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animal, Jg. 3, 4 - 2005
Vogelgrippe
Gefahr für Haustiere?
(5.236 Zeichen)
(animal) Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, hat nach Asien nun auch Russland und Europa erreicht. Das Virus befällt Wildvögel, Ziervögel und Geflügel in Tierhaltung, vor allem Hühner und Puten. Da die meisten Hausvögel jedoch nicht in Kontakt mit freilebenden Vögeln kommen, ist die Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus nur sehr gering.
Eine Kohlmeise, die durch ein angekipptes Fenster in eine Rudolstädter Wohnung flog, trieb die 61 Jahre alte Mieterin aus Angst vor der Vogelgrippe in die Flucht, meldete die Nachrichtenagentur dpa Anfang November. Die Rentnerin rief die Polizei. Zwei Beamte begaben sich unverzüglich auf Rettungsmission zu der aufgeregten Dame. Die Meise habe keine Anzeichen einer Krankheit gezeigt und nur etwas verängstigt gewirkt. Die Polizisten öffneten ein Fenster - und schenkten dem Vogel die Freiheit.
Ein paar Tage später sorgte eine tote Möwe auf dem Scharmützelsee von Bad Saarow (Oder-Spree) für Aufregung. Offenbar sensibilisiert durch die Debatte um die Vogelgrippe, meldete sich der Entdecker des Tieres bei der Polizei. Diese wiederum informierte – „unverzüglich“ – das Veterinäramt und das Ordnungsamt. Der Tierarzt nahm die Möwe schließlich zur Untersuchung mit, teilte die Polizei mit. Ergebnis: Wieder Fehlalarm!
Im Oktober wurde offiziell bestätigt, dass bei Geflügel in der Türkei, in Rumänien sowie auch im europäischen Teil Russlands und in Kroatien der in Asien zirkulierende, für Geflügel gefährliche (hochpathogene) Virusstamm H5N1 nachgewiesen wurde. Die Vogelgrippe hat die Europäische Union erreicht. In Deutschland ist allerdings noch kein Fall bei Tier oder Mensch
bekannt. Zur Abwehr der Vogelgrippe gilt hierzulande seit 19. Oktober eine generelle Stallpflicht für Geflügel. Das „Aufstallungsgebot“ gilt sowohl für gewerbliche als auch für Hobby-Tierhalter. Bis zu 25.000 Euro Bußgeld droht bei Zuwiderhandeln.
Wildvögel tragen auch in Deutschland Vogelgrippe-Viren in sich, der besonders gefährliche Erreger H5N1 wurde allerdings noch nicht nachgewiesen. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts könnte der Erreger durch illegale Transporte eingeschleppt werden. Bei Zugvögeln sei diese Gefahr für Deutschland jedoch momentan gering bis mäßig. Von
Tauben, die viele Städte bevölkern, geht nach Einschätzung von Behörden keine große Gefahr aus. Sie gelten als wenig empfänglich für das Virus.
Das Vogelgrippe-Virus wurde in Thailand auch bei Schweinen, toten Tigern und Leoparden nachgewiesen. Könnte es hier zu Lande auch auf Hunde, Katzen, Rehe und Füchse übertragen werden? Rein theoretisch lässt sich das nicht ausschließen, so das Friedrich-Loeffler-Institut. Aber die Gefahr sei derzeit überhaupt nicht gegeben. Auch der Naturschutzbund NABU sieht keinen Grund zur Panik. Kein Mensch braucht sich vor dem Rotkehlchen im eigenen Garten zu fürchten. Seine Haustiere muss man ebenfalls nicht gleich im Zwinger oder Stall einsperren. Sollten jedoch Vogelgrippe-Viren auch in unserem Land auftreten, dann ist Vorsicht geboten. Denn die Übertragung vom Haustier auf den Mensch ist einfacher und gefährlicher, als von Vogel auf Mensch.
Der Seuchenerreger wird von infizierten Tieren weitergegeben, kann aber auch durch Kleider, Schuhe oder andere Gegenstände aus infizierten Gebieten übertragen werden. Auch Souvenirs wie Federn sind tabu. Eine Ansteckung durch Essen, durch Produkte wie Eier und Geflügelfleisch, gilt als eher unwahrscheinlich, das Virus ist sehr empfindlich und wird beim Kochen und Braten abgetötet. Reisende sollten direkte Tierkontakte in Geflügel haltenden Betrieben in den betroffenen Ländern und Gebieten vermeiden und auf den Besuch von Geflügelmärkten verzichten, nur durchgegartes Essen zu sich nehmen und keine Tiere von dort importieren.
Vorsicht, aber keine Panik! Der Kontakt mit dem Federvieh muss allerdings schon sehr intensive Formen annehmen, bis das Virus auch auf Säugetiere und den Menschen übergreift. So brach in einem kommerziell geführten Tigerzoo in Thailand eine Epidemie unter den Großkatzen aus, denen Geflügel als Futter in großem Stil gereicht wurde. Völlig überschätzt, vor allem in unseren Breiten, wird dagegen die mögliche Gesundheitsgefährdung von Menschen durch Zugvögel. Freilebende Vögel halten fast ausnahmslos von sich aus eine große Distanz zum Menschen ein.
