, um ihr Revier zu markieren und mit dem Rudel Kontakt aufzunehmen. Aus diesem Grund heulen auch Haushunde. Stimmen sie zum Beispiel in das Heulen einer Sirene ein, so “antworten sie instinktiv einem (scheinbaren) “Artgenossen”.
... scheinträchtig werden
Unter Wölfen wird von mehreren Weibchen oft nur eines tragend. Da es aber notwendig ist, dass sich mehrere erwachsene Tiere um den Nachwuchs kümmern, werden mehrere Weibchen scheinträchtig. Dieses Verhalten zeigen auch Haushunde – häufig zum Leidwesen ihrer Besitzer.
... sich im Kreis drehen, bevor sie sich hinlegen
Wildtiere drehen sich vor dem Niederlegen mehrfach um ihre Achse, um Gras oder Schnee niederzutreten. Auf diese Weise prüfen sie gleichzeitig den Liegeplatz auf Steine, Stöcke oder Dornen. Als Instinkthandlung zeigen auch Hunde dieses Verhalten.
MELDUNGEN
Kochen für Piepmätze gefährlich?
Teflonbeschichtungen sind extrem giftig
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(animal) Kanarienvögeln, Wellensittichen und anderen Heimvögeln sollte ab sofort Küchenverbot erteilt werden. Denn Dämpfe, die beim Kochen und Braten aus Teflonpfannen und anderen Küchenutensilien entweichen, sind für unsere gefiederten Freunde extrem giftig. Akute Atemnot und starke Krämpfe, die zum Tod des Vogels führen können, sind die Folgen, warnt das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz in Berlin.
Besonders groß ist die Gefahr bei neu gekauften Geräten, die mit Teflon beschichtet sind. In den Anleitungen zu diesen Geräten findet sich meist der Hinweis, dass diese vor dem ersten Gebrauch für etwa 15 Minuten erhitzt werden sollen. Dabei dampft eine Schutzschicht ab, deren Dämpfe auch für den Menschen gesundheitsschädlich sein können. In diesem Fall sollte gut durchgelüftet und die Heimtiere vorher in einen entfernten gut geschlossenen Raum gebracht werden. Aber auch von bereits gebrauchten Geräten mit Teflonbeschichtung geht dann eine Gefahr für die Heimvögel aus, wenn das Gerät zu stark (über 280° C) erhitzt wird. Pfannen und andere Küchengeräte sind daher nie unbeaufsichtigt auf dem Herd zu lassen.
Neben Pfannen sind heutzutage auch viele andere Geräte mit Teflon beschichtet, zum Beispiel die Herdplatten und der Backofen eines neuen Küchenherdes, Raclettegrills, Töpfe, Waffelautomaten, Brotbackmaschinen, Bügeleisen und -bretter und zahlreiche andere Geräte, die erhitzt werden. Sollten Sie Anzeichen einer Vergiftung bei Ihrem Heimtier feststellen, dann hilft nur noch, schnellstmöglich einen Tierarzt aufzusuchen!
Leishmaniose bei spanischen Hunden sehr verbreitet
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(animal) Fast jeder zehnte Hund in Katalonien und Madrid ist mit Leishmanien infiziert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie einer deutschen Tierarzneimittelfirma, an der etwa 100 spanische Tierärzte beteiligt waren. Die Tierärzte ordneten die Leishmaniose, die durch Sandfliegen übertragen wird, neben Räude und Ehrlichiose als eine der am häufigsten diagnostizierten Erkrankungen in ihrem Tätigkeitsbereich ein. Auch in anderen Regionen Spaniens waren Leishmanien weit verbreitet: Murcia 9,1 Prozent; Castilla-La Mancha 5,0 Prozent; Balearen 6 Prozent und in der Region Navarra 4,4 Prozent.
Trotz der hohen Verbreitung ist das Wissen der Tierbesitzer über die auch auf Menschen übertragbare Erkrankung unzureichend. Nur fünf Prozent der befragten Tierbesitzer waren ausreichend informiert.
