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Altern in Würde (AiW)
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Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut
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Die Saison der roten und juckenden Augen, fließenden Nasen und verengten Bronchien ist eröffnet: Pflanzenpollen oder Blütenstaub sind die bekanntesten Allergenträger, Pollenallergien die häufigsten Allergien in Deutschland. Betroffen sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung. Die Erkrankungen sind saisonal begrenzt. Die Beschwerden treten in der Blütezeit der windbestäubten Gräser, Bäume und Kräuter, von Frühling bis Sommer auf. Die wichtigsten Allergieauslöser im Frühling sind Birke-, Erle-, Weide- und Hasel-Pollen.
Die Pollenkörner windbestäubter Pflanzen sind in deren Blütezeit in hohen Konzentrationen in der Luft; vom Wind können sie bei trockenem Wetter mehrere hundert Kilometer weit getragen werden. Bei Kontakt mit der Schleimhaut der Augen oder Atemwege führen sie beim Pollen-Allergiker in kurzer Zeit zu den bekannten Symptomen: Augentränen, Niesen, Fließschnupfen, Husten und sogar Atemnot.
Bereits im Februar beginnt die Blütezeit der Hasel. Bis April ist das einhäusige Baumgewächs, auch Haselnussstrauch genannt, mit einfachen, wechselständigen, runden und leicht behaarten Blättern eine Gefahr für Pollenallergiker. Es ist in Wäldern, Buschwerk, Hecken auf fruchtbarem, manchmal feuchtem Boden sehr verbreitet.
Die Weide blüht von März bis Mai; der Höhepunkt der Blütezeit ist in der Regel Anfang April. Weidengewächse bilden eine botanische Familie holziger Blütenpflanzen mit gut 425 Arten und nur drei Gattungen, den Weiden, den Pappeln und der nur in Korea vorkommenden Chosenia. In Mitteleuropa gibt es etwa 30 bis 40 Weidenarten, deren eindeutige Bestimmung oft Spezialisten vorbehalten bleiben muss. Manche Arten bilden untereinander auch Mischlinge. Die Salweide oder Palmweide besiedelt ganz Europa, sie gehört zu den bei uns weit verbreiteten Weidenarten.
Die Birke ist in unseren Breiten ein Frühblüher und einer der ersten Bäume, deren Pollen die Allergiker belasten. Ihre Blütezeit ist Ende März bis Juni. Birken sind - erstaunlich genug, da sie auf den ersten (und zweiten) Blick mit ihrer weißen Rinde doch ganz anders aussehen - relativ nahe verwandt mit anderen, auch dem Nicht-Botaniker sehr vertrauten Bäumen: den Erlen, Buchen und den Haselsträuchern. Sehr verbreitet sind sie in trockenen Wäldern, Dickicht und Heide auf mageren, sandigen und sauren Böden.
Die Erle ist fast an jedem Bachlauf anzutreffen. Die Blütezeit ist in geschützten Lagen bereits im Januar, also noch mitten im Winter. Die männlichen Blütenkätzchen beginnen bei Tageshöchsttemperaturen von etwa 10 Grad Celsius auszutreiben. Mit dem Höhepunkt des Pollenfluges muss gewöhnlich schon zwischen Ende Februar und Ende März gerechnet werden. Die Erle wird häufig in Grünanlagen angepflanzt; die ihr nah verwandte Schwarzerle findet sich verbreitet in feuchten Wäldern und auf Torfboden.
Einen genauen Pollenflugkalender erhalten Sie in Ihrer Apotheke oder von Ihrem Arzt in gedruckter Form. Im Internet finden Sie einen tagesaktuellen Pollenflugkalender für Deutschland unter anderem beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach unter der Internetadresse http://www.dwd.de/de/wir/Geschaeftsfelder/Medizin/Leistungen/pollenflugvorhersage_www.htm
(aus: Umwelt und Gesundheit (smog), Jg. 30, 2 – 2002)