Pandemie?
Zur Zeit wird viel über eine mögliche Pandemie (weltweit auftretende Epidemie) aufgrund des asiatischen Vogelgrippevirus H5N1 diskutiert. Sollte durch Austausch der Erbinformation ein neues Virus entstehen, das nicht nur, wie das zurzeit beobachtet wird, in Einzelfällen bei sehr engem Kontakt auf den Menschen übertragen wird, sondern die Fähigkeit bekommt, auch von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion weitergegeben zu werden, ist eine Pandemie durchaus wahrscheinlich.
Prinzipiell liegt die Gefährlichkeit der Viren in der nicht vorhandenen Immunität der Bevölkerung und ihrer ausgeprägten Fähigkeit zu rapider genetischer Veränderung, welche zu einer Anpassung an den Menschen führen kann Dazu zählt auch ihre Eigenart, mit anderen Viruspartikeln neuartige Virenkomplexe mit vollkommen neuen Qualitäten zu bilden. Nach diesem Muster wurden beispielsweise die Keime der Asiatischen und der Hongkong-Grippe neu zusammengemischt. Ein solches Ereignis, die Verbindung bestehender Humanvirusstämme mit dem derzeitigen asiatischen H5N1 Vogelvirus, stellt die eigentliche Schreckensvision der Epidemologen dar.
Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit für eine Neukombination zwischen dem asiatischen H5N1-Virus und aktuellen humanen Influenzaviren eher gering. Der Gießener Influenza-Experte Prof. Dr. Christoph Scholtissek sagt: „Das Vogelinfluenzavirus ist um etwa 1900 auf die Menschen übergegangen und wurde seit dieser Zeit auch von Mensch zu Mensch weitergegeben. Es befindet sich immer noch in einer Anpassungsphase durch Mutation und Selektion. Die heutigen menschlichen H1N1- und H3N2-Viren sind aber bereits so verschieden von Vogelinfluenzaviren, dass eine Rekombination (Mischung der Gene) zu einem „Supervirus“ außerordentlich unwahrscheinlich ist.
Wissenschaftliche Beratung:
PD Dr. Stephan Pleschka, Justus-Liebig-Universität Giessen, Institut für Medizinische Virologie
Weitere Informationen:
Informationsblatt für Geflügelhalter des FLI vom 29.08.2005
www.verbraucherministerium.de
Tierisch fit durch den Winter
Winterjacken und Fellschuhe sind unnötig
(3.110 Zeichen)
(animal) Wenn die Temperaturen sinken und es draußen stürmt und schneit, ziehen Menschen ein paar wollene Socken, dicke Fellschuhe, zusätzliche Schichten Kleidung, Schal und Mütze an. Hunde tragen zwar Sommer wie Winter das gleiche Fell, doch dieses passt sich den geänderten Wetterverhältnissen an: Das Hundefell besteht aus dem Deckhaar und der so genannten Unterwolle, die sich mehr oder weniger dicht bildet, abhängig davon, ob sich Hunde primär in geheizten Räumen aufhalten oder im Freien leben.
Besonders nordische Hunderassen sind gut für den Winter gerüstet, da ihre Unterwolle sehr dicht ist und ihnen so selbst arktischer Frost nichts anhaben kann. Kurzhaarrassen, wie Dobermann oder Boxer besitzen zwar kaum Unterfell, frieren aber trotzdem im Winter nicht, wenn sie sich ausreichend bewegen. Ein gesundes Tier kann die mitteleuropäischen Temperaturen im Winter problemlos vertragen – auch ohne zusätzliche „Hunde-Winterjacke“. Kalt wird ihm erst, wenn es sich über längere Zeit reglos an einer Stelle aufhalten muss und auskühlt. Wenn ein Hund allerdings krank, geschwächt oder alt ist, könnte ein Mäntelchen sinnvoll sein. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass der Mantel nicht aus Plastik ist und den Körper des Tieres nicht abschnürt.
Doch wie sieht es mit den Pfoten aus? Frieren die nicht?
Auch Hundepfoten passen sich erstaunlich gut den unterschiedlichen Wetterbedingungen an. Ihre groben Krallen wirken wie Spikes, die sich bei schnellem Lauf in den Untergrund bohren und so für eine gute Bodenhaftung sorgen. Auf Salz oder Splitt, das im Winter gegen Eis und Schnee gestreut wird, sind die Tiere jedoch nicht vorbereitet: Scharfe Eiskanten und Firnschnee können an den ungeschützten Pfoten zu oberflächlichen bis tiefen Schnittverletzungen und Schürfwunden führen. Die gestreuten Splitsteinchen sind für die im Winter ohnehin empfindlichere Ballenhornhaut oft schmerzhaft, und nicht selten spießt sich sogar ein Steinchen in die feuchte und daher recht weiche Pfotenhaut ein. Streusalz kann in kleinen Hornhautrissen unangenehm brennen und zu Verätzungen führen.