Quelle: ProMED-mail, a program of the International Society for Infectious Diseases, 24.05.04
EU-Heimtierausweis: Verwendungstermin verschoben
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(animal) Besitzer von Hunden, Katzen und Frettchen können in diesem Sommer weiter wie bisher mit ihren Haustieren verreisen. Bis zum 1. Oktober 2004 gelten für sie die gewohnten nationalen Regelungen. Im November vergangenen Jahres hatte die EU-Kommission einen europaweiten “Heimtierausweises” beschlossen, der das Reisen mit Tieren in Europa einfacher machen sollte. Allerdings waren die meisten Mitgliedstaaten nicht in der Lage, die neue Regelung zum vereinbarten Starttermin am 3. Juli dieses Jahres umzusetzen.
Um Störungen des Reiseverkehrs in der Sommersaison zu vermeiden, hat die Europäische Kommission am 9. Juni 2004 eine flexible Übergangslösung beschlossen. Bis 1. Oktober 2004 bleiben die bisher geltenden einzelstaatlichen Bestimmungen bestehen. Während die neue Regelung am 3. Juli in Kraft tritt, ermöglicht der Beschluss auch die parallele Anwendung der bisherigen Regelung bis zu ihrem Auslaufen am 1. Oktober. Nach der neuen, vereinfachten Richtlinie ist die einzige Bedingung für die Mitnahme von Katzen, Hunden und Frettchen zwischen den EU-Mitgliedstaaten eine gültige Tollwutimpfung. Die Besitzer brauchen sich nur an ihren Tierarzt zu wenden, damit dieser das Tier impft und den Ausweis mit den Angaben zur Impfung aktualisiert. Tierhalter die nach Irland, Schweden und Großbritannien reisen, sollten sich aber rechtzeitig mit den dort geltenden zusätzlichen Vorschriften vertraut machen.
Nähere Informationen erhalten Sie per e-mail unter heimtierausweis(à)kilian.de
Mehr Lebensfreude mit einem Haustier
Buchtipp: Der goldige Muck
(1.494 Zeichen)
(dgk) Oft ist das größte Glück älterer Menschen ein eigenes Tier. Egal, ob Wellensittich, Hund oder Katze, immer ist einer da, der vertraut ist, der zuhört, tröstet, aufmuntert und aktiv hält, ein treuer Weggefährte, an dessen Seite das Leben einen Sinn hat. Tiere vermitteln Lebensfreude. Etwa 1,5 Millionen Menschen über 60 Jahre wissen das und halten einen Hund, weitere 1,8 Millionen besitzen eine Katze. Daneben gibt es unzählige Seniorenhaushalte, in denen Vögel, Fische, Kaninchen und andere Kleintiere ein Zuhause haben. Diese Haustiere tragen – nicht zuletzt, weil sie artgerecht versorgt werden müssen – zur stressfreien Aktivierung und Strukturierung des Tagesablaufes der Senioren bei. Ein Haustier liefert Gesprächsstoff, schafft Kontakte und weckt das gemeinsame Interesse. Seit mehr als 20 Jahren werden die positiven Effekte des Zusammenlebens von Mensch und Tier erforscht; speziell die Auswirkungen auf die körperliche, psychische und soziale Befindlichkeit. Die zahlreichen Studien belegen: Die Beschäftigung mit einem Haustier hält Geist und Körper auch im Alter noch viele Jahre rege.
Ein schönes Beispiel dieser glücklichen und gesunden “Zweisamkeit” im Alter zeigt die Neuerscheinung aus dem VERLAG im KILIAN, “Der goldige Muck”.
Bei gemeinsamen Spaziergängen mit ihrem Golden Retriever Muck (animal-Lesern bereits bekannt durch einige Abbildungen in den vergangenen Ausgaben) hat die Ärztin Dr. med. Ute Quast ihre Geschichten ausgesponnen: Beobachtungen und Gedanken über Hunde, das Leben und die Welt in ihrer Vielfalt, aber eben auch das Älterwerden. In Briefen an seine Verwandten und Freunde kommt Muck selbst zu Wort. Und seine Sicht der Welt ist besonders amüsant.
Dr. Ute Quast, Der goldige Muck, 184 Seiten, Format 13,2 x 21 cm / Hardcover, € 16,90, ISBN 3-932091-89-2, VERLAG im KILIAN
Service-Informationen
Bildmaterial
Die Fotos können von Redaktionen in Schwarz-Weiß oder Farbe kostenlos per E-mail angefordert werden unter:
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Telefon: 0 64 21 / 2 93 - 1 40
E-mail: michaela.berg(à)kilian.de
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