Wieder zu Hause beginnen die Tiere dann ihre schmerzenden Pfoten intensiv zu lecken, wodurch zusätzlich noch Keime in die kleinen Wunden und Verletzungen einmassiert werden. Die Folge sind Leckekzeme, Zwischenzehenekzeme, eitrige Hautentzündungen und Bewegungsunlust durch wunde, schmerzhafte Pfoten, eventuell sogar Pilzbefall, da die Haut als Schutzbarriere defekt ist. Auf das Ablecken größerer Salzmengen reagieren magenempfindliche Tiere zudem mit Verdauungsstörungen oder Erbrechen.
Vorbeugend können Sie vor dem Spaziergang die Pfoten des Hundes mit Pfotenbalsam, Schutzspray oder aber Melkfett oder Vaseline einreiben, damit sich keine Eisklumpen, Salz oder Matsch zwischen den Zehen oder Ballen festsetzen können. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass Ihr Hund möglichst neben dem Gehweg im Gras oder Schnee läuft, und für größere Spaziergänge nach Möglichkeit ungestreute Waldwege oder Wiesen aussuchen. Sind die Pfoten doch in Kontakt mit dem Salz gekommen, sollten sie mit lauwarmem Wasser oder besser Käsepappeltee (Eichenrindentee) abgespült werden. Sind die Pfotenballen bereits rissig oder wund, so ist Hirschtalgcreme (erhältlich in jeder Apotheke) ein bewährtes Hausmittel. Damit sich der Hund die Salbe nicht sofort ableckt, kann man (eventuell über Nacht) einen Salbenverband anlegen und so genannte Booties darüber ziehen. Solche im Fachhandel erhältlichen Pfötchenschuhe eignen sich nur, wenn der Hund eine verletzte Pfote hat, die sauber gehalten werden muss. Ein gesundes Tier benötigt diesen Schutz nicht.
Hörgeräte für Hunde und Katzen
Mit Hightech gegen Schwerhörigkeit
(2.366 Zeichen)
(animal) Wenn ein Hund nicht hört, liegt es nicht immer daran, dass er schlecht erzogen oder einfach störrisch wie ein Esel ist. Viele Hunde – und auch Katzen – sind schwerhörig, entweder angeboren, altersbedingt, oft aber auch durch Infektionen oder plötzliche Lärmtraumata. Einen solchen Lärmschaden erfährt das Tier nicht etwa durch dauernden Verkehrslärm, sondern vielmehr durch einen so genannten Impulslärm wie Knaller, Böller oder platzende Autoreifen. Dieser ist meist irreversibel.
Erbliche Taubheit ist eine zum Beispiel beim Dalmatiner verbreitete Erkrankung. Ungefähr 8 Prozent der Rasse werden völlig taub geboren, weitere 22 bis 24 Prozent werden mit einseitiger Taubheit geboren. Erkennen kann man einen solchen Hörschaden verlässlich durch den so genannten BAER-Test (Brainstem Auditory Evoked Response), oder auch Audiometrischer Test. Dieser wissenschaftliche Test kann ab dem Alter von sechs Wochen durchgeführt werden. Er misst die Reaktion des Gehirnes auf akustische Stimulanz in jedem Ohr. Solche Tests werden nur bei wenigen Tierärzten in Deutschland durchgeführt.
Dr. med. vet. Alexander Pack hat beispielsweise etwa 200 vierbeinige Patienten pro Jahr. „Das Patientengut setzt sich zum überwiegenden Teil aus Dalmatinern und Miniatur-Bullterriern zusammen“, berichtet Pack. Die Zuchtverbände dieser Rassen schreiben eine audiometrische Untersuchung vor. Oftmals werden aber auch ältere Tiere in seiner Praxis in Spiesen-Elversberg vorgestellt, die plötzlich nicht mehr hören. „Darunter sind nicht selten auch Katzen“, so Pack.
Engagierte Tierärzte und Akustiker versuchen nun seit einigen Jahren, Hörgeräte für Tiere zu entwickeln. Vorbild ist dabei die Humanmedizin: implantierte Hörhilfen für Kleinkinder, so genannte Cochlear-Implantate. Noch gibt es kein anerkanntes Therapiekonzept für Tiere. Der Hörgeräteakustiker Hans Rainer Kurz aus dem ostfriesischen Wiesmoor hat in Zusammenarbeit mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover als erster weltweit sowohl einem Hund als auch einer Katze eine Hörhilfe implantiert - ein digitales Hülsenhörgerät: Das Tier erhält dabei, ähnlich wie beim Piercing, ein kleines Röhrchen durch das Ohr. Damit wird der Schallaustritt vor das Trommelfell, die Schallaufnahme jedoch hinter das Ohr verlagert. Das Gerät hat etwa die Größe einer halben Cent-Münze und ähnelt einem Ohrschmuck. Die Lautstärke wird zunächst erst schwach eingestellt, damit das Tier sich langsam an die Geräusche gewöhnen kann. Doch schon nach einigen Stunden könnten Hund und Katzen wieder richtig gut hören. Kurz hatte die tierischen Implantate zuvor getestet - aber nicht etwa in Tierversuchen: Er war selbst Versuchskaninchen und hat das Implantat in Eiswasser, der Sauna, bei Sonne, Regen, Wind und Sand getragen.
Quellen:
„Haustier bekommt Hörgerät“ in: Cellesche Zeitung vom 01.02.2003
„Weltneuheit: Hörgerät für die Katz“ Ostfriesenzeitung, 17.03.2003
„Hörgeräte für Katzen“ Kronen Zeitung, Wien vom 22.08.2003
Tierärztliche Hochschule Hannover: www.tiho-hannover.de/
„Untersuchungen zur Selektivität von neuentwickelten mehrkanaligen Innenohrelektroden bei intra-cochleärer elektrischer Stimulation“ Dissertation von Anja Sommer, 2000:
http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/sommera_2000.pdf
Winterschlaf unterm Panzer
Schildkröten im Kühlschrank?
(4.721 Zeichen)
(animal) Ob eine Schildkröte Winterschlaf hält, ist abhängig von der Rasse. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass europäische Landschildkröten (z. B. Testudo hermanni oder Testudo graeca) im Winter schlafen, die tropischen hingegen machen keinen Winterschlaf. Letztere sind allerdings in unseren Breitengraden noch selten.
Unter Experten ist die Notwendigkeit des Winterschlafs unumstritten. Dafür sprechen: Der Winterschlaf gehört zu ihrem Lebensrhythmus. Das natürliche Verhalten wird somit gefördert. Der Winterschlaf ist notwendig, damit Schildkröten im nächsten Frühjahr paarungsbereit sind. Der Winterschlaf unterstützt die Regeneration des Organismus (Fettleber und andere „Luxuserkrankungen“ werden minimiert).
Man sollte nur absolut gesunde Tiere überwintern lassen. Lassen Sie dafür beim Tierarzt eine Kotprobe auf Würmer, die Formfestigkeit des Panzers, Haut- oder Panzerschäden untersuchen und achten Sie auf eventuelle Erkältungen, erkennbar durch trübe Augen oder Nasenausfluss. Damit der Winterschlaf nicht zur Todesfalle wird, sollten die Tiere über ein angemessenes Gewicht verfügen und somit über ausreichende Fettreserven. Eine Entwurmung trägt zu einem guten Gesundheitszustand bei.
Bis zum Eintritt des gewünschten Termins für den winterlichen Tiefschlaf sollten Sie Temperaturen und Futterangebot langsam herunterfahren. Eine adäquate Ernährung mit Mineralstoffen, Vitaminen und UV-Bestrahlung über das Jahr hinweg schützt vor Krankheiten. Der Darm der Schildkröte entleert sich über immer reduziertere Nahrungsaufnahme in den drei bis vier Wochen vor dem Winterschlaf von ganz allein.
Für die Überwinterung bietet sich eine Box mit Laub und Erde im frostfreien Keller an. Wichtig ist eine relativ gleichbleibende kühle Temperatur zwischen 4 und 8 Grad Celsius (°C ) und hohe Luftfeuchtigkeit. Man kann die Schildkröte auch in einer geräumigen Kunststoffbox mit Luftlöchern im Gemüsefach des Kühlschrankes bei etwa 4 °C überwintern lassen. Dies ist kein Scherz! Der Boden der Box sollte mit einem Gemisch aus Erde, Rindenmulch, Sand und Laub gefüllt und ausreichend feucht sein. Der Kühlschrank bietet einige Vorteile: gute Kontrollmöglichkeit des Tieres und gleichmäßig niedrige Temperaturen. Zur Sicherheit sollte man mit einem externen Digitalthermometer, dessen Fühler in die Luftlöcher der Kiste geführt werden, die Temperatur kontrollieren. „Das geht auch per Funk“, ergänzt Dr. med. vet. Alexander Pack.
Der Kühlschrank sollte nur für die Schildkröten reserviert sein. Schon aus hygienischen Gründen empfiehlt es sich nicht, offene Lebensmittel und Schildkrötenbehälter nebeneinander aufzubewahren. Aber auch häufiges Öffnen des Kühlschranks stört die Ruhe der Tiere. Ein wöchentlich einmaliges Öffnen der Kühlschranktür zum Luftaustausch reicht aus, so Pack. Also: Den alten Schrank im Keller, der im Sommer Bier, Saft und Wasser schön kalt gehalten hat, leer räumen und bis zum Frühjahr den Kröten überlassen. Ungeeignet sind hingegen Dachböden, Geräteschuppen im Garten, Gewächshäuser oder der Balkon. Hier sind die Temperaturschwankungen im Frühjahr und im Spätherbst zu groß, zudem kann die Schildkröte in kalten Wintern erfrieren.
Das Erwachen bzw. Wecken sollte behutsam vonstatten gehen. Zunächst sollte die Schildkröte für einen Tag in einen etwa 15 °C kühlen Raum, anschließend ins Terrarium, ohne die Beleuchtung einzuschalten. Am nächsten Tag beginnt man wieder mit der vor dem Winterschlaf üblichen Einschaltzeit für die Beleuchtung. Die Schildkröten werden handwarm gebadet und sofort gefüttert, damit die Darmtätigkeit angeregt und der Kotabsatz gefördert wird. Beim ersten Bad stillen die Schildkröten auch ihren Durst und füllen den „Wasserspeicher“ wieder auf. „Das kann einige Minuten dauern“, erklärt Tierarzt Dr. Pack. Erschrecken Sie daher nicht, wenn das Tier für geraume Zeit mit dem Kopf unter Wasser verschwindet. Auch bei der Futteraufnahme gilt: Keine Angst, die eine frisst früher, die andere später. In jedem Fall sollte 14 Tage vor und nach dem Winterschlaf nur leichte Kost gereicht werden. Innerhalb kurzer Zeit erholt sich die Schildkröte und frisst oft mehr als zuvor.
Bei Wasserschildkröten muss die Panzerlänge des Tieres mindestens 10 Zentimeter betragen. Tiere mit einem kürzeren Panzern sind noch zu jung und nicht kräftig genug für die Überwinterung bzw. den Winterschlaf. Wasserschildkröten überwintern am besten in Aquarien oder Plastikwannen. Der Wasserspiegel darf die Höhe des Panzers nicht überschreiten, damit die Schildkröten den Kopf aus dem Wasser heben können. Die Behälter werden mit den Tieren im Keller oder Kühlschrank überwintert, bei einer Temperatur zwischen 4 bis 5°C. Zum Wecken genügt ein langsames Anheben der Temperatur über einen Zeitraum von etwa einer Woche.
Tipp: Häufig kann man am Verhalten der Schildkröten erkennen, ob sie in den Winterschlaf gehen "wollen". Wenn die Tage kürzer werden, beginnen viele zu graben und stellen die Nahrungsaufnahme ein oder reduzieren sie. Sollte sich im späten Herbst jedoch eine unverminderte Aktivität der Tiere abzeichnen, sollte der Winterschlaf nicht erzwungen werden.
Weitere Informationen erhalten Sie bei
DGHT (Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde): www.dght.de oder
DGHT-Arbeitsgemeinschaft Schildkröten: www.dght.de/ag/schildkroeten/schildkroeten.htm
Buchtipp von Dr. med. vet. Alexander Pack:
Rainer Zirngibl: Ihr Hobby, Griechische Landschildkröten, bede-Verlag,
2. Auflage 2001, ISBN: 3-933 646-20-0
Der Papagei des kleinen Mannes
Nymphensittiche
(3.629 Zeichen)
(animal) Oft sind sie grau mit gelbweißer Gesichtsmaske. Daneben gibt es silberne, weiße, gelbe und zimtfarbene Vertreter, die unter Umständen auch gescheckt oder geperlt sind. 1788 war die erste Namensbezeichnung Psittacus novaehollandia, gemäß dem damaligen Namen Australiens „Neu-Holland“. Erst 1832 erhielt der Nymphensittich seine heutige Bezeichnung, nämlich Nymphicus hollandicus.
Der Nymphensittich ist gesellig, anhänglich und schnell zahm. Nymphensittiche benötigen täglich Kraul- und Streicheleinheiten und sollten nur als Paar gehalten werden. Ist ein Vogel einsam, sind Selbstverstümmelungen und Verhaltensstörungen nicht selten die Folge. Häufig werden die Tiere in zu kleinen Käfigen gehalten. Für ein Pärchen ist eine zwei Meter lange, ein Meter breite und 1,5 Meter hohe Behausung ideal. Als Standort für den Käfig eignet sich ein zugluftfreier, ruhiger und heller Platz. Ein Nymphensittich braucht mindestens eine Stunde am Tag die Möglichkeit zum Freiflug. Sonst wird er träge und verfettet. Nicht nur zum Knabbern, sondern auch zum Herumturnen sind Naturäste mit knackigen Blättern, Knospen und Blüten bei den Flug- und Kletterkünstlern beliebt. Allerdings kommen giftige Gehölze wie Hartriegel oder Eibe nicht in Frage. Geeignet sind zum Beispiel Zweige von Obstbäumen oder Birke und Ahorn. So können die Vögel nicht nur vitaminreiches Grün naschen, sondern trainieren an den unterschiedlichen Astdurchmessern auch ihre Fußmuskulatur. Das Sprachrepertoire des Nymphensittichs ist begrenzt – dafür ist er ein umso besserer Sänger. Spielt man ihm Lieder vor, pfeift er sie vorzüglich nach.
Nymphensittiche sind recht robuste Vögel, dennoch sollte man den Tierarzt aufsuchen, wenn der Vogel plötzlich Auffälligkeiten wie breiigen Kot, Erbrechen, Pfeifen und Rasseln beim Atmen, Abmagerung, Federverlust oder Apathie zeigt. Weitere Anzeichen sind aufgeplustertes Gefieder, Augenausfluss, Würgereiz, Müdigkeit, Durchfall, starkes Jucken oder Niesen mit gleichzeitigem Nasenausfluss. Ein kleines Nieserchen ab und an ist nicht besorgniserregend, hiermit reinigen Nymphensittiche ihre Nasengänge, genau so wie Menschen. Ein gesunder Nymphensittich kann bei guter Pflege leicht bis zu 25 Jahre alt werden.
Pflege:
Mindestens einmal pro Woche sollte der Käfig gereinigt und die Einstreu gewechselt, das Trinkwasser jeden Tag ausgetauscht werden. Als Grundfutter eignen sich vor allem Hirse und Sonnenblumenkerne, zusätzlich freuen sich Nymphensittiche über frisches Obst und Gemüse (Äpfel, Birnen, Chicorée, Spinat, Kresse etc.) oder Körnerkräcker, frische Zweige. Kalksteine oder Sepiaschalen decken den Bedarf an Mineralstoffen. Für gute Verdauung sorgen Fluss- und Seesand. Zur Mauser- und Brutzeit können zusätzlich Vitaminpräparate gefüttert werden. Beginnt das Weibchen im Käfig zu brüten, können die Eier durch Gipsimitate ersetzt werden. Wenn sie dann merken, dass sich nichts tut, geben sie auf.
Körpersprache
- Im Käfig flattern: übermütig und will Ausflug haben
- Gähnen: müde, entspannt oder Sauerstoffmangel
- Niesen: Atemwege frei machen oder Erkältung (bei Nasensekret)
- Gefieder aufplustern: Müdigkeit, Entspannung, Kälte, Krankheit, Unwohlsein, Partnerwerbung, Gefiederpflege
- Fauchen: Nachwuchs verteidigen, Feinde einschüchtern, gereizt, Angst, unsicher, aggressiv
- aufgeplustertes Gefieder mit angezogenem Bein, Schnabelknirschen: Wohlbehagen
- Gefieder schütteln: der Nymphensittich baut Stress ab, will Staub oder Wasser abschütteln
- Bein mit Flügel strecken: vergleichbar mit Strecken und Recken des Menschen
- Schnabelwetzen: meist am Ast zum Entfernen von Essensresten, zum Glätten und Schärfen des Schnabels
- Balzverhalten: Männchen läuft mit vom Körper weggestreckten Flügeln, aufrecht stehende
- Federhaube und mit trippelnden Schritten neben dem Weibchen herum. Das Männchen klopft auf alles, was laut sein könnte.
Federhaube:
- senkrecht nach oben: Neugier, aufmerksam, ist interessiert
- senkrecht nach oben und die Spitze ist stark nach vorne gewölbt: Aufmerksamkeit, Erregung oder Beunruhigung
- liegt locker und fast waagerecht am Kopf: entspannt
- liegt straff am Kopf an (Nymphensittich faucht zusätzlich): Angst, Unsicherheit, Aggressivität
Foto: DGK
Wenn Bello von Knochen und Mieze von Mäusen träumt
Traum- und Schlafforschung bei Tieren
(2.775 Zeichen)
(animal) Da wird gemaunzt, gebellt, geschnurrt und auch geknurrt, die Beine zucken wie im schnellen Lauf und die Lider zittern – und das, obwohl Hund oder Katze mit geschlossenen Augen tief und fest zu schlafen scheint. Können auch Tiere träumen? Menschen verarbeiten im Schlaf ihre Erlebnisse. Während der nächtlichen Träumereien kann es zu Bewegungen oder Lauten kommen – das ist hinlänglich bekannt. Wer aber ein Haustier hat, der fragt sich, ob der geliebte Vierbeiner, der sich im Schlaf umherwälzt, ebenfalls einen Traum erleben kann.
Hunde beispielsweise zeigen regelmäßig deutliche Anzeichen dafür, dass sie träumen: Die Pfoten zucken und zappeln, und ihre Augen bewegen sich heftig hinter geschlossenen Augenlidern. Letzteres kennzeichnet die so genannten REM-Phasen (englisch: Rapid Eye Movement) - bei Menschen ein Zeichen für heftige Träume. Sehr wahrscheinlich verarbeiten so auch Hunde im Traum die Erlebnisse des Tages, sagen Forscher. Zahlreiche Wissenschaftler haben diese REM-Phasen bei Tieren bereits untersucht und so das Schlafverhalten von Tieren - wenn auch nur indirekt durch Beobachtungen und Messungen - erforscht. Immerhin scheint es gesichert, dass bis auf wenige Ausnahmen alle Säugetiere und viele Vögel einen Teil ihrer Schlafzeit im REM-Schlaf verbringen. Man kann daher davon ausgehen, dass nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch Elefanten und Pferde träumen können. Diese großen Säugetiere sind in der Lage, Dinge zu abstrahieren und wiederzuerkennen, sagt Veterinärmediziner Professor Ingo Nolte von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Also können sie auch träumen. Krokodile, Klapperschlangen oder Eidechsen träumen offenbar nicht. Bei Vögeln hingegen besteht der Schlaf zu einem Prozent aus REM-Phasen.
Je höher man die Evolutionsleiter hinaufklettert, um so länger und heftiger scheinen die Träume zu sein. Die Schlafforschung bei Tieren hat nur ein Problem: Tiere können ihre Träume nicht erzählen. Bis auf einen Fall: Von einem Gorilla in einem amerikanischen Forschungsinstitut wird sogar von einem Albtraum berichtet. Der Affe berichtete angeblich seinen Betreuern per Zeichensprache von einem schrecklichen Traum, in dem seine Mutter von Wilderern getötet wurde. Bei Delfinen gibt es diese Schlafphase allerdings nicht. Da sie zum Atmen regelmäßig an die Wasseroberfläche schwimmen müssen, schalten sie zum Schlafen nur eine Gehirnhälfte aus. Auch Enten könnten dies bei Bedarf. Wenn sie sich nicht sicher fühlen, schließen sie beim Ruhen nur ein Auge.
Forscher des Massachusetts Institute of Technology glauben den Beweis dafür gefunden zu haben, dass Ratten fähig zu komplexen Träumen sind, auf diese Art und Weise Tageserlebnisse verarbeiten und vielleicht auch lernen und sich erinnern. Die Ratten in dieser Studie waren an ein spezielles Messgerät angeschlossen, das das Muster der aktiven Neuronen in einer bestimmten für das Gedächtnis wichtigen Gehirnregion aufgezeichnet hat. Die Tiere mussten dann verschiedene Wege durch ein Labyrinth finden. Diese Aufgabe produzierte ein bestimmtes Aktivitätsmuster im Gehirn und dieses Muster wiederholte sich mehrmals als die Ratten schliefen. Daraus schlossen die Wissenschafter, dass die Ratten von ihren Labyrinthaufgaben geträumt haben.
Quellen:
http://science.orf.at/science/news/4021
Studie MIT: http://web.mit.edu/newsoffice/2001/dreaming.html New Scientist, 3.2.2001
MELDUNGEN
Schokolade – süß, aber giftig
(2.452 Zeichen)
(animal) Was für uns Menschen eine süße Versuchung ist und eher Probleme auf den Hüften verursacht, stellt für den vierbeinigen Freund oft eine tödliche Gefahr dar. Besonders Hunde, aber auch Katzen und sogar Kaninchen sind einem Stück Schokolade oder Plätzchen vom Adventsteller gegenüber leider nicht abgeneigt.
Daher Vorsicht in der Weihnachtszeit: Es ist nicht etwa der hohe Fett- oder Zuckergehalt, der die Schokolade für Heimtiere so gefährlich macht, sondern ein Stoff, der in Kakaokernen und -schalen vorkommt. Schokolade enthält Koffein und einen ähnlichen Stoff, das Theobromin - in weißer Schokolade fast gar nicht, in dunkler Schokolade aber sehr konzentriert. Beide Stoffe können von Hunden, aber auch von Katzen und Pferden nicht abgebaut werden, da ihnen hierzu das nötige Enzym fehlt. Dies kann zu schweren Herzproblemen führen. Die Symptome der Vergiftung hängen von der Menge und der Art der aufgenommenen Schokolade ab. Zartbitter- bzw. Blockschokolade ist besonders gefährlich. Kleine Hunde von wenigen Kilogramm Körpergewicht können schon nach der Aufnahme von 20 bis 30 Gramm sterben. Bei großen Hunden wie zum Beispiel Schäferhunden sind 120 bis 250 Gramm gefährlich. Milchschokolade führt in etwa zehnfacher Menge zum Tode. Bei Aufnahme einer geringeren Menge kommt es meist lediglich zu Magen-Darm-Problemen wie Durchfall und Erbrechen.
Etwa drei Tafeln Vollmilchschokolade oder eine Tafel Zartbitterschokolade könnten einen 10 bis 15 kg schweren Hund töten. Die Hunde zeigen etwa vier bis zwölf Stunden nach der Aufnahme Erbrechen und Durchfall, im weiteren Verlauf Erregung, Zittern, Muskelkrämpfe, Lähmung der Hinterhand, Delirium und plötzlichen Tod durch Herzversagen. Hunde, die an Epilepsie leiden, können auf geringe Dosen von Theobromin mit Anfällen reagieren. Falls Ihr Hund große Mengen Schokolade gefressen hat, suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf.
Auch andere für den Menschen bestimmte Naschereien sind für Hunde sehr ungesund. Plätzchen und Co. führen bei ihnen zwangsläufig dazu, dass sie Zahnprobleme bekommen und an Übergewicht mit Folgekrankheiten leiden.Füttern Sie daher Ihrem Haustier keine Schokolade, Lebkuchen oder Pralinen - allenfalls ein kleines Stück Hundeschokolade. Mit Kauartikeln wie Ochsenziemer oder Schweineohr machen Sie ihm jedoch erheblich mehr Freude. Und warum sollte man seinem treuen Begleiter nicht mal einen Riesen-Kauknochen zu Weihnachten schenken?
Tipp: Gerade über die Feiertage empfiehlt es sich, als Ausgleich zu dem üppigen Essen für genügend Bewegung zu sorgen. Lange Spaziergänge in der frischen Luft und Herumtollen tun nicht nur dem Hund, sondern auch „Herrchen“ und „Frauchen“ gut.
Und noch ein Tipp: Stellen Sie Ihren Weihnachtsteller mit der Schokolade und den Süßigkeiten so hoch, dass Ihr Hund ihn nicht erreichen kann und sich nicht darüber hermacht, wenn Sie das Zimmer verlassen.
Krankenversicherung für Tiere
(3.160 Zeichen)
(animal) Ist das Tier gesund, freut sich der Mensch. Ist das Tier jedoch krank, kommen zur Sorge um den vierbeinigen Hausgenossen oft auch hohe Kosten für die Behandlung, sei es einer akuten oder chronischen Krankheit oder nach Verletzungen. Da kann sich eine Krankenversicherung für den geliebten Vierbeiner, die für Arztkosten und Medikamente aufkommen – je nach Vertragsgestaltung in unterschiedlichem Umfang –, schon lohnen. Für Pferde-, Hunde- und Katzenhalter gibt es solche Angebote, wenn auch wenige. Exoten und Nutztiere sowie Kleintiere wie Vögel, Meerschweinchen oder Hamster versichern die Anbieter nicht.
Aufgenommen werden Hunde und Katzen in der Regel, wenn sie nicht älter als fünf oder sechs Jahre alt und gesund sind. Die Leistungen der Versicherungen sind völlig unterschiedlich. Meist werden ganze Leistungspakete angeboten: Die Versicherungen zahlen für Vorsorge, also zum Beispiel Impfungen, Krankenschutz, aber auch bei Operationen, Unfall- und Verkehrsunfallschutz. Die Kosten für das Paketangebot liegen beispielweise für Hunde je nach Alter, Größe und Rasse zwischen 29,90 und 39,90 Euro im Monat. Für eine Katze zahlt man je nach Alter, Rasse und Haltung (in der Wohnung oder im Freien) zwischen 13,90 und 19,90 Euro. Ein gründlicher Vergleich von Preis und Leistung lohnt in jedem Fall.
„Einen Operationsversicherung für Hunde ist immer empfehlenswert“, sagt dazu Dr. med. vet. Alexander Pack. Nur einzelne Anbieter zahlen grundsätzlich bei allen Operationen, oft aber nur bis zu einem bestimmten Höchstbetrag pro Jahr. Ein anderer Versicherer setzt keinen Höchstbetrag fest, zahlt aber nicht bei allen Operationen. So sind dort zum Beispiel Operationen bei Hüftgelenkdysplasie (HD) ausgeschlossen. Ganz egal, für welches Angebot Sie sich interessieren – es gibt einige Vertragspunkte, die Sie sich besonders genau ansehen sollten:
- Vorerkrankungen: Ist Ihr Tier gesund genug, um aufgenommen zu werden? Seien Sie auf jeden Fall ehrlich, verschweigen Sie Vorerkrankungen nicht. Die Versicherung kann ein Gesundheitszeugnis verlangen oder den Tierarzt fragen.
- Leistungsausschluss: Deckt die Versicherung alle Erkrankungen ab oder sind einige – und wenn, welche? – ausgeschlossen?
- Leistungsobergrenze: Zahlt die Versicherung vielleicht nur bis zu einem bestimmten Betrag im Jahr?
- Höhe des Gebührensatzes: Der Tierarzt darf für eine Behandlung verschieden hohe Sätze – vom niedrigen einfachen bis zum hohen dreifachen Satz – verlangen. Welchen Satz übernimmt die Versicherung? Was darüber liegt, müssen Sie zahlen. Wenn Ihre Versicherung einen geringeren Satz als den dreifachen übernimmt, sprechen Sie gerade vor kostenträchtigen Behandlungen mit Ihrem Tierarzt darüber, was er wohl verlangen wird.
- Laufzeit: Wie lange soll der Vertrag laufen? Länger ist meist günstiger – aber nicht so einfach zu kündigen, denn an die einmal vereinbarte lange Laufzeit müssen Sie sich frundsätzlich halten.
- Kündigung durch die Versicherung: Manche Versicherungen kündigen den Vertrag, sobald die Leistungen eine bestimmte Grenze überschritten haben. Eine solche Versicherung nützt Ihnen im Ernstfall wenig. Schauen Sie sich also die entsprechenden Klauseln, unter denen die Versicherung kündigen oder die Verlängerung des Vertrags verweigern kann, genau an.
- Alter des Tieres: Ältere Tiere werden meist nicht versichert oder die Leistungen fallen niedriger aus.
Foto: DGK
Versicherungen für Kleintier
Schäden, die ein Nagetier (Kaninchen) im Haushalt anrichten kann, fallen unter den Deckungsbereich der privaten Haftpflichtversicherung. Krankenversicherungen werden für Kleintiere von den Versicherungen nicht angeboten, ebenso wenig Lebensversicherungen.Tierisch entspannt
Wellness-Anwendungen für Hund und Halter
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(animal) Mit Waldi zum Wellness? Sauna, Massage und Cleopatrabad fürs Frauchen, Pfotenreflexzonenmassage und Dogdancing für den Vierbeiner: Hundehalter können einen Wellnessurlaub jetzt auch gemeinsam mit ihrem Tier genießen, denn viele Wellness-Hotels bieten gleich ein entsprechendes Programm für den Vierbeiner mit an.
Ob Massagen, Kneippsche Bäder oder Akupunktur - die Hunde profitieren von dem umfangreichen Angebot. Denn fast täglich laufen die Tiere meist auf harten Asphalt und in Auspuffhöhe der Autos, müssen Treppen steigen, ins Auto springen oder gar mit Herrchen oder Frauchen öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Das bedeutet zum einen starke Belastungen für den Bewegungsapparat, zum anderen Stress. Durch spezielle Massagen lassen sich Verspannungen und eingelagerte Schlackenstoffe auch beim Hund lösen. Dadurch werden die Körperfunktionen angeregt, und die Durchblutung wird verbessert. Steht keine ernste medizinische Behandlung an, kann auch der Hund "einfach mal die Seele baumeln lassen".
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